science and fiction

Tumblr-Tipp: Singularitarian

Wusstet ihr, dass in den USA derzeit Pre-Crime-Studien laufen (ja, ziemlich genau so wie in Dick's Minority Report soll das dann werden)? Das Facebook als weltgrößte Blutbank taugen könnte? Das UV-Wasser die neue Kernseife sein könnte? Das es bald Anti-Rassismus-Pillen geben wird? Oder das Apple neuerdings KFZ-Ingenieure beschäftigt? All' das – und viel mehr -, erfahrt ihr, wenn ihr gleich dem Tumblr-Linktipp des Tages folgt.

Vorab noch eben: Die Singularität ist auch hier im Weblog ein Kernthema (link). Ob dieser Überschneidungen empfehle ich euch einen Besuch des Blogs. Außerdem ist das endlich mal wieder ein (Tumblr-) Blog, der eben nicht nur schicke Bilder reinklebt und keine Quellen nennt, sondern eins mit, …öhm, …Anspruch. Der Autor schreibt nicht selten mehr als ein paar Zweizeiler, nennt stets seine Quellen und macht auch sonst einen recht kompetenten Eindruck.  Solche braucht der Planet, wenn wir nicht irgendwann alle die Matrix in echt sehen wollen. 

Also: Keine Angst vor der Zukunft, die kommt eh meist früher als gedacht.

PS: Wer sich für die Zukunft wappnen will, der kann ja mal beim Core Design Studio vorbeigucken…

Das fliegende Pirateninternetz!

(Müsst ihr Fullscreen gucken. Sonst sieht man die Dinger nicht.)

In the skies above the city a drone flock drifts into formation broadcasting their local file sharing network. Part nomadic infrastructure and part robotic swarm they form a pirate internet, an aerial napster, darting between the buildings….

Sag ich ja. Piratöses Free-Public-Filseharing-Internet. Und fliegen kann es auch schon. 

The public can upload files, photos and share data with one another as the drones float above the significant public spaces of the city. The swarm becomes a pirate broadcast network, a mobile infrastructure that passers-by can interact with.

So'n Kram meine ich, wenn ich sage, dass Cyberpunk romantisch ist. Cyberpunk ist romantisch. Ich will so 'ne Zukunft!

Freie WLan-Antennen für freie Bürger!

Achtung: Klon-Mammut!


Jetzt isses amtlich. Wir bekommen wieder Mammuts. Und zwar keine virtuellen – so wie den kleinen Kerl hier oben aus dem Spiel aller Spiele – sondern echte, große, die mit Rüssel und Stinkefüßen und so. 

Russian academics signed a deal with a controversial Korean scientist to clone the animal. Hwang Woo-Suk – who created the world’s first cloned dog, Snuppy, in 2005 – will implant the nucleus from a mammoth cell into an elephant egg to create a mammoth embryo.

In Kurz: Ein Mega-Koreaner – der auch schon einen Snoopy-Hund klonte -, baut den Zellkern einer Mammut-Zelle (eBay, schätze ich) in ein Elefantenei ein. Und daraus schlüpft dann neun Monate später ein kleines, wuscheliges, aber ziemlich stinkiges Mammut-Baby (Klugescheisst ihr ruhig, dass ich wieder zu frei übersetzt habe. Macht mir gar nix). Das ist ebenso verrückt wie spannend. Ich stell mir vor, wie die Viecher dann hier durch den Stadtwald stolzieren und sich an Bäumen und Passanten reiben. Ein tolles Bild. 

An die ethisch-unkorrekten unter euch: Klar, ist das mal wieder made by man. Aber, tscha, was soll's, ich hab' da weder ethische noch moralische noch ökologische Bedenken. Wir haben die Tools, wir bauen was neues, was alt ist, aber in neu viel Freude bereiten kann. So funktioniert halt Evolution. Schon immer. Ergo: Klappe halten, Mammut reiten. 

Cyberbrillen. For real.


