science fiction

CERN und die Musik dazu!

Hier wissen ja eh alle Bescheid, was die am CERN so treiben, denk' ich. (Nicht? Dann hier oder hier mal wildes Zeug lesen, bidde.)

Aktuell läuft da nämlich sowas ab, wie das hier:

We’re back to circulating beams

Two stable proton beams had already been circulated in opposite directions around the machine by midnight on Friday

Meint: Jetzt warten also alle auf den Knall.

Junge, Junge, von der hypothetischen Vorstellung, dass die da hypothetische Teilchen finden, die alles(!) verändern könnten, wird mir auch nach Jahren des hypothetischen Wahnsinns immer noch schummerig.

Ich wollt' gar nicht lang' erzählen; nur eben die Playlist mal wieder auspacken. Die Playlist, die auf der letzten aller Partys gespielt wird. Die Party vor dem Knall, also.

Wann isn' die eigentlich? – Wurscht.

Weitere apokalyptische Musikwünsche in's Kommentarfeld.


REM – It’s the End of the World as We Know It (wünscht sich Gilly) (Video-Link)

GEORGE KRANZ – Din Daa Daa Trommeltanz (wünscht sich Lex) (Video-Link)

Elvis Presley – So Much World To See (wünscht sich Dirk) (Video-Link)

ROB ZOMBIE – Death of it All ( (wünscht sich Manu) (Video-Link)

SOUNDGARDEN – Black Hole Sun (wünscht sich gwup.net)

VANGELIS – Rachel’s Song – (weils so schön war!) (wünsch Ich mir) (Video-Link)

Hubo macht T’ai-Chi

Die Fingermoves, die Hubo da macht, sehen schon ziemlich nach Science-Fiction-Darkness aus. Recht so.Irgendwie fehlen ihm aber noch zwei animierte LED-Augen. Die würden den ganzen Kerl doch direkt viel sympathischer machen. Kann ja nich' so schwer sein, soviel Technik wie da eh schon drinne steckt.

….in einer fernen Singularitätsfantasie sehe ich mich gegen Hubo's Schatten boxen.

William Shatner – Rocket Man

Irgendwann im September hatte René den Käpitän Kirk auf LSD rausgehauen. Obwohl ich bekennender Anti-Trekie bin, musste ich bei dem Ticket-Kirk aber doch mal herzhaft lachen. Und was sehe ich mir gerade an? William Shatner as the cooles ass on earth. Warum ich das Video dreißigmal hintereinander gucken kann, ohne Kopfschmerzen zu bekommen, weiß ich aber auch nicht so genau. Das werde ich aber nachher bei einem (oder zwei) Gläsern Schnappes erörtern.

Es ist einfach… Rocket Man halt!

…hat der übrigens 1978 at the Science Fiction Awards Show gesungen. Geredet. Was auch immer. Das macht das Ganze aber einfach NOCH Rocket-Man-mäßiger:

FairTradeDiscountSpaceShuttle


Der Discounter Penny, der zur sagenhaften Rewe Group Köln gehört, die Tiere mit Nitrofuran vergiftet, Bio aus China importiert  – dafür aber Ökostrom bezieht -, die wollen mir also Fairtrade-Produkte verkaufen. Und der 200.000 € teure Raumflug, den sie dann ab 2011 in den Regalen liegen haben werden, der ist dann auch voll nachhaltig produziert und gigantisch fair gehandelt.

Oder was?

Ein FairTradeEcoSpaceShuttle für mich bitte.

Fuck you. Komplizierte Welt.


…und drauf gekommen bin ich, weil ich wieder dieses unsagbar grauenvolle "Virgin Galactic" Logo auf dem Screen hatte. – Und ich mag Raumschiffe!

Der Makerbot in Köln! Am Donnerstag!


Der Makerbot kommt nach Köln. Der Makerbot kommt nach Köln. Der Makerbot kommt nach Köln. Und ich geh' auf den Geburtstag von Frau Annelie.

Spitzenmäßig.

So'ne Kacke.

Der Makerbot kommt in's Hackerspace Labor des Chaos Computer Club Cologne e.V. Hier umme Ecke. Und ich geh' auf 'nen Geburtstag. Der Maker kommt. DER MAKER KOMMT. 3D-Drucker. Androidenträume. Spider's Tripmaker, Stross's wilde Fantastereien, Replikanten, Cyborgs, ewiges Leben; ihr wisst schon. Der Maker kommt. Der Makerbot kommt nach Köln.

