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Waking Life – Komplett! (Das Leben ist bunt)


Ist das toll, oder was? Waking Life gibt's komplett im Netz. Waking Life? Hatte ich hier erwähnt. Und hier auch. Und hatte ich auch erwähnt, dass ich vermutliche der einzige Nerd auf diesem Planeten bin, der den Film auf deutsch, in guter Qualität und auf einer Scheibe hier rumfliegen hat? Hatte ich erwähnt, dass das 'ne mordsmäßige Arbeit war? (Tonspur und Bild zusammenführen; für den MedienVideomacher von heute sicher kein Problem; für mich war's völliges Neuland. Und ja: Das UK-Original habe ich selbstredend auch.) Hatte ich erwähnt, dass ich jeden Menschen, der diesen Film gut findet, herzlich einlade? Zu was auch immer. Zu allem. Zum Träumen. Zum Noch-Mal-Waking-Life gucken.

Ehrlich, jetzt.

Ich habe mir kürzlich ein Tarantino-Interview angesehen, in dem der Verrückte was von "den besten Filme der letzten zwanzig Jahre" erzählt (Waking Life war nicht dabei). Ich könnte das heute nicht mehr: Ranglisten erstellen. Als ich 16 war, war mein Held Kurt Cobain, mein Lieblingsfilm "Woodstock" und mein Lieblingsbuch irgend' ein Fantasy-Scheiss. Als ich 18 war, waren es die Massiven Töne, der Film "Wildsytle" und das Buch "Odem on the Run". Als ich 20 war, war's wahrscheinlich Cari Lekebusch, 'ne Loveparade-Doku und ein Buch von Howard Marks. Ihr wisst worauf ich hinaus will?

Nicht? Was ich meine ist das hier: Ich kann mir heute – mit jungfräulichen 28 – die Farbe aus der Welt einfach nicht mehr wegdenken. Oder sie ignorieren. Heute liebe ich Cobain, die Massiven und ab und zu sogar noch das Lekebusch. Es ist einfach alles viel zu bunt, um Listen zu machen, zu kategorisieren und zu bewerten. WENN ich aber eine Liste machen MÜSSTE: Waking Life wäre drauf! Ganz weit oben. Gleich neben/hinter/vor… siehste! Da hört's auf! Es geht einfach nicht.

Der Film ist einmalig. So wie Cobain, die Massiven und Adam Beyer. Wie Nietzsche, Disney, Gibson und Dick (der übrigens in Waking Life zitiert wird. Ach, viel mehr als das…).

Was wollt' ich sagen?

Nix.

Großartiger Film. Und so bunt!

Hier noch eine paar Eindrücke; dann der Link zum kompletten Movie.

Der Kapitän

I want freedom, that's what i want!

Zukunftsfachmann

Link zum kompletten Movie bei Google

The xx (und so)

So langsam verkommt dieses Raumschiff hier ja völlig zum Musik-Spaceship, wa? Woran das liegen mag? Man munkelt und schwätzt; so genau weiß es Niemand. Die Pläne für die vorgezogene Singularität liegen eh schon seit ewig in der Schublade; drüben bauen sie in James Bond-Manier und völlig Top-Secret den nächsten Terminator zusammen; die ganzen anderen Übermenschen finden schon fast keinen Platz mehr in meinem Kleiderschrank; und für orwellsche Verhältnisse sorgen unsere oben Einhundert ja auch schon wie ganz von alleine.

Also weblogge ich halt Mucke; der andere Kram geht mir auf den Senkel, derzeit. Das mag aber auch daran liegen, dass ich gerade das fünfte Philip K. Dick Buch hintereinander lese. Danach bin ich dann aber auch echt durch mit dem Hirnverbrannten. Und ein Review schreibe ich auch nicht drüber. So. 

Hier nun also: The xx. Die Platte musste ich mir jetzt mal öfters anhören; vorwärts und rückwärts; dafür wird die dann aber auch immer immer immer besser.

