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National Library of Norway

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(Dieser Artikel ist mit freundlicher Unterstützung von Florian Sommer von 1000kreuzfahrten.de entstanden)

Wahnsinn. Ich wühle mich seit einigen Tagen immer mal wieder durch den Flickr-Fotostream der National Library of Norway. Die Nordmänner (und Frauen) haben nämlich ihr komplette Bildersammlungs-Historie – die bis in die Zeit der  Daguerreotypie zurückreicht – unter CC-Lizenz ins Interweb hochgeladen. Tausenden von wunderschönen Bildern, Fotos, Illustrationen, Post- oder Landkarten gibt es dort zu bestaunen. Und jedes einzelne von ihnen hat diesen nordischen Scharm, auf den ich so abfahre. Königshäuser, Festhallen, Stabkirchen, Walfische und Fänger, Fischerboote, restaurierte Wikingerboote, Fjordblicke, Fjell-Hütten, Gletscher, Strände und Bergseen in Massen. Irre, eine Bildergalerie zum Träumen. Guckt euch doch nur mal dieses süße Pärchen an: Völlig faszinierend, dieser Style ;) Hätte man mir dieses Bild ohne irgendeine weitere Information gezeigt, ich hätte mich wahrscheinlich blöde geraten, und wäre niemals nie selber drauf gekommen, das diese beiden netten Gestalten dem sympathischen nordischen Völkchen zuzuordnen sind.

Oben sehen wir eine Ablichtung aus der Telemark (die Region in Norwegen, die auch den Skiern ihren Namen geliehen hat); entstanden vor etwa 130 Jahren! Das spannende: Genau diese Häuser stehen noch heute da in der Landschaft herum und man kann – mit etwas Glück und möglichst in der Nebensaison – in so einem kleinen Häuschen nächtigen. So eine flauschige Nacht kostet nicht mal mehr als die übliche Hytte.

Tatsächlich habe ich beim Betrachten der Bilder zwei Stellen gefunden, die ich mir auf meiner diesjährigen Norwegen-Reise auch selber selber angucken möchte. Welche das sind, das verrate ich aber erst dann, wenn ich dort war. Um dann sagen zu können: Ja, da sieht es noch aus wie vor 200 Jahren.

Wer also grundsätzlich Freude an historisch-nordischer Bilderkunst hat, eine Zeitreise ans Nordkap wagen möchte, der kann sich hier näher informieren und findet nach dem Klick viele tolle Bilder.

10h Bahnfahrt durch Norwegen. In HD und CC und zum Remixen!

Der norwegische Vollzeitnerd und CC-Verfechter Eirik Solheim ist vier mal die wunderschöne Bahnstrecke Trondheim – Bodø  gefahren. Im Frühling, im Sommer, im Herbst und im Winter. Jedesmal hat der sich vorne direkt auf die Lokomotive geklemmt und die ganze lange Fahrt  in schickem 1080p-HD  aufgenommen.

Das ist aber nicht alles. Auf der Website zu dem Projekt kann man sich den finalen Film – der 10 Stunden dauert und mit toller Musik hinterlegt ist – komplett ansehen. Und dabei jederzeit die Jahreszeiten umschalten. Der Knaller! Hier direkt noch einer: Der Film steht unter CC-Lizenz zum Download bereit und wartet darauf, geremixt zu werden. Heraus kommt dann sowas, wie der Teaser hier oben (der weniger beeindruckend ist als der Film selbst. aber ich will euch ja auch was bewegtes zeigen). Auch super: Auf der Website kann man live nachverfolgen, an welcher Stelle man sich gerade befindet. Via GPS. Im Film. Ihr wisst schon. 

The Norwegian Broadcasting Corporation (NRK) has made another spectacular minute by minute documentary, this time recording Norway’s northenmost railway linking Trondheim and Bodø. We’ve recorded it four times — once for every season, giving truly unique footage of this ten hour ride. You can watch it on the web, but we have also made everything available for you to download in full HD — and licensed it with Creative Commons so that you can edit, remix and share!

