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EUCRIO! (Ich frier‘ mich ein, Alter!)


Das Thema Kryonik hatte ich genau ein halbes mal im Programm. Genau hier nämlich. Kryonik ist zwar kein fester Bestandteil von Cyberpunk, sehr wohl aber ein wichtiges Element der zeitgenössischen Science-Fiction-Literatur/Kultur.

Science-Fiction? Wohl kaum; ich verweise einfach mal ganz unverbindlich auf sämtliche Transhumanisten des Planeten Erde; die feilen nämlich schon etwas länger daran, einfach für immer da zu sein. Ich find's ungeheuerlich spannend, das Thema. Und noch spannender find' ich's an mir selber zu beobachten, wie mir beim philosophieren über das Thema meine eigene beknackte Moralvorstellung ins Gehege kommt. Will ich wirklich in einer fernen Zukunft wieder aufwachen? Natürlich will ich; was für 'ne bekackte Frage, Mann!

Mit EUCRIO könnt' das was werden: 

Wenn einer von unseren Mitgliedern zum Opfer eines Unfalls wird, da schicken wir unser geschultes und ausgestattetes Team, um bei dem Bett des Patienten einsatzbereit für Stabilisierungsleistungen zu warten. Dem Patienten werden Stabilisierungsmittel verabreicht, seine Temperatur sinkt und es wird die Perfusion mit Hilfe der Vitrifikationsmittel durchgeführt. Dann wird die Temperatur auf die Temperatur von Trockeneis gesenkt, um den Patienten auf dem Luftweg zu einer geeigneten kryonischen Organisation zu transportieren und dort eine langfristige Konservierung mit flüssigem Stickstoff durchzuführen. Unsere Hauptmission ist die Kryokonservierung zu verbessern und das Leben unserer Mitglieder zu schützen.

Und wenn die so kryonisieren wie sie deutsch schreiben, dann wacht da aber ganz sicher keinee mehr auf, ey.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Signatur des Generaldirektors:

Die Konservierung Ihres Lebens ist für uns ein Daseinsgrund. Für immer.

Herrlich. Echt mal. Hier noch eben ein Erklärbar-Video des netten Herren:

Ich glaube so lange das alles mit Eis funktioniert, begnüge ich mich zunächst mit meiner Sterblichkeit.

Dat ist mir einfach zu usselisch.

Und was ist eigentlich mit Jacko? Liegt die Pfeife immer noch auf Eis?

  • Website: eucrio.eu
  • Entdeckt: SciFi-Blogs, überall 

Tolle Blogs: hate the future


Eigentlich versteckt sich hinter diesem tollen Blog ein fieser Tumblr. Zusammen mit dem Fantastic Worlds-Tumblr, sind die beiden meine liebsten Sci-Fi-Tumblr-Zeitgenossen. Ich mein', als Headline steht da hate the future. Was soll da noch schief gehen? Außerdem schreibt der Autor meist sehr humoristische Anmerkung unter die eingeklebten Bilder. Zu dem hier oben fällt dem zum Beispiel sowas dämliches wie das hier ein:

INSIDE YOUR BLOODSTREAM — Unconfirmed wire reports are claiming that a new and largely inoffensive supervirus has been latent in your body for some time, causing you to take your marriage for granted, become easily irritated with others and read novels about the way we live now.

Witzig. Futuristisch. Einfach nett der Laden. HaHa.

Lese/Anguck-Empfehlungen! – Teil 3


(Teil 3 nun mal mit kleinerem Foto; meine Digi-Cam ist kaputt; ich nutze nur noch das 4er-phone zum knippsen. Fotos sind aber ja auch eh völlig überbewertet.)

Hier nun also die Tsutomu Nihei-Ausgabe. Ich habe noch ein paar Mangas mehr von dem hier rumfliegen; die drei sind aber die geilsten. Ich mach's mir mal gemütlich und lasse Wikipedia was zu dem Verrückten erzählen:

Tsutomu Nihei  ist ein japanischer Manga-Zeichner, der mit Blame! ein düsteres Endzeit-Szenario geschaffen hat. Nihei hat Architektur studiert und war anschließend Assistent des Mangaka Tsutomu Takahashi. Sein Debüt als Profizeichner hatte er 1994 in der Manga-Zeitschrift Afternoon mit BLAME […] 2006 wurde eine Halo-Graphic-Novel angekündigt, zu welcher Nihei eine von vier Geschichten beisteuert, diese erscheint ebenfalls bei Marvel. Die Zeichnungen von Nihei sind sehr skizzenhaft gehalten. Niheis Geschichten lassen sich dem Genre Cyberpunk zuordnen.

