Chris

<- bloggt seit 2007. Liebt: Raketen, Edward Sharp & Norwegen. - Viel Spaß hier ♥

#YOLO #hihihi

IchAndydamian philKaroMarcel

helge

wonder

Zum Hintergrund: Lesen Sie bitte Zeitung oder informieren Sie sich im Neuland-Blog ihres Vertrauens. Für alle anderen: Guckt, Facebook kann auch echt mal Spaß machen. Wenn man Freunde hat, die so dämlich sind wie meine. Und: Ronny hat es aber auch seit gerade bei sich drinne. Ronny: Sach' doch mal ALLEN, die sollen das als Profil-Bild nehmen. Ich will mehr YOLO in meiner Timeline. Ich hab' doch sonst nix zu lachen.

Und jetzt alle! ;)

(Ich update gern den Artikel hier, wenn ihr mir eure Profil-Links in die Kommentare packt) 

 

Literaturwochen (und so)

truth

So: Die Apfelernte ist getan, der Garten wird so langsam für die kältere Zeit des Jahres präpariert und ich widme mich – wenn es mein doch recht vollgepackter Terminplan erlaubt – wieder den fast-genau-so-angenehmen Dingen des Lebens: Lesen, Spielen, Schreiben (und ab und zu mal 'ne herbstlich-winterliche Wanderung) und sowas alles. Allerings habe ich mir für die nächste 4-6 Monate eine Gaming-Diät verordnet: Watch Dogs wird gespielt, ein MMORPG gern auch ab und zu (TESO, bis dahin aber erstmal eins worauf auch der Max Lust hat; alleine ist sowas ja doch eher lahm, wir dachten an Perfect World, Rift, Guild Wars oder LOTR; wer mitzocken will: Melden!) und dann erst wieder GTA 5 im Frühsommer 2014. Für'n PC. Hoffentlich. 

Zurück zum Lesekram: Ich habe nach meinem Urlaub Den Spieler von Dostojewski zu Ende gelesen (6 von 10, die Moral von der Gesicht': Mit alten Frauen spielt man nicht), Den Idioten (ebenfalls von Dostojewski) las ich gestern zu Ende (7 von 10, die Moral sucht man vergeblich), auf meinen Lesetisch liegt nun halb-fertig noch Der Tunnel von Ernesto Sabato (welches ich aus Gründen erstmal liegen lassen will), zwischendurch passt mir Bakunins Philosophie des kollektiven Anarchismus von Michael Lausberg ganz gut in den Kram, und dann geht es mit frischem Stoff weiter (hab' noch einige Tolstoi-Kurzerzählungen rumliegen, das wäre es dann aber auch). Euch werde ich in den nächsten Wochen mit Lese-Tipps versorgen, ab und zu ein Zitat grafisch aufbereiten und verbloggen (wie das hier oben, aus dem wichtigsten Buch neben Neuromancer) und ab und an mein eigenes Geschreibsel hier posten. Ich hab' nämlich just mal wieder angefangen einen Roman zu schreiben. Das wäre dann Versuch Nummer 3; bei Versuch Nummer 2 habe ich es immerhin auf über 100 Seiten gebracht. Da geht noch was. Dazu aber im Laufe der nächsten Tage mehr; wie auch zu den Themen Lesekram, Literatur, etc. Wer aber jetzt schon was nettes zum Lesen oder Angucken sucht, hier meine bisherigen Lese/Anguck-Empfehlungen. 

Und jetzt ihr:

Lesetipps! Ich brauche Lesetipps, hackt mir doch mal was in die Kommentare, ja? (alles, außer Vampir/ Erotik-Stories, keine Comics, und nichts von Dan Brown oder Schätzing oder so, bitte. Danke!). 

Meat the Future Cookbook

Before we can decide if we will ever be willing to eat meat from the lab, we need to explore the food culture it will bring us. The MEAT THE FUTURE cookbook presents speculative in-vitro meat dishes in a cookbook from which you can not cook yet. Support the book an be part of the future of meat. 

Natürlich habe ich dafür 15€ locker gemacht. Erstens, weil ich es unbedingt haben will, zweitens, weil man das jetzt noch via indigogo für 'nen Schnapper-Preis bekommt, und drittens, weil die Niederländer von NextNature mich mit ihrem Kram nun schon einige Jahre begleiten und mich mit fast jedem Posting und mit jeder Aktion total begeistern können. – Gebt mir totes Fleisch was nie 'ne Wiese gesehen hat.

