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Doku: ‚Kaufen für die Müllhalde‘

Wer gerne einige Hintergründe zum Thema Geplante Obsoleszenz (also dem geplanten Verfallsdatum von industriell gefertigten Produkten) erfahren möchte, oder gerade einen Drucker-Kauf plant, sollte sich die spannende Doku Kaufen für die Müllhalde mal ansehen. 

Die Dokumentation wirft einen kritischen Blick auf die Entstehung der heutigen Konsumgesellschaft. Es wird erklärt was "geplante Obsoleszenz" ist und wie dadurch unser enormes (Wirtschafts-)Wachstum erst möglich wurde. Doch unbegrenztes Wachstum ist in einer begrenzten Welt nicht möglich, und so zeigt der Film gegen Ende Alternativen und Lösungswege auf, die uns hoffentlich eines Tages aus diesem Dilemma heraushelfen werden.

Besonders erhellend fand ich die Erklärungsversuche, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Wusstet ihr, dass es beispielsweise im Staate New York mal einen Gesetzentwurf gab, der vorsah, dass Bürger, die ihre abgelaufenen Produkte nicht ordnungsgemäß zurückbringen / in den Wirtschaftskreislauf zurückführen, bestraft werden sollten? Oder das die Jahreswagen der Automobilindustrie der Anfang vom Ende waren und unsere Gehirne fast ein Jahrhundert lang fehlerhaft-kapitalistisch programmiert wurden?

‚Arbeitswelten 4.0‘ – #hihi

Da Zukunft ein elementares Element dieses Blogs ist, muss das Video 'Arbeitswelten 4.0 – Wie wir morgen arbeiten und leben' hier rein. Sei es noch so bescheuert. 

Bescheuert deshalb, weil die Autoren und Filmemacher viel zu wenig apokalyptische Weblogs und Texte lesen. Das klingt ja (fast) alles total nett und schmusi und fancy und alles. Schaut man sich die Realitäten – insbesondere die der Werbewelten – mal genauer an, wird schnell klar: So utopisch wie im Video wird das alles ganz sicher nicht werden. Nehmen wir die Szene mit der schwangeren Dame und der sensitiv-intelligenten Litfaßsäule: Erstmal muss die Frau sich für die orwell'sche Überwachung via Smartphone-GPS entscheiden. In meinem Bekanntenkreis ist der Gedanke weniger ist mehr zumindest  zwangsweise teilweise etabliert. Das Betrifft sowohl die Erreichbarkeit, als auch den Einsatz von Ortungsdiensten. Dieses Werbeutopia funktioniert also nur dann, wenn wir alle / die meisten sich jederzeit (ver)orten lassen möchten. Fairerweise muss man anmerken: Meine Leser und Bekannten und Freunde sind möglicherweise nicht repräsentativ für den Massenmarkt, das mag sein, ja. Dennoch: Das die Menschen nicht so blöde sind, wie es das Dschungelcamp verkündet, glaube ich aber insgeheim trotzdem noch immer. 

Weiterhin stellt sich die Frage: Was genau wird da getrackt und ausgewertet? Ausschließlich der dicke Bauch? Oder vielleicht auch das Geschlecht des kommenden Erdlings sowie dessen ungefähres Geburtsdatum. Was Unternehmen mit diesen Daten dann anfangen – außer zielgruppengerechte Werbebilder auf futuristische Litfaßsäulen zu projizieren – möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen; das überlasse dem Vorstellungsvermögen der werten Leserschaft (ansonsten guckt mal hier; da is' einiges zum Thema Dystopie zu finden).

Wie ein berühmter Schattenläufer schon mal sagte: 

The street finds its own uses for things

..und zumindest hier, in meiner Straße; in meinem Block™, sind dann  – so schwer es mir fällt das einzugestehen – doch mehr Ellbogenarschlöcher als Herzhipster unterwegs. Wenn also die/meine These stimmt, dass die Technik den Menschen schon bald überholt/überkommt/überrollt, und wir doch eher eine Ego/Kopf-Gesellschaft sind, als eine Hippiekomune mit Liebe und so,…dann… dann möchte ich durchaus auch eine Google-Brille haben! Die alles kann! Nur nicht das, was Google sich vorgestellt hat.