Norge, ey ♥ 

…und was macht die DB gerade so? #kchkchkch

Norge – Part 2

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Schon auf der Rückfahrt von Norwegen in 2012 war mir klar: Ich komme wieder. Und zwar möglichst bald. Ich kann es gar nicht anders sagen: Ich habe mich während meiner Wanderstouren und Autofahrten buchstäblich und wortwörtlich in dieses Land verliebt. Also fahre ich Ende Mai wieder hin. Dieses mal allerdings nicht so weit in den Norden, sondern (zunächst) nur bis zu der Hütte die man oben sieht. Diese liegt etwa hier: 

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Die Region Sørland-Ost passt mir ganz gut; da ist die Anreise in zwei Tagen zu schaffen. Ich werde dieses mal via Göteborg fahren; die Kohle für die teure Fähre (Hirthals – Kristiansand) spare ich mir für die (noch teurere) Fähre zurück (Oslo – Kiel in 20 Stunden). Außerdem komme ich von da (bei Birkeland im Sørland) recht flott an die Küste. Zum Planschen und zum Wandern. Aber auch die nördliche Richtung bietet so einiges: 

Der Norden der Provinz, der mit zunehmender Entfernung vom Meer immer mehr den Charakter einer Fjelllandschaft annimmt, bietet für Angler und Wanderer beste Voraussetzungen. Mit etwas Glück kann man in den oft noch unberührten Wäldern auch Elche und andere Wildtiere beobachten.

Außerdem möchte ich nach meinem Aufenthalt in der Hütte (eine Woche, mit Zelt-Pausen) dann noch etwas frei das Land in nordöstlicher Richtung erkunden; die Telemark oder die Region bei Lillehammer soll ja auch was für Wandersleut sein. Die Idee mit der Hütte kam mir schon auf der letzten Reise: Als ich in der Nähe des Nordkapps unterwegs war, der Sprit zu Neige ging und ich in meinem Zelt gefroren habe…dachte ich: So ein Base-Camp wäre schon der Hammer ;) Gesagt getan. Ich möchte diesmal von der Hütte aus die umliegenden Wälder, Gipfel und Fjorde ausgiebigst erwandern. 

…das die Hütte keinen Strom und kein Fließwasser hat, macht die Sache für mich noch toller.  Dafür gibt's Alleinlage mit 300-Meter-Pfad zum Haus. Was dann so aussieht: 

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Was wirklich blöde ist: Es dauert noch 3,5 Monate bis es los geht…

Aber: Vorfreude ist ja bekanntlich auch was tolles ;) 

apetor is back!

Erinnert ihr euch an den verrückten Norweger? Der, der über das Eis lief, blutend, halbnackt, in Norwegen bei -30.000°? Den hier mein' ich (Teil 5 der See-Odysee gibt es hier: Wodka und Eistauchen und Seebären-Imitation inklusive Und das beste Schlusswort eines Videos. Ever).  Der war da wandern, wo ich mich noch nicht (Jotunheimen) hintraue. Und hat sich dabei gefilmt. Schöne Bilder. Hässliche Bilder. 

…wenn der bei Minute 3:00 den Elch nachmacht könnt' ich dem so eine reinhauen. Großartig. 

Bilder aus Norwegen (II)

Hier gibt es den ersten Teil meiner Horizontalen-Bilderserie aus Norwegen, dem Land des Wassers, der Trolle und überhaupt. Die Bilder in dem Artikel hier sind aus der Rubrik Vertikal. Oben sieht man einen ziemlich langweiligen Leuchtturm. Was klar ist. Der steht ja auch in Dänemark. 

 

In Norge dagegen wird einem nie langweilig. Gehste halt um die nächste Ecke und staunst über spiegelndes Fjordwasser. 

 

Draußen Essen ist immer gut. Mir Fluss und Berg, perfekt. 

 

Nach Alaska will ich trotzdem mal. 

 

Da trottest du so 12 Kilometer bergauf, läufst ausnahmsweise mal durch einen Wald, schlurfst so rum, rechts lichten sich die Bäume. Du hebst den Blick. Und siehst sowas. Ich stand wie angewurzelt, und hab' dann ca. 2h campiert. Gucken. Hören. Riechen. Fühlen. Kitschigste Naturromantik. Super.

