cyberpunk

UGC-Filmprojekt: ‚Create Dystopia‘

Theresa von create-dystopia.org schreibt mir, dass sie über meinen Weblog gestolpert ist und fragt, ob ein kollaboratives (UGC= user generated content) Cyberpunk-Filmprojekt für mich interessant sein könnte. Ich so: Ja, logisch. Ich bin mal so frei und kopiere die Mail hier ein; dann kapiert ihr auch recht flott, um was es eigentlich geht:  

Worum geht es?

Im Rahmen des kollaborativen Cyberpunk-Filmprojektes werden verschiedene Aufgaben an die Community gestellt. Diese werden unter www.create-dystopia.org veröffentlicht, jeder registrierte User kann seine Ideen und Vorschläge einreichen, andere Einreichungen kommentieren und liken. Nach einer Deadline werden die Einreichungen für ein Community-Voting freigegeben. Die beliebteste Einreichung gewinnt und wird im Film umgesetzt. 

Schön. Na und?

Umso konkreter und schwieriger die Aufgabe, desto weniger Einreichungen kommen zustande. Damit verzögert sich aber leider das gesamte Projekt, da wir auf die Entscheidung der Community warten müssen. Was wir brauchen? Interessierte Leute, die einreichen, kommentieren, voten und das Projekt vorantreiben.

 Was kann ich konkret tun?

Schau dir die aktuellen Aufgaben an, informiere dich über das Projekt, erzähl es weiter! Außerdem kannst du bisherige Einreichungen kommentieren oder liken und in der Votingphase deinen Favoriten wählen.

 Warum sollte ich das tun?

Um ein kollaboratives Projekt zu unterstützen und Ruhm und Ehre zu erlangen. Die Gewinneridee wird im DYSTOPIA-Film umgesetzt, der Urheber wird in die Credits aufgenommen. Das Projekt ist finanziert, der Film wird im April gedreht. Anschließend wird das gesamte Video- und Audiomaterial der Community zugänglich gemacht, sodass jeder seinen eigenen Film schneiden kann.

Auf der Homepage steht auch noch was über die Macher: (wie die überhaupt in Deutschland sowas aufziehen können, ohne mich vorher mal gefragt zu haben, ob das was werden kann, ist mir ein Rätsel;)
We are a team of professionals and students from Germany, based in Berlin and Ludwigsburg near Stuttgart. We love Cyberpunk movies and Open Culture! And we believe in your creativity! Our goal is, to make this project happen and to create awesome movies in a way where the basic aspects of the upcoming film creation process throughout the different departments will be created and decided by you.

Ich selber werde wohl wenig Zeit haben, da etwas einzureichen. Ideen hätte ich aber genug:

In einer dystopischen Near-Future-Welt sammeln findige Hacker, steamige Punks und lustige Rigger Material um einen Kommunikationsatelliten zu bauen, mit dem dann die Hierarchie der Konzerne und Sarimänner durchbrochen, unterlaufen, ausgehebelt und schließlich und endlich zerstört wird. Dazu noch 'ne echt heiße Liebesgeschichte zwischen einer Konzernfrau und einem Straßensamurai. Subline: "Eine unmögliche Liebe in unmöglichen Zeiten" (Jesses, bin ich gut, ich muss nach Hollywood).

Das Projekt kling nice; und auch wenn ihr nicht direkt was beizutragen habt, lohnt es sich doch da mal reinzugucken. 

ROBOTIC SPIDER DRESS

…davon gingen die Tage hier und da mal lustige Bildchen durchs Internetz. Jetzt auch als Video: DAS ROBOTIC SPIDER DRESS. Supergeiler Schwachsinn. 

Exploration within the realms of robotic dresses; a spider dress gave birth. A cute little host creature created by fashiontech designer ANOUK WIPPRECHT and hacker & engineer DANIEL SCHATZMAYR – A prototype of a mechanic dress equipped with sensors indicators and controllers, created with the aim to give more power and 'psychological thrills' to the sugar sweet character that performative wearables often have. Sensoric, servo controlled, mechanic, microcontroller based and reacting//attacking upon approach, inspired by the game LIMBO

Lese/Anguck-Empfehlungen! – Teil 5 (feat. ‚Daddelfly‘ und ‚bod‘)

empfehlungen

Eigentlich empfehle ich euch in meinen Lese/Anguck-Empfehlungen ja immer nicht-digitalen Kram. Also Bücher und Artbooks und so. Heute gibt es mal eine Ausnahme: Ich verlinke und empfehle euch zwei Sachen, direkt aus dem Web.