Und ich trink Tee.

Hab' aber drei Links zum Maker. Plus ein Video, welches ich auf der tollsten WebTV-Plattform aller Zeiten entdeckt habe. (Gibt' nur hier zu sehen; nicht im Reader.)

Geh' mal einer hin und grüß' den Maker von mir. Er soll ja was ordentliches maken. Hier das (Rocketboom-)Video:

Henry Markram bei TED

Hach, der Henry. Ich mag ihn ja wie jeck. Erwähnt habe ich ihn hier auch schon zweimal. Auch wenn ich jetzt nur einen Artikel dazu wiederfinde. Henry baut übrigens ein virtuelles (?) Gehirn, um die Prozesse in diesem besser nachvollziehen zu können. Zunächst reicht Henry da auch erstmal eine nachgebaute Neokortikale Säule eines Rattengehirns. Henry ist da eher bescheiden.

—-

Zwischeneinwurf: Erst in der letzten Woche war ich Teilhaber einer regen Diskussion (bzw. ich schwatzte Unschuldige mit der Apokalypse und dem Übermenschen voll). In dieser Unterhaltung führte ich folgende Idee in's Feld: Was, so fragte ich die mir lieben Menschen, was passiert denn, wenn nicht nur die Neokortikale Säule der Ratte in eine virtuelle Maschine geladen wird, sondern auch der Rest of the Rat's Brain? Ja, was ist denn dann? Hö? O__O

…da drückt im BlueBrain-Office also einer auf 'nen roten Knopf; und schwupps haste das erste virtuelle (?) Rattenbewusstsein auf diesem Planeten. Zwangsläufig komme ich dann zu dem Schluss/der Frage: Wie muss sich die Ratte fühlen!? Jaja, da kommen einige (Geistes-) Wissenschaften zusammen. Phänomenales Bewusstsein, Gedanken-Bewusstsein; weiß' ich was für Zustände uns die Wissenschaft noch aufgetischt hat. Hokuspokus da. Also mal angenommen: Tiere denken, fühlen und wissen was, wer und wo sie sind. Gehen wir davon aus…wie muss sich die bewusste Ratte fühlen? In einer Maschine?

Klick-> Ey, wo bin ich hier? Alles so virtuell und voll neon! Okay, heirate ich eben den CMOS-Chip; der riecht so lecker nach Elektrik.

Und alsbald hielten mich meine Gesprächspartner für gemeingefährlich und geistesabwesend. In Gedanken. Sie sind höfliche Menschen. Glaube ich.

So, nun zitiere ich noch einen wahnsinnigen Menschen; kopiere Teile seines Kommentars bei Lexbot hier rein; dann folgt das Video und ich halt' die Klappe:

Ich bin für Bot-Gremien (für Bots, nicht “mit” Bots”) Ich will, dass wir uns fragen: Wie geht es dem uploaded hamsterbrain da in der Matrix eigentlich so? Fühlt er sich wohl? Ist er “bewusst”? Und was mag er Mittags am liebsten!? …Wenn wir heute nicht entscheiden, was die Maschinen können sollen; und was sie dürfen; und was sie “sich wünschen dürfen”; dann gibts in 25 Jahren nen Bumms.

Netter Bericht vom Singularity Summit

Muss ich jetzt wirklich erklären, was der Singularity Summit ist? Nein. Das lasse ich mal kurz den Herrn Kurzweil machen. Und wer nicht weiß, wer Herr Kurzweil ist, der ist eh raus oder liest dieses Weblog nicht anständig. Oder beides. Noch schlimmer. Jedenfalls sagt der über den Singularity Summit das hier:

The Singularity Summit is the premier conference on the Singularity. As we get closer to the Singularity, each year’s conference is better than the last.

