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CERN ist gefährlich und Politiker Komplizen!

Wenn das stimmt, was Otto E. Rössler da gerade bei der Lifeboat Foundation rausgebloggt hat, dann hat Houston endlich wieder ein Problem. 

I watched a second-rate crime movie yesterday in which the police at one point said: “We have proof that …” Everybody knows what a proof is!, it struck me. I proved that black holes have new properties which make them indestructible, much easier to generate, exponentially growing inside earth, and undetectable by CERN’s detectors. Obviously, CERN must immediately stop trying to produce black holes under this condition. But they are so “brave” as to not contradict my proof but nevertheless continue in plain view of the planet. And the whole world press and all politicians are watching as open accomplices. What shall the planet do? Weeping is the only logical response. And holding planetary elections as the possibly last elections. History as usual is no longer possible. The political power games are over. I propose March 21 for world election day.

In Kurz: Der iBiochemiker Otto E. Rössler hat entdeckt und bewiesen (sagt er), dass die schwarzen Löcher die das CERN (lhc) produziert, unzerstörbar sind, viel einfacher unter den CERN-Detektoren durchflutschen als angenommen, und so im Erdinneren einfach unbemerkt weiter wachsen bis… bis wir 'ne weltweite Wahl anzetteln – am 21. März -, die Komplizen der Wissenschaft.- die Politiker – entmachten und CERN dichtmachen. Denn exakt das ist die Idee, des Dr. med. Rösslers. Heißer Scheiss. Der Fairniss halber sagt Wikipedia

Rösslers These und sein zugrundeliegendes Verständnis der allgemeinen Relativitätstheorie wird von der großen Mehrheit der Wissenschaftler abgelehnt

Wie war das noch? Es ist nichts schneller als das Licht? Genau. Wir werden trotzdem bald alle Merkur bereisen. Nun ja. Ich hab' ja nix gelernt. Aber wenn das stimmt was der sagt, habe ich endlich wieder einen Grund, die Apokalypsen-Playlist auszupacken. 

  • Zum Blogartikel auf: lifeboat.com
  • Wer findet im Netz die Beweisthese?
  • Bild: Von hier

In-vitro-Fleisch

Wer sich für Zukunfts-Fleisch interessiert, welches zwar nach Zukunft aussieht, aber gar nicht so schmeckt, sondern nach glücklicher Kuh, der möge sich zunächst zwei der spannendsten Beiträge auf dieser Internetpräsenz reinziehen: New Meat – Burger aus dem Labor und Alchemiekochen. Ist dann das Vorwissen vorhanden, dürft ihr gerne anschließend mal das Video hier oben bestaunen. 

In-vitro-Fleisch bedeutet nichts anderes, als dass man die Kuh leben lässt, aber trotzdem ihr Fleisch essen kann. Dazu werden der Kuh/dem Rind einige Samenstränge (?) Stammzellen entnommen, diese werden mit einem ursuppen-artigem Gebräu übergossen, dann wachsen sie, werden noch mal 'ne Runde elektrifiziert und mit künstlichen Muskeln gepimpt..und tataaaa… das Steak ist medium gebraten und die Kuh total glücklich. Weil sie noch lebt. 

…so richtig verstanden habe ich nicht, wie das funktionieren soll. Das tut meiner Faszination aber keinen Abbruch. Auch bin ich recht zuversichtlich, dass ich in diesem Leben noch mal einen Rinderbraten aus dem Labor zubereiten und verspeisen darf, der keinen Rindertod verursacht hat.

Das wird lecker. 

Google’s Sci-Fi-Plattform: Solve for X

Ich finde ja auch, dass Google den verkacktesten Jahresstart überhaupt hingelegt hat. Da wird's wohl mal Zeit für ein paar frische News. 

