politics

Tropico 3


Neee, was waren das schöne Zeiten. Als El Doctoré noch seine eigene Insel verwalten durfte. Meutereien, zersäbelte Piratenzungen und echt guter Rum waren sein täglich Brot. Auch bekannt als "Doktor mit Haken", war er der Schrecken eines jeden Seefahrers. Diktatorisch herrschte über seine Bande. Und das alles ohne Internetzensur und mit viel Leidenschaft. Leider sind diese ruhmreichen Zeiten längst vergangen. Gegen Ende des Jahres 2003 lynchte ihn die Meute und er starb einen unrühmlichen Tod.

So geht das.

Die Rede ist von Tropico. Ich habe es geliebt. Gerade ziehe ich mir die Screenshots vom dritten Ableger der Spielserie rein. Und bin Baff. Sieht spitze aus. Ich will Anarchie und Rum und Strand und kein Gesetzt, das Internetseiten verbietet. Ich will es spielen. Jetzt sofort. 


Piratenpack!?


Ich steh‘ dann also eben so im Tabakladen rum. Um Tabakwaren zu erwerben. Da steht vor mir dann ein Herr, der zu dem Tabakwarenhändler sagt: "Unbegreiflich, sowas."  Gemeint waren die Piraten. Die afrikanischen Piraten (die wie Schreckgespenster plötzlich durch die Medien geistern. Sind bestimmt vom Himmel gefallen. Sowas.) bzw. deren Entführung eines US-Kapitäns. Ich denke: Unbegreiflich, dass der Herr hier vor mir eine solche Entführung als unbegreiflich empfindet. Da sind so Momente,…wo ich dann doch Tabak kaufe und von dannen ziehe. Jeder hat so seinen Mikrokosmos. Warum ich sowas über wildfremde Menschen denke? Weil ich lesen kann? Weil ich denken kann? Weil ich grundsätzlich kritisch bin und mich gerne informiere? Tscha….da könnte ich nun weit ausholen. Tu‘ ich aber nicht;

Denn:

Fritz schreibt zu Thema "Piraten: Küstenwache und Volkshelden" folgende Zeilen:

Mutmasslich von der italienischen Mafia bezahlte Mülltransportschiffe laden Fässer mit Schwermetallabfällen (Blei, Kadmium, Quecksilber) oder radioaktives Material aus europäischen Krankenhäuser direkt vor der Küste ab.

und:

Kein Wunder also, dass 70 Prozent der somalischen Einwohner bei einer Umfrage der unabhängigen nationalen Newswebsite WardheerNews die “Piraten” als inoffizielle Küstenwache und Volkshelden betrachten: Sie fordern wenigstens etwas von den fremden Ausbeutern zurück.

Die afrikanischen Mädels und Jungs haben mal so richtig fett die Schnauze voll.
Unbegreiflich.
Tscha.


Die feigen öffentlichen Verkehrsmittel!


Hier folgt nun eine Aneinanderreihung der besonderen Vorkommnisse im Leben des Herrn Doktors, die ihn dazu bringen, die folgenden Zeilen zu aufwühlenden Themen ins Cyberspace zu tippseln. Er kann einfach nicht anders. Gewissermaßen.


Gestern Abend sah‘ ich eine Talkshow. In dieser saß ein gewisser Pastor Fliege. Der sollte selbst den antichristlichen Lesern dieses Weblogs geläufig sein. Er warf folgende Idee in die Runde. Eltern lassen ihr Kind evtl. aus folgendem Grund nicht taufen: Weil es ihrer Meinung nach ja eh zu nix nütze ist (also das Taufen jetzt; nicht das Kind), sie nicht an das heilige Wasser glauben und das ist ja sowieso alles Humbug ist; mit’m Gott und’m Teufel und so. Würde man nun aber diesen Eltern vorschlagen, sie sollten doch ihr Kind einfach einmal verfluchen (da sie ja eh nichts mit dem Humbug am Hut haben), so gäbe es keine Eltern die dies jemals tun würden.

