Chris

<- bloggt seit 2007. Liebt: Raketen, Edward Sharp & Norwegen. - Viel Spaß hier ♥

Erklärbärvideo: How Evolution Works (und so)

(Vorab: Der Artikel geht raus mit den besten Grüßen an A. und an N. Mit beiden hatte ich neulich das Thema Wesen des Menschen / künstliche Menschlichkeit / Übermenschen. Guckt und lest und lasst uns weiter diskutieren;) 

In der Schlussfolgerung (die im Video angemerkt wird) wir Menschen sind schon echt unique und special, liegt auch immer die Gefahr, uns tatsächlich als Überlegen zu begreifen. Was natürlich völliger Stuss is'. Guckt doch nur mal in den Spiegel. Unvollkommene, unvollständige Biomasse seht ihr da (wenn auch ansehnlich und wunderschön zusammengefügt!); sonst nix, oder könnt ihr etwa fliegen oder im luftleeren Raum überleben? Ich nicht. Leider. Also erzählt mir nix  vom Wesen des Menschen. Eingebettet in den Darwinismus offenbart sich die Oberflächlichkeit der betreffenden Philosophen und Anthropologen. Max Scheler (Mitbegründer der modernen philosophischen Anthropologie) sagte eins: 

Wir sind in der ungefähr zehntausendjährigen Geschichte das erste Zeitalter, in dem sich der Mensch völlig und restlos problematisch geworden ist: in dem er nicht mehr weiß, was er ist; zugleich aber auch weiß, dass er es nicht weiß.

Ich bin durchaus an vielen Zweigen der Philosophie interessiert, mir ist das alles aber viel zu sehr von oben herab und um die Ecke gedacht: Wenn wir uns als reine Biomasse, als Tier mit einigen geilen Features (Sprache, Reflektion, etc) begreifen, ist doch recht schnell klar: Diese Angst vor We play Gods (Stammzellenforschung, Gen-Tech, etc) ist völliger Stuss, wie eben die These der Unveränderlichkeit des Wesen des Menschen: WENN wir nun erstmals (so langsam) die Evolution steuern können (und hier wird es gerade für uns Deutsche problematisch, man denke an Begriffe wie Eugenik/Dysgenik, etc, der dämliche Adolf hat uns da echt einige Klötze in den Weg gelegt): Warum denn nicht? Wie oben im Video erklärt, wird die Evolution schon dafür sorgen das die Verästelung Mensch a) entweder ein darwinistischer Rohrkrepierer sein wird, oder b) wir das alles so klug und weise anpacken, dass wir möglicherweise doch noch das Fliegen lernen werden. Mir macht beides keine Sorgen, das Leben bleibt, ob es menschliches sein wird, spielt da für mich eine eher untergeordnete Rolle. Ich weiß, dass ich mit diesem Gedanken bei 9 von 10 Menschen anecke. Ich sage euch auch warum: Weil die ihr Mensch-Sein als enorm wichtig begreifen, sich nicht vorstellen können, das es etwas (post-) humanes / humaneres geben könnte, als das Mensch-sein, gar etwas besseres, etwas optmierteres. Da geht es aber nun in die beschwerliche Ecke der philosophischen Begrifflichkeiten: Ist ein Mensch mit Flügeln noch Mensch, oder doch schon Über / Post-Human? Flügelwesen  – oder Mensch mit neuen Features?

Wenn man sich vor Augen führt, dass die Endlichkeit der menschlichen Gattung – nicht nur sehr wahrscheinlich ist -, sondern sehr wahrscheinlich auch so eintreffen wird; sich mit dem Gedanken anfreunden kann, dass Leben mehr wert ist, als Mensch-Sein, tut das alles plötzlich gar nicht mehr so weh; lesen und informieren hilft da bestens. Ich habe etwa fünf Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass Mensch-Sein genau nichts bedeutet, Menschlichkeit aber alles, und das es an uns liegt, wie viel wir von beiden Dingen denen die nach uns kommen mit auf den Weg geben wollen. – Und das wer nach uns kommt, ist klar. Guckt euch ruhig das Video hier oben noch mal an.