Solve for X sei ein Ort, an dem Interessierte radikale Technikideen diskutieren können, um globale Probleme zu lösen. Es geht um Lösungen, die so radikal sind, dass sie eher klingen wie Science-Fiction, aber auf technologischen Entwicklungen basieren, so dass ihre reale Umsetzung dennoch möglich zu sein scheint. (golem.de)

Offiziell klingt das dann so:

Solve for X is a place where people can go to hear and discuss radical technology ideas for solving global problems. Radical in the sense that the solutions could help billions of people. Radical in the sense that the audaciousness of the proposals makes them sound like science fiction. And radical in the sense that there is some real technology breakthrough on the horizon to give us all hope that these ideas could really be brought to life.

Meine Fresse. Bei denen in der Marketingabteilung möcht' ich mal  das Koks von den Wänden kratzen. Das würd' mir für zwei Leben reichen, echt mal. – Nun gut. Einige Videos sind auch schon da – unter anderem ein spannender Speech des Herrn Neal Stephenson -, und was da sonst noch so spannendes passieren wird, könnt ihr bald hier erfahren. Vielleicht. 

New Meat: Burger aus dem Labor?

Burger aus dem Labor? Klingt natürlich erst mal fies. Nach diesem TED-Talk hier bin ich da aber aufgeschlossener denn je (was auch privat bedingt ist, weil ich derzeit dabei bin, meine Nahrungsaufnahme noch ein ganz klein wenig zu optimieren… in 8 Wochen nur 1x Huhn. Läuft).

Außerdem fand' ich auch nach dem ersten Video zum Thema schon, dass – wenn mal ein Burger kommen sollte, der nie eine Kuh von innen gesehen hat, aber trotzdem nach Burger aussieht, und auch noch so schmeckt – , ich definitiv dabei wäre. Warum auch nicht? Gerade wenn bedenkt, wie ineffizient eine undesignte Kuh eigentlich ist (wird im Video ansatzweise erklärt): Da steckste 100g Rohstoffe rein, kriegst aber nur 15g Steak hinten raus. Dazu die desaströse Ökobilanz der Kuh-Verdauung… nee, ey…dann sollen die lieber weiden, schön aussehen, und lustige Geräusche machen.

Ich ess' dann 'nen NewMeatLaborMcFly. Geht auch. 

Roboethics


Endlich mal ein Mann mit Weitblick. Informatik-Professor und Ethiker Noel Sharkey hat auf academics.de ein wirklich interessantes Interview zum Thema Roboter, Ethik, und Roboterethik gegeben. Vielleicht erinnert ihr euch an mein dystopisches Gefasel zum Thema Blue Brain? 

Wir sollten die humanistischen Grundsätze der Wissenschaft gerade in diesem Forschungsbereich als Maßstäbe anlegen. Bedeutet: Die Menschenrechte müssten bei Schaffung eines (Über-)Bewusstseins Anwendung finden.

Das Interview mit Noel Sharkey geht in eine ähnliche Richtung: 

….da gibt es schon Richtlinien des »ethischen Designs«. Wenn man zum Beispiel seine Kinder in der Obhut einer Roboter-Nanny lassen könnte, wie ließe sich dann verhindern, dass Rabeneltern die Technik ausnutzen und ihr Kind vernachlässigen? Als Roboterhersteller muss man eine Möglichkeit finden, diese Missbrauchsmöglichkeit auszuschließen. 

Guter Mann, gute Gedanken. Notwendige Gedanken, würde'ich meinen. Und das man in Japan gerade über einen gesetzlich festgelegten und standardisierten Notaus-Knopf  für alle öffentlich eingesetzten Roboter diskutiert, wusst' ich bis jetzt gerade auch noch nicht. Spannend.

Und dann, in 100 Jahren….


