literature

Dan Simmons „Hyperion“-Romane werden verfilmt!

Mccarthys "The Road"-Verfilmung: Da kann ich mir noch eine düstere, beklemmende und melancholische Filmumsetzung vorstellen. So gerade eben.

Gibsons "Neuromancer"-Verfilmung: Obwohl mir das Concepts-Video zu der(!) Cyberpunk-Triologie recht gut gefällt, kann ich mir eine futuristische "Chiba-City" in bewegten Bildern nur sehr sehr schlecht vorstellen. Bzw: Gut vorstellen kann ichs mir schon,… nur eben keinen Filmemacher der das so umsetzten kann, dass es (mir) "wirklich" passt.


Es gibt einfach Dinge die ich niemals lesen wollte:

Dan Simmons’s Hyperion Sci-Fi Series Being Adapted by Warner Bros

(firstshowing.net)
Liebe Brüder bei Warner: Lasst es doch bitte sein. Wie (umAllesInDerWelt) soll mir denn bitteschön folgendes Szenario auf der Leinwand präsentiert werden:

Am Rand des marsianischen Thetys-Meeres, rund um Troja herum, sind die klassischen KGMs (Kleine Grüne Männchen) ansässig, die an dessen Küste Steinköpfe bzw. Marsgesichter aufstellen! Dort landen dann die so genannten "Moravecs": Eine entzückende Spezies; bis zu acht Tonnen schwer, krebsförmig, stark gepanzert und auf Hochvakuum-Umgebungen ausgelegt. Ihre ganze Passion gilt der Ergründung der Werke von Proust und Shakespeare.


Götter und Religionen, Philosophie und Dichtung, Ethik und Moral, Künstliche Intelligenzen, Ökologie im Rahmen einer interstellaren Gesellschaft. Das Ganze auf über 1.400 Seiten. Wie soll das aussehen!?

Petition, Autoren-Streik, Sammelklage, Atom-Gau! Irgendwas muss die Warner-Brüder aufhalten, dieses großartige literarische Werk aus Simmons Feder zu verfilmen. Bitte. Bitte. Bitte. Wer wann wo und wie produziert, verfilmt, vermasselt,….erwähne ich nicht, tut mir weh, steht aber alles auf firstshowing.net

Ich verspreche hoch und heilig den Film zu boykottieren. Außer er wird gut! ;)

Edit: Puh. Den ersten Schreck hab ich jetzt hinter mir. Lese gerade das Graham King – "The Departed" & "Blood Diamond" – sich der monströsen Aufgabe stellen will. Beide gerade erwähnten Filme finde ich ganz passabel; trotzdem: Einer solchen Adaption kann ich nur skeptisch entgegen sehen….

Cormac McCarthy´s „The Road“-Verfilmung

Nach der Verfilmung von McCarthys Roman  "No Country for old men" (2005), welche in diesem Jahr schwer bei der Oskarverleihung absahnte, steht nun der US-Kino Release für die neueste Geschichte aus Cormac McCarthy´s Feder fest: Am 26. November wird in den USA der hoffentlich hammermäßig apokalyptische Film " The Road" über die Leinwände flimmern. Soweit nichts besonderes!?

Doch!

Ich hab das Buch (Deutsche Fassung "Die Straße") gerade aktuell auf meinem Nachttisch liegen. Ein echtes Juwel. Ein Mann, ein Kind, eine apokalyptische Welt. Eine Straße, Asche und graue Farben. Diese Bilder, welche mittels McCarthys großartiger Schreibweise imaginiert werden sind schlicht schlafraubend! Worauf ich hinaus will….diese Meldung über die Verfilmung von "Der Straße" spaltet mich einmal mitten in der Mitte mittig mittendurch: NIEmals kann irgendein Director / Filmemacher diese Stimmung, die einen beim lesen dieses absolut außergewöhnlichen Romans befällt, gar bespringt, in echte Bilder verpacken. (in diesem Fall wurde John Hillcoat mit der unmöglichen Aufgabe betraut)

Nie!? Ich sag einfach mal "Nie", werde dann  versuchen das gelesene auszublenden, und mich an den postapokalyptischen Bildern erfreuen…..

gelesen joblo.com

Die Matrix des William Gibson

So langsam legt sich mein Flash wieder. Denn nichts anderes war die Lesung von W. Gibson im Kölner Gloria – Theater: Er hat den Mund aufgemacht; ich war geflasht. Eigentlich war schon das auf die Bühne kommen sehr flashig: Sichtlich vom Jetlag gerädert, ein x-beliebiges Shirt über die Jeans, in Sneakers, betrat William Gibson die Bühne. Es gab sogar einige Jauchzer, was Mr. Gibson kalt lies. Der Mann kennt keine Starallüren. Dafür aber Die Ärzte. Der Blogeintrag dazu findet sich hier.

