Aug 16 2010

China Miéville empfiehlt sozialistische Literatur

Chris


China Miéville empfiehlt eigentlich keine sozialistische Literatur, sondern er empfiehlt Literatur für Sozialisten. Hö? China Miéville? Genau. Der kahlköpfige Brite hat so dolle Dinge wie Perdido Street Station oder Un Lon Dun geschrieben. Zumindest ersteres hat schon einen gewissen Steampunk-Touch und ich mochte die Ausarbeitung der Charaktere wirklich sehr. 

Wenn der Kerl nun also Literatur empfiehlt, das Blogposting Fifty Fantasy & Science Fiction Works That Socialists Should Read heißt, dann kann ich eigentlich nur noch sagen: Schaut doch mal drüber.

Max Ernst ist auch dabei.


Aug 2 2010

Ein Steampunk-RFID-Globus steuert Google Earth auf einem Tablet-Computer

Chris

Ein Steampunk-RFID-Globus steuert Google Earth auf einem Tablet-Computer.

…und genau wegen so 'ner Scheisse liebe ich das Internet jetzt noch viel mehr als vorher.

Klasse.


Jun 21 2010

Cloggo’s Bloggo

Chris


Cloggo's Bloggo ist ein vorbildliches Steampunk-Bloggo, welches zwar auf Tumblr beheimatet ist, aber anders als viele andere Tumblrblogs wenigstens ab und zu mal die Quellen der eingetragenen Inhalte mitliefert. Nur leider bei diesem prächtigen Stadtelefanten nicht. Mist aber auch.

Dafür gibt's bei Cloggo eine Tagwolke nach meinem Geschmack. Total verwirrt. Aber mit Style.

Happy steampunking, zusammen.


Apr 3 2010

Marcin Jakubowski

Chris


Also etwas steampunkiges hat dieses Bild von Marcin Jakubowski ja schon. Immerhin hat die oben zu sehende Gesichtsstadt ja wohl voll das Luftschiff im Gehirn.

Die Arbeiten von Marcin sind durch die Bank weg alle sehr detailreich und ziemlich surreal. Stellenweise kommt auch irgendwie in Hauch von Retro-Futurismus durch, find' ich jetzt. Jedenfalls kann ich mich an seinen Bilder schwerlich satt sehen; irgendwie entdecke ich da dauernd irgendwelche winzige Kleinigkeiten, die mich zu begeistern wissen.

…leider ist Marcin wohl im Osterurlaub; ich musste mir die Bilder also jetzt mal ohne Erlaubnis ausleihen; Sorry Marcin.


Sep 17 2009

Cyberpunk. Und die anderen Punks.

Chris

Das ist ja was. Kollege Scal hat einen hammermäßigen Artikel rausgehauen. Was Cyberpunk ist, weiß ja eh schon jeder Hinterwäldler beziehungsweise keiner. Und das Subkulturen eh immer geiler sind als alles auf der Welt, ist auch bekannt. Und soll ich euch was sagen? Es ist sogar bekannt, dass es da jenseits des C-Punks noch so'n paar Subgenres gibt! So was! Eine Auflistung in der Form, wie Scal sie geschrieben hat, habe ich allerdings noch nirgends entdecken können. Und Elfpunk hab' ich auch noch nie gehört. Die anderen Stilrichtungen (whatever) sind mir überwiegend bekannt. Und bescheuerte Namen haben sie auch.

Eigentlich isses aber alles ganz anders. Wie man in dem (komplett kopierten) Artikel von Scal nachlesen kann: (die Bilder habe ich aus purer Nächstenliebe hinzugefügt). Scal, go:

Steampunk: Während Cyberpunk futuristisch ist und den Fokus auf Hightech legt, ist Steampunk eher rückwärtsgewandt und setzt den Fokus auf veraltete Technologien, wie etwa Dampfmaschinen. Steampunk hat im allgemeinen einen viktorianischen Touch. Beispiel für dieses Genre: der Film “Wild Wild West”. (Bild: Georg Grie)


 

