Chris

<- bloggt seit 2007. Liebt: Raketen, Edward Sharp & Norwegen. - Viel Spaß hier ♥

Bücher! Bücher! Bücher!

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(dies ist ein kooperativer Artikel / Bild: CC 2.0 / Books HD von Abhi Sharma auf Flickr)

Yeay. Da hier ja planmäßig die Literaturwochen laufen (haha!) passt mir dieses Anfrage etwas über Bücher zu tippen ganz gut in den Kram.

Im großen buecher.de-Shop gibt es nämlich zum Beispiel immer alles als kostenlosen Versand. Die Rubriken im Shop sind: Bücher, Englische Bücher, Fachbücher, Hörbücher, Filme, Musik, Software, Games, Spielwaren, und Elektronik und man findet so ziemlich alles, was man auch bei, öhm, anderen Online-Buchläden finden kann. Nach etwa 3 Nanosekunden stöbern fiel mir das hier ins Auge: V wie Vendetta, Absolute Edition. Want. Und hier steht warum:

Auf 999 Exemplare limitierte neue Edition im eleganten, stabilen Schuber mit vielen Extras: exklusives Bonus-Material wie Silent-Art-Seiten der Original-Serie und Original-Cover und -Backcover, umfangreicher Anhang mit Skizzen und Entwürfen, nummerierte V-Maske 

Die V-Maske hätten sie sich sparen können, aber so eine exklusive Serie finde ich schon ganz cool; ich bin sonst nicht so der Special-Editon-Shopper, ich habe mir zum Beispiel nur einmal eine Special-Editionen eines Games gekauft (Last of Us), ansonsten reicht es mir immer, wenn das Medium vollständig ist, ich brauche keine Goodies oder Poster, ich habe eh schon genug kram rumfliegen. Bei Büchern ist das anders: Je älter, je exklusiver, je schicker, desto größer mein wohliges Gefühl, wenn ich eins anfassen kann. Das hat doch schon was sinnliches, so ein Buch im richtigen Format – auf das man sich schon länger freut – dann endlich in der Hand zu halten, anzufassen, daran zu riechen, den haptischen Eindruck zu genießen….wundervoll. Und dann dieser spezielle Moment, wenn man das Buch das erste mal aufklappt: Oft bekomme ich da – neben dem eben beschriebenen wohligen Gefühl –  eine Art Demutsanflug: Da hat ein Mensch was zu sagen, hat sich was ausgedacht und recherchiert, hat sich Arbeit gemacht, und ich halte das Ergebnis dieses Prozesses in den Händen. Mit dem Wort Respekt bin ich immer vorsichtig, aber hier könnte es mal passen. Ich finde es jedes mal aufs neue beachtlich und besonders, ein Buch erstmalig aufzuklappen, und sei es noch so dünn.

Was ich sagen will: Bücher sind toll, ich mag auch den Kindle, weiß aber sicher, dass beide Arten des Lebens für mich gut funktionieren werden. 

Was ich noch sagen will: Kauft doch mal wieder ein Buch ;) 
 

Tanz Baby! – Ich Bin Traurig

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Ich bin traurig. Und irgendwie schon den ganzen Tag nicht gut drauf. In allen Ecken meiner Träume such ich dich. 

Keine Gnade, nicht mal für Feiglinge. Ne? ♥

(keine Sorge, ich mach' nur schnell Mittag, kotze alles voll, dann geht es hier weiter. Mit Chansons, Menschenhass und Liebesrobotern und sowas alles. Tsö!) 

+MIND: Die Cloud-Pille!

Zukunft, virales Marketing, bunte Pillen und ein Verspechen, welches in den nächste 30 Jahren wohl niemand so richtig einlösen kann. Das alle verbindet die mutmaßliche Marketing-Aktion zu einem Produkt, welches es mutmaßlich gar nicht geben wird. Die Website des Nicht-Produktes +MIND hat unten am Rand das hier stehen:

#plusmind #noglass #nosmartphone #nocamera #handsfree

Will meinen: Man schluckt eine Pille, hat dann für 24 Stunden 64GB Speicher in der Cloud, die direkt aus dem Gehirns mit Daten befüllt wird, welches wiederum mit Daten aller unserer Sinne befüllt wird. So geht das. Kapiert ihr nicht? Ich auch nicht.  Trotzdem: Derjenige, der sich für das Wie-Auch-Immer-Wenn-Überhaupt-Produkt marketingtechnisch verantwortlich zeichnet, versteht was von seinem Beruf. Der Bruce hat so 'ne ​+MIND-Pille jedenfalls schon auf dem Tisch liegen. Und ein nett-bedenklicher Beipackzettel war auch dabei. Guckt. ​ 

Take the Nanotech pill! Now you can record, watch and share your Experiences! ​

Netter Studentenwitz oder Zukunftstechnologie?​

App zum Brechen: ‚Strassensheriff‘

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Ich frage mich ja echt, was in den Köppen dieser App-Entwickler und Konzepter vorgegangen sein mag. Vielleich sowas wie das hier:

Ey, kommt, wir bauen eine Denunziaten -App! Die Menschen sind eh alles scheisse, laßt uns dafür sorgen, dass die sich gegenseitig auch ja oft genug sagen, wie scheisse sie sind. 