 

Blühende Landschaften. Ein Obstbaum in Mittel-Norwegen.

 

Dieses magische Abendlicht dauert da mal locker vier Stunden. Oder so. Sensationell wenn man Fotos machen will. Glaube ich.

 

Ein magischer Steinhaufen. Schon wieder. Steine und Wasser. Immer und überall. Toll. 

 

Über 4.500 Kilometern sind wir gefahren, er und ich. Das schweißt zusammen. Auf der Fähre war er – wie immer und überall in Norwegen – der kleinste.

 

Typischer Rastplatz am Fjord. Von dort ging ein Wanderweg los. Das ist übrigens recht oft der Fall. Überall wo es schön aussieht, steht 'ne Infotafel. Also überall. 

 

Wildes Plakatieren an der Fährstation Hodnanes.

 

Camping erlaubt. Unfassbar. 

 

Er sagt, er will unbedingt auch mal ins Internet. 

 

Die Steinkjerringa, die steingewordene Mutter Norge. Eine tolle und leichtgängige Wanderung bis dahin, übrigens. Aber – schon wieder – nur spaßig mit Gummistiefeln. 

 

Seht ihr wie das Schaf ganz links hüpft? Das konnt' gar nicht nicht laufen. Nur hüpfen. Echt jetzt. Wie ein Vogel. Nur als Schaf. Abends habe ich mal ein ernstes Wort mit ihm gesprochen. Ob es genutzt hat, werde ich nächstes Jahr kontrollieren. 

 

Gipfelbuch, Gipfelbuch! Garant für Glücksgefühle ;)

 

Zwei Abende vorher war ich da unterwegs, wo Teile der Schlacht um Hoth gedreht wurden, und dann sitzt ich plötzlich nackt in der Sonne und überlege, wie lang wohl der Fußmarsch zur See sein könnte. Abwechslungsreich und kontrastreich, war das alles. Hach.

 

Das war's. Peace und so.

(Weitere Foto-Reiseberichte: Santorini, Kreta, CorfuVogesen, Spessart

Bilder aus Norwegen (I)

(Wer nicht im Feed liest, der mag' doch gerne mal auf die Bilder draufklicken. Dann werden die nämlich größer. Und schöner auch) Super ist, wenn man erst zu Hause auf dem großen Bildschirm erkennt, was man eigentlich so fotografiert hat. Ich mach' da zwei Bilderserien draus, einmal 'ne horizontale und einmal 'ne vertikale (die ist mittlerweile hier zu finden). Hier also meine Highlights der Horizontalen, mit einigen Anekdoten zu den Bildern. Hier oben auf dem ersten Bild sieht man die Fähr-Einfahrt in die sechstgrößte Stadt Norwegens, Kristiansand. Norge begrüßt mich mit Traumwetter. So muss das. 

 

Ein Rastplatz im Setesdal, entdeckt bei meiner ersten kleinen Rundwanderung.

 

Da! Ren-Sichtung in freier Wildbahn! Am zweiten Tag unternahm ich im unglaublich schönen Setesdal einen weiteren Ausflug. Eigentlich wollte ich nur mal über den Hügel um mich zu entleeren. Ich also ein paar Schritte ab vom Wanderweg, über 'ne Kuppe,….und da lag sie. Eine Ren-Herde. Rentiere oder auch Rener. Sicher um die 30 Stück, alle in ihrem schicken weißen Winterlook. Die guckten so verdutzt wie ich mich fühlte. Also die Kamera raus… und das war denen schon zu viel. Daher ist leider nur dieser Flucht-Vor-Dem-Wandersmann-Shot  entstanden (die Tiere sind im Bild ganz in der Mitte, relativ weit unten am Bildrand) 

 

Typisch. Wasser gibt es überall, Wasserfälle auch. Es müssen Abertausende sein. Wenn man sich mal überlegt, dass in unseren Breitengraden ganze Tageswanderung auf das Erreichen eines Wasserfalls ausgerichtet sind… lächerlich, aber nicht zu ändern. Zumindest in den nächsten paar Tausend Jahren nicht.