Da hab' ich erst neulich von zukunftsoptimistisch-verblendeter Geisteshaltung aus den USA gesprochen, und Zack! -schon hab' ich wieder so einen Artikel auf'm Screen. Fast. Denn eigentlich kriegt der Futurologe Ian Pearson nur so ein paar wilde Thesen hingeknallt, die er dann mit seinem Kollegen Patrick Tucker auseinander nimmt. Die hier nämlich:

In 100 Jahren… 

  • werden die Ozeane komplett bevölkert und kultiviert sein
  • werden wir alle digitale Telepathen sein
  • werden wir unsterbliche Techno-Menschen sein
  • werden wir das Wetter selber machen können
  • wird die Antarktis der neue Nabel der Welt sein
  • wird es nur noch eine globale Währung geben 
  • werden wir alle Wetware eingebaut haben 
  • werden Nanoroboter in unseren Körpern einfach alles aufzeichnen
  • werden wir atomenergiebefreit sein 
  • werden wir nur noch Englisch, Spanisch oder Mandarin sprechen
  • werden in 80% der Länder der Welt homosexuelle Ehen erlaubt sein
  • wird Kalifornien ein eigener Staat sein
  • wird es Weltraumaufzüge geben 
  • wird Befruchtung Sex ersetzt haben
  • wird es mehr Museen als natürliche Sehenswürdigkeiten geben
  • wird die Wüste der neue Urwald sein
  • wird die Ehe durch einen Jahresvertrag ersetzt sein
  • wird es weniger Grenzen – dafür aber eine Weltregierung geben
  • werden westliche Kriege nur noch per Joystick geführt
  • werden die Briten eine Revolution starten

Köstlich.

Ich könnt' ja jetzt zu jedem Punkt was sagen. Oder ihr lest einfach alles was hier und hier steht und zieht euch dann die Antworten von Ian und Patrick rein. Die sind nämlich echt gut. 

Who Wants To Live Forever?

Drüben – auf einem meiner favorisierten Science-Blogs überhaupt – nämlich auf sentientdevelopments.com hat Gastblogger David Brin einen wirklich spannenden Artikel zum Thema Do We Really Want Immortality? / Möchten wir wirklich unsterblich sein? geschrieben. Ich verlinke dieses Artikel deshalb, weil er unter der Sub-Überschrift Wise Enough to be Immortal? / Sind wir weise genug, um unsterblich zu sein? ziemlich exakt meine Gedanken zum Thema reflektiert. Nämlich: Selbst wenn es irgendwann mal machbar wäre: Weitere Probleme sind – aufgrund des derzeitigen Intellekts der Welt – vorprogrammiert. 

a) Kosten: Fallen wir auf die antike Idee zurück, dass nur die Reichen und Schönen, ins Paradies/in die Speichermodule kommen? (ob Mindupload oder Ewigkeitspille: Kosten, Kosten, Kosten – und zwar nicht zu knapp; das ist mal sicher. Social Engineering könnte da theoretisch helfen…das ist aber ferne Zukunftsmusik. Noch.)

b) Risiken: Was – so der logische Gedankengang – passiert mit der Humanität, wenn die einzige Todesursache ein todsicherer Unfall sein wird? Bunkern wir uns ein? Leben wir dann in autarken Kokons und haben (noch mehr) Angst vor der Natur? Wird Extremsport dann zum historischen Denkmal? Passt das irgendwie in die Timeline? 

c) Wenn der Alterungsprozess einmal gestoppt wurde: Wie sorgen wir für weitere Evolutionssprünge? Wenn alle irgendwann gleich alt sind, ….wie wird gemaßregelt, dass der – bisher so vernünftig wie notwendig erscheinende – Generationskonflikt weiterhin funktioniert? Und wer soll – in Zeiten von unendlicher Zeit und unbegrenztem Wissen – dann diese regelnde Rolle übernehmen? 

d) Wie  – wenn es nicht die Mindupload-Variante wird -, soll unser Gehirn dann all' diese unzähligen und steinalten Gedanken und Informationen speichern; geschweige denn reflektieren und verarbeiten? 