Jupps, bin einverstanden. Mein Erstkontakt mit Nihei war dann auch in der Tat ziemlich magisch (Blame!, das in der Mitte) und seit diesem Tag halte ich ihn den Kerl für einen der größten Geschichtenerzähler der Neuzeit. Gerade habe ich (erneut) mit Biomega (links) angefangen; und es reißt mich direkt wieder voll rein. Rechts liegt NOiSE, das Prequel zu Blame! Auch gigantisch! 

Angucken. Lesen. Freuen. 

Schüss!  

Bilder vom Gogbot 2010


Ich bin leider nicht beim Gogbot Festival in Enschede gewesen, weil ich ja wandern war. Gut das Bruce Sterling jetzt ein tolles Gogbot-Flickr-Set ausgekramt hat; da kann man – also ich – sich jetzt mal so richtig schön blöd ärgern; und sich ansehen, was man alles so dolles verpasst hat. Und das war wohl echt 'ne Menge. Thorsten hatte ja schon einen tollen Artikel bei Telepolis getippselt; der macht richtig Spaß zu lesen (link).

…und da das hier ja ein Doktorsblog ist, wünsche ich mir jetzt sofort so eine Nachtschwester wie die da oben. Die kann nämlich sicher auch gut putzen. Ey.

Hier nun also der Link zum Flickr-Set:

DARPA – Das Buch


Also DAS kommt definitiv auf meine Wunschliste. Ich glaube das erste mal hat mich die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) wirklich beeindruckt (um nicht zu sagen: empört!), als sie mit dem ersten Cyberpet um die Ecke kam. Ich meine diesen (geglückten) Versuch, einer roboterartigen Form (dem Cyberpet-Case, also) von Rattengehirnen abstammende Nervenzellen zu implantieren (link). Das war  für mich so ein Klick-Moment. Aha, dachte ich, hier haben wir also die erste Maschine mit organischem Material an Bord. Kybernetik in Reinstform, sozusagen. Von da an verfolgte ich viele weitere Projekte der DARPA; unter anderem den Big Dog

Bei einer Forschungseinrichtung, die sowas wie das hier erfindet… 

  • Das Internet
  • Den Universal Soldier
  • (der sieben Tage nicht schläft!)
  • Einen Hubschrauber der auf Gedanken reagiert
  • Einen Gehirnchip zum Hubschrauber steuern 
  • Den ultimativen Kampfhamster
  • Den Matrixkrieg
  • Das Flugauto

…bin ich ja schon mal skeptisch. Der Autor des Buches, Michael Belfiore, hoffentlich auch. Den Titel und die Subline mag ich jedenfalls schon mal: 

The Department of Mad Scientists – How Darpa Is Remaking Our World, from The Internet to Artificial Limbs 

Dieses Scheiss-Hühnchen!


(Bild  © by Patrick Jones)

Erstmal: Danke an alle Wo-ist-der-Doktor-geblieben-Nachfrager! Ich bin hier und kann auch mittlerweile wieder gerade sitzen. Eigentlich hatte ich ja letzte Woche schon vollmundig meine Resozialisierung verkündet (z.B. hier) Leider hat das alles nicht so hingehauen. Weil: Ich habe ein Scheiss-Hühnchen gegessen! Ich weiß es gerade gar nicht,…darf man eigentlich öffentlich über den beschissenen Toom-Markt hier an der Äußeren Kanalstraße in Köln schimpfen und sagen, dass man in dem verfickten Laden nie wieder etwas frisches einkaufen wird und denen allen da zudem den qualvollen Hühnchentod an den Hals wünscht? Ja? Nein? Egal, ich lasse es lieber; wo solche Killer-Hühnchen herkommen, gibt es sicher noch mehr von solchen fiesen Gestalten. 

Was ich sagen will? Ich habe letzte Woche Sonntag die Reste eines Jerk-Chicken verspeist. Montag hatte ich Magenfaxen und bis gestern (!) habe ich nur auf dem Pott gehangen oder herumgelegen. Drei Kilo sind runter; und ich bin doch eh schon so ein Hungerhaken, ey. – Es geht also langsam und gemächlich weiter, hier. (Woanders auch, da aber erst ab morgen wieder.) 

Scheiss-Hühner, echt mal! 

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