 

Wieder typisch. Wasser in Massen. Daher auch die vorbildliche Energiebilanz: 98% des Bedarfs wird mit Wasserkraft gedeckt; das Öl und das Gas welches Norwegen erbeutet, wird zu 100% exportiert. Dazu kommt der höchste Energieverbrauch pro Kopf. Weltweit. In keinem Gebäude habe ich einen Lichtschalter gesehen. 

 

Wasserfall-Sichtung Nummer 300. Am dritten Tag. Dieses Rauschen und Tosen, …eingebettet in die Schönheit des Landes… meditativ, beruhigend, einfach klasse.

 

Ende Mai ist die beste Reisezeit, zumindest für Süd/Mittel-Norwegen. Die Schmelze sorgt für gut gefüllte Bäche und Flüsse, die Wasserfälle stürzen sich förmlich in den Tod, die ersten Frühlingsblumen sieht man überall. Dazu stehen die Obstbäume in voller Blüte (zeig ich euch in der nächsten Foto-Serie).

 

Erste Sichtung des berüchtigten Fjordcrawlers. Sehr selten, fast ausschließlich in der Region des Hardangerfjords anzutreffen. 

 

Auf einer Rundtour entdeckte ich einsame Angler auf dem Fjord. Der Plan war so lange zu rasten, bis die mich sehen und mir einen Fisch schenken. Nur haben die mich nicht gesehen. Trotz Rauchzeichen.

 

Oben sieht man die Westausläufer der Hardangervidda. Da wollte ich am nächsten Tag rauf. Von unten sah das unerreichbar aus. Ich bin doch kein Bergsteiger.

 

Für einen Tag kann man mal Bergsteiger sein. Dachte ich. Hier sieht man den Blick auf das schöne Lofthus; geknippst auf dem Wanderweg zur Nosi. Tatsächlich hab' ich es dann auch bis oben geschafft, der Weiter/Durchgang zur Hardangervidda war mir aber verwährt. Irgendwann steckte ich bis fast zum Kinn im Schnee; da hab' ich abgebrochen und mir einen Zeltplatz am Hang gesucht. Bei einer Rast während des Abstiegs ist mir dann auch das passiert, was ich als einzigen Negativpunkt meiner Reise vermerken könnte: Ich setzte mich hin, sauge den letzten Rest Wasser aus meiner Plastikflasche,…stelle diese neben mich auf den Felsen. Dann: Ein Windstoß! Verdammt,…die Plastikflasche fliegt zwischen zwei Felsspalten! Für mich selbst – auch unter Einsatz meines Lebens! – nicht mehr zu erreichen. Nicht bei dem Schnee. Glaubt es oder nicht: Ich habe mich so dermaßen beschissen deshalb gefühlt, dass mir die Tränen kamen. In dieses Umgebung so eine fiese Flasche einfach liegen zulassen… das hat mich ehrlich bedrückt und ich grübelte Abends im Bett darüber nach, wann ich wohl genau wiederkommen muss, damit der Schnee die Flasche frei lässt, ich die einsammeln kann, damit ja keiner merkt, dass ich die dort gelassen habe. Es wurmt mich noch heute. 

 

Ich so: Hei alter Mann! 

 

Er so: Hei. Und: Kuschel mich….Awwwwwww! Hab' ich dann auch gemacht, sicher 'ne ganze Stunde. Kaltblüter; ….wie die riechen, reagieren, aufpassen, sich anfühlen… toll! 

 

Wilde Fähr-Fahrpläne zur wilden Fährfahrerei-Planung. 

 

Selbst auf der Straße wandern hat mir in Norge Spaß gemacht. Kommt ja doch nie einer. Nur mal so: Das Land ist in etwa so groß wie Deutschland, hat aber statt 80 Millionen nur knappe 4 Millionen Einwohner. Landwirtschaftlich genutzt werden 3% der Landfläche. Und was das für Wandersleut bedeutet, ist dann wohl klar…

 

So ein Haus am Fjord. Das hat schon was. Man sagt, der Norweger an sich hat mindestens drei Häuser: Eins in der Stadt, eins am Fjord oder am Meer, eins in den Bergen. Tatsächlich kommt statistisch ein Haus auf zwei Menschen. Kommt also ziemlich gut hin. 