Schön, dass der anwesende Kritiker dann auch mal nachhakte, woher denn die Faszination für die deutsche Band rühre: Gibson hatte keine wirklich adäquate Antwort in petto, stellte daraufhin jedoch Überlegungen an, in welcher kulturellen Matrix die Ärzte wohl hier in Deutschland angesiedelt sein mögen. Für mich persönlich gab es an diesem Abend zwei große Überraschung: Zum einen war ich sehr angetan von der Tonierung, seiner Mimik und dem Südstaaten-Englisch, welches sehr gut zu verstehen war. In den Kommentaren schreibt kioopi:

Gibson hat genauso gelesen wie ich es mir vorstelle wenn ich seine Bücher lese.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Zum anderen: Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass Gibson einen sehr speziellen, diffizilen Humor besitzt, trotzdem war ich sehr angetan  von seiner jetlaggi – humoristischen Art; wie er beispielsweise ein wenig über seine Rückkehr zum Science Fiction (mit ca. 27 Jahren ) und andere Inspirationsquellen plauderte, dass war schon einmalig –> Autos die aussehen wie Raumgleiter und Spaceships, leere Postämter die mit Fiktion gefüllt werden möchten. Irre. Seine Zuneigung zu Verschwörungstheorien tat er auch kund; so hätten diese etwas einfaches, simples, wonach sich doch heute manch einer sehnen mag (sinngemäß)

Nebenbei erwähnt waren die gelesenen Text aus "Spooky Country / Quellcode" absolut erstklassig ;)

Fesselnd, informativ, illusionierend, paranoid, detailliert, futuristisch, einfach prima. Der Mix aus Drogendealern, Künstlern, Spionen, die augenscheinlich alle einem bestimmten Seecontainer hinterherjagen, klang schon sehr nach  mitreißenden Charakteren.  (Den Beruf des Literarturkritikers habe ich hiermit nun endgültig verfehlt).

Simon Eckert war für die deutschen Parts zuständig, und war für meinen Geschmack etwas zu sehr Schauspieler als Vorleser. Was daran liegen mag, dass er ein solcher ist. (Schauspiel Köln) Ich (der das Buch noch nicht vorher angerührt hatte, weil ichs von "ihm, dem William"  vorgelesen bekommen wollte…) hatte trotzdem den Eindruck das die Übersetzung des Textes sehr gelungen ist. Der Eindruck das W.Gibson einem Oberflächen-Fetischismus  verfallen ist, hat sich für mich bestätigt: Niemand beschreibt Muster/Oberflächen/visuelle Reize so wunderbar wie er. Das da die deutsche Übersetzung etwas ins stocken gerät, ist klar.

Der Abend war einfach zur kurz; er hätte mir das ganze Buch vorlesen können, ich hätt'  mich keinen Millimeter bewegt. Natürlich konnte ich es mir dann auch nicht nehmen lassen, mir meinen Neuromancer von ihm signieren zu lassen!

Die Schultertasche umgehängt, leicht buckelig, ein schräges Lächeln im Gesicht, sitzt er dort; bereit aufzustehen, sollte es plötzlich nötig sein, aus dem Cyberspace zurück in die andere Welt zu switchen. Denn wir bewegen uns heute ständig im Cyberspace, sehen nur ab und an mal nach, ob es die richtige Welt noch gibt (sinngemäß). In meinen Augen einer der großartigsten Schriftsteller der Zeitgeschichte, ein Visionär und Freak. Ich spare mir an dieser Stelle ein Zitat von ihm; er schreibt so viel was man ständig mantra-mäßig vor sich hinblubbern könnte. Gibson noch mal in Deutschland? Ich bin da.

Ich mag den Mann. Und das was er schreibt.

Jetzt noch etwas mehr.

Wiliam Gibson – Gloria,Köln! Heute!

Nur noch mal zur  Erinnerung:

William Gibson – Zwischen Matrix und Quellcode

Donnerstag 06.03., 20 Uhr, Gloria Köln
Apostelnstraße 11, Innenstadt
VVK € 10 / AK € 13

Evtl. sieht man sich ja dort. Ich gebe zu: Der Anlaß für diesen Beitrag ist eigentlich ein eingehender Link von mindsharing.de. Dort ist nämlich ein Zitat des Großmeisters nachzulesen, welches ich nun einfach mal rüberkopiere:

Natürlich haben wir keine Ahnung, wer oder was die Zukunft bevölkern wird. So gesehen haben wir keine Zukunft. Nicht in dem Sinn, wie unsere Großeltern eine hatten oder jedenfalls zu haben glaubten. Eine vorstellbare Zukunft der eigenen Kultur war ein Luxus vergangener Zeiten, als das ›Jetzt‹ noch stabiler und dauerhafter war. Für uns hingegen kann sich alles so jäh und grundsätzlich ändern, daß eine Zukunft wie die unserer Großeltern nicht mehr möglich ist, weil sie nicht genügend ›Jetzt‹ als Grundlage hat. Wir haben keine Zukunft, weil unsere Gegenwart so flüchtig ist. Wir haben nur das Risikomanagement. Den Spin des momentanen Szenarios. Mustererkennung.