Dazu meine Anmerkung. Evolution bedeutet Überleben. Früher waren die Menschen weniger aufgeklärt und hatten Angst vor Flüchen, Magie und Hexen. Diese Angst sitzt in uns. Und wenn jemand ein Kind nicht verfluchen will, so hat dies nichts mit Religion zu tun. Sondern mit mit uralten (überholten/überholungswürdigen) Instinkten. Mit dem Wissen, welches sich der durchschnittlich interessierte Mensch der Neuzeit angeeignet hat, ist er sehr gut gewappnet, gegen seine eigene Angst vor Hexen und Flüchen. Kommt das eigene Überleben allerdings wieder ins Spiel; also das Kind; so handelt er wieder evolutionär und instiktiv; aber immer noch nicht religiös. Denn: Kind -> Fluch -> Angst -> Instinkt. Und andersrum: Instinkt -> Angst -> Dogmata -> Religion -> Unwissen. Oder so ähnlich. Und ein Pro-Argument für irgendwas ist das mal sowas von überhaupt nicht.

Nach der Talkshow beschloss ich einige meiner Gedanken zu diesem aufwühlenden Thema ins Cyberspace zu tippseln.

Und tat es nicht.


Heute Morgen: Ich stehe an der Ampel und gucke mir eine Litfasssäule etwas genauer an. (Ja, die gibt es noch, die Säulen. Wenn sie auch weniger werden, die schönen Runden Dinger. Die haben wenigstens noch Charme!) Was steht drauf, auf dem Teil? Die Zehn Gebote. Blaue Buchstaben auf weißem Papier.

Die da wären:

  1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
  2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
  3. Du sollst den Sabbat heiligen.
  4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen
  8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Kurz dachte ich darüber nach, in welcher Hölle ich wohl schmoren werde, wenn an dem ganzen christlichen Gott-Dingens etwas dran sein sollte. Dann bekam ich Hunger auf ein Brötchen mit Mett, Zwiebeln, Pfeffer und Chilli-Senf. Danach beschloss ich einige meiner Gedanken zu diesem aufwühlenden Thema (nicht das Mettbrötchen!) ins Cyberspace zu tippseln.

Und tat es nicht.


Eben las ich einen Beitrag von Rouven. In dem geht es um die atheistische Buskampagne. Hier ein Auszug der Kampagnen-Website:

Als Anfang sollen in drei Städten (Berlin, Köln und München) Busse beschriftet werden, die öffentlich bekunden, dass eine nicht-religiöse, aufgeklärte Weltsicht eine positive Möglichkeit darstellt. Nicht-Religiöse, Agnostiker und Atheisten sollen wahrnehmen können, dass sie nicht alleine sind. Sie sollen mutiger werden, sich gegen religiösen Hochmut zur Wehr zu setzen und sich in die öffentlichen Debatten einzumischen. Das Leben ohne einen Gott kann eine Bereicherung sein: angstfrei, selbstbestimmt, bewusst, tolerant und frei von Diskriminierungen.

Rouven listet drüben die Städte auf, die wohl Schiss vor’m lokalen Amokläufer-Pfaffen haben. Ich komme zu der Annahme,  weil sie die Kampagne offiziell abgelehnt haben. Hier die feigsten Städte (bzw. deren Verkehrsbetriebe) der Welt:

  • Berlin
  • München
  • Stuttgart
  • Dresden
  • Potsdam
  • Hamburg
  • Leipzig
  • Dortmund
  • Regensburg
  • Bremen

Nach dem studieren von Rouvens Artikel beschloss ich einige meiner Gedanken zu diesem aufwühlenden Thema ins Cyberspace zu tippseln.
Und das tu‘ ich jetzt auch:

Ihr feigen Dreckssäcke!

Schlaft trotzdem gut.


Raucherclub!

Am Wochenende bin ich erstmals Mitglied in einem sogenannten Club geworden. In einem Raucherclub. Früher waren’s Sportvereine, Heute sind es Raucherclubs. – So geht das. Jedenfalls war mein Vorspeisen-Teller recht bescheiden. Nix Frisches; alles aus’m Plastikdingens.  Aber dafür war’s MIttags ja um so schmackhafter. Ich schweife ab. Was ich sagen will ist Folgendes: Bei wellmedicated.com gibt es Kultur pur. Rauchkultur in alt und wunderschön.