 

Oh. Ein wirkliches hübsches Hotel. Schwach geworden bin ich dennoch nicht, immerhin wollte ich mindestens 10 Tage in meinem Zelt verbringen. Was auch geklappt hat. Verlockend sah dieses Hotel in Utne dennoch aus. 

 

Ziemlich abgebrühtes Vogelvolk da am Fjord. Wenn du nicht aufpasst, klauen die dir Kekse aus der Hand. 

 

Me. Looking into the wild.

 

Ich meine das ja gar nicht so, wenn ich sage, dass man ruhig alle Kirchen abreißen könne. Nur neue bauen halte ich für Schwachsinn. Und: Keine Angst, ich war nicht drinne.

 

Mittelmeer-Feeling mitten in Mittelnorwegen ;)

 

Cyborg-Technologie. Ganz klar.

 

Morgens um 6h als erster an 'ner Fjord-Fähre. Was!?! Die kommt um 11h? – Ich mag erzwungene Entschleunigung.

 

Typische Küstenlinie in Südnorwegen.

 

Die standen da einfach so rum. Reiten lassen wollten sie sich aber nicht. Von mir. 

 

Ich hatte von 13 Tagen im Land 10 Tage Sonnenschein. An Zufälle glaube ich nur selten. – Sogar dem Rindviech war's zu warm… 

 

Unendliche Weiten. Und mitten drinne: Ein älteres Ehepaar aus München! Ich hab' mich bemerkbar gemacht, wir haben uns nett unterhalten. Sehr tapfer, wie die zwei mit normalen Wanderschuhen durch das Moor wateten. Grüße an dieser Stelle an die beiden! …denen ich meine Internetadresse genannt habe. Ebenso an: Thorsten aus Zülpich ('ne tolle Fährfahrt war das;), an Olav aus Geilo, (Thanks so much for the paper!;), an Freya und Silke aus Lofthus (great cookies!;), an Michael vom Campingplatz in Røldal (Feuer ist Leben!) und an den netten Zollbeamten ohne Namen in Kristiansand. (Aaalaf!). 

 

Energiestein. Auf einem seiner Brüder habe ich geschlafen. Und geträumt, ich werde zum Stein. Als ich aufwachte, hatte ich Sonnenbrand. 

 

Gipfelbuch Nummer 4! Ein erhebendes Gefühl. Was noch gut ist: Wenn man in Gipfelweite nächtigt, braucht man nicht mal 'ne Abendlektüre mitschleppen: In so einem Gipfelbuch (oder Hüttenbuch) zu schmökern, ist spannender als Sherlock Holmes lesen. Oder so. 

 

Gipfelkunstwerke sieht man überall. Hier war es ein 1000er mein ich. Trotzdem bin ich immer noch kein Bergsteiger. Ich hasse es, hinunter zu wandern. Das tut weh im Gehirn. Das ist einfach falsch. Es müsste Seilbahnen in eine Richtung geben. 

 

Lesen, Spielen, Trinken. 

 

An irgendeinem Fjord habe ich Abends die pinkesten Wolken meines Lebens gesehen. Richtig pink. Wie HubbaBubba! Sieht man hier zwar nicht, dafür weiter hinten aber die hellblaue Nordsee. Und einen Tanker. Verdammt. 

 

;) 

Bald mehr.

(Weitere Foto-Reiseberichte: Santorini, Kreta, CorfuVogesen, Spessart

Hu! Ha!

Also. Das ist schon mal eins meiner Lieblingsbilder aus Norwegen. Die Böcke sehen ja schon immer recht durchgeballert aus, ….sie hier aber – beheimatet irgendwo am Nærøyfjord – ist irgendwie schon was ganz ganz Besonderes. Ich saß da sicher 45 Minuten rum und habe mich Blickduelliert. 

Hu! Ha! Ein Stadtmensch. 

