cyberpunk

Der Mensch ist eine Kuh! Der Cyborg ist ein Mensch!

Menschen, die sich der (ohne Zweifel) kommenden Aufrüstung durch Cyberware verweigern, werden bald eine Unter-Art des Menschen von Morgen sein. Sie werden kuhähnlich gehalten werden. (Hui, der Satz kracht aber auch im Gebälk…)

I guess they’ll be some sort of subspecies. Just like we have cows now

Auch mal ne Idee. Von Ihm hier: Kevin Warwick,  von Beruf: Cyborg.

Um das ganze etwas zu entzerren: Er hat seine Nervenenden "verkabelt", an das große weltweite Netz angeschlossen, und einen Roboterarm auf der anderen Seite der Kugel ferngesteuert. Jetzt frage ich mich: Was hat dieser Kybernetik-Robot-Arm wohl getan? Einen Arm gebaut der einen Arm steuert? 2015 rechnet er mit einem Hirn-Chip….Sieht jedenfalls todesmutig aus, was der Herr dort oben im Selbstexperiment angestellt hat. Jetzt muss nur noch ein wenig an der Optik geschraubt werden, dann passts auch zu den Karbon-Fingerkrallen….gesehen auf grinding.be

Faszination Arkologie – Dabei bleibts aber auch…

Eine Arkologie, ähnlich wie man sie im Spiel "Sim-City" bestaunen durfte, wird es in näherer Zukunft nicht geben. Physikalisch sicher machbar. (Wenn auch sehr aufwendig, teuer und zeitintensiv)

Ich sage: Wenn wir uns über Maschendrahtzäune der Nachbarn erzürnen, die (eigene?) Ehefrau verkloppen, dem Bekannten den neuen SUV missgönnen, für virtuelleGegenstände morden– dann wird das nichts; bzw. wird es im Desaster enden. (Pessimismus? Realismus? Geschenkt?) Diese Überlegungen halten jedoch einige Architekten nicht auf. Die planen munter drauf los. Hier mal einige Fragmente, die das Netz so ausspuckt.


X-Seed 4000 – Ein Entwurf von 1980  – 1 Mio. Menschen. 4km x 6km x 6km. 800 Stockwerke


Freedom Ship – Planung läuft! 1,3km lang. 120m hoch. Casinos, Flugplatz. 80.000 Menschen.(Die Inspiration zu diesem Beitrag kam übrigens von io9.com, wo ich das Crazy-Ship entdeckte)


Zwischenbemerkung: In den Romanen die ich so gelesen habe, waren die schwimmenden Städte und Future-Citys etwas weniger bunt dargestellt: Große felsige Inseln und riesige verlassene Öltanker dienen dem Schwarzmarkt und den Datenpiraten als Umschlagplatz für heiße Ware….."DataHaven" –> Der Begriff lässt sich auf den (für meinen Geschmack eher mittelmäßigen) Roman "Inseln im Netz" von Bruce Sterling zurückführen.

In der (großartigen) anarchokapitalistischen Dystopie "Snow Crash" (Roman, 1992, Neal Stephenson) spielt bspw. eine kleine philippinische Insel eine nicht unbedeutende Rolle im internationalen Geflecht der Diebe und Daten. Selbstredend ist ein solcher "Datahaven" in Zeiten von Überwachungswahn und orwell´scher Politik längst Realität:

–> dhp.com.


  Tokio Sky-City –  Über 1000m hoch. Konzipiert für knapp 140.000 Menschen.


Crystal Island – Das größte bewohnbare Gebäude der Welt. (Moskau, ca. 2012) 450m hoch.


Bionic Tower –  Über 1km hoch. 100.000 Menschen. 300 Stockwerke. (Shanghai)


Ultimate Tower –  Entwurf von 1991. Über 3200 Meter hoch. Zu teuer!

tdrinc.com- weitere Infos


Turmbau zu Babel –  Zu gierig!


Weitere "größenwahnsinnige" Projekte:

Skyscraperpage.com – Tolle Vergleichscharts. Alle Wolkenkratzer der Welt.


Der Space-Elevator:

Ein wunderbarer Satz, vom Weltraum-Satelliten-Space-Vordenker-Genie, Arthur. C. Clarke:

The space elevator will be built about 50 years after everyone stops laughing

Das lass ich mal so stehen. Fast.


In einem "Brave New World-RPG" –Forum fand ich diese düstere Vorstellung von künftigen Megaplexes, Supersize-Citys, Arkologien

Die unteren Stockwerke der Arkologien sind sehr gefährlich.
Gangs, Geistesgestörte und Serienvergewaltigungsmörder treiben hier ungebremst ihr Unwesen, wer in jene Stockwerke vordringt, in der oft nur Wartungsautomaten des Arkologiemoduls und selten ein (schwer bewachter und bewaffneter) Lastpanzer mit Technikern, die bei einem der automatisierten Produktionsanlagen Hand anlegen müssen, etwas Bewegung in die sonst leeren Straßen bringen, darf sich nicht wundern einfach verloren zu gehen.

Vor allem wenn Vampire in der Nähe sind.

;-)

Jipee! Die Matrix ist da!

