Chris

<- bloggt seit 2007. Liebt: Raketen, Edward Sharp & Norwegen. - Viel Spaß hier ♥

arte-Dokus: Städte der Zukunft

Unbenannt

Voll prima: arte hat dieses Woche unter der Sub-Domain future.arte.tv diese drei Dokus am Start (und Sorry wenn ich das einfach alles rüberkopiere, arte. Ihr bekommt ja auch einen Link von mir ;)

VON NULL AUF ZUKUNFT

Überall auf der Welt entstehen – quasi aus dem Nichts – neue, futuristische Städte. Als Antwort auf die Energiekrise und angesichts der explosionsartigen Urbanisierung wachsen in Südkorea, China, Saudi-Arabien, Abu Dhabi und auch in Russland heute hypermoderne Metropolen in den Himmel: Prototypen urbaner Lebensräume, voll vernetzt und ökologisch ausgerichtet. Die Konzepte nähren die Hoffnung auf eine nachhaltigere Zukunft, aber sie schüren auch die Angst vor der totalen Überwachung.

SMART CITIES

Immer mehr Menschen ziehen in urbane Ballungsräume. Wie sollen die Megastädte die stetig wachsende Bevölkerung aufnehmen? Historisch gewachsene Metropolen wie London, Paris oder Shanghai setzen bereits heute auf neue Technologien und Algorithmen, um die wachsenden Verkehrs- und Menschenströme zu steuern, unsere Schritte zu lenken oder die Energienetzwerke zu optimieren. Die urbanen Technologien versprechen uns hyper-rationale, hundertprozentig nachhaltige und absolut sichere, intelligente Städte. Aber sind all diese digitalen Informationen nicht auch ein Mittel, das urbane Leben bis ins kleinste Detail zu kontrollieren?

DIE URBANE FARM

Zum ersten Mal in der Geschichte lebt gut die Hälfte der Weltbevölkerung in der Stadt. In 50 Jahren sollen es sogar 70 Prozent der Menschheit sein. Die Städte werden dann sieben Milliarden Menschen ernähren müssen – eine immense Herausforderung. Um den Ressourcenverbrauch zu verringern, setzen die Städteplaner verstärkt auf die urbane Landwirtschaft. In den Gewächshäusern und Laboratorien der Welt wird nach Möglichkeiten gesucht, große Mengen nachhaltig, zu jeder Jahreszeit und vor allem auf engstem Raum zu produzieren. Dabei findet das Konzept des Vertical Farming – des senkrechten Anbaus – immer mehr Zuspruch. Wird die urbane Farm in Zukunft vertikal sein? Werden Agrartürme die Ernährung der Städte gewährleisten?

Dazu gibt es auf der eben erwähnten Seite noch weitere Infos und ein nettes Mini-Game zum Thema Vertical Farming. Vor zwei oder drei Jahren hätte ich jetzt geschrieben: Supergeile Technik das alles, ich habe die Dokus zwar nicht gesehen, aber supergeil, auf jeden, so Etagen-Schweine erlösen uns vor dem Welthunger! Sowas in der Art (dazu muss man sich nur mal meine euphorisch-utopischen Sprawl-Artikel durchlesen).

Heute so: Ich bin skeptisch ob Etagen-Schweine überhaupt (noch) Sinn ergeben und muss mir die Dokus erstmal ansehen, um irgendwas adäquates dazu sagen zu können. Klingt aber spannend, jedes Thema hat seinen Reiz und ich fang dann jetzt mal an. 

Petition zur Streichung des „Gotteslästerungsparagraphen“

UnbenanntAm 11. Januar hatte ich den Artikel Schmidt-Salomon fordert Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen hier im Blog. Jetzt ruft die Giordano-Bruno-Stiftung mittels der Petition Streichung des Gotteslästerungsparagraphen zur Stärkung der Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit auf. Auf der Website erklärt sich die Stiftung dazu, hier ganz flott ein Auszug aus dem Petitionstext, ganz unten dann der Link des Tages. 

Während aufgeklärte Gläubige keine Probleme mit satirischer Kunst haben und somit einen besonderen Glaubensschutz gar nicht benötigen, berufen sich religiöse Fundamentalisten seit Jahrzehnten immer wieder auf § 166 StGB, um die Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit einzuschränken. Die hier zum Vorschein kommende Kritikunfähigkeit sollte vom Gesetzgeber nicht zusätzlich befördert werden. Borniertheit, Intoleranz und Humorlosigkeit sind keine Rechtsgüter, die unter Schutz gestellt werden sollten. Vielmehr sollte der Staat den Freiraum für kritische und vor allem satirische Kunst erweitern und Künstlerinnen und Künstler in ihrer wichtigen kulturellen Aufgabe bestärken, althergebrachte Sichtweisen gegen den Strich zu bürsten.

