nature

Edward Burtynsky und das Öl

(Kurz vorab: Ich bin dermaßen angefixt von diesen Bildern, das muss jetzt einfach mal raus. Der Bildrechteinhaber möge mir verzeihen, dass ich nicht auf seine OK-Mail gewartet habe. Außerdem sind wir ja hier im Internet. Ne?)

Edward Burtynsky macht Fotos rund um's Öl. Und was für welche! Irre, ehrlich. Megahässlich, diese Motive, aber sensationell schön in Szene gesetzt. Das musste erstmal können, sowas… Dazu kommt, dass seine eindringlichen Bilder den Betrachter geradezu dazu nötigen, sich (mal wieder) über die globale Öl-Abhängigkeit den Kopf zu zerbrechen. Das hier oben ist mein Favorit. Und das nicht nur, weil ich ganz gern im Wald bin, sondern auch, weil der Kontrast dieser Blechrohre vor der Landschaft geradezu künstlerisch angerichtet wirkt…ekelhaft schön anzusehen, das. 

…und warum haben die da einen Knick in die Pipeline eingebaut? Bestimmt wegen 'nem Fuchsbau oder so… O__o

Die Jungs von zure.org haben eine ganze Bilderserie von Edward und dem Öl am Start. Unbedingt ansehen! Hier geht das

Na? Wie finde ich denn die neue virale Videokampagne von Schöffel?

Ich bin mir fast sicher: Hätte ich meine Accounts bei ebuzzing, populis, goviral oder etc. gecheckt, würde ich nun für jeden Klick den ihr hier bei mir auf das Video abgebt, auch irgendeine ominöse Cent-Summe einkassieren. So oft wie das Video gerade auftaucht, steckt dahinter sicher auch ein initiales Seeding. Zumindest weiß ich sicher, dass bei der Produktion des Spot die werten Kollegen von Ogilvy & Mather aus Frankfurt ihr kreativen Finger mit im Spiel hatten. Dies als kleinen Einblick in meine Arbeitswirklichkeit (mehr hier).

Eingebunden habe ich das Video also nicht wegen der Idee des kommerziellen Erfolges. Auch nicht wegen meiner Affinität zum Outdooren. Sondern mit der Idee, dass ich den Clip eigentlich ganz gern habe. Besonders den Part mit den Lufthansa-Meilen-Millionären. Aber nur, wenn der Protagonist auch wirklich zu Fuß zum Wander- bzw. Drehort gekommen ist. Man weiß es ja nicht.

…manchmal wünsche ich mir dann aber doch mal das eine oder andere Making-of zu den viralen Videos, die man sich zu Dutzenden so reintun muss. Ich liebe meinen Job. Und die Branche erst. Poah. 

Trailer: The Loneliest Planet

Ein mysteriöses Paar in Georgien… (ich finde den Schauspieler Gael García Bernal grundsätzlich immer mysteriös. Weil der so merkwürdig aussieht. Ich kann mich nie entscheiden, ob ich dem eine reinhauen möchte, oder ob ich ihn attraktiv finden soll. Also auf so eine Wenn-Ich-Eine-Frau-Wäre-Art.) Also, noch mal: Ein mysteriöses Paar in Georgien macht eine mysteriöse Backpacking-Tour. Was ich ja schon mal sehr befürworte, auf so eine ziemlich mysteriöse Art und Weise. Doch dann. Passiert. Irgendwas. Kein Plan was. 

Sehr mysteriös. Aber das sagte ich ja schon. 

Haddeh und Schüss! (Die Jungs übernehmen….!)

(Bild: CC by Unbekannt /  National Library of Norway)

Im Königreich Norwegen sagt man Ha Det [haddeh] wenn man Auf Wiedersehen sagen möchte. 