Als ich vor etwas mehr als drei Jahren erstmals von einer schnieken VR-Brille faselte, hätte selbst ich Zukunftsbekloppter nicht gedacht, dass es so schnell geht, mit den Dingern. Anlass für diesen Artikel ist a) dass das Thema selbst in meinem (erweiterten) Freundes- und Bekanntenkreis gerade thematisiert wird (mann, was habt ihr alle keine Ahnung, ey, schrecklich, hört ihr mir überhaupt mal zu, ihr Loser?)  und weil b) die Mainmedia-Presse-Spackos dazu in den letzten Tagen unendlich viel Müll drüber geschrieben und verzapft haben und c) weil ich just einen Artikel zu dem Thema entdeckte, der wirklich gut geschrieben ist und das Thema so anpackt,  wie es sich gehört. Ich zitiere taz.de:

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Google will noch in diesem Jahr eine Brille auf den Markt bringen, die Informationen aus dem Netz einblenden kann. Die Datenbrille soll über einen kleinen Bildschirm, GPS- und Bewegungssensoren verfügen sowie mit dem Betriebssystem Android über Googles Server laufen  […] Ob Google die Datenbrille nun für den Massenmarkt etnwickelt oder nicht, ist sekundär; Head Mounted Displays finden seit Jahren auch ohne den Netzkonzern Abnehmer, oft beim Militär. In jedem Fall ist das Gerät ein seltsamer Zwischenschritt auf dem Weg der von der Science Fiction vielbeschworenen Verschmelzung von Körper und Netz […] 

Wo uns William Gibson einst eine mit Datenhandschuhen erfahrbare, faszinierend-virtuelle Welt aufzeichnete, an der menschliche Körper zumindest partiell teilhaben konnten, strahlt heute den meisten Nutzern das Internet aus gut 30 Zentimetern Entfernung entgegen. Ein Anstupser auf Facebook oder Masturbation beim Seitenbesuch von Youporn stellen schon das Höchstmaß an Körperlichkeit dar […] 

Googles Datenbrille mag noch in diesem Jahr kommen oder auch nicht. Sie kann ein Zwischenschritt sein auf den komplizierten Wegen, die zwischen Körpern und Netzen verlaufen. Ein Grund zum Hype – ähnlich wie bei Smartphones oder Tablet-Computern – ist sie ebensowenig wie ein Anlass zur Furcht vor noch mehr Technologie oder weiteren Daten.

Mein ausdrücklicher Dank für den tollen Artikel geht an den Qualitätsjournalisten Maik Söhler. Endlich mal einer, der weiß wovon er spricht, und nicht in dämliches, nichtsnutzerisches, technophobisches Gefasel verfällt, so wie es die anderen – nichtswissenden – Leitmedia-Äffchen in den letzten Tagen gemacht haben.

Oh. Daten. Augen. DatenAugenKrakenBrillen. Zur Hülfe, zur Hülfe, wir werden alle den Krakentod sterben. 

Spaten, echt mal. 

Wir bekommen nun die Daten eben etwas direkter serviert. Was daran schlecht sein soll, entscheiden wir selbst. Keiner zwingt irgendjemanden die Dinger aufzusetzen. Zumindest noch nicht. Mir persönlich geht das sogar immer noch nicht weit genug. Ich möchte eine solche Brille im Auge haben; sprich: Eine Linse.

Mal sehen. 2009 habe ich getippt das so eine Brille – wie ich sie mir wünsche (schick, leicht, nicht zu klobig und mit Technik die man nicht sehen kann) – , Ende 2016 zu haben sein wird. Nun sieht es danach aus, als würde ich Mitte  2013 in den Fielmann rennen- und mir so ein Teil aussuchen können (wenn auch evtl. nicht von Google selber). Hier nun also mein neuer Tipp: 2016 habe ich so 'ne Linse im Auge und seh' euch alle nackt. Wetten? 