Fazit: Den Einsatz von Ortungsdiensten (ob nun im Smartphone oder im Schädel spielt dabei keine Rolle) für bessere Werbung™ halte ich für spannend und erwähnenswert. Den Einsatz von Ortungsdiensten zur besseren sozialen Vernetzung halte ich dagegen für phänomenal und großartig. Doof ist: Alle GPS-Signale gehören einer einzigen Company. Navstar nämlich; und die sind USA-gesteuert und dem Militär angehörig. Es ist also kompliziert.

..statt dieser dämlichen Petition für einen Todesstern, hätt ich eh 'ne Crowdfunding-Aktion für einen Satelliten des Volkes viel geiler gefunden! (Das is' zwar keine Lösung; aber 'ne geile Idee. Finde ich.)

…und nochmal der Fairness halber, und damit ihr euch kein eigenes Bild machen könnt, hier der Description-Text von YouTube: 

Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes OFFICE21® vom Fraunhofer IAO wurde basierend auf einem Forecast-Prozess mit über 100 Experten das Szenario "Arbeitswelten 4.0" erstellt. Das Zukunftsszenario beschreibt die Arbeits- und Lebenswelt von Büro- und Wissensarbeitern im Jahr 2025. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten einer hochvernetzten, räumlich und zeitlich flexibilisierten Arbeitsorganisation, die sich an den individuellen Lebenskontexten orientiert und damit zu einer Steigerung von Innovationskraft, Effizienz und Effektivität beiträgt und sich auch in einer veränderten Gestaltung des Büroumfelds ausdrückt.

  • Direkt4.0
  • Entdeckt: Vergessen, sorry, war mit'm iPhone!

‚Wählen ist ein Gewaltverbrechen!‘

wallanarcho

Da das Turbo-Wahljahr 2013 schon läuft, dachte ich, ich mache mal etwas Stimmung. In die richtige Richtung. In die freiheitliche, herrschaftslose, gewaltlose; die anarchistische nämlich. Außerdem las ich eben auf Facebook in einem Diskurs wieder mal dieses unsägliche Argument, dass wenn man nicht wählen geht, dann ja die Extremen (links wie rechts) besser dastehen würden. Ich soll also meine Stimme für viele Jahre (!) abgeben (!), nur damit etwas NICHT passiert?

Wie sinnig soll DAS denn dann sein?

Im übrigen ist es NICHT so, dass dann die Nazis besser dastehen! Warum? Das kann ich euch erklären: Von meiner Nichtwahl profitieren dann nämlich rechnerisch gesehen in der Tat ALLE Parteien. Und zwar im Verhältnis zu ihrem vorhandenen Stimmenanteil! Klar, die 5% sind dann auch für die Bösen leichter zu erhaschen… Allerdings: In einem Land, in dem jeder fünfte Mensch (!) einen Hang zum Antisemitismus hat, in dem jeder vierte (!) Mensch Vorbehalte gegenüber Immigranten hegt, soll mich DIESES (Schein-)Argument nun an die Wahlurne zurücklocken; mich entmündigt, und einer kleinen Gruppe von kapitalistischen Vollspacken die Legitimation erteilen, vier weitere Jahre ihre Herrschaft über mich, meinen Geist und meinen Körper, auszuüben? 

Wie sinnig soll DAS denn dann sein?

Dann kommt meistens: Ja, dann mache doch deine Stimme ungültig, dann wird auch nix an den radikalen Rändern hinzuaddiert. Genau: Ich mache meine Stimme ungültig, obwohl ich mich nicht mehr an der aktuellen Kapital-Diktatur (im demokratischen Wolfspelz) beteiligen möchte. Wer wählen geht, der nimmt auch in Kauf, dass die (kapitalistisch-wachstumsorientierte) Partei gewählt wird, die er NICHT gewählt hat. 

Wie sinnig soll DAS denn dann sein?  

Eine Abgabe (!) meiner Stimme an eine der großen (aber auch der kleinen bis mittleren) Volksparteien, fühlt sich für mich genau so an, als würde mich ein Arzt fragen, ob ich lieber Hodenkrebs oder eine Gehirnamputation haben möchte. Ich soll mich zwischen Übel und Superübel entscheiden? Ich soll mit dem Gefühl aus dem Wahllokal gehen, dann doch die weniger behämmerten gewählt zu haben? 