Foto: William Gibson by Fred Armitage, CC-Lizenz

„Burning Chrome“ – Ausführliches Review

Nicht von mir. Ein Review der Kurzgeschichtensammlung "Burning Chrome" (written by W.Gibsons)  ist sicher keine Sensation. Was mir jedoch gut gefällt, sind die Bilder die scifi.darkroastedblend.com rausgekramt hat:

            

Weitere schöne Bilder, sowie das Review dann drüben, bei scifi.darkroastedblend.com.
Ahso: "Er" kommt morgen nach Köln. Ich ja auch,wohn ja da, Freu mich drauf.

Cory Doctorow liest morgen in Köln

Gerade erreichte mich von dem neuen Web 3.0-Reminder-Dienst "Krkr" (offline derzeit ;)) die Erinnerungs-Mail: "Cory ist morgen in Cologne und liest! Bist Du da?"  Ich so: "Ey Mist,…total verpennt!" 

(DANKE, Nachrichtenservice Krkr! Super! Ich hätte es jetzt im ganzen "Messe-Trouble" fast verpennt!) Sollte alles nach Plan verlaufen, bin ich definitiv anwesend. Hier hatte ich mich ja schon gefreut, wie ein Elch im Wald, dass die beiden, Herr W.Gibson und einer meiner LieblingsBlogger, Cory Doctorow, in meine schöne Heimatstadt Köln kommen. Ahh…da kommt just in diesem Moment die Erinnerung von Lightning, der tollen Firefox-Kalender Erweiterung:

"Dont forget, Deckard–> Cory, morgen, 29-02-2008 in Irie-Feld und William am 06-03.08"

(Diese kryptischen Erinnerungsmeldungen verstehe auch nur ich ;)) Jedenfalls liest Cory morgen in einer englisch-deutschen Lesung aus seinem Buch "Upload".

Das ich für die Lesung vom Cyberpunk-Grandfather W.Gibson (06.03.2008 Gloria, Köln) schon lange Karten habe, ist wohl klar! Danke, Süße, für das tolle Weihnachtsgeschenk, noch mal… ! Wird denn jemand von meinen Lesern auch auf einer der beiden Lesungen anwesend sein?

Electric Sheep

Nerdcore-René hat komische Gedankengänge wenn er "Warsteiner" im TV sieht (ich krieg das Grinsen nicht aus dem Gesicht); ich sah gestern ein Schaf und einen Strommast, mit ähnlich wirrem Zeugs im Hirn. Leider hatte ich meinen Fotoknippser nicht zur Hand, bzw erst etwas später als ich einige Bilder des Auenbergischen Landes bei Köln knippste. Meine Waldläuferin Verlobte und ich durchstreiften gestern die Ebenen der dunklen Wälder jenseits der größten menschlichen Enklave in diesem Landstrich.

Die Pfeile präpariert, den Köcher gefüllt, hielten wir Ausschau nach einem geeigneten Platz für unser geplantes Ritual. Mit dieser Zeremonie der Menschen, welches wir in abgewandelter Form vollziehen werden, möchte die Gattung Mensch zum Ausdruck bringen, dass beide Gefährten von nun an bis zum LVL50 Ende aller Tage für einander einstehen möchten. Auf unserem Abenteuer erblickten wir dann auch tatsächlich für einen sekundenbruchteil das sagenumwobene "elektrische Schaf". Nach kurzer Recherche im Auenland-Guide kann ich nun tatsächlich ein Abbild des weit über die Grenzen von Mittelerde bekannten Mysteriums präsentieren:

Komische Assoziationen manchmal. Um diesen Beitrag nicht ganz sinnbefreit hier stehen zu lassen:

Das Flickr-Schaf, von samdiablo2, cc

Mechs, die CryEngine2 und ein Video

Mechwarrior: Living Legends ist eine vielversprechende Mod mit CryEngine 2-Grafik. Ich habe alle (!) Bücher der Battletech-Classic-Serie gelesen, und ALLE mir bekannten Spiele mit Battletech Lizenz gespielt. Ach neee,,…das auf der PSP nicht. Mein Rechner hustest sich zwar schon bei der Crysis-Demo kaputt, aber um zB. mal einen Clan-Mech zu steuern, würde ich die Kiste hier doch glatt mal auf Vordermann bringen. (8GB Ram, irgendwer?)

Jetzt gibt es das erste wirklich sehenswerte Video zu der Mod. Vor allem das Landungschiff hat es mir sehr angetan. So richtig schön kugelrund habe ich mir die auch immer vorgestellt. Die Bücher von Stackpole waren mir immer am liebsten. Der mit seinen Sun-Tzu Zitaten immer. Herrlich:

“Regard your soldiers as your children, and they will follow you into the deepest valleys; look on them as your own beloved sons, and they will stand by you even unto death.”

In den Bücher, die ich verschlang, kommt teilweise so ein "echtes Taktik-Feeling auf" und ich fühlte mich durch die kulturellen Hintergründe der jeweiligen kriegsführenden Parteien in die verschiedensten  Strategien der "Sterne" besser hinein. Die Jungs vom Draconis-Kombinat / Haus Kurita waren mir immer sympathisch. Gnadenlos cool. Und die Musik im Video.Ohaa. Guckt:

gefunden beim Youtube-Mechs-suchen-Anfall