cyberpunk

Der Steampunk Flohmarkt

Am Samstag um 20 Uhr geht es unter dieser Second-Life-Adresse los. Kuperpunk schreibt dazu:

Wir bringen sie zusammen. Die Steampunk Experten in SecondLife. Ab Samstag, den 26. Februar zeigen und verkaufen sie ihre Maschinen, Vehikel, Gebäude, Gadgets, Möbel und Mode auf dem Steampunk Flohmarkt am Kafe Kruemelkram in Second Life. Mit dabei unter anderem der Erbauer der legendären Steampunk Stadt "Nemo" Sextan Shepherd, oder SL Steampunk Spezialisten wie Skalli McMillan, Leyla Firefly, ParrishAshbourn, Canolli Capalini und viele mehr.  Wir werden es richtig dampfen lassen, während wir ein viktorianisches Zeitalter aufleben lassen, das so nie stattgefunden hat.

Der Cynx ist auch am Start; und eigentlich ist das ja echt 'ne Pflichtveranstaltung. Mein Samstag is' aber voll; voller geht's gar nicht. Wenn's irgendwie passt, bin ich aber auch mal kurz da.

Was steamiges kaufen. 

( …und sorry das ich dem Flyer verunstaltet habe. Mir war gerade danach ;) 

I ♥ Nao!


Wenn mal wer 16.000 $ zuviel hat: Denkt an mich und kauft mir den Nao. Ich bin eben bei hackedgadgets.com mal wieder über den putzigen Kerl gestolpert. Die haben da ein recht aktuelles Video, in dem Nao seine neuesten Fähigkeiten präsentiert. Jedesmal wenn ich ihn sehe, will ich ihn haben. Haben Haben Haben. Und weil ich den nicht oft genug sehen kann, hier mal eben 'ne Nao-Videocollection. Eine Hommage. Sozusagen. 

The Transhuman Separatist Manifesto


(Bild: Von hier

Ich mache mir jetzt nicht die Mühe und übersetzte das Transhuman Separatist Manifesto. Dafür ist es mir etwas zu lang; und ich bin auch noch zu betrunken dafür. Wer sich fragt worum es geht, der möge Transhuman klicken, und in den übermenschlichen Himmel auffahren. Oder sich ein Eis backen. Is' mir ziemlich latte. Auf geht's: 

The Transhuman Separatist Manifesto

We are a new species. We are not superior. We are a different step in the evolution of thought.

Our Human ancestors relied on collectivism and a conscious submission to conformity as was necessary for survival. Culturally and pragmatically they were each other.

We are transhuman, and we are not like our Human ancestors. We have no proclivity to rely on a conscious submission to conformity, and we do not need it for survival. Where freedom of mind was a weakness to our ancestor, it is our strength. Evolution follows the ebb and flow of time. The Human mind was the framework, the foundation of the transhuman one, as the transhuman mind will be for the next when evolution decides it.

It is natural then for us to emerge now. Like all evolved resistance, we will be hated — at first. We will be ignored — at first. We will be ridiculed — at first. In the end, we will merely exist as a new direction in the evolution of thought. We are the one’s who can stand together unified through freedom of thought. Freedom — true freedom of thought — is not the ability to resist all infiltrators of the mind, but the ability to perceive and forsake all those one can manage. We are the one’s who can rely on one another without conscious submission. For that, conscious submission, is choking us, has choked us, and has provoked an acknowledged necessity for disassociation from Human society. Conscious submission, or collectivism, is what a transhuman actively rejects in pursuit of freedom of thought. In the face of conscious submission, we will reject, we will dispute, we will resist.

In the wake of conscious submission lies the Holocaust perpetrated by the Third Reich of Germany during the 1930′s and 40′s, a broad spectrum of witch trials, assassinations, cultural genocides such as that of the Native Americans, cultural stagnation, harassment, bullying, isolationist tendencies, notions of ethnic superiority, hatred, identity confusion — the list goes on.

A Transhuman Separatist’s mind is their sanctuary. Conscious submission seeks to turn our sanctuaries into prisons. We say that those who would silence us and turn our sanctuaries to prisons are the real prisoners. Those who wish us to remain hidden are our oppressors. We say we are suffocating in the weeds of conscious submission. We are leaving the garden of conscious submission in pursuit of our endeavors, for the health of the mind’s of all Transhuman Separatists who can bare living amongst this mentality no more.

Transhumanism is not about intellectual elitism. While transhumans may fit in the Human category: “intellectual,” our existence is due to certain traits intrinsic and acquired through experience. Not all intellectuals are transhuman. From birth, transhumans experience an innate alienation from the Human race. This feeling of unbelonging triggers severe depression, anxiety, confusion, self-loathing, etc, which can often be misunderstood and mislabeled by Human society. For a transhuman, human society is an excruciating place to exist, full of other beings afraid to question not merely the world around them, but existence itself. A transhuman is not afraid and is in fact driven to question existence, to open doors, to accept that there is no black and white, and most importantly to engage in introspection. A transhuman accepts nothing at face value, except for the consistency with which the universe changes without being bound to baseless, fabricated laws of Human conscious submission. Most importantly, transhumanism is concerned with combating all forms of oppression against gender, race, ethnicity, thought, age, and disability.

Transhuman society is a collection of individuals. These individuals may at times come together to form a consensus, one that is not derivative of human collectivism, in-as-much-as transhumans use no binary operating system.

We want a nation. We want sovereignty. Transhuman sovereignty. Time has revealed we cannot co-exist within a society based on conscious submission — we must move on. We must rise above the weeds and take back our breaths, so we suffocate no more. The interests of conscious submission are not our interests. The interests of conscious submission lie in Humanity. We are not Humanity. We are not Human.


Dieses wunderbare Manifest wurde von Rachel Haywire und Jason Schoenecker verfasst. Hier hat es seinen Ursprung; und hier habe ich es entdeckt. Hier geht es zu einem weiteren Manifest. Das Manifest der Cyberpunks, nämlich. 

‚Intelligenz macht unsterblich‘


Der korrekte Titel der Sendung Sternstunde Philosophie (3Sat, vom 13.06.2010) lautete eigentlich: ‚Künstliche‘ Intelligenz macht unsterblich. Da wir aber schon in Kürze (Mein Tipp: 2031, im Mai) keinen Unterschied mehr zwischen künstlicher und fleischlicher Intelligenz machen werden mach‘ ich schon jetzt oft nicht mehr finde ich meine Artikel-Headline jetzt einfach mal besser, als die von 3Sat. So kann’s gehen.

Zum Thema: Ray Kurzweil (der Verrückte in der Sendung), habe ich in diesem Weblog schon mehrfach erwähnt; er wird für die meisten also kein Unbekannter sein. Für die, die etwas mehr über ihn – und seine wahnwitzigen utopischen Ideen -, erfahren möchten, hier mal eben ein Einstiegssatz in die Kurzweil-Zukunft:

Mensch und Maschine werden verschmelzen, und die künstliche Intelligenz wird das menschliche Denkvermögen überflügeln.

Dann mal los:

Deus Ex: Meet Adam Jensen

Deus Ex: Human Revolution wird der erste Ego-Shooter, den ich seit ca. drei Jahren anrühren werde. In diesem Trailer wird der Hauptprotagonist Adam Jensen und die Cyber-Renaissance-Welt etwas näher vorgestellt. Am Ende des Trailer prangert der eindrucksvolle Satz: You are Adam Jensen. Und nicht weniger verspreche ich mir von dem Game: Die Revolution des Ego-Shooter-Genres. Zumindest eine kleine.

Das war beim Vorgänger schließlich auch so.

Wir haben Cyberpunk. Oder: Warum ich nicht mehr weiterschreiben kann.

(Bild: © by Oliver Wetter, von hier)

Irgendwann in den nächsten 20 Jahren möchte ich folgendes Szenario erleben: Ich sitze irgendwo oberhalb des Rhein-Main-Sprawls. Zum Beispiel an einem Waldrand, oder auch gerne im eigenen Garten. Zusammen mit einigen Robo-Pets, die zwar aussehen wir echte Hühner, innen drinnen aber viel smarter sind, als ich – einer der letzten seiner unmodifizierten Art –  es jemals sein werde. Dort sitze ich also, schreibe einen 1.200-seitigen Cyberpunk-Roman über die Liebe, über das große Ganze und über die Versprawlung der Welt. Dabei könnte dann sowas ähnliches rauskommen, wie das hier: 

Korrodiert, unbeheizt, ausgekleidet mit Styropor. Bloß weit genug weg von der Stadt. Starrende, katatonisch grün-graue Augen die unter einem rostig schimmernden, lachsfarbenen Ledermantel heraus in die bittere, düstere, Wahrhaftigkeit der Welt  schauen. Brechreiz und Metall in der Kehle. Dreck und der Geruch von altem Fisch umgibt sie. Eine technoisierte globalisierte Welt. Hart wie V2-Stahl. Wer ist sie? Wer war sie? Ihre Carbonimplantate fahren in den automatisierten Ruhemodus. Die Haut noch immer entzündet von den Einstichstellen. Ein Satz eines Pre-Singulären schießt ihr durch den modifizierten Hirnlappen: "Die Neugeborenen weinen, zu betreten die große Narrenbühne." – Woher diese Worte? Sie entsteigt ihrem Verschlag, die Augen nach vorne gerichtet. Steht auf, übergibt sich in den moderigen Geruch des Sprawls und wandelt hinaus in diese fremde Welt; der Regen, ihr trostspendender Begleiter. Ihre Tränen verwaschen; verloren auf ewig im Dunst des Morgens. Trübheit; versunken im Morast des 22. Jahrhunderts. Ächzend bewegen sich die Servos  in ihren Ellebogen, recken sich empor, zu einer Sonne, die niemals wieder aufgehen wird. 

Schön nicht? Dies waren die ersten Zeilen meines mittlerweile 66-Seiten starken Romans, den ich niemals fertig schreiben werde. 


(Bild: © by Kenneth Herstadr, von hier)

Ich möchte Euch erzählen, warum ich nicht mehr weiterschreiben kann. Es gibt einen einfachen Grund dafür: Mir fallen nicht schnell genug weitere, düstere Szenarien für eine Zukunft ein, die eigentlich gar keine Zukunft mehr ist. Das, was mich an der Cyberpunk-Literatur inspiriert und fasziniert, läuft mittlerweile stündlich im Fernsehen. Es passiert alles wirklich. Und es passiert so rasend schnell (zu schnell, wie neulich mal wieder erwähnt). Ich philosophiere über die nächste Stufe der Neo-Kolonialisierung; schaue Abends in's Internetz, und stelle fest, dass meine Fantastereien längst überholt sind; meine dunkle Zukunft 600 Kilometer weiter gerade Wirklichkeit wird. Wie soll man da noch weiter an einer fiktiven Storyline arbeiten? Da kommt doch keiner mehr mit.

…das ist alles gar nicht so dramatisch? Die Sonne scheint doch noch? Technologie und blinder Optimismus wird uns alle retten? Ich übertreibe? 

Nicht im geringsten! Zur untermauerung meiner These möchte ich Euch eben zwei Artikel empfehlen, die sich exakt mit dem Thema Warum wir schon in einem Cyberpunk-Szenario leben befassen. Anschließend macht ihr Euch ein paar Gedanken; und sagt mir dann, dass ich spinne, und die Hippies es eh nicht hätten rumreißen können. 

Sprawl! For real!

Bild:  © flickr.com/rastaschas

Wer sich mal mit dem wunderbaren Thema Cyberpunk befasst hat, oder regelmäßig dieses Weblog hier besucht, dem ist der Begriff Sprawl sicherlich schon mal untergekommen. In der rückständigen deutschen Wikipedia kann man leider nur den Konterbegriff zu Sprawl entdecken: New Urbanism.

New Urbanism („Neuer Urbanismus“) ist eine Bewegung im Städtebau, die Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre in den USA entstanden ist. Feindbild der Bewegung ist der so genannte Sprawl…

Ist mir ziemlich neu, was da steht. Ich verbessere mal eben, und komme dann umgehend zum Thema. Sprawl ist weder eine Gegenbewegung zu irgendwas, noch würde ich den Terminus Feindbild anwenden. Feindbild zu was? Zu all' den ökologisch/ökonomisch nachhaltig konzipierten Megacities, die gerade an allen Ecken und Enden des Planeten aus dem Boden sprießen? …ein Feinbild braucht eine existierende Projektionsfläche. Sonst wird das nix, mit dem Bild. An den weiteren Ausführungen des Wikipedia-Autors habe ich nichts auszusetzen: 

…also die uferlose Ausbreitung der Städte in suburbane Siedlungen.

Jau. Passt so. Da wir nun die Begrifflichkeiten geklärt haben, komme ich zum Thema. China plant den Bau des ersten wirklichen Sprawls. Die erste Megacity, die den Namen auch verdient. Hier mal eben ein paar Hausnummern: 

  • Es werden neun bereits existente Großstädte zusammengelegt.
  • Das Sprawl wird nach Fertigstellung die 26-fache Größe von London haben. 
  • (ca. 41.440 Quadratkilometer)
  • 42 Millionen Menschen werden in der Überstadt Platz finden. 
  • 221 Milliarden soll der Spaß kosten

In allen Sprawl-Texten hier im Blog lese ich eine gewisse Euphorie heraus. Die mir gerade irgendwie ziemlich pervers vorkommt. Warum? Weil's mal wieder wirklich passiert. Ein ähnliches Gefühl hatte ich neulich, als da irgendwas mit Wikipedia und Geheimvergewaltigungen im Gespräch war.

Entdeckt / Mehr Infos:

UPDATE: ..den Vortrag hier hab' ich gerade noch mal angeguckt. Städteinvasion. Apokalypse. Wir werden alle sterben. 

MichaelO


(Sehr geehrte BlogleserInnen. Wie Sie vielleicht bemerkt haben, kommt der Blogbetreiber derzeit zu nichts, außer schicke Bilder hier reinzukleben und Müll dazu zu reden. Sehen Sie es ihm bitte nach, er hat nämlich derzeit den Arsch voll mit jede Menge anderem Kram. Als ich ihn zuletzt sah, versuchte er den Zucker mit Kaffee zu süßen. Bald ist aber sicher wieder alles wie immer. – Hatter gesagt.) 

Der pEtEr hatte mir in der letzten Woche die oben zu sehende Lady vor die Nase getweetet. Mit den Worten, dass das doch sicher was für mich ist. Was soll ich sagen? Volltreffer! Elektrisch, sexy, gut! Ich bin begeistert und bedanke mich recht herzlich, beim (in letzter Zeit so wunderbar) rebellischen pEtEr. 

Irgendwann hatte ich die Stecker-Dame da oben auch schon mal auf einem Tumblr-Blog gesehen; dort gab es allerdings (wie so häufig) keine Quellenangabe. Jetzt allerdings weiß ich endlich welcher Künstler sich hinter den Bildern versteckt hat: MichaelO nämlich. Besonders erwähnenswert finde ich die Process-Section auf seiner Website: Dort gibt es nämlich per Mouseover die echten Frauen hinter den künstlichen zu sehen.

Krasser Frauenverwandler, der Typ.

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