cyberpunk

Ekelhaft: interneteyes.co.uk


interneteyes.co.uk ist ein Auswuchs der Neuzeit. An dem ich gerade fast erstickt wäre, weil er so ekelhaft nach Denunziantentum stinkt. So sehr, dass man keine Luft mehr bekommt; das Hirn halt auch nicht; also schiebt man's man mal eben wieder auf die Neuzeit; weil früher war ja eh alles besser und dran Schuld sein muss ja auch immer wer.

Oder wie erkläre ich mir sonst eine Website, die sowas hier veranstaltet:

Aid crime reduction and be rewarded for your actions. Simply sign up for FREE, watch and report crime as it happens

?

Im Klartext: Die streamen mir irgendwelche Videobilder nach Hause, (die ich für Bilder von Überwachungscams halten soll; und wahrscheinlich sind es in der Tat solche) die ich mir stundenlang ansehen kann. Bis ich meine zu glauben gesehen zu haben, dass die Kamera da  gerade eventuell, vielleicht und mit einiger Wahrscheinlichkeit gerade ein Verbrechen beobachtet (wahrscheinlich sehe ich dann sogar irgendwann wirklich echte Criminals). Dann löse ich einen "Alert" aus – der mich natürlich etwas kostet -, freue mich auf die hoffentlich großzügige Belohnung (von was weiß ich von wem die kommen soll) und habe eine Heldentat vollbracht. Die irgendwann in den Geschichtsbüchern vorkommen wird. 

Außerdem darf ich anschließend mit Fug und Recht behaupten: Ich bin ein Denunziantenarschloch. Dafür habe ich aber wieder drei Plätze in der Denunzianten-Liga der Community gutgemacht. (Kein Scheiß, die haben 'ne Liga da!)

Unfassbar.

…und ob nun "Crime Detector" oder "Schnüffler Paradies" (wie die dailymail schreibt)

Ekelhaft isses.


  • (Kein)Link: interneteyes.co.uk
  • Bild: Der geht immer.

Der Makerbot in Köln! Am Donnerstag!


Der Makerbot kommt nach Köln. Der Makerbot kommt nach Köln. Der Makerbot kommt nach Köln. Und ich geh' auf den Geburtstag von Frau Annelie.

Spitzenmäßig.

So'ne Kacke.

Der Makerbot kommt in's Hackerspace Labor des Chaos Computer Club Cologne e.V. Hier umme Ecke. Und ich geh' auf 'nen Geburtstag. Der Maker kommt. DER MAKER KOMMT. 3D-Drucker. Androidenträume. Spider's Tripmaker, Stross's wilde Fantastereien, Replikanten, Cyborgs, ewiges Leben; ihr wisst schon. Der Maker kommt. Der Makerbot kommt nach Köln.

Und ich trink Tee.

Hab' aber drei Links zum Maker. Plus ein Video, welches ich auf der tollsten WebTV-Plattform aller Zeiten entdeckt habe. (Gibt' nur hier zu sehen; nicht im Reader.)

Geh' mal einer hin und grüß' den Maker von mir. Er soll ja was ordentliches maken. Hier das (Rocketboom-)Video:

Oh Mist. Mac Tonnies ist Tod.

Ach weißte. Erst dieser Mist mit der Zeitumstellung. (Ich prüfte gerade mehrere Minuten, ob die Welt kaputt ist oder doch nur mein Gehirns. Es stellte sich heraus: Mein Gehirns war’s. Wir ham‘ wirklich ’ne Stunde früher.) Dann erschreckt mich Facebook (mit welchem ich täglich arbeite) mit einem neuen Look. Okay, denk‘ ich mir, Okay, lieste halt ein paar Feeds zur Beruhigung. Da ich am Wochenende nicht soviel im Netz hänge wie in der Woche, stauten sich also jede Menge ungelesene Artikel in meinem Reader. Und was war der zweite Artikel den ich las? Genau:

Mac Tonnies ist Tod!

Mir fehlen da so ein bisschen die Worte, jetzt. Ich hatte kurzen Email-Kontakt mit Mac. Und dieser war äußerst freundlich und sehr amüsant. Wir verlinkten und das Eine oder Andere mal gegenseitig, haben rumgetwittert; und ich freute mich erst vor ein paar Wochen sehr darüber, das Mac mich in seine Blogrolle aufgenommen hatte.

Mac wurde bereits am Donnerstag in seiner Wohnung gefunden und starb eines natürlichen Todes. Ich habe gerade Tränen in den Augen. Weil: Er war ein solch‘ toller Autor, Ufo-Freak, Transhuman-Interessierter und irgendwie einfach ein Teil meines Lebens. Hört sich doof an. Ist aber so. Gewesen.

Rest in Peace, auf das du den CERNern das Fürchten lehrst. Wo auch immer du jetzt stecken magst, Mac. Ich vermisse dich schon heute; hoffe das ein awesome-Weblog und deine incredible-Website dem Cyberspace noch lange erhalten bleiben. 

So kann’s gehen. Ist das Leben kurz, oder was? Regt man sich über Scheisse auf, oder was?  Scheiss‘, da!