Schnell, Kaffee is' alle. 

Links: 

 

Empathie: Immer und überall! Oder: Null Toleranz der Intoleranz?

Ich steh da gerade vor einem Problem. Es ist ein sprachliches, ein kommunikatorisches, ein moralisches und ein philosophisches. Die überspitzt dargestellte Kurzfassung: 

Ich schrieb diesen Artikel über den dicken Nazi in der Post, outetet mich auch auf Facebook als klarer Nazi-Hater, verteidigte meine Null-Toleranz-Position gegenüber zwei (mir über die Netzjahre sehr lieb gewordenen ) Menschen und stecke nun anschliessend in diesem Dilemma fest: Wenn ich dem Nazi an sich​ nicht grundsätzlich kommunikativ und offen – also mit dem Willen mich in ihn hineinzudenken – gegenüberstehe, wie weit weg bin ich dann von meiner eigenen Überzeugung Anarchist und empathisches Wesen zu sein? Gibt es Schubladen die man schließen soll, so für immer, oder hat selbst der nazihafteste Arschlochpenner immer noch ne Chance verdient? Gehe ich anarchistisch-philosophisch an die Sache heran, ist die Sache klar, hilft mir aber in meinem Dillemma kein Stück weiter: Der Typ der dauernd alle nervt (der Nazi) kommt auf ne Eisscholle und darf in den Himmel, oder wir diskutieren bis ins Jahre 2689 mit dem aus, warum er ein Arschloch ist und bald auf die Scholle kommt, wenn er sich nicht schickt. Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten, mehr gibt die Anarchie nicht her (bis auf eine mir bekannte Ausnahme, die ich nicht nennen will, weil ich sie nicht für repräsentativ halte). Hilft mir aber im Alltag wenig, ich lebe nicht ewig, und hab' auch keine Scholle, bzw. keine Gruppierung von Individuuen, die die Scholle anstößt. 

Weiter im Text: Ich disste also meine Bekannten auf Facebook, so a la Gutmenschentum und ihr mit eurer Moral und so. Das tut mir jetzt etwas leid. 

… und im selben Gedanken (und das hier ist wahrscheinlich doch noch mal eher 'ne psychologische Frage/Problematik…) steckt das hier drin: Ja, scheisse noch eins, es ist doch wahr, was ich sage. Nazis gehören in 'ne Schublade, und die wird dann auf 'ne Scholle gesetzt. Auf 'ne ganz große, eiskalte Scholle.  

Nein, schreit der Moralphilosoph aus der Ecke, die müssen alle nach Texas, Knarren rein, Zaun drum, Ruhe im Karton….von welchem Bekloppten von euch habe ich eigentlich diesen Gedanken? Max, Karo, Rolli!? Wer wars? Nein, schreit er,​ die Moral ist ein hohes Gut, die hat Reflektion und Bedächtigkeit verdient, du kannst keine Empathie fordern, wenn du selbst nicht bereit bist, welche zu geben.

WTF! Scheisse mann, ich liebe Philosophie, ich hab' keine Moral, mag dafür aber auch keine Menschen! – Ey Leute, merkt ihr was? Zynismus, Ironie? Hallo? Ich bin der empathischste Mensch den ich kenne! Ihr könnt mich doch alle am Arsch… MOMENT!

Jetzt mal echt, und zwar nicht so abstrakt, sondern recht praktisch: Ich schreibe nur meine Gedanken runter. Und ja: vielleicht kommt mir auch gleich mein Ego, meine vermeintlich fehlende Empathiefähigkeit und mein nazihaftes zweites Ich in die Quere, mag sein. Vielleicht ist es aber auch nur mein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit (Mein UrUrOpa war Freibeuter. Kein Witz). Oder meine Selbstverliebtheit. Ich weiß es nicht. Sagt es mir. 

Wenn ich diesem blöden Nazi-Sack da in der Post (und der deutschen Post-Soldatin) mit Empathie, einem offenen Herzen und geschlossenem Mund begegnet wäre… anstatt meine Meinung kundzutun und im Beisein von 15 Tummeldeutschen auf den (mich anwidernden) Alltagsrassismus hinzuweisen,… was denkt ihr denn, was zielführender gewesen wäre, wenn das Ziel so definiert ist, dass kein Nazi besser ist, als einer zuviel?

Ich stelle diese Frage ernsthaft, dass ich ein besser Mensch bin als ihr, weiß ich eh. Schublade zu, Affe tot.

