There’s not going to be a clear distinction between real people and virtual people. In fact, “real people”—biological people of biological origin, like myself—will be mostly nonbiological once we get through the 2030s
cyberpunk
Apokalyptisches von Vladimir Manyuhin
Ich schwebte eben mal wieder an der farbwolke.de vorbei und entdeckte hinter einem klitze klitze kleinen Link ganz ganz ganz große Kunst. Nämlich die von Vladimir Manyuhin aka mvn78!
Der Fokus der Matte Paintings von Vladimir liegt ganz klar auf apokalyptischen Bildern. Er zeichnet wunderbare Szenarien von einer Welt, in der ich zwar nicht leben möchte (okay, manchmal schon), die aber dennoch einen unglaublichen Reiz auf mich ausübt.
New York als Endzeitcity sieht man ja recht häufig. Umso schöner, dass sich hier mal einige Motive eines apokalyptischen Russlands wiederfinden. Ähnliche Bilder hatte ich beim lesen von McCarthys The Road im Kopf. Nur nicht in Farbe.
Leider habe ich keine Webpräsenz des Artisten finden können. Daher nun ein Link, der einen recht guten Überblick seiner Werke liefert.
- Biddesehr: livadnyy.ru/gallery
- Entdeckt: farbwolke.de
Die Crux mit der unmoralischen bionischen Marketinghand
Ich entdecke eben eine bionische Hand im Interweb. So wie millionenfach zuvor. Mit zwei unterschieden. Erstens: Das Dingen ist Robocop. Das was die Jungs und Mädels da in Rochester, UK zusammenschrauben ist allerfeinste WetWare™. Zumindest sagen mir dies die Marketeere der RSLSteeper (Inc.).
Womit ich beim zweiten Punkt wäre: Die Prothese wird so vermarktet, dass ich davon ganz ganz leicht 'nen Moralischen kriege. Ich. Der mit dem Hirnstecker. Echt jetzt.
Es ist aber auch so, dass mich das Marketing zu dem Produkt durchaus fasziniert. Slogans haben 'se jedenfalls drauf:
Die neue Generation von myoelektrischen Prothesenhänden verbindet in idealer Weise innovative Technologie mit natürlichem Aussehen. Sie können eine Vielzahl natürlicher Greiffunktionen in gleichbleibender Präzision ausführen.
Bemerkenswert finde ich auch folgendes: Einige deutsche Techblogs und Portale hatten das Teil schon mal im Programm. Alle äußerten sich recht enthusiastisch zu dem Apparillo, weniger kritisch. Was ich prinzipiell befürworte. Gerade weil ich immer fordere, dass wir alten Europäer uns auch mal etwas relaxen sollten, was den Übermenschen und so angeht.
Trotzdem bekomme ich dieses mal beim Betrachten der Hand (und dem KlimmBimm drumherum) dieses cruxhafte Gefühl. Ich find's geil und iggelig zugleich. Um es einfach mal einfach auszudrücken.
Gegen einen Follow-Me-On-Twitter-And-Facebook-Button neben einem künstlichen-menschlichen cyborgianischen Körperteil ist sicher nichts zu sagen. Ein recht futuristisch gemachtes Werbevideo finde ich auch echt klasse. Prothetik und Social Media geht sicher gut zusammen…
…und eigentlich weiß ich auch gar nicht so genau, woran ich das zwiespältige Gefühl festmachen könnte. Ich denke, es ist ganz einfach die Botschaft des Labels. Das Marketing. Die Präsentation. Der Coax-Eingang. Die Facebookgruppe.
Die Crux.
Hier. Das Produkt. Das einem Nachtschattengewächs wie dir keine Krankenkasse der Welt bezahlen wird.
Weil du keine hast.
Weil du im Jahre 2052 lebst.
Und die Welt von Google mit Nikehandschuhen bombardiert wurde.
The City of Dharchonia von TateishiEigo
Bild: © The City of Dharchonia von TateishiEigo
Hach. ich liebe es ja, wenn Künstler sich zu ihren Werken auch noch richtige Geschichten ausdenken. TateishiEigo schreibt zu seiner Stadt zum Beispiel das hier:
It is a super-megalopolis where population 90 million is held, and it has daughter cities of 120, and the population in the entire metropolitan area exceeds 200 million. It functioned as a capital of the Ldometches republic 200 years ago. However, the capital function was lost by the politics academy's that defeated at the struggle of the politics academy and the merchant (Varcalet struggle) escaping from Dharchonia and having moved the capital fun ction to Vastarig.
Yeay. Gefällt mir. Und genau wie der ripperdoc finde ich auch: Die Begrünung der Dächer hat Potential!
- Mehr von TateishiEigo: tateishieigo.deviantart.com
Gott is back!