Gut,..noch nicht ganz!

Mit dem neuen Symbrion-Projekt (Symbiotic Evolutionary Robot Organisms) sollen die Grundlagen für symbiotische und evolutionäre Prinzipien großer Roboterschwärme gelegt werden.

gelesen bei nerdcore. der hats von polkarobot Quelle: heise.de

Ich bin kein erklärter Gegner der Transhumanistischen-Bewegung, kein Technophobe. Ich hatte zwar Angst vor E.T (kein Witz!), aber Nr. 5 war mein bester Kumpel. "Matrix" sehe ich mir immer wieder gerne an, halte Weltraumforschung zwar für (noch) nicht nötig, finde aber die Bilder von fernen Gestirnen durchaus wunderschön. Bei der Vorstellung das Bots/Roboter sich aber

ohne Eingriff des Menschen weiter entwickeln und umprogrammieren können, 

und dadurch

auch neue Funktionsweisen entstehen könnten.

…fühle ich mich aber doch ab und an ein wenig an meinen Geisteszustand beim ersten Anblick von E.T erinnert. (HORROR!) Klar, dass in diese Richtung geforscht wird, ist nicht wirklich neu. (In welche nicht!?) Packen kann mich dann aber doch nur wieder ein visueller Reiz:

Cyberpunk! Yeah! Der erste Versuch "eine wirklich symbiotische multizelluläre Konstruktion" zu erschaffen/erbauen/er…., soll dann auch tatsächlich aus einigen Hundert (!) autonomen Bots bestehen. Achtung: Schön nahzählen! Täglich -!- Besser ist das…. Ist das dann der Beginn "der Matrix?"

Im Endeffekt, ganz weit gedacht, wirds darauf hinauslaufen: Was wissen "Die" (Killer-Spider-Bots) wirklich? Kann ein "künstlich" erschaffenes "Etwas" (Killer-Spider-Bot) sich eigentlich so etwas wie ein "kritisches Wissen / Begreifen" aneignen? Oder beruht die Mutation/Evolution von diesem "Etwas" (Killer-Spider-Bot) dann (nur) auf "Faktenwissen"!?

Spannend. So spannend das wir die EU da 10 Millionen € reinpumpen. Forschungsprojekt: (Achtung: Killer-Spider-Bot-Gefahr) cordis.europa.eu

Sehr spannend. Ich spiel mal weiter mit meinen Acrobots. Die sind auch viel hübscher:

Film Noir – Trailer

Gemeint ist in diesem Falle beides: Das Filmgenre "Fim Noir", aber eben auch der Fim "Film Noir", welcher im gleichnamigen Genre angesiedelt sein wird. Dies geht auch unverkennbar aus dem Trailer hervor.(weiter unten)

Einige Parallelen zum "Cyberpunk" lassen sich durchaus ohne Mühe herstellen: Düstere Bilder, pessimistische  Zukunftsaussichten, Antihelden und andere schräge Charaktere zeichnen beide Genres aus. Eine Filmempfehlung kann ich dann auch direkt noch drankleben: "Rennaissance". Wunderbar dunkel und usselig, das Animationsfilmchen. Sehenswert, allein schon wegen der Filmtechnik!

Hier nun der Trailer zu "Filmnoir". Sieht doch echt mal "anders" aus. Bin gespannt….

Website "Film Noir"
Dunkler Direktlink zum Trailer

Mittelerde und Citadel-City Mix

(EDIT: DER AUFMERSAME FEED-LESER HAT EVENTUELL EBEN UNREGELMÄßIGKEITEN IN DER ARTIKEL-CHRONIK BEMERKT: Der Schuldige wurde ausgemacht, hat jetzt Blog-Verbot und darf nun sein Kämmerlein nicht mehr verlassen! Bis er Geburtstag hat….)

Mittelerde = erdachte mythologische Fantasy-Welt (Tolkien) /  Citadel = eine uralte Raumstation aus meinem aktuellen Lieblingsspiel ;) Die wehrten Betrachter möchten doch bitte mal auf das Bildchen klicken. In voller Pracht sieht das erst richtig klasse aus; ne Menge Details. Hat was, das Szenario.
gesehen auf webpark.ru …wo sich mal wieder keine Quelle auffinden lässt….

Future Windhundbotrennen – Syd Mead

Auf der Seite cgsociety.org gibts derzeit ein "Artist Profile-Special". Unter anderem wird dort das oben zu sehende Bild präsentiert, und natürlich der dazugehörige (CGI-) Künstler: Mr. Syd Mean

Interessant finde ich seine Kunst-Philosophie: "Nicht zu weit in die Zukunft denken…" Was dann dabei rauskommt, kann man dann bei cgsocietys.org nachlesen. Ein kurzes Video, ein Interview, sowie weiterführende Links finden sich auch dort. Ich steh drauf, auch auf die Future-Karren die der so vom Stapel lässt. Sehr schnieke!

Edit: Bigod hat in den Kommentaren rumgepupt, ;) …und mich auf die richtige Schreibweise des Künstlers hingewiesen: "Mead – mit "d", nicht mean – mit "n". Thx fürs pupen!