Die Reiseroute wurde nur grob geplant, weil im Urlaub irgendwo ankommen total doof ist. Was safe ist, das sind zwei Übernachtungen in so einer Hütte. Und das ich zwei Tage auf Schafe aufpassen werde. Achso, die erste Gletscherwanderung meines Lebens steht auch noch auf dem Programm. Drückt mir die Daumen, dass mein Fjord KA die 5.000 Kilometer auch packt. Der Reifendruck passt schon mal. 

Während ich (so ca. 2-3  Wochen) unterwegs bin geht's hier aber weiter! Die folgenden Wahnsinnigen werden euch ab und an mal mit 'nem DokBlogPost versorgen: 

Hach Junges, …ich freu' mich so! Der eine oder andere hatte schon angekündigt, dass evtl. auch mal was themenrelevantes dabei sein wird. Nu' sind wir aber wirklich mal gespannt. 

Also: Haddeh Haddeh Schüss, passt auf euch auf, und bis die Tage! 

Mini-Outdoor-Doku: The Edge of the Earth

Zwei Brüder alleine im nördlichsten Nationalpark der Staaten, im Arctic National Park. Im ganzen Park gibt es weder Straßen, Wege, noch Campingplätze. Klingt als müsste ich da auch mal hin. Bruder Nummer Eins sagt über die Gegend:

It's the most beautiful place i've ever been.

Und so sieht das da auch aus ♥. Auch klasse: Die Szene, die in sämtlichen Traper-Romanen zur Sprache kommt, ist hier mal in bewegten Bildern festgehalten: Wie das Flugzeug wegfliegt. Ich will auch, ich will auch. T minus 14 Tage….Achso: Gute Musik gibt's noch oben drauf! 

apetor – Verrückter Norweger!

Neulich hab ich ja angekündigt, dass ich bis zu meiner Expedition im Mai ab und an mal ein paar schöne Impressions-Videos aus Norge raushauen möchte. Das hier ist weder schön noch wird einem besonders warm beim Ansehen. Außerdem halte ich es mindestens für fraglich, ob man solche Aktionen der breiten Masse zeigen sollte. Aber wir sind ja unter uns hier. Und schon das Geräusch, welches der Wahnsinnige nach dem Schlückchen Wodka macht, ist mehr als hörenswert. Wer bis heute dachte, dass er oder sie einen an der Waffel hat, der wird nach dem Klick auf Play eines besseren belehrt. Vergesst den Nazi-Mörder; so sehen wahre Irre in Norwegen aus. 

Grenzwertig bis total bekloppt, aber immer noch kein Jackass-Schrott (reimt sich das?) 

Der ‚Kein Geld aber eine Höhle‘ – Amerikaner

Der Amerikaner, der seit zwölf Jahren kein Geld benutzt, in einer Höhle in Utah lebt, unschuldige Eichhörnchen isst und nur das benutzt, was eh schon da war, heißt Daniel Suelo. Autor Mark Sundeen war zunächst wenig angeturnt von der Idee, als dann aber 2008 der große Crash™ kam, hat er sich Daniel doch noch mal näher angesehen. Und dann ein ganzen Buch über ihn geschrieben. Oben seht ihr einen Teaser dazu, der eigentlich schon ein Kurzfilm ist. Hier ein Snip von Vimeo:

Mark Sundeen, the author of book, 'The Man Who Quit Money' is a soulful journey into the spirit of Daniel Suelo. Suelo, gave up on money in 2000. He walked into a phone booth, pulled out 30 dollars and left it. Twelve years later, Suelo still does not have a personal i.d. bank accounts, a modern home, does not take money, or live off of federal welfare. Suelo, lives in caves in the canyon lands outside of Moab, UT. Suelo, harvests wild foods, eats roadkill, and dumpster dives. Suelo, is not an isolationist, he still is very active in the Moab community SE Utah politics and he is an active blogger.

Da bleibt nur zu sagen: Ich mag genau solche Mensche (Autoren und Höhlenmenschen) Und: Weniger ist mehr. Meistens