Ihr Angstwesen! ;) 

Vortrag: Anab Jain zum Thema ‚Designing the Future‘

Gesehen und für klug befunden. Highlights:

  • Die künstlichen Insekten der DARPA. Ich tippe 2020 sind die nicht mehr von echten Insekten zu unterscheiden.
  • Ab Minute 12 wird ein Black-Market-Organhandel-Labor gezeigt. Irre. Eklig, aber irre. 
  • Ab Minute 15 gibt es kluge – und endlich mal innovative! –  Gedanken zu Augmented Reality und VR-Brillen zu hören. 

Kurzfilm: LUNAR

Set in Los Angeles City, 2057, an outlaw is captured and sentenced to a lifetime of imprisonment on the LUNAR penitentiaries. To reunite with his family, he must become the first convict to escape the corrupt system and return to Earth.

Guck' ich gleich nach dem Wall-Street-Roboter-Dings von gerade. Ich führe übrigens auch total viele Selbstgespräche mit mir selbst. 

Doku: The Wall Street Code

Nicht nur aus transhumanistischer Sicht ist das 'ne Vollkatastrophe: Maschinen und Algorithmen entscheiden schon heute im Sekundentakt über Menschenleben. Dazu muss ich die Doku nicht sehen. Das steht hier an der Ecke. Auf einem Plakat.  – Die Deutsche Bank verdient weiterhin gut an Agrarspekulationen, schaue ich mir die Größe des Plakates so an. Größer als mein Badezimmer ist das. Und meins hat schon 'ne Wanne. Herrje. 

…ich guck' dann mal die Doku, wa? 

Infos/Trailer: Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral

…und dann die Headhunter immer so: Wie? Vier Tage-Tage-Woche, Herr Heil? Nee, da wird es schwerlich das Angebot aufrecht zu erhalten. Ich dann immer so: Dann nicht. Ich will es aber so, es gibt keinen Kompromiss. Das mache ich ungelogen seit ca. zwei Jahren so. Ich propagiere die Idee des weniger Arbeitens eh zu jeder (un-) passenden Gelegenheit. Mir geht dieses höher, schneller, weiter so auf die Nüsse, ich wünsche mir jeden Abend zur Prime Time einen solchen Film auf allen Kanälen. Im Loop. Bis morgens um 8 Uhr. 

Produktiv sein ist doch für'n Arsch, zumindest in dieser gebetsmühlenartigen Weise, wie uns Politik und Medien das immer verklickern wollen. Lächerlich, dass dieses Arbeit macht Frei-Dings gerade uns Deutschen nicht längst mal auf den Wecker geht. Ich sage: Weniger Produktion, weniger Arbeit, weniger Konsum! ….führt dann zu mehr Zeit, mehr Spaß und mehr Liebe. Das ist ne Wahrheit und die Bots haben wir ja auch noch.

Den Film gibt es auf Amazon. Mit 15€ isser mir genau 5€ zu teuer. Scheiss Kapitalismus immer. 

Der Anarchismus-Begriff in den Medien (I)

anarlove

Mir platzt mal wieder (nicht nur) der Kragen. EY!

Ich führe hiermit offiziell eine neue Artikel-Serie mit der klangvollen Bezeichnung Der Anarchismus-Begriff in den Medien ein.

