art

Die hüpfende Hayashi


Der gute Olaf schreibt mir, dass er sich gut vorstellen kann, dass diese fliegende Japanerin namens Hayashi Natsumi meinen Sinn für Ästhetik ansprechen könnte. Und in der Tat: Ich mag' alles, was surreal aussieht; und noch lieber habe ich es, wenn diese Surrealität direkt aus der Realität entspringt. Klingt komisch, macht nicht wirklich viel Sinn; aber ihr kennt das ja.

Angemerkt sei noch, dass die Dame keinerlei Hilfsmittel wie Photoshop oder ähnlichen Hokuspokus verwendet, dafür aber jeden Tag ein neues Jump-Foto in ihren wunderbaren Weblog einklebt. Die Fotos sind alles Selbstportraits, aufgenommen mit einem 10-sekündigem-Selbstauslöser. 

…und DAS ergibt zumindest für mich nun wiederum keinen Sinn: Zählt die jedesmal bis 10 und schwebt dann rum, oder was? Egal. Das Ergebnis zählt. 

Yannick Bouchard


Dieses gefräßige Stück Kunst ist eher weniger repräsentativ für die weiteren Arbeiten von Yannick Bouchard. Überwiegend malt der nämlich Menschen mit dicken Köpfen, oder Mädchen mit schönen Augen. Die auch gelegentlich mal nicht so ganz #sfw sind. Der Pizza-Panda erinnert mich an den Never-Say-No-Panda und hat schon deshalb alles meine Sympathien auf seiner Seite. Außerdem isst der Pizza, was ich heute auch vorhabe. So kann's gehen. 

Cristina Otero aka Senju-HiMe


Fünfzehn Jahre jung und schon so 'nen tollen Blick für noch tollere Motive. Ich bin begeistert!

Cristina Otero's Portfolio beinhaltet fast nur solche Total-Aufnahmen; meist mit Fokus auf die Augenpartie. Da ich Augen grundsätzlich für das elementarste aller Köperorgane halte, passt mir das also ganz gut in den Kram. Die Dame hat auch noch ein spannendes Weblog, auf dem sie sich auch mal – ganz Teenager-Like -, selbst knippst und lustige Dinge darunter tippt. Sehr sympathisch. Auch – aber nicht nur -,  wegen der Augen.

Schaukeln!

Nix ist so alt wie ein Kreativ-Projekt von gestern. Tatsächlich geistert dieses Video schon seit ein paar Tagen durch die üblichen Lach-Blogs der Republik (Ja, die lese ich auch; bzw. schaue ich mir an. Aus rein beruflichen Gründen. Wirklich wahr). Das vertrackte an diesen Lach-Blogs ist, dass die einfach nur Videos rausballern, ohne den Kreativen und Künstlern hinter solchen Projekten auch nur einen einzigen Credit an Respekt zu zollen. Ich find's mies: Ihr Lachblogger generiert Traffic mit den Inhalten und Produkten von anderen – weitaus kreativeren – Menschen, als ihr es jemals sein werdet. Wieso könnt ihr dann nicht zumindest mal einen einzigen Link auf die Projekt-Seite setzten? Ihr sackt durch solchen Content Kohle ein; da halte ich es für noch viel angebrachter, auch mal zu sagen, wer denn eigentlich hinter den 1.000 Videos steckt, die ihr tagtäglich so raushaut! Pfeifen.

Zum Thema: Swings ist ein Crowdfunding-Projekt aus den USA, das sich zur Aufgabe gemacht hat, weltweit so viele Schaukeln aufzuhängen, wie nur irgendwie möglich. Bisher haben die schon in San Francisco, in Panama und in Los Angeles (Video oben) ihr Unwesen getrieben und dutzende Schaukeln installiert. Jetzt ist Bolivien dran. Und das hat Gründe:

  • 49% of the population is under 20
  • 40% of their Army is under the age of 18
  • The age of consent is arbitrarily defined as "puberty"
  • In every 1000 teenage girls, 88 are pregnant
  • 1 in 4 Bolivians are between the ages of 10 and 1

Die können da also Schaukeln ganz gut gebrauchen. Wer das Projekt und die zukünftigen bolivianischen Schaukler unterstützen möchte, kann schon mit einer Einlage von einem Dollar dabei sein. 

OZM – it’s all about OZ

Erst neulich habe ich mich recht eindeutig zu OZ geäußert (und auch just dafür eingesteckt. Das ist aber ein anderes Thema. Für andere verkappte Nazi-Mitmenschen.) Hier nun ein anderes Pro-OZ-Video mit folgender Untertitelung bei YouTube: 

Gezeigt werden Werke von Hamburger Künstlern, die sich mit dem Phänomen OZ auseinandersetzen. Inspiriert von den Taten der Hamburger Grafitti-Instanz OZ haben sie ihren eigenen Zugang zum Thema gesucht und plastische Kommentare geformt.

So kommt eine künstlerische Schlagkraft zustande, die die Idee und Kraft von OZ auszubreiten sucht. Als ein Experiment, dass die Wucht seiner Straßenkunst für andere Räume neu übersetzt und skaliert.

Künstlerin Sarah Narwan Karinta über OZ:

Er ist wie der moderne Samurai. 

I like. Sprengt die Norm, seid frei! Free OZ! 

Eddie O’Bryan – Düster aber nett


Eddie O'Bryan und seine Motive erinnern mich mal wieder daran, warum dieser ganze Quatsch hier mir auch nach vier Jahren immer noch so einen Heidenspass macht: Da entdeckste dunkle Kunst, und dahinter steckt ein lebensfroher Mensch, mit dem man – nicht nur aufgrund des gemeinsamen Sinns für ästhetische Bilder – plötzlich mitten im Gespräch ist; sicher über Gott und die Welt austauscht, Reisetipps gibt, und so einen Menschen (ansatzweise) kennenlernt, den man ohne Netz, ohne Weblog,  so wahrscheinlich niemals begegnet wäre.

Eddies Bilder sind vor allem eins: Schwart und Weiß. Soooo düster wie das hier oben sind die aber auch nicht alle. Es gibt sogar einige sehr nette Damen zu sehen. Stillleben, Mädels und Landschaften, dass sind so seine Passionen. Ich teile sie alle drei mit ihm. Und wie.

…schaut euch nur das Bild hier oben mal ganz genau an: Motiv, Perspektive, Belichtung,… So 'ne Atmosphäre einzufangen ist alles – nur kein Zufall. Ganz ganz großartig, Eddie! 

Pamela Wilson – verstörend, blutig, toll!


Pamela Wilson. Der Name klingt ja zunächst mal recht harmlos. Das sich dahinter eine Dame versteckt, die mit fast jedem ihrer Motive, fast jeden meiner Nerven trifft, konnt' ja wirklich keiner ahnen. Hier mal eben ein Auszug aus ihrer Website:

Pamela Wilson’s works of art transcend the commonplace to enter the realm of the sublime and otherworldly. She develops haunting images that evoke moods and memories inspired by real life, and which create a remarkably compelling narrative. 

Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Beziehungsweise schon. Aber das wisst ihr ja. Grundsätzlich scheint ihr alles zu liegen, was mit BlutTot, Dunkelheit und Verstörung zu tun hat. Genau nach unserem Geschmack, also. Well done, Mrs. Wilson!