Fragen über Fragen. Um die erste (Sind wir weise genug?) mal flott zu beantworten: Eindeutig nicht. Und wir werden es in naher Zukunft (500+ Jahre) auch nicht sein. Ergo: Unsterblichkeit wäre genau so unhandelbar wie der Raumflug, der uns in den 60'ern ebenfalls die ultimative Lösung aller Probleme suggerierte (und was daraus geworden ist, das wissen wir ja nur zu gut). Versteht mich nicht falsch: Ich mag Transhumanismus nach wie vor, stehe auf Kryonik, Spaceporn und kann Roboterwesen auch echt gut leiden. Allerdings schwappt seit ca. einem halben Jahr mal wieder so 'ne völlig zukunftsoptimistisch-verblendete Geisteshaltung aus den USA zu uns rüber, die ich weder teilen kann; noch teilen möchte. Auch weil ich sehe und lese, was sonst noch so alles megaschief läuft. Mal abgesehen von der Versager-NASA. 

…und noch was persönliches zum Schluss, dann dürft ihr drüben weiterlesen: Was – und hier geht es unangebrachter Weise etwas ins Religiöse – wäre, wenn man ewig und drei Tage immer mit den selben Menschen/Lebewesen umgeben wäre?

Segen oder Fluch? 

Max More über Transhumanismus und die Singularität

Hier ein recht aktueller Speech von einem der einflussreichsten Transhumanisten unserer Zeit: Max MoreMax More nennt sich selber Strategic Philosopher, ist tonagebend in der Extropie-Forschung und hat wirklich gute Ideen.

Ich mag ihn auch deshalb ganz gerne, weil er eben nicht a la Kurzweil das blaue vom Himmel verspricht, sondern sehr differenziert an Themen wie Life Extension, Kryonik  und Nanotechnologie ran geht. Ein Beispiel: Vor der Transhumanisierung des Planeten – so seine Idee – sollten wir zunächst für ein global-gerechtes Bildungsniveau sorgen um wirkliche Verbesserungen zu erreichen. Auch hat er den Begriff dynamischer Optimismus mitgeprägt. Was nichts anderes bedeutet, als das wir uns so langsam (aber optimistisch) mit dem Gedanken anfreunden sollten, dass wir Menschlein eben nicht das Maß aller Dinge sind bzw. das Ende der evolutionären Fahnenstange längst noch nicht erreicht ist. – Wir werden alle sterben.

…hier noch ein recht eindrückliches Zitat; und dann zieht ihr euch gefälligst rein, was er zu sagen hat: 

No more gods, no more faith, no more timid holding back. Let us blast out of our old forms, our ignorance, our weakness, and our mortality. The future belongs to posthumanity.

PS: Im letzten privaten Diskurs führte ich einige Thesen von More ins Feld und wurde prompt als radikal gebrandmarkt. Dagegenhalten ging aber einfach: Nach Schätzungen von Wissenschaftlern sind bisher etwa 500 Millionen Tierarten ausgestorben. Das sind über 99 Prozent aller Tierarten (wiki) Ergo: Wer annimmt, dass wir es (was auch immer) schaffen, hat keine Ahnung und glaubt meistens auch an irgendwelche Jungfrauen oder umzäunte Parkanlagen (aka Paradiese) 

Alchemiekochen

Homaro Cantu und Ben Roche haben die logische Idee, bei einem Fleischburger aus Kuhfleisch doch einfach die Kuh und das Fleisch wegzulassen. Und das Kuhfleisch und die Kuh durch das zu ersetzten, was die Kuh isst, um Kuh zu sein. Also ein Kuhfleischburger ohne Fleisch, dafür aber mit vielen Körnern, viel Gras und noch mehr Gerste (eben das, was die Kuh isst). Und jetzt kommt's: Das Ersatzkuhfleisch aus den magischen Drei schmeckt sogar genau wie echtes Kuhfleisch aus echter Kuh. Der Hammer.

Wie, was, wo, warum? Gucken, ey, es gibt auch Fleischpasta. Zum Nachtisch.

a mindraper

Ist klar. 

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