(geknippst mit der GF3, 14 mm-Pancake, im b/w Modus) 

Zurück!

So. Seit gestern spät Abends bin ich zurück. Morgens um 04.00h in Norwegen aufgestanden, abends ganz spät in Köln ins Bett gefallen. Das geht. Dank der Fährverbindung der Fjordine. Die fahren täglich ab Kristiansand; und zwar high speed. In 2.45h ist man drüben. Das Bild hier steht erstmal repräsentativ für meinen Urlaub. Ich muss nun erstmal ankommen, sortieren und begreifen, wie geil das eigentlich alles war. Kurz eine Anekdote zur Fährüberfahrt. Ich komme also irgendwann in der Dunkelheit zum Check-In-Schalter der Fjordline in Kristiansand. Stehe in Reihe 5, auf Platz 26, oder so. Wer bei einer solchen Fähre zuerst eingeschifft wird, der ist auch am ehesten wieder runter. Es sah also nicht so flott aus für mich, da ich ja doch recht spät zum Einchecken kam. Gut, denk ich mir, machste ein Nickerchen, erstmal. Plötzlich klopft es an meiner Scheibe. Ein Zöllner! (Norwegen ist kein EU-Land, daher mögliche Grenzkontollen in beide Richtungen). Aber er schaut freundlich, denk' ich noch. Scheibe runter.

  • Ich: Hei!
  • Er: Hei! Sind sind ja uss Kölle!
  • Ich: Ja sicher dat. Usm schönen Rheinland ;)
  • Er: Ich han' ens en paar Joahr in Aachen jewohnt. 
  • Ich: Na klasse, dann kennen 'se ja meine Heimat! 
  • Er: Ja, und Bap und die Höhner!
  • Ich: Öhm…ok….
  • Er (plötzlich ganz unförmlich:) Ach, weeste wat? Die Kölner werden hier immer bevorzugt!

Er grinst, geht nach vorne an die Schlange zu einem Einweiser der Fjordline; sie quatschen etwas. Dann kommt er lächelnd wieder auf mein Auto zu. 

  • Er: So. Dann fahr doch einfach mal vor den ersten Platz der Reihe hier. So kommste dann auch schnell wieder runter und bist flotter in Kölle. 
  • Ich: Uh. Geil. Danke, ey…
  • Er: Gerne! (grinst über das ganze Gesicht) Aber vom FC sprechen wir lieber nicht… 
  • Ich (grinsend): Danke!!!

So hab' ich also mal locker 1h Zeit beim Ein- und Ausschiffen gespart. Diese kleine Geschichte ist – genau wie das Bild oben – repräsentativ für das Erlebte und Gesehene.

Freundlich, unerwartet, wunderschön. 

Mehr in Kürze. 

(Ja, auf dem Bild trage ich Gummistiefel. Wer in Norwegen wandern geht, nimmt die mit. Oder versinkt.) 

God dag!

Du er vakker! bedeutet: Du bist aber hübsch. Und das trifft auf so gut wie alles zu, was ich hier erlebe und sehe. Sitze gerade in einem Superladen. Solche Superläden gibt es in fast jedem kleinen Kaff. Da drinne kriegt der dörfliche Norweger (und natürlich auch der Wandertourist) so gut wie alles: Was zu Essen, was zu Trinken, 'ne Videothek ist oft inklusive, und eben Free Internet für jedermann. Norwegen ist bei all' seiner Ursprünglichkeit auch recht durchtechnisiert: W-Lan hat hier sogar die letzte Wanderhütte in den Bergen. Ich mach die Tür auf (Selbstversorgerhütte), checke die Vorräte (keine da…Rückweg dauerte 4 Stunden. Bergab. Das hass' ich ja mehr als bergauf. Da benutzte Muskeln, die gibt es sonst gar nicht!), dusche eiskalt mit Quellwasser, will einen schnellen Shot mit dem iPhone machen….und siehe da: Offenes W-Lan für die Wandersleut. Klasse! Dumm nur, dass nach drei Tagen Hüttenwandern dann mein Handy leer war… Nun gut.