Mac, ich weiß es ganz genau: Jetzt machst du den Titel deines Weblogs zum Programm: Tanz uns den Posthuman-Blues, Baby! Danke für alles, Mac! I’ll never forget! 

Spieltisch

Hach, da bin ich ja wie zweigeteilt.  Es ist ja nicht so, als das ich jetzt täglich Brettspiele spielen würde. Oder Karten. Aber bei Karten waren mir die zum anfassen irgendwie immer etwas lieber, als das Pokern mit dem Bildschirm. Klar, von Surface und anderem KlimBim bin ich schon sehr angetan.  Und eigentlich gibt es auch gar kein "Aber". Ich glaube, ich hatte gerade nur mal wieder Lust, ein abendfüllendes Brettspiel zu spielen. Bis ich mir zu Weihnachten einen Surface-Tisch kaufe.

2037. Oder so.

Schick, jedenfalls. Hier mit Dungeons & Dragons drauf:

Atommüll, der Scheiss‘ da.

Ist das eine Scheisse.

Ich kopiere hier den Text rein, der unter dem Video bei sevenload steht. Zu mehr reicht’s nicht mehr; mein Hirn ist schon vom Zugucken verstrahlt.  Und wehe einer sagt, er hätte von all‘ dem nix gewusst. Das hatten wir ja schon.


Lässt sich über Atommüll überhaupt objektiv diskutieren? Auf die zunehmende Angst vor den Folgen der Erderwärmung reagieren Industrielle und manche Politiker mit dem Wundermittel Atomenergie: eine saubere und kontrollierbare Energie ohne schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die sogar zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Aber ist sie wirklich so sauber, wie man uns weismachen will? Der Dokumentarfilm beleuchtet die dunkle Seite der Atomenergie, an der auch ihr demokratisches Defizit deutlich wird: der Atommüll. Desweiteren kommt die Problematik der immer zahlreicheren Chemieanlagen in den städtischen Ballungszentren zu Wort, und die Verschmutzung, welche sich aus ihnen ergibt.
Es wird deutlich, dass hierzu in der Politik wenig Transparenz herrscht.

Da sagt der zu mir: Cyberpunk ist tod!

Eben im Chat:

(Die blöden Smileys lass ich weg; kommt so nämlich viel brutaler.)

Er: Wat machste?

Ich: Ich schreibe gerade an ’ner Cyberpunk-Lovestory.

Er: ach, der Schrott.

Ich: Hä? Haste ja nich‘ mal gelesen.

Er: nee, cyberpunk mein ich. 

Ich: Hirni. Guck mal was in Wikipedia dazu steht, und verzell‘ nix, wovon ‚de keine Ahnung hast!

Er: Jaja…wa mal in, jezze ist es tot.

Ich so: Los! Mach. Jetzt. Guck in Wiki.

Er: Ja.

Ich: Pfeife!

Ich: Lusche!

Ich: Öko-Schamanin!

Er: ja.hab‘ geguckt. steht nix.

Ich:

"In dieser Dystopie [Cyberpunk] werden die Staaten von großen Konzernen kontrolliert, die die staatliche MonopolMacht für ihre Zwecke missbrauchen, wodurch die (in entwickelten Ländern zuvor vorhandene) physische und ökonomische Sicherheit des Individuums verloren gegangen ist. Das Versprechen einer besseren Welt durch den technologischen Fortschritt wurde nicht eingelöst."

Ich: Voll Tod, ne? Wie dein Gehirns.

Er: jo, krass.

Ich: Tschüss, ich mach‘ jetzt Afrika-Pfanne.


Und an Georgy: Twitter ist das neue Dingen. Ich lösch jetzt mein ICQ! Ahso: Für Daniel, Michael, Roland und das ganze andere technophobische Pack (das nicht mal ein anständiges Netz-Profil hat, auf das ich verlinken könnte. Meine Fresse, was kenn‘ ich eigentlich für Leute!) gilt das auch. Tweet me.

Henry Markram bei TED

Hach, der Henry. Ich mag ihn ja wie jeck. Erwähnt habe ich ihn hier auch schon zweimal. Auch wenn ich jetzt nur einen Artikel dazu wiederfinde. Henry baut übrigens ein virtuelles (?) Gehirn, um die Prozesse in diesem besser nachvollziehen zu können. Zunächst reicht Henry da auch erstmal eine nachgebaute Neokortikale Säule eines Rattengehirns. Henry ist da eher bescheiden.

—-

Zwischeneinwurf: Erst in der letzten Woche war ich Teilhaber einer regen Diskussion (bzw. ich schwatzte Unschuldige mit der Apokalypse und dem Übermenschen voll). In dieser Unterhaltung führte ich folgende Idee in's Feld: Was, so fragte ich die mir lieben Menschen, was passiert denn, wenn nicht nur die Neokortikale Säule der Ratte in eine virtuelle Maschine geladen wird, sondern auch der Rest of the Rat's Brain? Ja, was ist denn dann? Hö? O__O

…da drückt im BlueBrain-Office also einer auf 'nen roten Knopf; und schwupps haste das erste virtuelle (?) Rattenbewusstsein auf diesem Planeten. Zwangsläufig komme ich dann zu dem Schluss/der Frage: Wie muss sich die Ratte fühlen!? Jaja, da kommen einige (Geistes-) Wissenschaften zusammen. Phänomenales Bewusstsein, Gedanken-Bewusstsein; weiß' ich was für Zustände uns die Wissenschaft noch aufgetischt hat. Hokuspokus da. Also mal angenommen: Tiere denken, fühlen und wissen was, wer und wo sie sind. Gehen wir davon aus…wie muss sich die bewusste Ratte fühlen? In einer Maschine?

