cyberpunk

Ben Newman


(Bild: © by Ben Newman)

Wer seine Leidenschaft für Shadowrun genau so pflegt wie ich es tue (jeps, ich habe ganze vier Shadowrun-Romane im Regal stehen und habe nicht ein Einziges mal bei einer Runde mitgespielt), dem wird sicherlich schon mal ein Artwork von Ben Newman über den Screen (oder das Buch-Cover) gehuscht sein.

Wirklich festgelegt ist der Gute in seinen Arbeiten wohl nicht: Neben einigen heißen Fast-schon-Softporn-Szenen findet man auch ganz gewöhnlich-hübsche Mädchen und einige nette Haustiere in seinen Portfolio. 

Dead Drops – ‚How to‘

Ich mein', ich hatte irgendwann im letzten Jahr zuerst bei Doktor Katze von der merkwürdigen Idee des Dead Droppings gelesen. Dahinter versteckt sich die Idee des Offline-Filesharings. Zumindest würd' ich es so umschreiben. Guckt das Video, is' ziemlich selbsterklärend, und eine Bauanleitung für ein Selfmade-Offline-Hub ist auch mit dabei.

…was hier nach lustiger Straßenunterhaltung 2.0 aussieht, ist in einigen der großartigsten literarischen Werken längst dystopische Realität: In der Zeit nach dem Netz; nachdem alle kapiert haben, dass totale Vernetzung und Transparenz nicht zwingend eine bessere Welt bedeutet, tauscht man seine digitalisierten Yps-Hefte nämlich eh nur noch zwischen 2 und 3 Uhr Nachts. In verrauchten Hinterzimmern, eingeklinkt, voll verchipt und zugedröhnt und so.

Magazines from the Future


Die besinnlichen Tage sind rum; weiter geht's mit Vollgas in eine hässliche Zukunft, die gar nicht so hässlich sein muss, wenn wir nur alle feste die Daumen drücken, und viel mehr Cyberpunk-Literatur lesen, um zu begreifen, dass wir es sind, die die Zukunft gestalten. Kein Obama, kein Osama, kein Assange. – We! The People! 2011 wird unser Jahr! Fuck Yeah! 

Was wollte ich sagen? Ah: Drüben bei somethingawful gibt es Magazin-Cover aus Zukunft zu bestaunen. 

…wirklich gigantisch sind die Entwürfe jetzt nicht; aber recht lustige Zukunftsthemen finden sich dennoch auf den Covern. 

Die Spitze des Leak-Berges

Aufgepasst, ihr korrupten, verkappten, ängstlichen, heimtückischen, hinterlistigen, verräterischen und scheinbar-mächtigen Menschen dieser Welt:

The War Has Just Begun! 

Passend dazu schreibt der Nachtwächter eben:

Genau in diesem Moment, in dieser kühlen Zeit, in der du jeden Tag die kleine Portion Wikileaks-Depeschen mit dieser Mischung aus Geifer, Geilheit und Entsetzen in dich hineinschlingst, tut der Staat, in dem du lebst, Dinge, von denen du glaubst, dass sie nur von anderen Staaten getan werden.

cyberwar. for real.


Ich schreibe jetzt mal das runter, was mir gerade beim Lesen von diesem Tweet so durch den Kopf ging:

Ich habe hier 407 Artikel zum Thema Cyberpunk am Start. Und jetzt? Jetzt passiert der totale Cyberpunk mit allem drum und dran in Echt und in HD direkt vor meiner Nase und ich weiß ehrlich gesagt gerade gar nicht so genau, wie ich mich dabei fühlen soll. Darf. Kann. Dingens. Es ist unheimlich und faszinierend zugleich: 4Chan, Operation Payback, Leakmirrors, Zensurtwitter, Geschlechtsverkehr mit Schwedinnen, CIA, Aliens, Militär. Alles. Was hier los is, ey'. Wie heißt es noch so schön:  

But the net is a house of anarchy

Krass ey.

Conzpiracy

Die Zukunft muss ja nicht immer nur Scheisse aussehen. Wär' ja auch zu blöde. Schon die dev-Art-Profil-Seite von Conzpiracy strahlt eine ganz eigentümliche Schönheit aus. Einen Sinn für düstere Ästhetik hat der Kerl, das ist mal sicher. Außerdem hat er Spider Jerusalem digitalisiert und die weiteren Arbeiten sind auch echt sexy. In Conzpiracy's Twitterprofil kann man das hier nachlesen:

Digital Artist, Flyer Designer & Photoshop Professional. Tech Horror, The Beauty of Fear, Cyberpunk.

Das gefällt mir.