Ich bin gerne in ’nem Club.


Wunderschöne Rauch(Werbe-)kultur-Bilder: wellmedicated.com

Die Fassade bröckelt


Robert J. Tomsons, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in der Ausbildung, schreibt:

Erst wenn Menschen nichts mehr zu Fressen haben oder Ihre Familie ernähren können brökelt die Fassade des Kapitalismus und der einfache Mensch geht auf die Straße um endlich mitreden zu wollen. Aber seine Stimme wird nicht gehört. Zu wenige, zu verteilt. Erst wenn die Massen sich formieren und Ihren Unmut den Verantwortlichen überbringen. Erst wenn Ihre Stimmen sich zu einem Chor entfachen, kann etwas bewegt werden und auch die letzten Verantwortlichen werden durch die dicken Mauern ihres Zwangslügen-Gebäudes mit uns reden MÜSSEN.

Dem habe ich nicht hinzuzufügen. Bis auf:
Für eure Krise zahlen wir nicht!


  • R.Tomsons bezieht sich auf diesen Text bei: heise.de
  • Ich beziehe mich auf die Abteilung KOTZE
  • Bild: Aus irgend ’nem Ordner
  • Trotzdem schönes Wetter
  • Und RIP von Portishead is‘ wirklich klasse dazu.

Bloggeburtstag! ;)


Hu. Da hätt‘ ich doch beinahe den Bloggeburtstag vergessen! Der Laden hier schwirrt nun schon seit etwas mehr als zwei Jahren durch’s Cyberspace und macht mir nach wie vor genau so viel Spaß, wie am ersten Tag. Das Bild oben habe ich deshalb gewählt, weil es eh schon im Blog verbraselt wurde weil es sehr gut wiederspiegelt, was ich fühle und denke (und mache und tue und überhaupt), wenn ich daran denke, welchen Stellenwert eine – wenn auch nicht wirklich kleine -,  Ansammlung von Einsen und Nullen in einem (nämlich meinem) Menschenleben vereinnahmen kann.  – Und Sätze bauen wird mein nächstes Hobby.

Ich sach’s mal so wie’s ist: Wenn morgen das Netz implodiert..wäre ich trotzdem weiterhin ein Doktor ohne Sinn und Verstand. Allerdings würde ich Euch sehr vermissen. Denn…you made me feel…

lost in Cyberspace!

Und ich liebe es! Danke dafür!

—  hier stellt ihr euch jetzt mal eben bitte eine fastförmliche und eher freundschaftliche Halbverbeugung vor —

…..
Danke!

Und für’s Allgemeinwohl könnt ihr auch noch was tun, wenn ihr mir was Gutes wollt. Wenn nich‘: Tscha!
Hier: INDIVIDUAL I – Gruppen:

Gruß an alle alten und neuen Deckheads, Nachtschattengewächse und Raumschiffpiloten. Ihr wisst wer gemeint ist! ;)

  • Frau: Wie hältst du das nur aus? ;)
  • Kollegen: Macht Spaß wie Sau!
  • Mutter: Danke für die Deutschnachhilfe.
  • Restfamily: Wer liest hier mit?
  • Cluster: will be updated soon!

Ich umarme euch allesamt und verzichte auf eine weitere Verbeugung.

Euer
DokRaumschiff

INDIVIDUAL I – Die Unterstützer!

An dieser Stelle möchte ich explizit mal folgenden Websites / Blogs / den Menschen dahinter ein ganz großes DANKESCHÖN aussprechen:

Wir sehen also: Die Unterstützung für das INDIVIDUAL-I Symbol läuft auf Hochtouren! ;) Nebenbei möchte ich noch mal etwas anmerken. Der "Ich motze (fast) rum und will Support für das INDIVIDUAL-I"-Beitrag war und ist auf Platz Nummer zwei der meistgelesenen Artikel dieses Weblogs. Und es gab gebau NULL Reaktionen auf diesen Text und mein (unser) Anliegen darin. Okay,…Alper hatte ein paar Tage später etwas dazu getippt; Danke noch mal dafür!

