literature

Cyberpunkcomic: HARD DRIVE

Also. Wenn man eine Website unter der Adresse cyberpunkcomics.com erreichen kann, dann ist das ja eigentlich schon die halbe Miete. Wenn sich dahinter dann auch noch das Versprochene versteckt, dann ist eigentlich alles gut und wir haben bald auch wieder Sommer.

Ich zitiere mal eben einen Willkommensgruß, welcher sich in der About-Rubrik der Website findet…

Yeah, I'm talking to you, Console Jockey. Get ready for some consensual hallucination

…und damit dürfte klar sein: Ich bin auf Eurer Seite Jungs! Die Jungs sind in diesem Falle Greg Dunford (Pseudonym?), Renzo Podestá (Illustrator) und Joshua Hamilton (Webdesign). Neben dem hauseigenen (und wirklich toll gemachten) Comic HARD DRIVE haben die Herren noch ein wirklich interessantes Weblog laufen und posten da jede Menge Cyberpunk-Content.

Ich bin anverliebt. Und das nicht erst auf den zweiten Blick. Passiert ja auch nicht alle Tage, sowas.

Ich schließe mit einem weiteren Zitat, welches mir ebenfalls sehr gefällt:

Dive into the data stream. Surf the edges. Enjoy.

DOSE Magazin #3


Erst gestern hatte ich Euch ein Cyberpunk-Magazin Namens Machete Girl vorgestellt. Und wie es der Zufall so will, ist gerade die dritte Ausgabe des fabelhaften DOSE-Magazins erschienen. Inhaltlich schon sehr Cyberpunklastig, allerdings nicht ganz so dystopisch wie Machete Girl. Aber mindestens genau so interessant!

Etwas professioneller kommt es auch daher. Das lassen sich die Macher, Autoren und Kreativen allerdings auch bezahlen: Mit 4€ ist man dabei. Das 10-seitige Preview macht definitiv Lust auf mehr. Es gibt über…

80 pages on alternative pop culture

…und ein Großteil der Ausgabe beschäftigt sich mit alternativer Popkultur und Cyber-Hippster-Hotspots in Paris. (Dies war eine freie Übersetzung des DokBlog-Babelfisches). Weitere Themen sind:

  • Das Neuromancer-Movie
  • Französische Cyberpunk-Movies
  • Underground-Dystopia-Music aus China
  • Einige Interviews und noch viel viel mehr verrückter Cyberkram

Ich denke, für ein Magazin welches sich so intensiv mit (unserem?) meinem Lieblingsthema beschäftigt, geht der Preis echt in Ordnung; das zahl ich gerne. Es steckt nämlich wirklich ganz viel transhumanistisches Herzblut in dem Magazin.

Cyberpunk-Mag: Machete Girl


Irgendwie hat mir die Web-Abstinenz den letzten Wochen ganz gut getan. Mit etwas Abstand betrachtet stelle ich irgendwie fest, dass sich meine Interessenschwerpunkte in den letzten fünf Jahren eigentlich kaum verändert haben: Cyberpunk, Art, Nature, Books, Love & Music. Ich denke mit diesen Schwerpunkten lässt es sich wunderbar leben. Und bloggen. (Viral-) Marketing, Social Media, Seeding, Internetfernsehen und sonstiges Webgedöns habe ich auf der Arbeit schon zu genüge; da muss ich mit so 'nem Kram nicht auch noch mein privates Weblograumschiff vollkleben.

Und genau deshalb ist es jetzt auch mal wieder Zeit für feinste Einblicke in die Cyberpunk-Kultur. Machete Girl ist laut eigener Angabe das erste (Online-) Cyberpunk-Magazin Australiens. Ich knall' mal eben einige Themen der aktuellsten Ausgabe hier rein:

  • Ein Reisebericht aus dem dystopischen EVE-Online-Universum
  • Steampunk-Illustrationen bis zum abwinken
  • Reviews zu Filmen, Büchern und Games
  • Machetegirls und sonstige Gestalten

Und noch 'ne Menge mehr. Ich find's echt nett gemacht.

(Werbe)Pause / Worldshaker


Hier ist es so still, weil ich seit ein paar Tagen ziemlich infiziert bin. Husten, Schnupfen, Kopf und Temperatur. Ihr kennt das. E-kel-haft. Ich komm' bald wieder.

Vorher möchte ich aber noch etwas anmerken: Die Damen und Herren beim Jacoby und Stuart-Verlag wissen wie man Marketing macht. Tatsache: Die Marketing-Anfrage-Mail von denen war die erste Email dieser Art, die ich bis zum Ende las. (Nehmt Euch mal ein Beispiel, ihr anderen. Ihr Werber für Kindermikroskope, Brettspiele, Medikamente (!) und Flugdrachen. So schwer ist das nämlich gar nicht!)

Ansprache, Thema, Produkt -> Alles passend und genau richtig. Daumen hoch von mir. Daher freue ich mich sehr über die Zusendung des Steampunk-Romans Worldshaker von Richard Harland. Danke, Jacoby und Stuart!

