science

Trailer: Schilf (feat. Schrödingers Katze)

Yes. Endlich mal wieder ein Trailer zu einer deutschen Filmproduktion der (fast) komplett zu überzeugen weiß. Dazu kommt noch meine (fast) Lieblingskatze drin vor. Die vom Schrödinger nämlich. Und um was geht es sonst so?

Sebastian (Mark Waschke) ist Physikprofessor an der Universität Jena und beschäftigt sich seit Jahren mit Paralleluniversen. Akribisch versucht er, deren Existenz wissenschaftlich zu beweisen. Sein Studienfreund Oskar (Stipe Erceg), Professor für theoretische Physik am CERN in Genf, belächelt Sebastians festen Glauben an Paralleluniversen und die Viele-Welten-Theorie. Um sich der Beweisführung in Ruhe widmen zu können, bringt Sebastian seinen Sohn Nick ins Ferienlager, während seine Frau Maike (Bernadette Heerwagen) in den Urlaub in die Berge fährt. An einer Raststätte verschwindet Nick spurlos aus dem Auto und für Sebastian beginnt ein Alptraum.

Joa. Drüben auf scienceblogs.de wird zwar schon der Trailer verrissen, aber das sind ja eh alles Kacknerds, die immer was zu meckern haben. Achso: Kinostart ist am 8. März 2012. 

Singularitäts-Countdown

Ich persönlich glaube ja, dass solche Countdown-Counter irgendwie auch so ein Nerd-Dings sind. Zahlen, Bewegung, alles fliest, und so. Jedenfalls verspricht uns dieses Countdown-Diagramm, dass die Singularität in greifbarerer Nähe liegt. Optimisten sagen, dass die evolutionären Schritte immer flotter gehen, dass alles immer schlauer und schneller funktioniert und somit eigentlich ja alles eh nur gut werden kann. Ich sage: Ich will mal 'nen Pleo verprügeln; dann sehen wir weiter. 

Spannend: Auf der gleich verlinkten Seite gibt es unzählige Diagramme und Infographen, die die steile These der Singularität und des Weltfriedens untermauern. Zum Beispiel diese hier; die das Moorsche Gesetz ganz gut aufbröselt. 

Wir fassen zusammen: Alle 1,5 Jahre verdoppelt sich die Intelligenz/Rechenleistung auf unserem Planten. Mittels moderner Kommunikationsmöglichkeiten (uhoh!?) entstehen Hive Mind-artige kollektive Bewusstseins-Sphären. Und weil das alles so schön schlau und schnell ist, leben wir 2035 gefangen in Mikrochips auf planetaren Umlaufbahnen, die heute noch kein Hubble entdeckt hat.

…erzähl das mal den degenerativen Guttenbergs, den vonDerLeyens und den Frank Millers dieser Welt. Tscha. 

Das Chinesische Zimmer


Da ich dieser Tage immer mal wieder in Publikationen von Freeman Dyson rumblättere – und ehrlich gesagt nicht wirklich viel von dem kapiere, was er da so faselt – dachte ich mir, dass ich mir – neben dem hypothetisches Konstrukt der Dyson-Sphäre (die, die fast so funktioniert wie die berühmten Staubsauger…) – auch mal ein paar etwas weniger anspruchsvolle Gedankenexperimente ansehen könnte.

Wie bekannt sein sollte, bin ich großer Fan der gedanklichen Idee, eine Katze mit einer Atombombe zusammen in eine Kiste zu stecken. Denn: Basierend auf dem Experiment des Quanten-Schrödingers kann man unendlich viel ableiten und die wildesten Diskussionen und Spekulationen in die Welt hinausposaunen. Ob philosophisch, technisch oder sozialwissenschaftlich betrachtet…das gibt dermaßen viel her, dass man (ich nicht) Bücher darüber schreiben könnte. Kurzum: Ich mag das Gedankenexperiment so gerne, weil es so verdammt nichtsnutzig daher kommt. Und zu gleichen Teilen wissenschaftlich höchst wertvoll ist. Da wären wir dann auch wieder bei einem meiner allerliebsten Themenbereichen: Die Dualität aller Dinge, das Leben ist bunt, und nicht nur Ying und Yang. Und so. Ihr kennt das. 

Jedenfalls bin ich bei Recherchearbeiten für meine Doktorarbeit auf Das Chinesische Zimmer gestoßen. Klingt erstmal unaufgeregt; ist es aber sowas von überhaupt nicht. Bevor ich jetzt mit Alan Turing und Blade Runner und der Voight-Kampff-Maschine anfange..lest, versteht, staunt und denkt lieber selber mal drüber nach:

Searle beschrieb einen geschlossenen Raum, in dem sich ein Mensch befindet. Ihm werden durch einen Schlitz in der Tür Zettel mit Geschichten auf Chinesisch zugestellt. Er selbst ist der chinesischen Sprache nicht mächtig und versteht somit weder den Sinn der einzelnen Zeichen noch den Sinn der Geschichte. Danach erhält er noch einen Zettel mit Fragen zu der Geschichte (ebenfalls in chinesischer Notation). Der Mensch findet des Weiteren einen Stapel chinesischer Skripte und ein „Handbuch“ mit Regeln in seiner Muttersprache vor. Das Handbuch ermöglicht es ihm, die Symbole mit der Geschichte in Verbindung zu bringen, allerdings ausschließlich auf der Ebene der Zeichenerkennung (über die Form der Zeichen). Auch entnimmt er dem Handbuch Anweisungen, welche Zeichen er (abhängig von den Zeichen der Geschichte und der Fragen) auf den Antwortzettel zu übertragen hat. Er folgt also rein mechanischen Anweisungen und schiebt das Ergebnis (die „Antworten“ auf die Fragen) durch den Türschlitz, ohne die Geschichte oder die Fragen verstanden zu haben.

Vor der Tür wartet ein chinesischer Muttersprachler, welcher die Antwortzettel liest. Er kommt aufgrund der Sinnhaftigkeit der Antworten zu dem Ergebnis, im Raum befinde sich ebenfalls ein Chinesisch sprechender Mensch. Das Gedankenexperiment hatte mehrere Deutungen zur Folge.

Diese Deutung(en) könnt ihr in aller Ruhe mal auf Wiki nachlesen. Und nachher auch nicht schlauer sein als vorher. Geht super. 

ASIMO wird 11! Alles neu!


Der beliebte humanoide Roboter ASIMO aus dem Hause Honda hat Geburtstag. 11 Jahre wird er alt. Wenn man sich mal Bilder aus seinem Geburtsjahr ansieht, stellt man fest: Hübsch isser geworden! Die Faceliftings und sonstige plastische Operationen haben dem kugeligen Kerl ganz gut getan. Jetzt – im Jahr 11 -, bekommt er von Honda nicht nur neue Gesichtszüge verpasst, sondern erhält auch ein paar neue Organe und wird auch sonst sichtlich aufgepimpt. Ich fasse mal eben die wichtigsten Neuerungen zusamen:

  • Er hat abgenommen und wiegt nun 48 Kilogramm. Sein Alter Ego aus '04 hatte noch 6 Kilo mehr auf den Hüften. Steht ihm.
  • Er kann seinen Torso nun um 57° drehen (Vorher waren es 34°). Pervers.  
  • ASIMO rennt nun bis zu 9km/h schnell. 3 km/h schneller als beim letzten Gehversuch.

Weiterhin wurde die Blechbüchse mit der sogenannten first autonomous behavior control technology ausgestattet. Was nichts anderes bedeutet, als das er jede Menge neue Sensoren erhalten hat (taktile und optische). So ist er sehr viel besser in der Lage sein Verhalten der Umgebung entsprechend anzupassen. Er redet beispielsweise nicht einfach so weiter wie es ihm passt, sondern achtet auf Gestik und Mimik seines Gegenübers. Im Klartext: Wenn man nicht mit seinen Weltunterjochungsplänen einverstanden ist, schüttelt man den Kopf oder wackelt mit den Armen, und schon versteht ASIMO, dass es so nicht weitergehen kann. Auch das rausfiltern von verschiedenen Stimmen (und den dazugehörigen Menschen) fällt ihm nun leichter. So ist er nun dazu befähigt, sich auch in größeren Menschengruppen einigermaßen am Riemen zu reißen. Der wirkliche Knaller sind aber seine neuen Bewegungsabläufe. Ob vorwärts oder rückwärts: ASIMO rennt wie ein Großer. Und gerät dabei nicht mal ins Schwitzen. Spannend: Hüpfen kann er nun auch. Und – Achtung – das sogar auf einem Bein! 

Honda spricht vom Sprung einer automatic machine zu einer autonomous machine. Was man beruhigt in die Rubrik Marketing-Gefasel einsortieren kann. Würde ich sagen. Autonomie bei Bots,… lasst uns dazu noch mal 2025 quatschen, Honda. 

Alles in allem finde ich die neue Version echt schick. ASIMO hat bei mir aber eh immer einen gut. Auch wenn seine Nachkömmlinge uns alle mit Haut und Haaren aufessen werden: Ich kann dem nicht böse sein. Der guckt immer so lieb. 

Happy Birthday, alte Botnase! 

HackThisZine v.12 is out!


Im Januar hatte ich euch die Nummer 11 empfohlen, jetzt geht es weiter mit Ausgabe Nummer 12. Folgende – und viele weitere – Themen findet ihr in dieser Ausgabe: Selbstzerstörende Notizen, Twitter-KryptographieBradley Manning, Anons, usw.

Wissen bildet, und so. Schaut also gefälligst mal rein. Die Rubrik Tools drucke ich mir in regelmäßigen Abständen aus und lege die gedruckten Seiten an einem – nur mir bekannten – ultrageheimen Ort ab. Nur für den Fall das. 

Schrödingers Katze!