R.I.P. – Meister McQuarrie


Im Spiegel steht:

Sein Einfluss auf Design wird ewig spürbar bleiben. Es gibt keinen Zweifel in unseren Herzen, dass in Hunderten von Jahren verblüffende Raumschiffe aufsteigen und zukünftige Städte sich erheben werden, und irgend jemand irgendwo sagen wird… 'Das sieht aus wie ein Gemälde von Ralph McQuarrie

René sagt:

Ralph MacQuarrie, Designer der ersten Star Wars-Trilogie, Kampfstern Galctica, E.T., Star Trek, Indiana Jones und anderen ist heute leider im Alter von 82 Jahren in Los Angeles verstorben. Ich hab’ R2 und D3 im Ralph-Designals Actionfiguren im Regal stehen und ich musste grade echt nicht nur drölf Tränen wegdrücken.

Ich sage: Bei den gefühlten 1.500 Artikeln hier im Blog die sich mit Kunst und SciFi-Kunst befassen, sind nicht mal ein Dutzend Künstler oder Motive dabei, die sich auch nur annähernd in die Klasse des Herrn McQuarrie einreihen könnten. Es gibt da so ein Wort. Genie. Hier stimmt's dann auch ausnahmsweise mal. Denn nichts anderes war der Kerl. Er hat meine ganz persönliche Nerdwelt entscheidend mitgeprägt. Dafür bin ich dankbar und werde hoffentlich noch in 30 Jahren von seinem unverwechselbaren Pinselstrich erzählen. 

(Die geilste Galerie seiner Werke hat übrigens geek-art.net am Start!)

Synthetic Biology!?

Ich bin wieder da, wenn auch nicht zu 100% fit. Damit ihr aber euer Gehirns gesund haltet, hier mal eben ein schickes Erklärbär-Video zum Thema Synthetische Biologie. Vielleicht als Appetizer mal eben der Wiki-Text dazu:

Die Synthetische Biologie ist ein Fachgebiet im Grenzbereich von Molekularbiologie, organischer Chemie, Ingenieurwissenschaften, Nanobiotechnologie und Informationstechnik. Sie kann als die neueste Entwicklung der modernen Biologie betrachtet werden.

Zukuftszeugs, ey. Total geil.

CERN ist gefährlich und Politiker Komplizen!

Wenn das stimmt, was Otto E. Rössler da gerade bei der Lifeboat Foundation rausgebloggt hat, dann hat Houston endlich wieder ein Problem. 

I watched a second-rate crime movie yesterday in which the police at one point said: “We have proof that …” Everybody knows what a proof is!, it struck me. I proved that black holes have new properties which make them indestructible, much easier to generate, exponentially growing inside earth, and undetectable by CERN’s detectors. Obviously, CERN must immediately stop trying to produce black holes under this condition. But they are so “brave” as to not contradict my proof but nevertheless continue in plain view of the planet. And the whole world press and all politicians are watching as open accomplices. What shall the planet do? Weeping is the only logical response. And holding planetary elections as the possibly last elections. History as usual is no longer possible. The political power games are over. I propose March 21 for world election day.

In Kurz: Der iBiochemiker Otto E. Rössler hat entdeckt und bewiesen (sagt er), dass die schwarzen Löcher die das CERN (lhc) produziert, unzerstörbar sind, viel einfacher unter den CERN-Detektoren durchflutschen als angenommen, und so im Erdinneren einfach unbemerkt weiter wachsen bis… bis wir 'ne weltweite Wahl anzetteln – am 21. März -, die Komplizen der Wissenschaft.- die Politiker – entmachten und CERN dichtmachen. Denn exakt das ist die Idee, des Dr. med. Rösslers. Heißer Scheiss. Der Fairniss halber sagt Wikipedia

Rösslers These und sein zugrundeliegendes Verständnis der allgemeinen Relativitätstheorie wird von der großen Mehrheit der Wissenschaftler abgelehnt

Wie war das noch? Es ist nichts schneller als das Licht? Genau. Wir werden trotzdem bald alle Merkur bereisen. Nun ja. Ich hab' ja nix gelernt. Aber wenn das stimmt was der sagt, habe ich endlich wieder einen Grund, die Apokalypsen-Playlist auszupacken. 

  • Zum Blogartikel auf: lifeboat.com
  • Wer findet im Netz die Beweisthese?
  • Bild: Von hier