…mein liebster Ex-Polit-Blogger sagte eben an Telefon den Satz: Ach weißte, diese ganzen Konsensmenschen gehen mir auf den Sack.

Ist bei mir auch heute so, tut mir auch nicht leid, im Meer schwimmt nämlich jetzt ein Afrikaner um sein Leben, wegen dicken FC-Fans wie dem aus der Post, wegen dir, wegen mir, wegen uns allen. Und mir dann mit unser Sozialsystem und man müsse ja zumindest die Sorgen und Ängste der Leute versuchen ​zu verstehen kommen,… nee ey, ich weiß es ja nicht. Mediokratie? Angstmacher-Politik? Hallo? Merkt ihr noch was? Der Mensch IST ein empathisches Wesen, davon bin ich überzeugt. Und Bildung und Aufklärung ist wichtig, das wissen wir auch. Man kann aber auch ewig reden – und ja, das ist ein anarchistisches Prinzip, und ich heiße es gut! – und sich selbst auf Facebook schönlesen und den endlosen Konsens endlos suchen. Ich bin für: Position beziehen! Und zwar schnellstens, die (Nazis, Bänker, Postbeamte) haben das längst getan, nennt das Schwarz-Weiß-Denken, ich nenne das Logik.

Sorry, das war jetzt wieder ein Diss. Das wollte ich gar nicht. Ich sage ja: Dilemma. 

….bei mir käm' der Nazi jedenfalls auf 'ne Scholle (Nach mindestens semi-endloser Diskussion, vielleicht freiwillig und befristet. Oder mir noch so 'nem Idioten. Oder auch zwei.) 

Na?

Richtig oder Falsch? 

Eine Anekdote über Alltagsrassismus und warum ‚Kölsch sein‘ was für Idioten ist!

Foto

Da seht ihr es. Und wer jetzt immernoch sagt, wir haben doch kein Nazi-Problem!, kriegt auf’s Maul. Derjenige denkt dann sicher auch, dass die AfD kein Problem wäre und die CSU kein Haufen voller brauner Arschlöcher. Schon unser Innenminister (ich mag ihn sehr) markiert das größte Hitler-Arschloch, was ich mir vorstellen kann. Ihr habt den gewählt, schon wieder, und wenn DAS kein Indikator für ne rechte Tendenz in Deutschland ist, weiß ich es auch nicht. Zwei Drittel (ZWEI VERFICKTE DRITTEL!) der Deutschen haben Vorbehalte gegenüber Immigranten (link).

Zur Untermauerung meiner Wir haben wohl ein Problem-These möchte ich euch kurz eine Anekdote aus meinem Alltag erzählen.

Ich war am 14.09.2013 auf der Post hier in Köln Bickendorf. Und das ging so:

Ich bin gegen 12.30 in die deutsche Post hier in Köln Bickendorf spaziert. Ziel der Übung war es, eine kaputte Grafikkarte ein/zurückzusenden. So weit, so unspektakulär. Ich also rein in den fiesen Laden (ich mag keine Postfilialen, die haben immernoch was von Amt. 10€ einzahlen mit 60€ spielen heute. Und Amt mag ich meistens nicht). Vor mir ca. fünf Leute, ich stelle mich in die Schlange, da es kurz vor Feierabend ist (die macht hier um 13 Uhr zu) gesellen sich noch weitere 4-6 Menschen zu mir, stellen sich hinter mir in die Reihe. Nun ist ein junger Mann dran, der offensichtlich keine Lust hat, horrende Summen für die Auslösung seines Paketes zu zahlen. Ich habe das Gespräch so halb mitgehört; das betreffende Paket war wohl von ihm versendet worden, kam – warum auch immer – zurück, und nun sollte er erneut zahlen; um es in Empfang nehmen zu können. Der Mann (dunkle lockige Haare, knackig braune Haut, ein hübscher Kerl!) sagt also in ruhigem bestimmten Ton:

Nein, ich werde das nicht zahlen, ich weiß ja nicht mal warum ich das Zahlen soll, oder wieso und woher das genau zurück kommt…

Daraufhin die blonde Post-Sklavin, mit vorwurfsvollem Blick an den Herrn gerichtet:

Ja, also, aus DEUTSCHLAND kommt dat janz sicher nich‘ so zurück! 