Gefühlte 312 mal habe ich auf dieser Website schon von Schrödingers Katze gefaselt. Außerdem besitze ich zwei T-Shirts mit der Katze drauf und denke öfters darüber nach, mir das Teil auch unter den Fuß tätowieren zu lassen. So, in etwa. Ich weiß gar nicht so genau, wo meine Faszination für Schrödingers Gedankenexperiment herrührt. Vielleicht weil die Theorie so allumfassend ist.

Katzen, Matrix, Vorstellungskraft, Mathematik, Multiversen und außerirdische Beobachter… das muss man ja einfach gut finden. Und dank Gilly muss ich ab sofort nicht mehr wilde Wikipedia-Artikel verlinken – die eh keine Sau kapiert – sondern kann ganz easy sagen:

Steht alles auf'm DokBlog. Ungläubiger!

cern vs einstein #wtf


Öh. Viel mehr als wild rumtwittern und dramatische Headlines verfassen geht hier gerade nicht. Oben seht ihr die Story eures Lebens (von oben nach unten lesen) BBC sagt mit dem 1. Tweet nichts anderes, als das dass CERN sagt, dass Einstein falsch lag. Beziehungsweise nicht richtig. Natürlich revidieren die schon, suchen Hilfe in der Wissenschaftsgemeinde, können's selber nicht glauben und brauchen einen Gegenversuch und so. Bla. Ich sag' euch mal was: Die haben da schon was länger dran rumprobiert; und kommunizieren das erst jetzt. Die sind save. 

The team measured the travel times of neutrino bunches some 15,000 times, and have reached a level of statistical significance that in scientific circles would count as a formal discovery (bbc)

Ich versuch' mal eben zusammenzukriegen, was es bedeuten würde, wenn die recht haben:

Einsteins Relativitätstheorie besagt, dass nichts sich schneller bewegen kann, als Licht in einem Vakuum. Und auf dieser steilen These / dieser Messlatte beruht so ziemlich alles, was unsere moderne Wissenschaft ausmacht. Richtig? Richtig. Und CERN sagt: Wir haben da was entdeckt: Slipstream! Warpen! Springen! Dings! Du hast falsch gelegen, Albertus, hier sieh hin: DAS ist schneller als Licht und wir können es sehen und messen und alles (hiermit)! Und damit lösen wir alles und überhaupt, und bauen Schiffe, die…

Ich flieg' zum Merkur. Der ist so schön. 

Der Traum vom Fliegen!

Gestern Abend bin ich endlich dazu gekommen, mir mal alle von mir vorgemerkten Tech & Gadgets-Videos der letzten Tage in Ruhe reinzuziehen. Und das was hier jetzt eingeklebt wurde, ist definitiv das absolute Über-Highlight. Wir sehen ein perfektes Zusammenspiel von verschiedensten Technologien. Der Mikrocontoller kann was, die Mechanik der Flüge ist umwerfend, die Leichtbauweise ist atemberaubend, das Chassis-Design ist pure Aerodynamik. Hinten raus kommt dann eins der beeindruckendsten Fluggeräte, welches ich in meinem Leben bisher gesehen habe. Das Menschen sich sowas ausdenken, konzipieren und auch produzieren können, ist mir nach wie vor unbegreiflich. Und ein wenig unheimlich isses auch. 

…und wenn ich diese Trolls auf YouTube lese, muss ich kotzen: Can it shit? Noch besser: Can it bomb Afghanistan? oder German Work! oder auch It will take the place of  real birds and animals! 

Spackos. Das ist genau das RC-Spielzeug, was ich mir in meinen wildesten Kindheitsträumen ausgemalt habe. Und ja: Auch heute fasziniert mich diese Art der Technologie (neue, spannende, was zum Fliegen!) ungemein. Es gibt da sicher weit spannendere Anwendungsszenarien als Bombardierung von Land X oder Bevölkerung Y. YouTube hat den Spam aber auch kein Stück unter Kontrolle. Gefühlte 30% der Kommentatoren wollen damit Moscheen und Synagogen wegbomben, die anderen sind noch schlimmer.

Ekelhaft. YouTube-Comments…Ein Spiegel der Netzweltgesellschaft? 

(Ich würde ja -wenn ich TED wäre-, da eh nix mehr hochladen. Dann lieber nur noch 'nen eignen Player nutzen. Oder Vimeo. Oder so) 

Erklärt: Synthetische Biologie

Die Synthetische Biologie ist ein Fachgebiet im Grenzbereich von Molekularbiologie, organischer Chemie, Ingenieurwissenschaften, Nanobiotechnologie und Informationstechnik. Sie kann als die neueste Entwicklung der modernen Biologie betrachtet werden.

…sagt Wikipedia. Ich sage: Lest mehr Biopunk. Oder stellt euch vor, ihr pflanzt Montags einen Samen in ein Molekularbecken, betet drei mal täglich zu einem Naturwissenschaftler euer Wahl, und Freitags ist aus dem Samen ein Fahrrad aus Papier erwachsen. Mit drei Gängen und in rotviolett. Das ist dann Synthetische Biologie. So ungefähr. #voll #spannend

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