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Einmal hab' ich da  den Thomas aka Daddelfly aka Bunga für euch. Mein langjähriger Kollege und Kumpel macht seit einigen Monaten echt spannende und spaßige Let's Play-YouTube-Videos. Hier mal eins davon: 

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Weiter geht es mit 'bod'. Der im echten Leben Björn heißt, wirklich tolle (teilweise cyberpunkige!) Musik macht ( zu dieser hatte ich schon ab und an mal was getippt), und neuerdings auch öfters mal was bloggt: Und zwar nicht irgendwas, sondern thematisch recht nah an dem Kram, den ich hier mache. Was mich total freut. Hier ein Teaser-Screen eines spannenden Artikels von Björn:

bod_text

Weiter geht es dann auf bod's-Blog: bodmusic.com. Und hört ja mal in die Musik rein!

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Beide Männers machen ihre Sachen echt gut; und ich empfehle das abonnieren des Daddelfly-YouTube-Channels ebenso wie den Abschluss eines Abos auf bod's Weblog

————————————————————————————————————————————————————————Übrigens: Wenn ihr Projekte habt, die hier bei mir reinpassen; die ich evtl. auch mal zur Sprache bringen könnte: Her damit, ich gucke mir das gerne an (Kontakt via Kommentare, Mail, Facebook..ihr kennt das ja) 

‚Arbeitswelten 4.0‘ – #hihi

Da Zukunft ein elementares Element dieses Blogs ist, muss das Video 'Arbeitswelten 4.0 – Wie wir morgen arbeiten und leben' hier rein. Sei es noch so bescheuert. 

Bescheuert deshalb, weil die Autoren und Filmemacher viel zu wenig apokalyptische Weblogs und Texte lesen. Das klingt ja (fast) alles total nett und schmusi und fancy und alles. Schaut man sich die Realitäten – insbesondere die der Werbewelten – mal genauer an, wird schnell klar: So utopisch wie im Video wird das alles ganz sicher nicht werden. Nehmen wir die Szene mit der schwangeren Dame und der sensitiv-intelligenten Litfaßsäule: Erstmal muss die Frau sich für die orwell'sche Überwachung via Smartphone-GPS entscheiden. In meinem Bekanntenkreis ist der Gedanke weniger ist mehr zumindest  zwangsweise teilweise etabliert. Das Betrifft sowohl die Erreichbarkeit, als auch den Einsatz von Ortungsdiensten. Dieses Werbeutopia funktioniert also nur dann, wenn wir alle / die meisten sich jederzeit (ver)orten lassen möchten. Fairerweise muss man anmerken: Meine Leser und Bekannten und Freunde sind möglicherweise nicht repräsentativ für den Massenmarkt, das mag sein, ja. Dennoch: Das die Menschen nicht so blöde sind, wie es das Dschungelcamp verkündet, glaube ich aber insgeheim trotzdem noch immer. 

Weiterhin stellt sich die Frage: Was genau wird da getrackt und ausgewertet? Ausschließlich der dicke Bauch? Oder vielleicht auch das Geschlecht des kommenden Erdlings sowie dessen ungefähres Geburtsdatum. Was Unternehmen mit diesen Daten dann anfangen – außer zielgruppengerechte Werbebilder auf futuristische Litfaßsäulen zu projizieren – möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen; das überlasse dem Vorstellungsvermögen der werten Leserschaft (ansonsten guckt mal hier; da is' einiges zum Thema Dystopie zu finden).

Wie ein berühmter Schattenläufer schon mal sagte: 

The street finds its own uses for things

..und zumindest hier, in meiner Straße; in meinem Block™, sind dann  – so schwer es mir fällt das einzugestehen – doch mehr Ellbogenarschlöcher als Herzhipster unterwegs. Wenn also die/meine These stimmt, dass die Technik den Menschen schon bald überholt/überkommt/überrollt, und wir doch eher eine Ego/Kopf-Gesellschaft sind, als eine Hippiekomune mit Liebe und so,…dann… dann möchte ich durchaus auch eine Google-Brille haben! Die alles kann! Nur nicht das, was Google sich vorgestellt hat.