Wie sinnig soll DAS denn dann sein? 

Was auch immer geht, ist die folgenden (scheinheilige) Aussage: Ja…also, wenn du nicht gewählt hast, dann darfst du nachher auch nicht meckern! Also. Da platzt mir dann wirklich nicht nur der Kragen. Das ist genau wie: Du hast niemals FREE WILLY gerufen, also darfst du dich jetzt auch nicht über den (scheinheiligen) Bio-Lachs aus industriellen Zuchtfabriken beschweren.

Wie sinnig soll DAS denn dann sein? 

….und nun noch ein Textauszug aus einem Video, welches meine Thesen, Ideen und Fragestellungen untermalen soll: 

Der Wähler legitimiert die Ausübung staatlicher Macht durch seine Stimmabgabe. Er steht deshalb eng mit der staatlichen Gewaltanwendung in Verbindung. Im Umkehrschluss senkt jeder Nichtwähler die Legitimation staatlicher Gewaltanwendung. Derjenige, der bewusst nicht wählt, sagt also indirekt durch das Nichtwählen, dass er nichts mit staatlicher Gewaltanwendung zu tun haben will […] Wählen hat die gleiche Wirkung wie eine Rakete auf ein Ziel abzufeuern, das viele tausend Kilometer entfernt ist. Wählen hat den gleichen Effekt wie die „saubere Teilnahme“ an einer Gräueltat durch eine ferngesteuerte Langstrecken-Waffe […] Wer zur Wahl geht und seine Stimme abgibt, macht die Verantwortung für alle Gewalttaten, die die Regierung in seinem Namen ausübt zum festen Bestandteil seines eigenen Lebens.

Passt. 

Hier das (stellenweise sehr polemische und etwas einseitige!) Video. Da sind einige radikale Ideen und Ansätze drin, über die ich noch nachdenken möchte:

Schließen möchte ich mit einem Satz der Anarchistin und Friedensaktivistin Emma Goldman († 1940)

Wenn wählen irgendetwas verändern würde, wäre es illegal.

Und nun: Eure Wahl! 

(Mehr zum Thema Anarchie: Hier)

Herr Arschloch aka ‚Der Drohnenminister‘

orwell

Also. Wenn es derzeit einen Politiker gibt, dem ich – wenn ich ihn mal treffen sollte – ohne lange zu zögern und so richtig schön feste eins in sein blödes Gesicht hauen würde, dann ist das unser konservativer, nazihafter, verkappter und völlig durchgedrehter Innenminister Hans-Peter Friedrich. Der evangelische Doktor und ehemalige Jurastudent aus Oberfranken ist – neben Schäuble in seinen besten Zeiten – der Politiker, dem ich das Attribut Hitler-Like nur allzu gerne verleihen möchte. Der Typ ist ein Vollarschloch. Ich liste euch auch gerne noch mal auf (bevor ich auf das eigentliche Thema zu sprechen komme) warum ich den für den größten Nichtsnutz seit '45 halte. 

  • Herr Friedrich ist für die Einführung einer Terror-Kartei, deren Struktur und Undurchsichtigkeit sich selbst Orwell nicht besser hätte ausdenken können. 
  • Herr Friedrich ist der, der lauthals eine temporäre Schließung deutscher Grenzen fordert, wenn Flüchtlinge aus Schwellenländern die Frontex-Soldaten mal wieder bis nach Italien gedrängt haben.
  • Herr Friedrich besucht regelmäßig die USA und andere Schurkenstaaten, um sich neueste Überwachungstechnologien und andere Repressions-Technologien vorführen zu lassen.
  • Herr Friedrich setzt ich immens für die Reaktivierung des Vorratsdatenspeicherung-Gesetzentwurfes ein und hat keine Ahnung, wovon er da eigentlich spricht. 
  • Herr Friedrich setzt ich immens für den Einsatz des sogenannten Bundestrojaners ein. 
  • Herr Friedrich setzt sich immens für die Aufhebung der Anonymität im Internet ein und hält eine erweiterte Kontrolle des Internets für unabdingbar.
  • Herr Friedrich denkt kleingeistig über Nationen und Religionen nach, und stellt dann fest, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. 
  • Herr Friedrich ist für einen sofortigen Rauswurf der Griechen aus der Euro-Zone.
  • Herr Friedrich empfiehlt den Bundesländern, noch weniger Barleistungen an Asylbewerber auszuzahlen.
  • Herr Friedrich möchte noch mehr Videoüberwachung an öffentlichen (?) Plätzen installieren. 
  • Herr Friedrich möchte am liebsten alle andersdenkenden Parteien vom Verfassungsschutz beobachten lassen.
  • Herr Friedrich ist für eine Online-Reiseanmeldung nach amerikanischem Vorbild für Reisende aus Nicht-EU-Ländern. 