Die Matrix des William Gibson

So langsam legt sich mein Flash wieder. Denn nichts anderes war die Lesung von W. Gibson im Kölner Gloria – Theater: Er hat den Mund aufgemacht; ich war geflasht. Eigentlich war schon das auf die Bühne kommen sehr flashig: Sichtlich vom Jetlag gerädert, ein x-beliebiges Shirt über die Jeans, in Sneakers, betrat William Gibson die Bühne. Es gab sogar einige Jauchzer, was Mr. Gibson kalt lies. Der Mann kennt keine Starallüren. Dafür aber Die Ärzte. Der Blogeintrag dazu findet sich hier.

Schön, dass der anwesende Kritiker dann auch mal nachhakte, woher denn die Faszination für die deutsche Band rühre: Gibson hatte keine wirklich adäquate Antwort in petto, stellte daraufhin jedoch Überlegungen an, in welcher kulturellen Matrix die Ärzte wohl hier in Deutschland angesiedelt sein mögen. Für mich persönlich gab es an diesem Abend zwei große Überraschung: Zum einen war ich sehr angetan von der Tonierung, seiner Mimik und dem Südstaaten-Englisch, welches sehr gut zu verstehen war. In den Kommentaren schreibt kioopi:

Gibson hat genauso gelesen wie ich es mir vorstelle wenn ich seine Bücher lese.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Zum anderen: Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass Gibson einen sehr speziellen, diffizilen Humor besitzt, trotzdem war ich sehr angetan  von seiner jetlaggi – humoristischen Art; wie er beispielsweise ein wenig über seine Rückkehr zum Science Fiction (mit ca. 27 Jahren ) und andere Inspirationsquellen plauderte, dass war schon einmalig –> Autos die aussehen wie Raumgleiter und Spaceships, leere Postämter die mit Fiktion gefüllt werden möchten. Irre. Seine Zuneigung zu Verschwörungstheorien tat er auch kund; so hätten diese etwas einfaches, simples, wonach sich doch heute manch einer sehnen mag (sinngemäß)

Nebenbei erwähnt waren die gelesenen Text aus "Spooky Country / Quellcode" absolut erstklassig ;)

Fesselnd, informativ, illusionierend, paranoid, detailliert, futuristisch, einfach prima. Der Mix aus Drogendealern, Künstlern, Spionen, die augenscheinlich alle einem bestimmten Seecontainer hinterherjagen, klang schon sehr nach  mitreißenden Charakteren.  (Den Beruf des Literarturkritikers habe ich hiermit nun endgültig verfehlt).

Simon Eckert war für die deutschen Parts zuständig, und war für meinen Geschmack etwas zu sehr Schauspieler als Vorleser. Was daran liegen mag, dass er ein solcher ist. (Schauspiel Köln) Ich (der das Buch noch nicht vorher angerührt hatte, weil ichs von "ihm, dem William"  vorgelesen bekommen wollte…) hatte trotzdem den Eindruck das die Übersetzung des Textes sehr gelungen ist. Der Eindruck das W.Gibson einem Oberflächen-Fetischismus  verfallen ist, hat sich für mich bestätigt: Niemand beschreibt Muster/Oberflächen/visuelle Reize so wunderbar wie er. Das da die deutsche Übersetzung etwas ins stocken gerät, ist klar.

Der Abend war einfach zur kurz; er hätte mir das ganze Buch vorlesen können, ich hätt'  mich keinen Millimeter bewegt. Natürlich konnte ich es mir dann auch nicht nehmen lassen, mir meinen Neuromancer von ihm signieren zu lassen!

Die Schultertasche umgehängt, leicht buckelig, ein schräges Lächeln im Gesicht, sitzt er dort; bereit aufzustehen, sollte es plötzlich nötig sein, aus dem Cyberspace zurück in die andere Welt zu switchen. Denn wir bewegen uns heute ständig im Cyberspace, sehen nur ab und an mal nach, ob es die richtige Welt noch gibt (sinngemäß). In meinen Augen einer der großartigsten Schriftsteller der Zeitgeschichte, ein Visionär und Freak. Ich spare mir an dieser Stelle ein Zitat von ihm; er schreibt so viel was man ständig mantra-mäßig vor sich hinblubbern könnte. Gibson noch mal in Deutschland? Ich bin da.

Ich mag den Mann. Und das was er schreibt.

Jetzt noch etwas mehr.

Cyberpunk Games – für lau!

Auf der Website abandonia.com findet man eine riesen Sammlung an alten (DOS)-Games. Zu 90% sind die alle schon so alt, dass man sich diese doch glatt umsonst runterladen kann.

Sehr interessant: Man kann in der  Suchmaske ein Häckchen bei "Theme: Cyberpunk" setzen, und schwupps werden einem längst vergessene Klassiker aufgetischt. Darunter findet sich z.B das Game B.A.T. oder auch Neuromancer. Hier zwei kleine Impressionen:

Hach, hätt ich mehr Zeit, würd ich die alle (noch)mal anspielen. Den C64/ Amiga500/ 386er  hab ich nämlich leider nicht mehr….

(Beitrag rüber zur CPC geschoben)