Dieselpunk: Ist ähnlich zu sehen wie der Steampunk, nur zeitlich in die Zeit zwischen den Weltkrieg anzusiedeln. Beispiele für dieses Genre: “Sky Captain and the World of Tomorrow“ sowie die Spielreihe “Crimson Sky” (Bild: aus der Dieselpunks-Community)


 

Biopunk: Ein weiterer Abkömmling des Cyberpunk ist der Biopunk. Hier wird gerne mit der Manipulation des Erbguts experimentiert, was zu recht düsteren Zukunftsvisionen führt. Beispiel für das Genre: Peter Watt’s “Starfish” (Bild: Szene aus der Oper zu "The Fly")


 

Clockpunk: Ist wiederum ein Abkömmling des Steampunk, hier ist die Technologie einen Schritt weiter als im Steampunk, hat aber immer noch diesen anachronistischen Touch. Beispiel für dieses Genre: “Mainspring” von Jay Lake  (Bild: Eric Poulton)


 Mythpunk: schafft den Brückenschlag zwischen einem post-modernen Schreibstil und Folklore. Beispiel für dieses Genre: Catherynne M. Valentes “The Labyrinth” (kein Bild)


Elfpunk: Hier werden Elfen in die Städte der Gegenwart, bzw. der Nahen Zukunft verfrachtet. Beispiele für das Genre: Holly Blacks in “Tithe: A Modern Faerie Tale”, Michael Swanwick’s “The Iron Dragon’s Daughter” und Gregory Maguires “Wicked: The Life and Times of the Wicked Witch of the West”. (Bild: Cover des H.Blacks Buch)


Splatterpunk:  Ist die Antwort auf  “weiche” Horrorgeschichten und zeichnet sich durch extreme Darstellungen von Gewalt aus. In den 1990ern Jahren stellte Paul M. Sammon zwei Splatterpunk Anthologien zusammen.  Der Terminus Splatterpunk ist aber mittlerweile aus der Mode geraten. (kein Bild)


Nanopunk: Auch ein direkter Nachkomme des Cyberpunk. Doch ist hier die Nanotechnologie kaum noch von Magie zu trennen. Beispiele für dieses Genre: Neal Stephensons “Diamond Age” (Bild: Izzy Medrano)


 

Greenpunk: Wird gerne als technikbewusste SciFi beschrieben, die einen Fokus auf “Green-Tech”, wie Co²-freie Energiegewinnung, die Menschheit hat die Klimaveränderung meist mit leichtem Erfolg gemeistert. Beispiel für das Genre: Bruce Sterling’s “Heavy Weather”.


Stitchpunk: Der jüngste Neuankömmling in der Punkfamilie ist Stitchpunk, der Begriff geht direkt auf Shane Acker’s “9″ zurück und findet Verwendung für Geschichten  gestrickte Helden in düsteren Welten. Dabei liegt das “Punk” eindeutig in der Ästhetik des Ganzen, mit einem recht düsteren Touch. Nach allem was ich bis jetzt von “9″ gelesen und  gehört habe, sieht es zumindest für mich nach genau meinem Stoff aus.


Primalpunk: Primalpunk ist die Bezeichnung eines recht neuen Genres. Es vereint das epische Drama aus Filmen wie DUNE: DER WÜSTENPLANET mit der steinzeitlichen Ästhetik eines CONAN: DER BARBAR zu einem endzeitlichen Überlebenskampf, der schließlich zu den Wurzeln der Evolution führt. Technologisch gesehen reichen einzelne Landstriche von urzeitlich, über unterentwickelt, zu fast schon cyberpunkiger Technologie. Diese wird aber unter dem Deckmantel der Mystik zu etwas, das im Empfinden der Menschen eher an magische Artefakte erinnert.


Scal, du Nerdschwein!

In den Comments zum Artikel wurde noch ergänzt:

Atompunk: (Das definiere ich jetzt mal. Hier!)