Sonst: Umwerfend! Ich habe acht fette Wanderblasen, ca. 4000 Mückenstiche, Sonnenbrand wie jeck, und den Muskelkater meines Lebens. Könnt' also besser nicht sein ;) Zur Schönheit des Landes fällt mir gerade nicht viel ein;…das reiche ich in Bildform nach. Nur soviel: Ich sehe gerade: Einen Fjord, einen schneebedeckten Berggipfel (oder ist es doch wieder ein Gletscher?), einen Wald, einige Hügel, und dahinter die Nordsee. Ach, und ein oder zwei Häuser gibt es hier auch noch. Irgendwo. Die Menschen die ich traf, bestätigten alle die berühmte Unkompliziertheit der Norweger: Egal was und wen ich fragte… ein Nei habe ich bisher nicht gehört: Kannst du auf meinen Rucksack aufpassen? Antwort: Klar, und ich pack dir ein paar Äpfel mit rein. Oder: Kann ich mein Auto in deinem Vorgarten abstellen? Antwort: Klar, ich spritz eh gleich mit Wasser, da mach ich das gleich mit sauber. Oder: Wann kommt hier die Fähre an? Antwort: Keine Ahnung, aber wenn du willst fahre ich dich mit meinem Boot rüber (Eine Stunde Fahrt! Einfach so. Die haben andere Uhren hier.) Supergut!

Dazu diese Nächte, …die keine sind. Am nördlichsten Punkt meiner Reise war ich vorgestern (Eikefjord). Da geht die Sonne um 0.20 Uhr unter, verschwindet kurz im Fjord, um dann gegen 03.45h frischgebadet wieder aufzutauchen. Ich habe in den letzten fünf Tagen jegliches Zeitgefühl verloren. Allein schon deshalb muss (und werde!) ich so bald wie möglich wiederkommen. Die Hüttenwanderung war die geilste Wanderung meines Lebens; auch wenn mir die Gletscherbegehung zu wild war: Irgendwann steckte ich tatsächlich bis zum Hals im Schnee. Da hab' ich dann abgebrochen. Da fällste mal schnell in so 'ne Ritze und kommst dann an dein eigenes Telefon nicht mehr ran, weil deine Arme mit Tonnen von Schnee bedeckt sind. Kurze Panik…laut gelacht und freigebudelt ;) Es gab dann unten im Tal auch einen Gletscherführer…der wollte aber für einen erneuten Ausflug zum Gletscher (4-6 Stunden wandern) etwas um die 80 €. Das war mir dann doch zu happig; so nur für's Überleben. 

Wenn der Norweger sagt: Bis da hoch? Och, so ca. 3-4 Stunden… dann plane ich ab jetzt einen ganzen Tag ein. Die sind verrückt. Und die Legende, bei Sonnenschein reißen die sich alle Klamotten vom Leib… ist wahr. Ich habe auf meiner Wanderung zur Nosi ganz oben dann Handschuhe und Mütze getragen. Da kommen mir zwei norwegischen Mädels entgegen: Beide mit kurzen Hosen und Bikini-Oberteil. Ich in dicker Jacke und Winterausrüstung. Wir haben Tee getrunken und sie haben mich ihre Verachtung spüren lassen. Auf eine sympathische Art und Weise.Vor lauter Mitleid haben sie mich Abends dann mit heißer Suppe und Keksen versorgt (Do you want the cookies baked, …or cold?;) 

Ich muss mal weiter, hier wartet grad' einer, dass ich fertig werde, glaub' ich. Ich denke aus den gepanten 14-21 Tagen werden eher 14. Der Sprit und die Preise für alles hier,… 2.25€ der Liter Super ist hier normal. Das Selbstbedienen in den Wanderhütten kostet soviel wie bei uns ein gutes Abendessen. Zu viert. 

(Ihr macht das alles so super hier, Jungs! Ich bin begeistert und freue mich drauf, den ganzen Kram in Ruhe durchzublättern)

Ich denke, ich bin so ca. Mitte der nächsten Woche wieder da. Bis dahin: Ha det und passt auf euch auf!