Und das geht so: Ich sehe die Begriffe Anarchie, Anarchismus, anarchistisch in den Medien, in einem falschen Kontext (und das der falsch ist, ist einfach so, da steht meine Meinung nicht zum Diskurs, voll anti-anarcho, ich weiß es ja!), packe einen Auszug des Wikipedia-Textes zum Begriff Anarchie in den Artikel, drunter kommt dann das, was ich den Medien sah, und darunter steht dann noch mal was von mir. Irgendwie so. Los geht es:

Anarcho-Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

Anarchie bedeutet somit für Anarchisten, dass jeder Mensch sich ohne unterdrückende Autorität und in freier Assoziation mit anderen Menschen entfalten kann. Eine solche Organisationsstruktur wird hierarchie-, zwangs- und gewaltfrei gedacht  und sollte nicht mit einer herkömmlichen Verwaltung verwechselt werden. Eine anarchistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der jeder Mensch selbst beziehungsweise in Kooperation mit anderen für die eigenen Lebensumstände Verantwortung übernimmt. Es gibt keinerlei lenkende Zentralgewalt. Sanktionen gehen nicht von einer Führungsschicht aus, sondern sind nur möglich, wenn vorher vereinbarte Regeln verletzt wurden.[13] Als weitestgehende Konsequenz wird dabei der Ausschluss aus der kommunalen Gemeinschaft angeführt.[11] Die Anarchisten wollen die Gesellschaft sich selbst regeln lassen, etwa über Räte, freie Übereinkunft oder rein funktionale Entscheidungen, mit den Worten von Pierre Joseph Proudhon: „Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft".

  • Medienfundstück: (natürlich ohne Verlinkung zu diesen Angstmacher-Flachwichsern) http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/15626-der-grosse-blackout-2014
  • ​Titel: Der große Blackout 2014
  • Auszug:  Es kommt zu ersten Plünderungen, anschließend zu teils anarchistischen Aufständen. Die Sache läuft völlig aus dem Ruder

Meine Gedanken: Angstmacher! Hassschürer! Keine-Ahnung-Haber! Patrioten-Assholes! Könnt ihr euch mal in eure – fast-schon-dunkelbraune – Drecksecke stellen, und euch dafür schämen, dass ihr Butterbrot-Gehirne den edlen Begriff der Anarchie in so einem Kontext fallen lasst? Autor (beim antisemitsichen, europafeindlichen Hass-Und-Angst-Blatt mmnews.de) Michael Mross schimpft sich Wirtschaftsjournalist, Moderator und Dokumentarist. Ist aber wahrscheinlich eher Angsthase, Kleingeist, und ein nationalistischer Vollidiot noch dazu. Über den anderen Autor sage ich nix. Der ist Rechtsanwalt. Und die hass' ich eh alle. 

So.

Bald dann Teil 2. Sehr bald. Nehme ich an.

(Wer den Kontext – oder meine Wut – jetzt immer noch nicht versteht, der kann hier nachlesen, warum der Begriff in den Medien – fast immer –  falsch / missverständlich eingesetzt wird, wie ich den Begriff verstehe, warum ich glaube, dass es sich lohnt einiges klar zu stellen, und nur mal zehn Minuten über die Unfähigkeit der so genannten Leitmeiden mit ihrer Schar an Qualitätsjournalisten nachzudenken; und über das, was die uns immer so vorsetzten, auch.)

Euch allen schon jetzt ein freiheitliches Wochenende; ohne Angst und Schundmedien; dafür mit viel Liebe und noch mehr ​Schnapps ♥

Kurzfilm: Bet She’an

Drunter steht: 

In the city of Bet She'an, where mankind is progressively morphing into crows, a sculptor decides to leave a trace of this dwindling humanity

Mir ist das alles nicht transhumanistisch genug, mir fehlt die Apokalypse und das Drama. Trotzdem: So ne Mini-Message steckt schon drin. Und überhaupt entsteht das Gefühl eher durch die tollen Bilder und die exzellente Vertonung. Mise-en-scène und Farbgebung sind ebenfalls grandios. Um mal zehn Minuten die Welt um sich rum zu vergessen taugt das allemal. Verantwortlich für den Film sind die hier: Calvet David, Charbonel Jérémy, Letoile Bastien, Raynaut Guillaume, Soler Julien und Wang Gongjin. Danke euch.