Und noch mal ich: Subgenres des Cyberpunks sind für mich: Atompunk, Biopunk und Nanopunk. Ganz einfach deshalb, weil die alle in der Zukunft angesiedelt sind. Meine Sci-Fi-Gehirnhälfte kann nur so denken. Die anderen betrachte ich als eigenständige Genres/Subkulturen. Und einige finde ich total überflüssig. Mythpunk; ist ja fast wie Shadowrun in noch schlimmer. Grundsätzlich würde ich auch behaupten, dass mir Storys aus den C-Punk-Subgenres besser in den Kram passen, als was mit Dampf und Rauch. Ich mag's halt lieber mit Laserlicht in den Schwertern. Faszinieren kann mich Steampunk aber auch. Dann aber doch eher Dieselpunk, welches ich wiederrum als Subgenre des Steampunks betrachte. Da röhrt's dann wenigstes ordentlich. Wenn schon, denn schon.

So ist das also mit den Punks. Sonst noch jemand 'nen Punk auf Lager?

…und wer jetzt auch nur ein ganz klein wenig neues erfahren konnte, der würdige dies nun bitte mit einem Jump in's Cyberpunk-Universum!


Apr 14 2009

Georg Grie

Chris


Georg Grie macht sehr sterile Bilder. Mit Leben drinne. Wie das geht? Ich habe keine Ahnung. Zuerst dachte ich: Nee,…nicht wieder so ein steriler 3D-Grafik-Der-90er-Jahre-Look. Dann entdeckte ich den Steampunk in den Bildern. Denn der steckt definitiv drinne. Irgendwie hat er’s auch mit Schiffen und Kathedralen und so. Ziemlich düster ist seine Galerie auch. Der Ausschnitt da oben ist schon richtig fröhlich. Alles in allem: Ziemlich verwirrend die Bilder. Aber schön.

Kleine Anmerkung: Die Website erschlägt die Kunstwerke.
Und: Georg! Sorry for cutting off your picture! Here are your credits ->


-> Hier geht es zu Georg Grie’s deftiger Webpräsenz: neosurrealismart.com


Mrz 24 2009

your1st – steampunkig

Chris


Der Künstler mit Namen your1st hat in seinem devArt-Profil stehen, dass er diese Autoren gerne hat: William Blake, W. Gibson, F. Dick. Und dazu malt der dann noch solch’ bombastische Bilder, wie das da oben. Und deshalb hab’ ich den jetzt auch gerne.

So geht das.

Das er Bjork gut fndet sei ihm verziehen; dafür mag er den Film Amelie, der ja wirklich toll ist. Außerdem haben seine Kunstwerke alle einen ganz eigenen steampunkigen Future-Style, den ich Klasse finde! Ahso, das hier heißt "Place where i whana live". Naja. Fast.



Feb 3 2009

Zukunftsmedizin: Michael Kwolek

Chris


Ja Ja! Hier gibt es bald auch wieder andere Inhalte als wunderbar’ bombastische und unglaublich unglaubliche Bilder bzw. Kunstwerke zu sehen. Zu mehr komme ich derzeit einfach nicht. Der Wille ist da, der Tag ist zu kurz. Man kennt das ja, nehme ich an. Mir spuken seit Tagen Textideen durch den Schädel: "Singularität bereits 2015?" oder auch: "Wie baue ich mir ein Solarauto selber?". Oder: "Meme, und das was du dafür hältst!"

Kein Scheiß, ein oder zwei Gastautoren wären dolle, im Moment. Wer will mal? Und ich nehme nicht jeden der sich Doktor schimpft! Der Nerdfaktor muss schon recht hoch angesiedelt sein.

Zu dem Bild: Das ist von Michael Kwolek. Der Mann macht zwar pure futuristische Zukunftsmedizin mit seinen Bildern, rutsch aber auch gerne mal in quietschbunte Themen ab. Und die rocken dann mindestens genau so wie seine Sci-Fi-Szenen. Echt jetzt. Zieht’s euch mal rein. Und grübelt genau so doof darüber nach, woher man seine Charaktere denn kennt, die er so malt….!?