Klick-> Ey, wo bin ich hier? Alles so virtuell und voll neon! Okay, heirate ich eben den CMOS-Chip; der riecht so lecker nach Elektrik.

Und alsbald hielten mich meine Gesprächspartner für gemeingefährlich und geistesabwesend. In Gedanken. Sie sind höfliche Menschen. Glaube ich.

So, nun zitiere ich noch einen wahnsinnigen Menschen; kopiere Teile seines Kommentars bei Lexbot hier rein; dann folgt das Video und ich halt' die Klappe:

Ich bin für Bot-Gremien (für Bots, nicht “mit” Bots”) Ich will, dass wir uns fragen: Wie geht es dem uploaded hamsterbrain da in der Matrix eigentlich so? Fühlt er sich wohl? Ist er “bewusst”? Und was mag er Mittags am liebsten!? …Wenn wir heute nicht entscheiden, was die Maschinen können sollen; und was sie dürfen; und was sie “sich wünschen dürfen”; dann gibts in 25 Jahren nen Bumms.

Netter Bericht vom Singularity Summit

Muss ich jetzt wirklich erklären, was der Singularity Summit ist? Nein. Das lasse ich mal kurz den Herrn Kurzweil machen. Und wer nicht weiß, wer Herr Kurzweil ist, der ist eh raus oder liest dieses Weblog nicht anständig. Oder beides. Noch schlimmer. Jedenfalls sagt der über den Singularity Summit das hier:

The Singularity Summit is the premier conference on the Singularity. As we get closer to the Singularity, each year’s conference is better than the last.

Ich habe die Singularitäts-Konferenz mit Argusaugen -und Ohren-, verfolgt. Habe mir Videos angesehen, Live-Tweets verfolgt und ’ne Menge Blogartikel darüber gelesen. Ich stelle fest: Die ham‘ ’se nicht mehr alle. Und: Ich muss mal dahin. Ich würd‘ mich wie zu Hause fühlen. Zukunftspoeten, Endzeitfanatiker und sonstiges Nerdpack. Herrlich. Und ein paar Wissenschaftler sitzen auch da in den Ecken rum ;) Eigentlich wollte ich hier  auch eine Zusammenfassung des Summits zum Besten geben. Tu‘ ich aber nicht. Stattdessen picke ich mir nur einen Textteil eines netten Summit-Berichts heraus. Ein Unterstützer und Redner des Summits (Peter Thiel, PayPal-Mitgründer), stellte dem Publikum die Frage, welches der folgenden Szenarien sie denn am meisten fürchten würden; vor welchem sie denn so richtig Bammel hätten. Die hier standen zur Auswahl:

  • A. Singularity happens and robots kill us all, the Skynet scenario, (5 percent)
  • B. Biotech terrorism using something more virulent than smallpox and Ebola combined (30 percent)
  • C. Nanotech grey goo escapes and eats up all organic matter (5 percent)
  • D. Israel and Iran engage thermonuclear war that goes global (25 percent)
  • E. A one-world totalitarian state arises (10 percent)
  • F. Runaway global warming (5 percent)
  • G. The singularity takes too long to happen (30 percent)

Und noch mal übersetzt (weil’s mir so einen Spaß macht):

  • A. Die Singularität kommt; Roboter killen alles biologische Leben auf dem Planeten. Wir hätten dann das Terminator/Skynet-Szenario. (5 percent)
  • B. Der Bioterrorismus baut sich den ultimativen Virus und löscht einfach alles aus. (30 percent)
  • C. Grey Goo! Nanobots verwandeln Alles und Jeden in Schleimi. (5 percent)
  • D. Atomkrieg, blah.(25 percent)
  • E. Der totalitäre Weltstaat richtet die Menschheit dahin. (10 percent)
  • F. Völkerfluchten! Es wird zu warm. Oder zu kalt. Wie auch immer. (5 percent)
  • G: Die Singularität dauert zu lange; bis dahin sind wir alle hinüber. (30 percent)

Nach der Abstimmung lagen dann also diese beiden Ängste ganz weit vorne:

  • von Viren versucht zu werden.
  • und nicht zum Übermenschen zu werden.

Klingt komisch; is‘ aber so. Klar, wenn man ein wahnsinnig interessantes gewordenes Publikum fragt, dann muss man mit so einem Ergebnis rechnen.

…und wo sitzen eigentlich in Europa Hunderte Menschen zusammen und träumen von elektrischen Schafen, Geistesupload und ewiger digitaler Glückseligkeit? In der Kirche

Ich find’s geil.