Fazit: Den Einsatz von Ortungsdiensten (ob nun im Smartphone oder im Schädel spielt dabei keine Rolle) für bessere Werbung™ halte ich für spannend und erwähnenswert. Den Einsatz von Ortungsdiensten zur besseren sozialen Vernetzung halte ich dagegen für phänomenal und großartig. Doof ist: Alle GPS-Signale gehören einer einzigen Company. Navstar nämlich; und die sind USA-gesteuert und dem Militär angehörig. Es ist also kompliziert.

..statt dieser dämlichen Petition für einen Todesstern, hätt ich eh 'ne Crowdfunding-Aktion für einen Satelliten des Volkes viel geiler gefunden! (Das is' zwar keine Lösung; aber 'ne geile Idee. Finde ich.)

…und nochmal der Fairness halber, und damit ihr euch kein eigenes Bild machen könnt, hier der Description-Text von YouTube: 

Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes OFFICE21® vom Fraunhofer IAO wurde basierend auf einem Forecast-Prozess mit über 100 Experten das Szenario "Arbeitswelten 4.0" erstellt. Das Zukunftsszenario beschreibt die Arbeits- und Lebenswelt von Büro- und Wissensarbeitern im Jahr 2025. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten einer hochvernetzten, räumlich und zeitlich flexibilisierten Arbeitsorganisation, die sich an den individuellen Lebenskontexten orientiert und damit zu einer Steigerung von Innovationskraft, Effizienz und Effektivität beiträgt und sich auch in einer veränderten Gestaltung des Büroumfelds ausdrückt.

  • Direkt4.0
  • Entdeckt: Vergessen, sorry, war mit'm iPhone!

Gametrailer: Cyberpunk 2077

Ich flipp' aus, sieht das gut aus!!! Die Gamer und Turbonerds unter euch haben den Trailer gestern schon gesehen. Ein Straßensamurai als Frau. Wie gut ist das denn? Zu dem kommenden Game der Witcher-Macher sage ich nun nicht viel; es gibt ja eh fast noch keine Infos dazu. Nur der Name…. Cyberpunk… der geht mir mächtig auf den Keks. Man nennt kein Spiel nach einem Genre. Punkt.

Trotzdem…neben Watch Dogs, Last of Us und Remember Me…wird das noch ein Spiel in einer cyberpunkig-gestylten Welt. Danke, liebe Entwickler, endlich hört mal wer auch mich! 

UPDATE: Da offensichtlich Interesse an weiteren Infos besteht: Guckt mal hier:

UPDATE 2: Zieht euch das .pdf mal rein ;) Hier noch mehr Infos dazu. Und hier noch mal Klartext!

    ‚Neuromancer‘ – Das Hörspiel!

    neuromancer(Bild: Konzeptstudie für einen möglichen Neuromancer-Film von phatandy)

    Bevor ihr euch irgendeinen Schrott in diesen unsäglichen TV-Apparaten anseht, hört doch einfach mal das beste Hörspiel aller Zeiten: William Gibson’s Neuromancer. Das geht nämlich so los:

    Case schließt die Augen. In der blutgeschwängerten Dunkelheit hinter den Augen wallen silberne Phosphene aus den Grenzen des Raumes auf. Hypnagoge Bilder, ein wahllos zusammengeschnittener Film, der ruckelnd vorüberzieht. Ein fragmentarisches  Mandala visueller Information. Als Origami-Trick in flüssigem Neon entfaltet sich seine distanzlose Heimat; ein transparentes Schachbrett in 3D. Das innere Auge öffnet sich zur abgestuften knallroten Pyramide der Eastern Seabord Fission Authority, die leuchtend hinter den gründen Würfel der Mitsubishi Bank of America aufragt. Und irgendwo….er. Lachend. In einer weiß getünchten Dachkammer. Die fernen Finger zärtlich auf dem Deck. Das Gesicht mit Freudentränen überströmt. 

    Das ist. Unfassbar. Gut. Jedes. Mal. Wieder. Gibson packt einen nach drei Sätzen und lässt einen bis zur letzten Zeile nicht mehr los. Wenn es einen literarischen Gott gibt, muss der William heißen. Aber das wisst ihr ja.

    ….und nach der Ouvertüre hier oben geht es erst so richtig los; es folgt der berühmte Satz. Den ihr euch  – wenn ihr ihn nicht kennt – gefälligst mal selber anhören sollt. Los geht’s:

    Teil 1:

    Teil 2:

    Teil 3:

    PS: Das andere Gibson Hörbuch Cyberspace – in dem Bono mitliest – habe ich auch hier. Wenn es wer haben will, der möge sich melden; irgendwie kriege ich das auch noch hin.