Ich könnte ewig so weitermachen. Diese Punkte habe ich just meinen Gedächtnis entnommen und einfach so heruntergetippt. Ich könnte natürlich auch mal die Blogsuche bemühen, und die Liste locker um 20 weitere Punkte aufaddieren. Man kann aber auch einfach nur ein Wort zur Betitelung des Herrn F. gebrauchen. Arsch-geh-loch.

Warum er mich heute schon wieder auf die linke Palme bringt? Das will ich euch sagen bzw. das sagt euch die (oh ja) FAZ:

Drohnen sind etwas, was über Afghanistan fliegt, Doch der Bundesinnenminister wünscht sich den Einsatz solcher Überwachungsinstrumente auch in Deutschland.

Weiter:

Die Strategie Friedrichs offenbart sich, wenn man sie gemeinsam mit den Forderungen seines Amtskollegen Thomas de Maizière nach bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr betrachtet. Die deutsche Öffentlichkeit soll wohl langsam an die permanente Überwachung am Himmel und an die länderübergreifenden polizeilichen Auslandseinsätze gewöhnt werden. Was läge da näher, als erst mal mit dem „Meeres- und Küstenschutz“ und der „Katastrophenhilfe“ anzufangen? Und juristisch gilt der Drohneneinsatz als bloße kontinuierliche Videoüberwachung

Egal ob Drohne oder Friedrich: Arschloch bleibt Arschloch. 

OXFAM – ‚Eine schwere Geburt‘

(Disclaimer: Für dieser Artikel kriege ich Kohle; die Aktion – und der virale Clip –  passen mir aber beide auch so super in den Kram!) 

Der Verein Oxfam Deutschland eine unabhängige Hilfs- und Entwicklungsorganisation, die sich – mit Unterstützung einiger Testimonials – für das Thema Gerechtigkeit weltweit engagiert. So findet man schlagkräftige Sätze wie den folgenden auf deren Homepage: Wir üben national und international Druck auf Wirtschaft und Politik aus! Mag ich. Und das hier auch:

Unser Ziel ist eine gerechte Welt ohne Armut, in der die Grundrechte jedes Menschen gesichert sind: Das Recht auf nachhaltige Erwerbsgrundlagen, auf funktionierende Gesundheits- und Bildungssysteme, auf ein Leben in Sicherheit, darauf, gehört zu werden und auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Im aktuellen Falle – also bezogen auf das Kampagnenvideo hier oben – geht es um die berüchtigte Finanztransaktionssteuer, die Oxfam auch als die Steuer gegen Armut betitelt. Was in etwa hinkommen kann, wenn man mich fragt. Wenn es denn nicht bei dieser einzelnen Steuer/Maßnahme bleibt…

…da einige Leser sicher wissen, das ich selber ja auch beruflich irgendwas mit diesen viralen Videos im Web mache, möchte ich noch eben meine berufliche Meinung zu dem Video kundtun: Die Testimonials Heike Makatsch, Mark Waschke, Stephan Grossmann und Rike Eckermann passen super in dieses witzige Video. Der Videoschnitt stimmt, die Spieldauer ist zwar einen Ticken zu lang; dies wird aber durch das warten auf die Auflösung mehr als wieder wettgemacht. Im Großen und Ganzen: Eine ziemlich durchgeplante und gut umgesetzte virale Video-Kampagne.

Und eine schicke Landigpage gibt es auch noch; dort findet ihr alle weitere Infos zur Steuer, die die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser macht: oxfam.de/schweregeburt

Blogger! Meine Helden! – Strafanzeige gegen Abmahn-Hirnis!

