Es ist nichts verwerfliches daran, ein Bild aus dem Internet herunterzuladen, um es dann wieder hochzuladen. Dafür sind die ja da. Anschließend erwähnt man dann noch lobend den Künstler und wirft mit Links um sich.
Irgendwie schick, der Stil von Heri Irawan. Ich bin müde, in Bilderklaulaune und wortkarg noch dazu. Man muss ja auch nicht immer zu talentierten Künstlern untalentiertes unqualifiziertes Gelaaber beisteuern. Oder?
(Es macht mir gerade unendlich Freude, die Zeilen – so wie sie sind- , direkt aus der Online-Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers rauszukopieren. Hier sind sie:)
81 Straßenbahnzüge der KVB sind in der Nacht zu Freitag mit Graffitis besprüht worden.
Das Kriminalkommissariat 57 (Tel. 0221 / 229-0) hofft jetzt auf Zeugenhinweise.
Ist das toll, oder was? Waking Life gibt's komplett im Netz. Waking Life? Hatte ich hier erwähnt. Und hier auch. Und hatte ich auch erwähnt, dass ich vermutliche der einzige Nerd auf diesem Planeten bin, der den Film auf deutsch, in guter Qualität und auf einer Scheibe hier rumfliegen hat? Hatte ich erwähnt, dass das 'ne mordsmäßige Arbeit war? (Tonspur und Bild zusammenführen; für den MedienVideomacher von heute sicher kein Problem; für mich war's völliges Neuland. Und ja: Das UK-Original habe ich selbstredend auch.) Hatte ich erwähnt, dass ich jeden Menschen, der diesen Film gut findet, herzlich einlade? Zu was auch immer. Zu allem. Zum Träumen. Zum Noch-Mal-Waking-Life gucken.
Ehrlich, jetzt.
Ich habe mir kürzlich ein Tarantino-Interview angesehen, in dem der Verrückte was von "den besten Filme der letzten zwanzig Jahre" erzählt (Waking Life war nicht dabei). Ich könnte das heute nicht mehr: Ranglisten erstellen. Als ich 16 war, war mein Held Kurt Cobain, mein Lieblingsfilm "Woodstock" und mein Lieblingsbuch irgend' ein Fantasy-Scheiss. Als ich 18 war, waren es die Massiven Töne, der Film "Wildsytle" und das Buch "Odem on the Run". Als ich 20 war, war's wahrscheinlich Cari Lekebusch, 'ne Loveparade-Doku und ein Buch von Howard Marks. Ihr wisst worauf ich hinaus will?
Nicht? Was ich meine ist das hier: Ich kann mir heute – mit jungfräulichen 28 – die Farbe aus der Welt einfach nicht mehr wegdenken. Oder sie ignorieren. Heute liebe ich Cobain, die Massiven und ab und zu sogar noch das Lekebusch. Es ist einfach alles viel zu bunt, um Listen zu machen, zu kategorisieren und zu bewerten. WENN ich aber eine Liste machen MÜSSTE: Waking Life wäre drauf! Ganz weit oben. Gleich neben/hinter/vor… siehste! Da hört's auf! Es geht einfach nicht.
Der Film ist einmalig. So wie Cobain, die Massiven und Adam Beyer. Wie Nietzsche, Disney, Gibson und Dick (der übrigens in Waking Life zitiert wird. Ach, viel mehr als das…).
Was wollt' ich sagen?
Nix.
Großartiger Film. Und so bunt!
Hier noch eine paar Eindrücke; dann der Link zum kompletten Movie.
So, Herr Tiago Hoisel. Jetzt hab' ich lange genug auf ihre Antwortmail gewartet; ich klopp's jetzt raus; gehe nicht über Los, sondern direkt in den Klosterkeller. Da kenn' ich nix und Gefangene hab' ich selber schon genug.
Hoisel malt Bilder, die ich nur schwerlich umschreiben kann. So ein kleines bisschen Neuzeit-Dali-mäßig, würde ich sagen. Schön bunt, etwas skurril und mit der gewissen Portion Humor an Bord. Macht's mal größer, wenn ihr mögt; die Details sind schon ziemlich krass herausgearbeitet.
Mir gefällt's. Ich hoff' euch auch. Wenn nicht: Vorsicht vor dem Hund.
Unfassbar, diese Bildgewalt. Ein Bild von Nekro hatte ich ja auch schon mal hier drinne. Und das aus gutem Grund, will ich meinen (draufklicken!). Der Kerl wird einfach immer besser; mit jedem Bild was der so raushaut. Das geile is': Er trifft mit seinen Motiven immer so 'nen ganz bestimmten Nerv bei mir; da fang' ich echt es zucken an.
Irgendwie ist Nekro jetzt an eine andere devArt-Adresse gekommen. Die verlinke ich jetzt, gucke mir danach einen romantischen Endzeitanime an; und wünsche daher jetzt schon mal eine gute Nacht:
Mal eben was vorweg: Wenn hier einer von euch Gruselkerls und Gruselmädels einen echt gruseligen Gruselfilm kennt…sagt mir mal Bescheid. Ich suche nämlich sowas immer. Weil: Es gibt doch keine gruseligen Filme! Okay, zwei vielleicht: Einmal "The Grudge/Der Fluch" (Das Remake, nicht das Japan-Original) und (ja, lacht ihr nur) "Der Fluch von Darkness-Falls" – der mit der Zahnfee. Sonst kenne ich KEINEN Film, bei dem es mich gruselt (außer vielleicht bei diversen Dokus; da dann allerdings aus anderen Gründen). Und ich will mich ja wirklich gerne gruseln lassen. Also: Immer her damit! Und das mir jetzt keiner mit so 'ner SAW-Scheisse kommt. Ich rede von Grusel, nicht von Hirnriss.
Zum Thema: LUCIA. Diesen zweiteiligen Kurzfilm habe ich gerade bei vimeo entdeckt. Und der gruselt mich. Der Sound, die Story und die Bilder…phänomenal. Guckt, hier, Teil1:
Ein tragbares Gerät zur Konditionierung, das ermittelt, ob sie lächeln und für schmerzhaftes Feedback sorgt, wenn sie es nicht tun. Ein Stirnrunzeln verursacht starke Schmerzen, aber mit einem breiten Lächeln bleiben sie schmerzfrei. Das erste einer Reihe von Hilfsmitteln für die verbesserte soziale Interaktion.
Jawollo. Randis malt Bilder nach meinem Geschmack. Sagen wir es so: Einige meiner Synapsen und Botenstoffe springen und klappern im Kreis, wenn ich mir seine Bilder ansehen. Okay, so abartig ist mein Geschmack nun auch nicht, als das ich sagen könnte: "Besser geht’s nicht." Dennoch: Der Teil meines Hirns, der sich von sowas angesprochen fühlt, der läuft beim Betrachten der Bilder jedenfalls auf Hochtouren.
Kann es wohl ein Gehirn geben, in dem die Rezeptoren für Sex, Roboter und Fleischwölfe nah beieinander liegen? Quatsch, klar. In den Grundzügen habe ich schon begriffen, wie mir meine Botenstoffe zu einem Sinneseindruck verhelfen. – Kurios ist es aber schon, irgendwie.
Schlafen tu ich deshalb aber auch nicht schlechter. Naja.