Sie sagt das so laut, dass jeder in der Filiale den verdeckten Vorwurf unmissverständlich verstehen muss; sie hätte genau so gut sagen können: Keine Ahnung wo SIE herkommen, aber bei uns hier in Deutschland sind wir nicht zu blöde Pakete zu verschicken. Der laute Tonfall und die prononcierte Aussprache des Wortes Deutschland ließen da wenig interpretatorischen Spielraum, glaubt es mir. Ich spitze also die Ohren. Der junge Mann, weiterhin recht ruhig (ich wär‘ da schon an die Decke gegangen!):

Gut, ich hab‘ nicht soviel Geld dabei, ich muss das eh erst prüfen, ich telefoniere erstmal; etwas ärgerlich ist das ja schon alles!

Die Post-Sklavin, mit hochgezogenen Augebrauen (blonde, versteht sich):

Tja, dann mache se dat, andere sin‘ uch noch dran hier!

Der junge Mann zuckt ratlos die Schultern, dreht sich weg, sagt im Weggehen, etwa auf meiner Höhe:

Nervig, echt ey! 

Ich grinse ihn an, fühle mit ihm. Scheiss Post, ist doch wahr! Er geht also in Richtung Ausgang, in der Filiale stehen mittlerweile 15 Menschen, inklusive der EINEN Post-Sklavin, die am Samstag etwa 200 Leute abfertigen muss. Die arme. Jedenfalls: Kaum ist der junge Mann nahe der Tür, evtl. auch schon draußen, ich achtete nicht drauf, sagt der glatzköppige, fette, kölsche Typ (ein goldener FC-Geißbock baumelt ihm um den speckigen Hals, kein Scheiss!):

Ach ja. DIE können dat echt gut, ey! 

Ich stehe mit dem Rücken zu ihm, vor ihm in der Schlange; bevor ich zusammenzucken kann, sehe ich in das zustimmende Gesicht der Post-Sklavin. Sie sagt:

Echt ne? Immer dat selbe mit denen! 

Ich denk‘, ich werd‘ nicht mehr. Während ich mich ganz langsam drehe – um zum Zuschlagen auszuholen (verbal, versteht sich) – schaue ich in etwa fünf bis sechs Gesichter. Die sehen auch zustimmend aus, die Köpfe nicken jedenfalls ALLE! Kein scheiss: ALLE! JEDERMANN (und jede Frau) in dieser verfickten Postfiliale findet es also richtig, so einen geistigen Dünnschiss zu tolerieren, die stehen dem Fetthals also zur Seite, denk‘ ich mir, während ich mich weiter drehe. Da war ich aber tatsächlich schon- vor lauter Wut im Bauch – etwas öhm, gewaltbereiter als noch vor einigen Augenblicken. Ich schätze eine Sekunde lang ab, von wem ich wohl eine reinkriege, wenn ich dem FC-Fetthals jetzt einfach von unten ordentlich eine ans Kinn haue. Die Chancen stehen schlecht für mich, das hatte ich während der Umdrehung noch so eben kapiert. Meiner Wut tat das aber keinen Abbruch. Ich also (fertig rumgedreht, die Situation erfasst) in ruhigem – aber bestimmten Ton – (mittlerweile kann ich das ganz gut, das war früher mal anders. Ganz anders):

Öhm. Tschuldigung. Aber wer genau sind denn DIE? 

Ich sehe zusammenzuckende Menschlein aus den Augenwinkeln. Ich vollende den Satz, schaue dem Fett-Hals starr in die blauen Augen; stelle aber auch fest: Scheisse, der is ja echt noch einen Kopp größer als ich (Ich: 1,86cm), und wiegt sicher das doppelte (ich: 82Kg). Und dann sehe ich es ihm im Gesicht an: Mit Kontra hat der nicht gerechnet, die Augen zucken, die fette Stirn drückt sich nach vorne.

Er erwidert, schon recht laut:

Na DIE halt!!!

Ich bleibe stur; frage:

Ja, das habe ich schon verstanden, ich frage Sie aber: Wen meinen sie mit DIE? 

Er:

Also da wo ich herkomme, da können sich die Leute benehmen. 

Ich: 

Also ICH sah jetzt gerade niemanden hier, der sich schlecht benommen hat, bis auf Sie, werter Herr (das „werter Herr“ habe ich wirklich gesagt!)​,​ der hier offensichtlich ne richtig miese Art von Alltagsrassismus an den Tag legt, die mir persönlich gerade echt auf den Sack geht! 

Ich schaue fragend in die Runde der weiteren 10-12 Personen. ALLE schauen sie verschämt weg, ALLE finden den PVC-Bodenbelag aus den 70ern offensichtlich plötzlich megaspannend. Ich schüttele zur Untermauerung meines – doch recht direkten –  Vorwurfes leicht den Kopf.