YEAY! (Ich spare mir die Vorgeschichte; hier ein einziger Link für Neu-Einsteiger) 

Der Herr Winkel und auch die WeLikeThat-Brüder klagen die hgm Press (und deren Lakaien!) an. Und zwar wegen… 

aller in Betracht kommenden Delikte.

Was 'ne Menge sein dürften; so wie sich das Abmahn-Gesocks bisher aufgeführt hat. Eine Sache noch vorab: Es freut mich von Herzen, wie sich dieser – sonst so anarchistisch-chaotische – Bloggerhaufen hier in Deutschland solidarisch zeigt, eng zusammenrückt, zusammenhält, spendet, agiert und den blöden Abmanwichsern jetzt endlich mal geschlossen eins auf den Deckel haut. Ihr macht mich so stolz, Jungs und Mädels!

…hier noch eine (unvollständige) Liste von Blogartikeln zu dem Thema: 

Nicht zu vergessen – auch wenn wir nun zum Gegenschlag ausholen:

Eine FAIR USE Regelung per Gesetz ist das finale Ziel, welches wir mit (und für!) euch erreichen möchten! 

cyberpunk.asia (und so)

Die Website cyberpunk.asia hat wohl eine der größten Cyberpunk-Kunst-Galerien am Start, die es im Cyberspace überhaupt gibt. Tausende Künstler, alle haben die da völlig lieblos reingeklebt. Irgendwie gut. 


…wer von euch Blogspackos hat noch mal diese Blog-Rubrik 'Dinge, die ich mich frage…' oder so ähnlich? Jedenfalls würde das hier ganz gut da reinpassen, glaub' ich:

Warum habe ich mir die Finger an Emails an Cyberpunk-Künstler wundgeschrieben um deren Erlaubnis zum Verbloggen einzuholen, wenn es doch eh alles für die Katz' ist, weil es in Deutschland kein Fair-Use-Gesetz gibt?

Und warum können glückliche Menschen wie der cyberpunk.asia-Betreiber Tao Tilbao im selben Internet das Ganze einfach so mir nichts durchziehen und haben keine Angst vor Angsthasen? 

Oder: 

Wie klingt doktorsblog.asia?

Oder: auch:

Was ist mit der Liebe?

Die Künstler die ich anschrieb, freuten sich alle ausnahmslos über die Kontaktanfrage. Wir tauschten uns aus, manchmal wurde sogar wirklich mehr daraus, als nur ein Blogpost. Kommunikation, Gute Gefühle, Lachen, Faseln, Kunst, Cyberpunk-Liebe halt. 

Nächste Frage:

….und wenn es jetzt hart auf hart kommt, sollen all' diese Momente 'nen Scheiss wert sein, weil irgendein Bilderdealerfuzzi daher kommt, und irgendwas von 'Papier', und 'Lizenz' und 'Rechte' und 'Stempel' und 'Scheisse 'erzählt?

Die Freude, die die Leute hier möglicherweise haben, wenn sie sich Cyberpunk-Content reinziehen? Alles nichtig, weil die Lizenz und das Copyright vorgeht?

ABSURD! Sage ich.

Und hinzufügen möchte ich ein Beispiel, was die Absurdität der derzeitigen Rechts / Gesetzeslage mal verdeutlicht:

Auf RTL läuft gerade Unter Uns oder so. In einer Szene läuft im Hintergrund irgendein aktueller Chart-Track; ich drehe leiser. Plötzlich springt meine (imaginäre) Katze auf den Tisch und macht was voll lustiges. Ich zück' mein Phone, mache ein Foto von dem lustigen Tier und blogge das Bild in 20 Sekunden per Mail auf diesem Weblog hier. Damit habe ich mich nach aktueller Gesetzeslage wahrscheinlich so dermaßen strafbar gemacht, dass ich nie wieder aus dem Kitchen komme, auch nicht über Los gehe, wenn ich nicht 500.000 € (oder so) aufbringen kann, um die Urheberrechtsklage von Unter Uns und die Urheberrechtsklage vom Chart-Künstler zu bestreiten. Falls ich nun eins der Buchcover der Bücher die bei mir im Regal stehen zufällig mit abfotografiert – und vebloggt habe -, sieht es noch viel düsterer aus: Das Coverbild ist geschützt, eine Bildagentur liest meinen Blog, sieht das, kauft nachträglich die Rechte an dem Bild…und zack: 750.000 € (oder so). Wenn mich dann noch die imaginäre Katze wegen ihrer Katzenrechte verklagt, ist's endgültig aus. 