Mit der Streichung von § 166 StGB käme der deutsche Staat auch einer wichtigen Forderung des UN-Menschenrechtskomitees nach. Dieses erklärte nämlich 2011, dass „Verbote von Darstellungen mangelnden Respekts vor einer Religion oder anderen Glaubenssystemen, einschließlich Blasphemiegesetzen, mit dem Vertrag [gemeint ist der „Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte“, ICCPR] inkompatibel“ seien [Human Rights Committee: General comment No. 34, CCPR/C/GC/34, §48].

Ich habe keine Ahnung. Würde aber zwanzig mal petieren (!?), wenn ich könnte.

Bitte, seid nicht so, macht doch einfach mal. 

Nette Plugins für dein WordPress! – NICHT!

Der professionelle Webdesigner sucht für Kunden ja gerne mal vorgefertigte Scripts und Plugins, damit die Website des Kunden dann auch so aussieht, wie der Kunde es sich vorgestellt hat. Ich kaufe auch gerne etwas hinzu, was ich von Hand nie coden könnte. Bei der Suche nach passenden Code-Fragmenten oder Plugins stolpere ich immer wieder über, öhm, Angebote, die wenig seriös wirken sind. Ich habe zu solchen Scripts/Plugins dann immer boshafte Gedanken, verfalle ob dieser Code-Obszönitäten gar ab und an in Sinnkrisen und verdamme den Transhumanismus und die Maschinenherrschaft bis aufs letzte. Das ist mein Ernst. – Ich frage mich: Wieso fragen die Menschen nach dem Zustand der Welt? Sie müssten sich doch nur mal 20min mit dem Kram auseinandersetzten, mit dem ich täglich zu tun habe.

Einige solcher Höllen-Scripts habe ich in meinen Bookmarks; ich haue hier mal zwei rein, die weiteren dann nächste Woche, Spannungsbogen und so. Ich lasse die beiden dann hier so stehen; es möge sich jeder selber den Blickwinkel der Betrachtung aussuchen, ob nun soziologisch, ethisch, oder philosophisch gesehen: Mir macht das Sorgen. 

Adult Video Script 2.2 + Non Adult and Mass GrabberfeOtDVK

Was es macht: Es knabbert sich an die APIs der großen Porno-Streamdienste, und bastelt euch ohne Zutun eine eigene Porn-Site zusammen. Wär' ja erstmal nix wildes. Nimmt man den Faktor Markt aber mit in die Gleichung, wird schnell klar, wie sinnlos (zumindest für 99% der Weltbevölkerung) so ein Tool ist. Ich bin sicher: Via SEO hat man heute als Porno-Streamer keine Chance mehr gegen die Großen der Branche, da brauchste gar nicht anzufangen, wenn du kein 30-köpfiges SEO Team 24/7 im Keller sitzen hast. Meint: Der kommerzielle Erfolg mittels dieses Scripts durch menschliche Besucher und Konsumenten ist beinahe ausgeschlossen: Es wird niemand – oder kaum jemand – je auf diese / deine neue Porno-Seite klicken. – Warum dann also so ein Tool? Naja, der Punkt ist: WENIGE Besucher, nicht KEINE. Du wirst mit so einem Script-Modul niemals ne Stammseherschaft aufbauen, die neuen Pornos grabbt es sich ja doch nur daher, wo alle schon abgesplasht haben. – Ausgenommen du dreht selber welche, vielleicht. Will sagen: So ein Tool hat mit dem Menschen genau nix mehr zu tun. Es generiert und aggregiert Inhalte, die keiner je sehen will, oder schon gesehen hat. Nutzt man das Tool allerdings um 96 solcher Seiten in 30 Minuten zu erstellen, macht es dann – für den Betreiber – doch wieder Sinn: Es verirren sich – wie auch immer – einzelne Menschen mit bestimmten Vorlieben in Ausnahmefällen auf dein Angebot; sicher zählt der Ad-Tracker auch fälschlicherweise einige Bots mit… man kommt also auf 12,5 Klicks pro Tag. Das ganze mal 96. Da kommen dann tatsächlich einige €s pro Tag zusammen. Ergo: Für den normalen Menschen eher ein Gräuel, denn der gute Porno-Content wird so immer unauffindbarer; so ein Tool lohnt sich einzig nur für den, der es nutzt. Der Schaden an Pornodarstellern, seriösen Angeboten, an Menschen, die nur ganz normal das Netz benutzen möchten, ist immens. Man kann also sagen: Es geht bei diesem Plugin nicht mehr darum Pornos zu zeigen, sondern nur noch darum, mittels eines Algorithmus einen anderen Algorithmus zu beeinflußen. Wie das nachher vorne drauf aussieht, ist vollkommen latte, es schaut ja doch keiner mehr hin – bis auf die Bots, die Zahlen an Bots reporten, die Zahlen an Bots reporten, die Zahlen an Bots reporten, die wiederum Zahlen an des Betreibers PayPal-Bot weiterleiten, der wiederum Zahlen auf euer Konto addiert. – Wer dann da sitzt und denkt: Man, was habe ich wieder ein Geld "verdient"... der gehört verboten und ich möchte ihm/ihr jeden Zahn einzeln ziehen. 