Genau diese reißerischen Worte gebrauchte ich gestern schon in einem Tweet. Und warum mache ich dazu jetzt extra noch mal 'nen Artikel auf? Weil sich dieser Satz einfach so unglaublich geil anhört:
This is the first self-replicating species on the planet, whose parent is a computer
Mit anderen Worten: Seit neulich gibt es das erste synthetische Leben auf der Erde. Was das jetzt bedeutet? Lest doch mal das Blog hier, ey.
…ehrlich gesagt habe ich auch nach dem dritten mal ansehen des Videos nicht genau gerafft, wem oder was genau die da jetzt Leben eingehaucht haben. Ist das jetzt der Beginn einer neuen Kreationisten-Ära oder sind es doch nur die Weichteile von Robocop, von denen da die Rede ist? Man weiß es nicht. Aber, Hey: It's Synthetic Life, Dude!
Hier noch eben ein YouTube-Comment, der wohl am Besten erklärt, was genau da los ist:
A better analogy may be that they have completely synthesized a head and placed it on a pre-existing body; AND IT WORKED!
Jesus!
Das 9-Stunden-Kapsel-Hotel
Der uniformierte SARARIMAN betritt das Capsule-Hotel, die Taschen voller CHRISTMAS BUNDLES, vollgepumpt mit COLD TEAM, bereit einen JOYBOY mit BEES zu betäuben. In der Lounge sitzt ein CALL GIRL, bestückt mit Unmengen WETWARE und einer pinkfarbenen CHATTER BOX unter den Armen. Gedämpfte Pianomusik dringt aus unsichtbaren Lautsprechern; es riecht nach GOMI, Schweiß und ranzigem Fett. Das Neon glüht über den Bar.
Eine Nacht, wie jede andere. Bis…
Wie viele Kapselhotels gab es wohl als Gibson Neuromancer geschrieben hat? Und wie viele gibt es heute?
Verrückte Scheisse.
Turning Into Gods
Manchmal wünsche ich mir ein klein wenig mehr transhumanistischen Optimismus. Die Drüben haben das – nach meinen Beobachtungen – etwas besser drauf. Da wird nicht gleich von Wahnsinn gesprochen, nur weil man sich für Kyro-Technologien begeistern kann. Es wird einem nicht radikales Denken unterstellt, wenn man angibt, dass einem die übliche Lebenspanne von etwa 75 Jahren etwas zu kurz erscheint.
Das ist Schade und unter rationalen Gesichtspunkten einfach totaler Quatsch. Formuliert man mal anders, zum Beispiel so…
Ich möchte 100 Jahre alt werden. Das allerdings bei geistiger und physischer Gesundheit.
…sieht man nickende Köpfe wohin man auch guckt. Warum also dann nicht auch 500 Jahre lang das bunte Leben genießen? Anmaßend? Für eine Anmaßung braucht es immer auch ein Maß. Und unter Berücksichtigung aller ökologisch/ökonomischen Bedenken kann ich ganz klar sagen: Ich will solange was davon haben, wie es irgendwie geht. Gerne auch mit USB-Connect im Zahnfleisch. Dagegen empfinde ich eine demütige, kriecherische und unterjochte Haltung als anmaßend. Ergo: Jenes Maß gibt es nicht.
Klar, die moralischen Bedenken sind angebracht und wichtig; gerade wenn man solche "Long-Tail Themen" wie Überbevölkerung und/oder Vergreisung (zwangsweise) in die Diskussion mit einfließen lässt.
Ich für meinen Teil halte beispielsweise Ray Kurzweil nicht für einen Wahnsinnigen (ja, ich weiß was ich hier ab und an mal geschrieben habe: War eh alles nur Spaß), sondern für einen sehr engagierten Forscher mit hoch gesteckten Zielen. Den Tod zu besiegen war schon immer ein Wahnsinns Traum des Menschen. Warum also nicht mal ernsthaft darüber nachdenken?
Biotechnologie, Nanotechnologie, Artifizielle Intelligenz. All das passiert heute. Jetzt gerade. In diesem Moment. Wir sollten uns nicht scheuen, dem Tod ein Schnippchen schlagen zu wollen. Denn genau dieser Gedankengang impliziert Evolution. In ihrer pursten und reinsten Form. Und das wir die brauchen, is' ja mal klar.
Nichts währt ewig!
Auch für mich hat dieser Spruch etwas tröstliches. Objektiv und neugierig betrachtet muss man sich aber doch auch mal fragen:
Warum denn eigentlich nicht?
Mit solchen weltbewegenden Themen befasst sich die kommende Dokumentation TURNING INTO GODS. Hier noch eben ein Teaser-Text dazu:
TURNING INTO GODS is a new feature length documentary exploring mankind's journey to 'play jazz with the universe'.
Universumsjazz. Nice one. Wundervoll auch der Spruch unter dem Trailer:
First we build the tools, then they build us. – Marshall McLuhan
Na denne. Happy Future, zusammen. Hier der Trailer zur Doku:
Ray und Bill in einem Trailer. Auch mal geil.
- Entdeckt: grinding.be
- DirektGod