Lachnummer. Bevor ich aber weiter breche erzählt euch die App selber, was sie – wenn die Entwicklung fertig finanziert wurde (bitte nicht!) – so tolles kann:

Es wird eng auf unseren Straßen: Immer mehr Radfahrer treffen auf Millionen von Autos. Um die Zahl der Konflikte zu verringern, müsste es deutlich mehr freie, sicher befahrbare Radwege geben. Und da kommt unsere App ins Spiel. Durch ein Posten von Orten, wo Autos auf Rad- und Gehwegen parken, wo Radler rote Ampeln missachten oder notgedrungen auf Gehwege ausweichen. Wir wollen Dialog und Verhalten verändern. Unterstützt unser Vorhaben – leistet Euren Beitrag für eine bessere Welt!

Außerdem steht da: 

Alle Posts werden auf unserer Website auf eine Karte übertragen. Hier können Autofahrer nachschauen, wo sie besser nicht mehr parken sollten, weil Radfahrer und Fußgänger aufpassen.

Und: Natürlich gibt es die Möglichkeit dem Autofahrer eine kleine (nette!? haha!) virtuelle Notiz zukommen zu lassen; die kann man (der angeschwärzte Autofahrer) dann auf der Homepage der App abrufen (bringt sicher schön Traffic, das war der Satz im Weltverbesserer-Meeting, ich wette es!). Ist klar. Schon mal einen Zettel an einem Auto gesehen, worauf stand: Liebster Falschparker, ich möchte reden? – Nee? Ich auch nicht. Bei mir fehlt dann da eher ein Autospiegel, es gibt Kratzer, oder einen Zettel, worauf alles steht, nur nix nettes. Und jetzt kommt ihr, ihr hässlichen App-Sheriffs, und macht uns alles zu Gutmenschen? Lachnummer! – …aber das sagte ich ja schon.

Es ist halt total easy, einfach das eigene Mitgefühl und die uns angeborene Empathie hinten anzustellen; auf Dritte zu verweisen (sei es nun die App-Website, die Polizei oder sonst irgendein beschissenes Amt), um sich nicht ganz so scheisse zu fühlen, weil man tief drinnen selber von sich weiß: Ich bin ein blöder Korinthenkacker​, ein Denunzianten-Arschloch, kann mich aber wunderbar hinter den Uniformen der Staatsdiener (respektive der App-Betreiber – denn als nichts anderes stellen die sich doch dar; diese obrigkeitsgläubigen Wichser!) verstecken. DAS ist nun eure Idee (Zitat) einer besseren Welt? Hallo? Könnt ihr euch nicht mal selber ins Knie ficken? Ich verrate es auch niemandem. 

Weiter unten steht das hier: 

Bei notorischen Falschparkern kannst Du die Informationen auch direkt dem Ordnungsamt zukommen lassen – die App informiert Dich automatisch, ob es sich um einen besonders rücksichtslosen Wiederholungstäter handelt. Per vorgefertigter Mail kannst Du dem Amt in Echtzeit die entsprechenden Daten zusenden. Aber bitte, lass Augenmaß walten – wir wollen kein professionelles, institutionalisiertes Petzen.

Nee, is' klar, wir wollen kein institutionalisiertes Petzen sondern nur ein bisschen Gepetze. Hallo? Das klingt wie: Die Stasi war auch nur ein bisschen doof. Spackos 3000, und alle die den Scheiss über Startnext mitfinanziert haben, sind blöde deutsche Tummelanschwärzer, die sich über ein faires, offenes, gesellschaftliches Miteinander noch NIE ernsthafte Gedanken gemacht haben. Wer die Polizei braucht, um sich mit seinen Mitmenschen anzulegen (ich rede nicht von passivem Schutz, ich rede von aktivem Anschwärzen!), der war und ist bei mir schon immer unten durch. Weiter im Text: 

Die App ermöglicht den Dialog mit dem Autofahrer, ist aber auch das Mittel der Wahl, wenn dieser versagt: Ein Klick, ein Foto, und GPS-Daten fügen sich zu einer Anzeige zusammen und werden mit den eigenen Absenderdaten an Amt oder Polizei übermittelt.

Na prima. Von Datenschutz will ich gar nicht sprechen, wir werden alle zu IMs, gehen uns gegenseitig noch mehr auf den Sack; weil es geht, es gibt ja jetzt 'ne Legitimation, die heißt APP, und ist der größte Scheiss am deutschen Start-Up-Himmel seit Zalando. – Glückwunsch, Innovationsstandort Deutschland. Ich hasse dich jetzt noch ein Stückchen mehr. 

Links: Keine dazu, gelesen habe ich davon hier: metronaut.de (der Autor sieht die App zum Glück ähnlich kritisch!) 

PS: Dieses Autofahrer vs. Biker-Thema ist auch wieder so ein gemachtes, typisch deutsch, ich schäme mich. Schon wieder. Ey. 

Literaturwochen: Eine Timeline dystopischer Literatur

oscar wilde

Oben ein Zitat vom wilden Oscar, gleich ein Link zu einer Timeline dystopischer Literatur.

Die sieht allerdings so scheisse aus, dass ich mir zu blöde bin, die hier einzukleben. Dennoch spannend zu entdecken, wann eigentlich die Hochzeiten der dystopischen Literatur waren, wie das mit dem Weltgeschehen zusammenhängt; und die Genre-Buttons sehen auch echt nett aus. Vorschlag zur Güte: Wenn alles auf Hunger Games hinausläuft, lest zuerst Battle Royale, dann wißt ihr wieder, warum eure Vorurteile gegenüber amerikanischen Adaptionen asiatischer Popkultur meistens stimmen. Das Buch ist besser als der amerikanische Verschnitt, wo dann noch dieser unsäglich-pubertäre Horrorfilm draus gebastelt wurde. Pfui Spinne. 

Zur Grafik nach dem Klick: Klick.