Mist. Nun habe ich mich ja doch über das Tool ausgelassen. Es ging nicht anders. 

Nummer 2:

Auto Like Facebook For All CMSFB

Place the script in the website / blog. -if there are visitors coming to your web / blog, as he did click on any area of our web / blog, then he will do Like to us.

Ohne Worte. Was das für moralphilosophische Konsequenzen hat; mal ganz ab vom wirtschaftlichen Schaden und dem Affront gegen die Usability des gesamten Internets …. sowas rigoros und massenhaft eingesetzt, und der Ad-Manager von Facebook kann eigentlich dicht machen. Wie soll man noch ordentlichen 'ne Zielgruppe eruieren, wenn solche Tools – ich weiß nicht wie oft – eingesetzt werden. Als Profi (hihi) müsste ich eigentlich – jetzt wo ich sicher weiß das es sowas gibt – der Kundschaft empfehlen, nicht mehr einen einzigen € in eine Facebook-Kampagne zu investieren. Was ich auch machen werde, habe eh schon mal bei Kunden durchblicken lassen, dass ich davon weg möchte. Bisher gab es da nur große Augen und wenig Einsicht. Demnächst zeige ich den Kunden dann nur noch dieses Tool und lasse sie dieses Video ansehen: 

Fazit: Facebook-Ads machen für Nischen und ihre Produkte noch Sinn, für alle anderen/größeren Player ist der Zug so langsam –  aber ganz sicher – abgefahren.

Ich habe fertig. – Die zwei weiteren Scripts dann in der nächste Woche. Sagen kann ich schon: Die sind fast noch ekelhafter als diese beiden. – Ja, das geht. 

  • (Disclaimer: Die Tools sind bewußt nicht verlinkt, wer sie googelt, ist dann wirklich selber Schuld) 

 

 

 

 

 

Support: Bunte Burger!

AlpenBurger

Ulrich – ein Bekannter und Ex-Kollege – macht hier in Köln nun mit Mario zusammen leckere Bunte Burger, ich find' die voll prima, alles 100% veggie und bio. Ich supporte die Jungs natürlich gerne bei ihrem nächsten Schritt: Neben dem beliebten Bioburger-Truck soll nun ein Ladengeschäft her; das klappt aber nur mit Crowdfunding. Lest selbst:

Wir sind die Bunten Burger und wollen mit eurer Hilfe das erste rein vegane Bio Burger Restaurant Deutschlands eröffnen! Nach eurem großartigen Feedback zu Essen und Konzept unseres Gourmet Food Trucks wollen wir nun den nächsten Schritt gehen und in unserer "Bunte Burger Food Bar" ein einzigartiges und unvergessliches Geschmackserlebnis bieten. Unser Motto dabei: Mit Geschmack überzeugen und die Welt dabei ein Stückchen besser machen.

Zufall: Die Burger-Zutaten kommen unter anderem vom Biohof Bursch; woher auch viel Kram aus meiner wöchentlichen Ida-Biokiste kommt, bei der ich seit zwei Wochen glücklicher Kunde bin (heute war allerdings ein Kürbis drin. Die hass' ich ja voll. – Braucht wer 'nen kleinen Kürbis? Abzuholen hier)