ABSURD?

Realität.

Zumindest in Ansätzen (und wenig überspitzt:)

Künstler teilen, machen Liebe -> Blogger teilen, machen Liebe -> Leser teilen, machen Liebe…  seht ihr den Kreislauf? Ja? Ich auch ;) …und dann kommt so 'ne Krawatte und behauptet, wenn er seinen Scheiss eingeschränkt auf Google+ teilt (live erlebt, diese Diskussion!), wär das schöner und hübscher und besser und legaler, als das, was ich hier mache?

ABSURD!

Und Fuck it!

….ob da GooglePLUS draufsteht, blogspost.com hintersteht, oder ob ich hier auf meinem Weblog den Punk veranstalte… ist vollkommen egal.

Ich teile. Ihr teilt. Und so bleibt das. Ist nur fair. 

♥ 

Jedenfalls: cyberpunk.asia ist echt gut. 

Drohnen!

Poker Joker - Spy Drone

(Disclaimer: Dieser Artikel wurde in Kollaboration mit der Hansen-Mediengruppe erstellt. Wer also grundsätzlich keine bezahlten Einträge lesen mag, oder keine News über Drohnen hören mag: Hier gibt es nix zu lesen) 

Wenn der Hintergrund dieses Bildwitzes nicht so tot-ernst wäre… Ich nehme dieses Spaßbild nun einfach mal zum Anlass, einige Fakten und Daten zum Thema Drohnen rauszuhauen (Diese Fakten habe ich mir aus verschiedenste Leitartikeln, aus offiziellen Statisken und – ja –  auch aus dunkle Verschwörungs-Ecken des Webs zusammengesucht.) Was ihr dann damit macht, überlasse ich euch.

  • In den vergangenen fünf Jahren hat Großbritannien etwa 2,5 Milliarden Euro für den Kauf und für die Entwicklung von Drohnen ausgegeben. Weitere 2 Milliarden wurden gerade bewilligt. Für die Weiterentwicklung der unbemannten Fluggeräte. 
  • Seit Obama die USA regiert, wird im Durchschnitt alle 4 Tage ein tödlicher Drohnen-Angriff durchgeführt. Ohne UNO-Mandat oder sonstigen Legitimation
  • Das deutsche Drohnen-Prachtstück unsere Streit-Kräft nennt sich Euro Hawk, kann nonstop von Berlin nach Tokio und sogar wieder zurück fliegen könnte. Während des Fluges sammelt die Drohne ALLE SMS ein, die sie finden kann und TV-Sender sind auch mit auf dem Band. Datenträger. Dings. 
  • Derzeit entwickeln etwa 50 Staaten auf dem schönen Planten Erde ihre eigene Drohentechnologie. 
  • Der Smartphone-App 'Drones+' (die tödliche Drohnen-Attacken trackt und diese dann auf einer Weltkarte markiert) wurde von Apple mit der Begründung 'die App sei verwerflich und primitiv' der Zugang zum Appstore verwehrt. 
  • Psychologen bestätigten den Autoren einer Drohnen-Studie, dass psychische Krankheiten in den Regionen die mit Drohnen be- /überwacht werden, weit verbreitet seien. Angstzustände und ähnliche unerfreuliche Auswirkungen hätten stark zugenommen; Zusammenkünfte zu Hochzeiten oder Beerdigungen fänden weniger häufig statt. 
  • Eine weitere – recht aktuelle – Studie  von Forschern der Stanford Law School und der New York University School of Law ergab, dass nur 2% der Drohnen-Opfer zu den 'ranghohen Zielen' gezählt werden können. 

Ihr merkt schon. Das kann ewig so weiter gehen. Bis uns allen gleichzeitig so ein Dingens auf den Kopf fällt. Im besten Falle.

Wer sich weiterinformieren möchte, nimmt sich einfach eine der Fakten hier oben drüber, kopiert die in eine Suchmaschine und sagt mir dann, dass das alles ja gar nicht so schlimm ist und ich eigentlich in der Matrix lebe.