Thematisch ziemlich genau mein Dingen. Der Trailer ist auch echt nice gemacht; und daher verlinke ich sehr gerne auf euren Promo-Weblog. (Wo man übrigens das Buch auch abstauben kann, wenn man sich nicht allzu doof anstellt).

comicrazys


Playboy-Comics, MAD-Comics, Yogibär-Comics, Tom&Jerry-Concepts, Cartoon-Backgrounds, Frankenstein, Felix The Wintercat, Die Flintstones, Superman…seit 2008 klebt irgendein wahnsinniger seine Comicsammlung ins Internet und ich find's total super.

Hier sehen wir eine imposante Szene aus Echo of Futurepast. Is' klar.

Gerade stolperte ich auf dem wunderbaren Weblog drawn.ca schon wieder über diese irre Seite:

Lese/Anguck-Empfehlungen! – Teil 2

In dem Artikel Lese/Anguck-Empfehlungen! hatte ich ja angekündigt, dass ich öfters mal was aus meinem Regälchen herauskramen – und hier einkleben – möchte. Gesagt, getan. Hier nun also vier weitere, sehr empfehlenswerte Lach- und Sachgeschichten aus meiner Doktorenbibliothek. 

  • Links oben: Frontiers –  The world greatest walks. Der Name ist Programm. Gemacht von echten Wanderexperten (soll es ja geben, sowas), die dazu noch wirklich gute Aufnahmen der tollsten Wanderstrecken des Planeten mit ins Programm aufgenommen haben. Wer danach keine Lust auf wandern hat, der wird da auch nie Spaß dran finden können; soviel steht mal fest (Danke, Caro!)
  • Rechts daneben: Grenzgänger von McCarthy. Der mittlere Teil von Carthys Border-Trilogie. Kann man aber auch so lesen; hängt nur sehr lose zusammen, das Ganze. Ich liebe diese düstere, trostlose, apokalyptische Stimmung im Buch. Die Erzählung spielt in einem Mexiko, welches poetischer nicht umschrieben sein könnte. Eins meiner liebsten von McCarthy.
  • Unten Links: Super #1 Robot. Ich habe keine Ahnung wo ich dieses Buch eigentlich her habe. Ich weiß nur: Nehme ich es in die Hand, dann muss ich es mindestens einmal komplett durchblättern. Zu sehen gibt es lauter bunte japanische Roboter aus den 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrtausends. Groß-ar-tig! Und so bunt!
  • Last one: Barfuss durch Hiroshima. Krieg ist das fieseste, was es überhaupt nur gibt. So würde ich die Kern-Message des Comics umschreiben. Eine autobiografische Erzählung, die ihresgleichen sucht. Man muss wohl mit 6 Jahren mal in das Blitzlicht einer nuklearen Explosion geguckt haben, um so ein Meisterwerk erschaffen zu können. Danke, Herr Nakazawa!

That's it. Vielleicht gefällt Euch ja das Eine oder Andere.

Die 16 besten dystopischen Bücher


Ich bin neulich über ein interessantes Posting bei popcrunch.com gestolpert. Es hat die aufmacherische Überschrift:

The 16 Best Dystopian Books Of All Time

Nun ja. Ich hab dazu mal 'ne Frage: Ist Diamond Age wirklich dystopisch oder bin ich einfach nur zukunftsgestörtverrückt?

Also die Hälfte hab' ich gelesen. Und ihr so?

Update: Link vergessen, Danke @krkr!

Erste Bilder: Der futurologische Kongreß


Der futurologische Kongreß ist diese eine wunderbare Geschichte von Stanislaw Lem, in der der Protagonist (der weltberühmte, unvergleichliche, wahnsinnige Ijon Tichy) auf einem weit entfernten Planeten in einem 100-stöckigem Hilton-Hotel an einem Kongress teilnimmt, anschließend völlig vetrippt und halluzinierend durch die Gegend rennt, und dann irgendwann in der Zukunft wieder aufwacht.

Wer Ijon Tichy nicht kennt, is' aber eh raus. Daher mache ich es kurz: Diese eine Aufzeichnung von Tichy's Reisen bekommt einen Film. Und, ja, der läuft auch hier bei uns. Auf der Erde. Jetzt gibt's erste Szenen zu sehen. Ziemlich verpixelt und in einer mir unbekannten AlienSprache. Trotzdem gefällt mir, was ich sehe. Ich mein: Ein Lem-Film! …kann ja nicht verkehrt sein. Hoffe ich.

Ah, eins noch: Wer die "Siebente Reise" von Ijon Tichy nicht gelesen hat, dem empfehle ich dringendst, dies zu tun. Und das bedeutet schon was; sach' ich mal so.

Da befindet sich der Gute nämlich in einem Zeitstrudel, begegnet seinem Zeitschleifen-Doppelgänger, diskutiert und schmiedet Pläne; und am Ende prügelt er sich mit sieben Versionen seiner selbst.

Hier nun also die ersten Bilder von Ari Folman's "The Futurological Congress", basierend auf der Lem-Story: