science and fiction

Florian Renner

Nach so 'nem undurchsichtigen Tag wie diesem tut mir das Betrachten von Florian Renner's Bildern gerade richtig gut. Klare Motive, tolle Farben, da weißte was los is'. Kein Atommeiler oder sonstiges in Sichtweite. Seine Illustrationen sind überwiegend mit Sci-Fi-Touch ausgestattet, die Grafik-Sachen eher nicht so; schick sind die aber trotzdem. Das Bild hier oben trägt übrigens den Namen WAYFARER. Und so sieht der auch aus. Der Wassermann, ey. 

Mehr von Florian: 

Nano-Weltkarte von Niko Vegt

Der Niederländer Niko Vegt hat im Zuge seines Master Graduation-Projekts am Rathenau Institute eine Nano-Weltkarte erstellt: 

For the Nano supermarket I designed the Nano World map as a product that could be sold at the exhibition and communicates that nanotechnology is not just a trend in material science but has a much larger impact. I investigated more than hundred speculative, emerging, and established products and mapped them in an imaginative world map with markets as countries, issues as mountains, and fundamental concepts as sea.

Den von ihm genannten Nano-Supermarkt habe ich an dieser Stelle schon mal mit begeisterten Worten erwähnt. Überhaupt finde ich so ziemlich alles, was irgendwie mit der Website / dem Künstler(?)-Kollektiv nextnature.com zusammenhängt, ziemlich toll. Und eine Karte, die mir die Nano-Zukunft so dermaßen schnieke präsentiert, kann eigentlich auch nur gut sein. Das Teil gibt's übrigens in einer Online- und in einer Offline-Version. Die Online-Ausgabe lädt zwar etwas zu lange; darüber sehen wir aber mal hinweg; in diesem Falle zählt das Gesamtprojekt. 

Das Krypto-Anarchistische Manifest

(Das Bild hat nur ansatzweise was mit dem Text unten zu tun. Ich hab's gerade bei daMax entdeckt; bin aber zu faul für ein Extra Posting. Hier geht's übrigens direkt 'rein': irc.lc/AnonOps/OpNewBlood)

Der Helge hat das famose Crypto-Anarchy-Manifesto (Ur-Quelle) übersetzt. Ich bin begeistert von soviel Einsatz. Da ich mir eben einen WikiLeaks-Pullover bestellt habe (#hihi) (wikileaks.spreadshirt.com) und mir daraufhin auch promt der Kollege auf den Keks geht ;) … das hier ist (auch) für dich, Kollege. Sowas wie WikiLeaks ist der nächste logische Schritt. In jeglicher Hinsicht. Politisch, philosophisch, evolutionär. Das ist alles zu 100% korrekt, richtig, gut abbaubar; allerdings nicht immer leicht verträglich. Wer etwas anderes behauptet, hat keine Ahnung möge aufklärend kommentieren. 


Das Krypto-Anarchistische Manifest

Ein Gespenst geht um in der modernen Welt – das Gespenst der Krypto-Anarchie.

Computertechnologie steht kurz davor, Einzelnen und Gruppen die Möglichkeit zu geben, miteinander auf völlig anonyme Weise zu kommunizieren und zu interagieren. Zwei Menschen können Nachrichten austauschen, Geschäfte führen und elektronische Verträge schließen, ohne jemals den echten Namen oder die Rechtspersönlichkeit des anderen zu erfahren. Interaktionen über Netzwerke werden durch umfassendes Umleiten von verschlüsselten Datenpaketen und manipulationssichere Boxen mit nahezu unknackbaren kryptographischen Protokollen nicht nachverfolgbar sein. Reputation wird von zentraler Bedeutung sein, in Geschäftsbeziehungen sogar weit wichtiger als die Bonitätsbewertungen von heute. Diese Entwicklungen werden die Natur der staatlichen Regulierung, die Möglichkeiten von Besteuerung und Kontrolle wirtschaftlicher Kreisläufe und die Möglichkeiten, Informationen geheim zu halten völlig verändern, ja sogar den Charakter von Vertrauen und Reputation.

Die Technologie für diese Revolution – und es wird sicherlich sowohl eine soziale als auch eine ökonomische sein – existiert theoretisch schon sein einem Jahrzehnt. Die Methoden basieren auf Asymmetrischer Verschlüsselung, Zero-Knowledge-Proof-Systemen sowie verschiedenen Softwareprotokollen für Interaktion, Authentifizierung und Verifizierung. Der Fokus lag bisher auf akademischen Konferenzen in Europa und den USA, die stark von der National Security Agency überwacht wurden. Doch erst seit kurzem haben Computernetzwerke und Personal Computer ausreichend Leistung, um diese Ideen praktisch durchführbar zu machen. Und die nächsten zehn Jahre werden genügend zusätzliche Geschwindigkeit bringen, um die Ideen wirtschaftlich machbar und im Wesentlichen unaufhaltbar zu machen. (..)

Der Staat wird natürlich versuchen, die Verbreitung dieser Technologie zu bremsen oder zu verhindern, unter Hinweis auf die nationale Sicherheit, die Verwendung der Technologie durch Drogenhändler und Steuerhinterzieher sowie aus Furcht vor gesellschaftlichem Zerfall. Viele dieser Bedenken werden zutreffen: Krypto-Anarchie wird es erlauben, nationale Geheimnisse sowie illegales und gestohlenes Material frei zu handeln. Ein anonymisierter und computerisierter Markt wird sogar verabscheuungswürdige Marktplätze für Attentate und Erpressung ermöglichen. Verschiedene kriminelle und ausländische Elemente werden CryptoNet aktiv nutzen. Das jedoch wird die Verbreitung der Krypto-Anarchie nicht aufhalten.

So wie die Technologie des Buchdrucks die Macht mittelalterlicher Gilden einschränkte und soziale Machtstrukturen veränderte, so werden kryptologische Methoden die Natur von Konzernen und von staatlichen Eingriffen in wirtschaftliche Abläufe grundlegend verändern. Zusammen mit den entstehenden Informationsmärkten wird die Krypto-Anarchie einen liquiden Markt für jegliches Material schaffen, das sich in Worten und Bilder fassen lässt. Und genau wie die scheinbar unbedeutende Erfindung von Stacheldraht das Einzäunen riesiger Ranches und Farmen ermöglichte und so für immer die Auffassung von Land- und Besitzrechten im westlichen Grenzland veränderte, so wird die scheinbar unbedeutende Entdeckung aus einem obskuren Zweig der Mathematik zur Drahtschere werden, die den Stacheldraht nieder reißt, der um geistiges Eigentum liegt.

Erhebt euch, ihr habt nichts zu verlieren außer euren Stacheldrahtzäunen!

Timothy C. May, 1988


(…der das ungefähr in dem Zeitraum geschrieben hat, als ein gewisser Australier sich gerader aufmachte, die Welt zu informieren).

 

Rudy Jan Faber


Der Niederländer Rudy Jan Faber malt Motive, wie ich sie auch malen würde, würde ich solche Motive malen können. Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich hier drinne habe, die ein Mädchen und einen Roboter zeigen. Es müssen so einige sein. Ich mag sie alle. Warum nur? 

Rudy hat seinen Fokus jedenfalls klar auf das abbilden von Mädchen gelegt. Gut finde ich, dass er nicht solche Wuchtbrummen malt, wie sonst üblich. Natürlich wirken die Damen aber auch nicht so richtig. Eher schon ziemlich skurril. Sollte euch also auch gefallen ;)

Science Fiction History – Tolle Mindmap!


Bevor ich hier jetzt lang und breit einen auf Erklärbär mache: Klickt mal drauf! Das Karten-Teil ist wirklich der helle Wahnsinn. In der Mini-Größe da oben macht das nämlich nicht mal halb soviel Spaß. 

Der Macher dieser tollen Sci-Fi-History-Karte ist laut futurismic.com ein gewisser Ward Shelley. Die Karte ist in einem spannenden Contest mit einem sehr sperrigem Namen entstanden: Mapping Science Exhibit on "Science Maps as Visual Interfaces to Digital Librarie". So dämlich es klingt, so spannend ist das Ganze aber auch. Mir fällt zumindest gerade nach (10-minütiger!!!) Betrachtung der Karte (die irgendwie aussieht wie ein Wal. Oder wie Gedärme. Oder wie Wal-Gedärme) nichts – aber auch gar nichts ein – was da fehlen könnte. Bevor mir hier jetzt wieder einer blöd kommt: Cyberpunk ist drauf. Und wie ;) 

Mein Karten-Fetisch ist ja nun wirklich nicht gerade unterentwickelt. Das könnt ihr hier gerne überprüfen. Das Teil da oben toppt aber alle Maps, die ich bisher hier im Programm hatte. Suppergut. Ehrlich. 

Die Technologie der nächsten 25 Jahre


Hier haben wir ausnahmsweise mal wieder eine Infografik. Diese ist thematisch relevant für dieses Weblog und ein nicht-posten wäre wirklich unverantwortlich. 

Wir sehen eine Visualisierung der Zukunftstechnologie für die nächsten 25 Jahre. Viele der geplanten / angedachten Technologien halte ich für durchaus machbar. Einige sind aber doch recht abwegig und utopisch; bei anderen muss ich einfach nur lachen: Ein Außenposten auf Lunar – unserem  treuen Erdtrabanten -, wird es auch 2050 nicht geben. Wie auch?  Der ganze Weltraumschrott macht in den nächsten Jahren das weitere Erkunden des Alls unmöglich; und diese fixe Idee eines Weltraumaufzuges wird an der generellen Ressourcenknappheit scheitern. 

Trotzdem nett anzusehen, was uns möglicherweise in den nächsten paar Jahren so bevorsteht. 

Das Mini-Auto der Zukunft

Wenn es nach dieser Prototyp-Idee von Toyota geht, düsen wir in naher Zukunft alle in deren Ein-Personen-Gefährt Namens i-REAL durch die Städte. Denn zu mehr als in der Stadt rumgurken, langt das Mini-Auto (noch) nicht. 30 Kilometer in der Stunde macht das Teil. Und zwar genau eine Stunde lang, dann ist der Akku leer. Das hintere Rad kann ausgefahren werden, so dass man das Gefährt auch in liegender Position steuern kann.

Ich verstehe zwar nicht, warum ich mich für 30 Kilometer hinlegen sollte; aber irgendwas werden die sich schon dabei gedacht haben. Weiterhin glaube ich auch nicht, dass solche Dinger zu meinen Lebzeiten das Stadtbild prägen werden; eine nette futuristische Vorstellung ist's aber schon.

Entdeckt / Quelle:

The Transhuman Separatist Manifesto


(Bild: Von hier

Ich mache mir jetzt nicht die Mühe und übersetzte das Transhuman Separatist Manifesto. Dafür ist es mir etwas zu lang; und ich bin auch noch zu betrunken dafür. Wer sich fragt worum es geht, der möge Transhuman klicken, und in den übermenschlichen Himmel auffahren. Oder sich ein Eis backen. Is' mir ziemlich latte. Auf geht's: 

The Transhuman Separatist Manifesto

We are a new species. We are not superior. We are a different step in the evolution of thought.

Our Human ancestors relied on collectivism and a conscious submission to conformity as was necessary for survival. Culturally and pragmatically they were each other.

We are transhuman, and we are not like our Human ancestors. We have no proclivity to rely on a conscious submission to conformity, and we do not need it for survival. Where freedom of mind was a weakness to our ancestor, it is our strength. Evolution follows the ebb and flow of time. The Human mind was the framework, the foundation of the transhuman one, as the transhuman mind will be for the next when evolution decides it.

It is natural then for us to emerge now. Like all evolved resistance, we will be hated — at first. We will be ignored — at first. We will be ridiculed — at first. In the end, we will merely exist as a new direction in the evolution of thought. We are the one’s who can stand together unified through freedom of thought. Freedom — true freedom of thought — is not the ability to resist all infiltrators of the mind, but the ability to perceive and forsake all those one can manage. We are the one’s who can rely on one another without conscious submission. For that, conscious submission, is choking us, has choked us, and has provoked an acknowledged necessity for disassociation from Human society. Conscious submission, or collectivism, is what a transhuman actively rejects in pursuit of freedom of thought. In the face of conscious submission, we will reject, we will dispute, we will resist.

In the wake of conscious submission lies the Holocaust perpetrated by the Third Reich of Germany during the 1930′s and 40′s, a broad spectrum of witch trials, assassinations, cultural genocides such as that of the Native Americans, cultural stagnation, harassment, bullying, isolationist tendencies, notions of ethnic superiority, hatred, identity confusion — the list goes on.

A Transhuman Separatist’s mind is their sanctuary. Conscious submission seeks to turn our sanctuaries into prisons. We say that those who would silence us and turn our sanctuaries to prisons are the real prisoners. Those who wish us to remain hidden are our oppressors. We say we are suffocating in the weeds of conscious submission. We are leaving the garden of conscious submission in pursuit of our endeavors, for the health of the mind’s of all Transhuman Separatists who can bare living amongst this mentality no more.

Transhumanism is not about intellectual elitism. While transhumans may fit in the Human category: “intellectual,” our existence is due to certain traits intrinsic and acquired through experience. Not all intellectuals are transhuman. From birth, transhumans experience an innate alienation from the Human race. This feeling of unbelonging triggers severe depression, anxiety, confusion, self-loathing, etc, which can often be misunderstood and mislabeled by Human society. For a transhuman, human society is an excruciating place to exist, full of other beings afraid to question not merely the world around them, but existence itself. A transhuman is not afraid and is in fact driven to question existence, to open doors, to accept that there is no black and white, and most importantly to engage in introspection. A transhuman accepts nothing at face value, except for the consistency with which the universe changes without being bound to baseless, fabricated laws of Human conscious submission. Most importantly, transhumanism is concerned with combating all forms of oppression against gender, race, ethnicity, thought, age, and disability.

Transhuman society is a collection of individuals. These individuals may at times come together to form a consensus, one that is not derivative of human collectivism, in-as-much-as transhumans use no binary operating system.

We want a nation. We want sovereignty. Transhuman sovereignty. Time has revealed we cannot co-exist within a society based on conscious submission — we must move on. We must rise above the weeds and take back our breaths, so we suffocate no more. The interests of conscious submission are not our interests. The interests of conscious submission lie in Humanity. We are not Humanity. We are not Human.


Dieses wunderbare Manifest wurde von Rachel Haywire und Jason Schoenecker verfasst. Hier hat es seinen Ursprung; und hier habe ich es entdeckt. Hier geht es zu einem weiteren Manifest. Das Manifest der Cyberpunks, nämlich. 

Fed Losev aka feddark


(Bild: © by Fed Losev)

Leider finde ich keine direkte Kontaktmöglichkeit von Fed Losev. So musste ich leider gerade zwei hässliche schwarze Bildbalken und die Copyrighteinblendung aus dem Bild entfernen, ohne dass der Künstler mir sein okay dafür gegeben hat. Sowas mache ich ja gar nicht gerne; aber Euch die Werke vorenthalten, mag ich auch nicht. Dafür sind die einfach zu gut.

Sehr bunt, ziemlich bewegt, ziemlich spannend; und durch die Bank weg alle recht future-orientiert. Macht das Bild ruhig mal größer; das bläst Euch dann nämlich vor lauter Details den Zukunftsschädel von den Schultern.