Kopp zu, Ohren auf; hier kommt das DokBlogMusikraumschiff.

Aber deluxe.


Nicolas Jaar – El Bandido

Mal eben an die ganzen Elektro-Fritten, die in diesen Tage in den Kölner Clubs Musik machen: Ihr geht mir vielleicht auf die Nuss. Und nicht nur mir, ich schwör's. Sieht man doch. Hört man doch. Fühlt man doch. Mit Ausnahme von Jenifer & Timo, die am Freitag die Stuckbar gerockt haben, krieg' ich Ohrenwehwehchen, wenn ich genötigt werde, mir euren neuzeitlichen Minimalscheiss reinzuziehen. So kann doch keine Party funktionieren.

…hier jetzt mal was minimales, was wenigstens tanzbar ist.

Ihr Fritten.

Sia’s Breathe Me-Remix – Sex pur!

Anfürsich finde ich Frau Sia Furler ja jetzt nicht so wahnsinnig wahnsinnig. Eher sogar ziemlich fußeinschlafsmäßig. Aber der hier, der Remix, der hat's ja wohl volle Brezel in sich. Sex pur! …falls sich einer von euch noch dran erinnern kann, was das noch mal war. 

…auch wenn's eigentlich um ein eher unerfreuliches Thema geht; ich schmelz' da echt auseinander beim Zuhören. Das Video ist übrigens keins; das ist so schwarz; nicht das hier irgendwer nach noch mehr Pillen sucht. 

Ne?


Ben Lee covert MGMT

Beim reineinbetten des Videos musste ich gerade an zwei ganz bestimmte Menschen denken. Einmal an den Herrn mit k&r, und an den Herrn GmitPunkt. Der hier als erster kommentierte. Warum? Weil der Herr mit k&r mir Musikvideos zusendet, die mein Gehirn vergewohltätigen; und er mich nach "Schnittmengen" fragte, die unsere Musikgeschmäcker vielleicht aufweisen könnten.

– Genug Schnittmenge, Herr k&r?

Und Gilly: Ich krieg' von Seichtigkeit gar' nich' genug, derzeit. Scheiss' da.

Während das Video lief musste ich übrigens nicht an euch denken.

Ihr fiesen Pimmel.


Ahso: Alle die nicht GmitPunkt oder k&r heißen: Spitzencover,ne?

William Shatner – Rocket Man

Irgendwann im September hatte René den Käpitän Kirk auf LSD rausgehauen. Obwohl ich bekennender Anti-Trekie bin, musste ich bei dem Ticket-Kirk aber doch mal herzhaft lachen. Und was sehe ich mir gerade an? William Shatner as the cooles ass on earth. Warum ich das Video dreißigmal hintereinander gucken kann, ohne Kopfschmerzen zu bekommen, weiß ich aber auch nicht so genau. Das werde ich aber nachher bei einem (oder zwei) Gläsern Schnappes erörtern.

Es ist einfach… Rocket Man halt!

…hat der übrigens 1978 at the Science Fiction Awards Show gesungen. Geredet. Was auch immer. Das macht das Ganze aber einfach NOCH Rocket-Man-mäßiger:

Charlie Winston – Like a Hobo

Mag ich ja voll, den Herrn Winston. Und das Musikvideo hier ganz besonders. Irgendwie muss ich bei der Mukke immer an die frühen McCarthy-Romane denken. Was sicher totaler Quatsch ist. Naja. Ist halt so; wunderliche Dinge passieren.

Ahso, da mich die Hobo-Kultur schwer begeistert, pack ich mal einen Wiki-Auszug zum Thema hier rein:

Ein Hobo ist ein US-amerikanischer Wanderarbeiter. Hobos sind meist heimatlos und nutzen Güterzüge, um durchs Land zu reisen und sich hier und dort mit kleineren Tätigkeiten etwas zu verdienen. (WikiLink)

…und heute ist das schon fast zu 'nem Lifestyle mutiert.