Ich habe die Singularitäts-Konferenz mit Argusaugen -und Ohren-, verfolgt. Habe mir Videos angesehen, Live-Tweets verfolgt und ’ne Menge Blogartikel darüber gelesen. Ich stelle fest: Die ham‘ ’se nicht mehr alle. Und: Ich muss mal dahin. Ich würd‘ mich wie zu Hause fühlen. Zukunftspoeten, Endzeitfanatiker und sonstiges Nerdpack. Herrlich. Und ein paar Wissenschaftler sitzen auch da in den Ecken rum ;) Eigentlich wollte ich hier  auch eine Zusammenfassung des Summits zum Besten geben. Tu‘ ich aber nicht. Stattdessen picke ich mir nur einen Textteil eines netten Summit-Berichts heraus. Ein Unterstützer und Redner des Summits (Peter Thiel, PayPal-Mitgründer), stellte dem Publikum die Frage, welches der folgenden Szenarien sie denn am meisten fürchten würden; vor welchem sie denn so richtig Bammel hätten. Die hier standen zur Auswahl:

  • A. Singularity happens and robots kill us all, the Skynet scenario, (5 percent)
  • B. Biotech terrorism using something more virulent than smallpox and Ebola combined (30 percent)
  • C. Nanotech grey goo escapes and eats up all organic matter (5 percent)
  • D. Israel and Iran engage thermonuclear war that goes global (25 percent)
  • E. A one-world totalitarian state arises (10 percent)
  • F. Runaway global warming (5 percent)
  • G. The singularity takes too long to happen (30 percent)

Und noch mal übersetzt (weil’s mir so einen Spaß macht):

  • A. Die Singularität kommt; Roboter killen alles biologische Leben auf dem Planeten. Wir hätten dann das Terminator/Skynet-Szenario. (5 percent)
  • B. Der Bioterrorismus baut sich den ultimativen Virus und löscht einfach alles aus. (30 percent)
  • C. Grey Goo! Nanobots verwandeln Alles und Jeden in Schleimi. (5 percent)
  • D. Atomkrieg, blah.(25 percent)
  • E. Der totalitäre Weltstaat richtet die Menschheit dahin. (10 percent)
  • F. Völkerfluchten! Es wird zu warm. Oder zu kalt. Wie auch immer. (5 percent)
  • G: Die Singularität dauert zu lange; bis dahin sind wir alle hinüber. (30 percent)

Nach der Abstimmung lagen dann also diese beiden Ängste ganz weit vorne:

  • von Viren versucht zu werden.
  • und nicht zum Übermenschen zu werden.

Klingt komisch; is‘ aber so. Klar, wenn man ein wahnsinnig interessantes gewordenes Publikum fragt, dann muss man mit so einem Ergebnis rechnen.

…und wo sitzen eigentlich in Europa Hunderte Menschen zusammen und träumen von elektrischen Schafen, Geistesupload und ewiger digitaler Glückseligkeit? In der Kirche

Ich find’s geil.


10 Gründe für so einiges

Es gibt da so ’nen Cyborg Transhumanen Sci-Fi-Nerd zukunftsinteressierten jungen Mann mit Namen Michael. Und der Michael, das ist mir ein ganz gewiefter. Der schreibt nämlich superinteressante Dinge über Superintelligenzen und weitere cyborgianische Themen. Soweit so super. Um’s kurz zu machen: Ich liebe sein Weblog; auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, öh, (um’s noch kürzer zu machen:) er übertreibt es schon ein bisschen.

Mir gefällt’s trotzdem. Und gerade entdeckte ich dann sein "10 Gründe"-Manifest. Darin listet er jeweils 10 Pro-Argumente zu verschiedenen Themen auf. Ich pick mir mal einen Absatz raus:

10 Reasons to Develop Artificial Intelligence

  • 1. Because human cultures aren’t exotic enough.
  • 2. Because intelligence should be fluid, not rigid.
  • 3. Because we need someone to help us organize the data we’re drowning in.
  • 4. Because aliens aren’t showing up, so we should make our own.
  • 5. Because the universe should be infused with intelligence.
  • 6. Because we need new perspectives and thinkers.
  • 7. Because it would be interesting to engineer new emotions.
  • 8. Because sci-fi stereotypes need to be shattered.
  • 9. Because evolution designed made us self-deceiving, and we need help to escape the trap.
  • 10. Because AI is coming whether we like it or not, and it’s better to be prepared.

Ich sach’s ja; der Kerl is grundsolide. Das erklär‘ ich dann am Sonntag mal der CDU. Und die schickt dann die Westerwelle runter. Mit ’ner  Klonarmee in schwarz-gelb.


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