Man könnte – wenn man fies wäre -, nun folgende überspitze Darstellung raushauen:

…ist ja klar, das sowas keiner supporten will. Es geht ja nur um Freiheit Aller und um die Rechte des Einzelnen. Tolle Vogel-Strauß-Köppe seit ihr da draußen. Und dann ist das Geschreie wieder groß, wenn mal wieder irgendwer ein Paar Lehrkörper-Köpfe von den Schultern schießt und sich wieder alle Fragen:

Wie konnte sowas bloß passieren?

Schon mal daran gedacht, dass jener Amokläufer sich in seiner persönlichen Freiheit beschnitten fühlte; ausgegrenzt wurde; in einer Welt voll von ekelhaften Machtverhältnissen kein Licht mehr gesehen hat; nur noch Enge und Dunkelheit; das er in dieser unseren Gesellschaft als Individuum keinerlei Akzeptanz erfahren hat; niemand vor lauter Kapitalgier, Engstirnigkeit und aufgrund eines kollektiven "Das ist aber Meins!"-Bewusstseins etwas bemerkt hat? Nee?
Das dachte ich mir. Deshalb haben den eben erwähnten Artikel auch über 250 Leute gelesen und (fast) keine Sau hat irgendetwas dazu zu sagen. Dafür seit Ihr dann aber sicher alle wieder mit dabei, wenn es mal wieder heißt: Oh mein Gott! Da läuft wer Amok!

Vogel-Sträuße, ihr alle!

…sowas könnte man schreiben. Wenn man fies wäre. Danke an alle die mitgemacht haben und noch mitmachen wollen. Ja, es ist nur ein Symbol. Wie eine Lichterkette. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

Na,…ich maile mal an Aldi, H&M und Lidl. Die sollen das mal einbauen. Mal gucken was passiert.

Update: Ich mache morgen mal ’ne Facebookgruppe für unser "I" auf und lad‘ euch alle ein. Danach rettet dann bitte mal Einer von uns die Welt, und die Anderen feuern an.

Gemeinsam gegen Krise und Krieg!

Wir wollen, dass die Verursacher und Profiteure der Krise zur Kasse gebeten werden! Wir werden nicht hinnehmen, dass die Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentnerinnen, Schülerinnen, Studierenden und die Menschen im globalen Süden die Zeche zahlen! Wir wollen eine demokratische Kontrolle der Wirtschaft und deren Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen statt an Profiten. Sofortige Enteignung und Vergesellschaftung der Banken statt Verstaatlichung der Verluste! Soziale Sicherheit für alle weltweit statt Sicherung der Profite!

Von Köln fahren die Busse nach Frankfurt  um 9 Uhr ab Hans Böckler-Platz . Karten gibt es z.B. während des Rundumschlages am 21.3. 2009 in der Alten Feuerwache. Ich selber werde nicht mit dabei sein; unterstütze die Demo dann aber gerne mit einem Aufruf an alle Mit-Kölner: HoppHopp, früh ausser Kiste und hin zum Bus!

Sollte eine solche Demo in Köln stattfinden, werde  ich meinen Zeitplan anpassen; dann bin ich dabei; 100%!


Zur Demo-Site: kapitalismuskrise.org

KOTZE am 20.03.2009


Allerorten ist eine Aufrüstung des Sicherheitsapparats zu beobachten, der von Polizeigewerkschaften und Medien publizistisch flankiert wird.

Die Sicherheitsindustrie dürfte eine der wenigen Branchen sein, die von der Handhabung sozialer Kämpfe gewaltig profitieren.

Zunehmend wird der Einsatz von Militär ins Spiel gebracht. In Italien etwa sollen 30.000 Soldaten zur "öffentlichen Sicherheit" beitragen.

Der "Summer of Rage" wird kommen, wenn sich nicht flott etwas ändert. Und zwar früher, schneller und konsequenter als es manch‘ einem (Kapitalschwein) lieb sein mag. Ich krieg‘ das kalte Grausen.

KOTZE!


Hier zur kompletten Kotz-Story: heise.de …ja, ich seh’s gerade selber; der Artikel ist von gestern. Trotzdem KOTZE!
Mehr KOTZE!

Cookie Consent mit Real Cookie Banner