Er, seinen Bierbauch vorstreckend, wahrscheinlich wollte er sich gerade machen, sagt:

Ja, wenn de dat so siehst, dann ist dat dein Problem, Junge. 

Er schnaubt dabei, rückt mir auf die Pelle, ich kann ihn riechen.

Ich:

Mann, Mann, ich spreche sie auch mit SIE an, das gehört sich so, das habe ich gelernt, da wo ICH herkomme. Im übrigen habe ICH kein Problem, sondern Sie, und es kann doch echt nicht wahr sein, dass Sie hier so ne Scheisse von sich geben, die Dame da hinter der Theke offensichtlich auch einen am Kopp hat, und hier niemand dazu was zu sagen hat. Kotzt mich an, sowas, ehrlich. 

Ich drehe mich langsam und kopfschüttelnd wieder nach vorne, ernte strafende Blicke der Post-Sklavin, der Typ schnaubt mir mit einem maximalen Abstand von 3cm in den Nacken, sagt dann:

Pass bloss op, doh!

Ich, wieder nach vorne gerichtet:

Pffff, Loser gibt es, widerlich! 

Das Schnauben wird lauter, ich schaue in das Plexiglas-Schildchen am Tresen, um einer Attacke möglichst vorbereitet entgegenzutreten. Nix passiert, die Zeit steht still, ich bin an der Reihe, die Post-Braut muss mich nun bedienen. Ich trete vor (innerlich fällt mir mindestens die Last eines goldenen FC-Geißbocks von den Schultern), die Post-Braut sagt, in verächtlichem Ton, die Augen voller Hass:

Ja?

Ich, freundlich und fröhlich grinsend:

Ach wissen Sie, ich wollte eigentlich gerade Geld einzahlen, jetzt is mir aber eher nach ‚bedient werden‘. Ich hätte gerne 100€ von meinem Sparbuch; und das Paket hier geht auch nicht ins dämlich Ausland. 

Sie wechselt kein Sterbenswörtchen mehr mit mir, der Schnauber beruhigt sich, ich kann aber seinen Hater-Blick immernoch förmlich zwischen meine Schulternblättern fühlen. Beim rausgehen sage ich laut und für alle hörbar: Einen schönen Tag euch allen. Lumpenpack! (ja, auch genau DAS Wort habe ich benutzt). Eine junge Dame mit dunklen Haaren grinst mir beim Verlassen der Filiale zu, der Rest schweigt, guckt immernoch betreten auf den Boden; ich höre wie der Schnauber mit der Post-Braut anfängt zu lästern,  mir ist das egal, ich habe meine Pflicht getan und gehe erhobenen Hauptes auf die Straße

Was ich mit dieser Gesichte sagen will?

Erzählt mir nix von Ach Köln! …so tolerant… Leben und Leben lassen und so. Bullshit, der Ur-Kölsche ist tief drinnen genau so ein braunes Kackarschloch wie der letze Hinterwälder in Bayern; wir haben ein massives Rechts-Problem in der Republik, die langjährige Angstmacher-Politik hat durchschlagende Erfolge, ich weigere mich etwas anderes zu akzeptieren oder meinen hübschen deutschen Kopf in den Alles-Ist-Gut-Sand zu stecken. Hier ist gar nix gut, an unseren Grenzen sterben täglich Menschen, und wir sind ALLE Mörder. So einfach kann das sein.

Und: Wer mich noch mal fragt, warum ich Fahnen, Nationen und Patrioten auf den Tot nicht ausstehen kann, der kann sich ja mal Samstags mit mir vor der Post verabreden.

Ich bring‘ auch meine Brüder mit.

Yo.

(Artikel inspiriert durch das Bild oben, welches ich beim Peter fand) 

Doku: Build the Super Brain

..und wenn diese elendig lärmende Ekelsmusik nicht gewesen wäre, fänd' ich die scheiss EU-Flagge da unten rechts vielleicht auch jetzt total gut.

Der Blue-Brain Kopp mit seinem VR-Rattengehirn – vor dem ich die Menschheit im Jahre 2009 letztmalig gewarnt habe! – ist offensichtlich genau so bekloppt wie damals. Nur baut er dieses mal nicht das Rattenhirn fertig, sonder ein menschliches. 

Robo-A.I.-Apokalypse. Endlich. Geiler Scheiss.