cyberpunk

Doku: Biohackers: A journey into cyborg America

Biohacking-Interressierte kennen sicher alle Projekte. Für alle anderen: Geiler Scheiss. Der Electro-Finger-Hack steht auch auf meiner To-Do-Liste, hab' Ende 2012 sogar  'nen Körperhacker getroffen, der das machen würde; wenn er mit seiner Ausbildung fertig ist; sagte er. Ich hab' mich so ausführlich mit dem Thema befasst, dass ich weder Angst empfinde noch ethische Bedenken mich davon abhalten würden, meinen Körper zu hacken. Guckt euch doch nur mal an, wie sich der Typ bei Minute 10 über seinen neuen Sinn freut. 

Klar, die Kritik steckt in den letzten Minuten: Nicht-Gehackte werden abgehängt, Biohacking wird zunächst ein Hobby der Reichen und Schönen sein; und schließlich wird ein extended human body zum Pflichtprogramm. Blah. Wir kennen das; ich kann es nicht mehr hören; dennoch besteht die Gefahr natürlich schon. Jedenfalls: Ich will das auch. Bald. ​

Mikko Kautto aka ‚StMan‘

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Ich komme aufgrund von dmexco, Erkältung, Urlaubsplanung und Leben derzeit nicht dazu, euch hier mit schönen Bildern und dämlichen Sätzen zu versorgen. Daher, hier nur ganz flott: Das Portfolio von Mikko Kautto aka 'StMan' ist das schickste, was ich seit dem WE gesehen habe. Und ich hab' viele gesehen: Immer wenn ich Schnupfen habe, kuriere ich den durch Bilder glotzen. Jedenfalls: Mikko ist Finne, dazu ein (Zitat:) Lazy game artist, und hat das mit den Robotern und den Robotermädchen so richtig geil drauf.

Müsst ihr sehen, ist teilweise sogar dystopischer Kram dabei. Umwerfend schön, auch die Farbgebung ♥

Crowdfunding: Die schwimmende Stadt

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Das Non-Profit-Seasteading Institute aus Oakland macht ernst: Bei Indigogo suchen die Gelder, um innerhalb eines Jahres ein Machbarkeits-White-Paper zu entwickeln, um damit dem Rest der Welt zu veranschaulichen, wie dringend wir schwimmende Städte brauchen. Wir brauchen übrigens dringend schwimmende Städte. Die sprechen da von komplett autonom und für den kleinen Mann. Wer's glaubt…gewinnt kein Schiff. Ich sehe aber die Intention hinter dem Projekt und werde daher 10$ spenden. Schon wegen meinen Cyberpunk-Fantasien (Snow Crash) halte ich das Projekt für unterstützenswert. 

The Seasteading Institute works to establish permanent settlements on the ocean in order to create new nations with innovative startup governments.

Hier noch ein schickes Video dazu; dann einige Links. 

Edit: Da in den Kommentaren und per Mail Fragen dazu (zu der Umsetzbarkeit und dem Eco-Anspruch) reinkommen; hier noch drei Links zum Thema, die erklären noch einiges mehr:

Ray Kurzweil: Your Thoughts Create Your Brain

Parkinson-Head-Chips, Depression-Head-Chips (mit manueller Steuerung / Dosierungs-Konsole, angebracht am Brustbein des Patienten), Optik-Chips im Kopf, die Menschen ohne Augenlicht (wieder / erstmalig!) sehen lassen,  Backenzahnradios… alles längst Realität. (Ok, das Backenzahnradio brauch noch was) Wir können nun a) den Kopf in den Sand stecken und unseren Körper als Schöpfungsgipfel begreifen, oder b) dem irren Ray zuhören, der zwar etwas zugedröhnt wirkt (klar, bei dem Pillenkonsum!), uns aber dennoch eine Zukunft prognostiziert, die kommen wird (wenn nicht vorher ALLES im Eimer landet. Was gut sein kann).

Ergo: Gedanken machen unseren Mikrokosmos zu dem, was wir (Selbst-)Bewusstsein nennen. Wenn nun ein Chip das ganze bunter, spannender, begreifbarer macht; wir mit solcher Wetware nicht nur auf unsere (sehr vagen) Spiegelneuronen angewiesen sein werden, sondern durch Vernetzung (Stichwort Hive Mind) die Empathie unserer Gegenübers tatsächlich besser teilen und fühlen und verstehen können…. Warum denn nicht?

Ach stimmt: Ich hab' ja Angst vor Spritzen. 

Uncanny Valley? Quatsch!

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Das hier oben ist Creepy Girl. Wer die noch nicht ausprobiert hat, kann das hier nachholen.

Und? Creepy? Für mich nicht. Ich bin aber auch Transhumanist, verliebt in Roboter und freue mich auf all' die bunten Blechbüchsen, die mir in Zukunft mein Leben meine lästigen Arbeiten abnehmen. Bei manchen Menschen könnte diese Simulation ein beklemmendes Gefühl hervorrufen. Keine Panik, ist ganz natürlich, sagt die Wissenschaft bisher, nennt sich Uncanny Valley und ich habe dazu hier mal was aufgeschrieben. Allerdings gibt es da nun diesen Artikel drüben bei BBC-Future. Der mich jetzt – nachdem ich ihn zweimal gelesen habe – so dasitzen lässt: 

Wen wir nun also humanoide Roboter scheisse finden, dann müssten wir auch alle behinderte Menschen scheisse finden. Es ist der selbe evolutionäre Schutzeffekt in unserem Hirn, der uns sagt: Da stimmt doch was nicht! Und, ja, es ist deshalb ein Schutzeffekt, weil: Klar, der hinkt, der is' krank, ich will weg, ich steck' mich an. Ich spreche von evolutionär, weil ich glaube, dass wir Menschen diesen evolutionären Stolperstein durch sowas naives wie Sprache, Moral und Ethik und so größtenteils überwunden haben. Was ja 'ne wundervolle Sache ist.

Oder? 

Denkt man das mal zu Ende, kommt man unweigerlich zu dem Schluss: Wenn wir in der Zukunft den Planeten mit Robotern / Robotermenschen teilen müssen dürfen, dann ist es jetzt an der Zeit, die Dinger total hübsch zu finden. Das eigene Gehirn ist auch nur die Hardware; ich hab' schon längst keine Angst mehr vor denen. DIE, das sind WIR. Und genau darin liegt der Schlüssel. Alles fließt, alles verändert sich, wie dämlich wär's denn, wenn wir heute noch Fell auf dem Rücken hätten und Anführer bräuchten?

Meine These: Es gibt kein Uncanny Valley! … und wenn der Begriff eine Gültigkeit beinhalten soll, dann nur eine temporäre, höchstens. 

Mein Staubsauger-Roboter hat einen Namen.

Mein Auto nicht.

Neues aus den Schatten…

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Shadowrun-Returns-6

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  • Ich habe die Hauptkampagne verkackt. Ich scheitere an der letzten Mission, weil ich auf Decking geskillt habe; was völliger Blödsinn ist, weil man Decking im ganzen Spiel so gut wie nie gebrauchen kann, weil man sich immer einen Decker mit ins Team holen kann. 
  • Bis zur letzen Mission hat mir das Spiel unfassbar viel Spaß gemacht (ich fang' bald neu an; ohne Decking, dafür mit Magie. Assholes)
  • Die Savegame-Problematik ist tatsächlich eine. Nervt ey, aber voll. 
  • Der Sountrack ist eher so naja, mit einer eigenen Run-Playlist im Hintergrund kommt aber dafür gute Stimmung auf, die Soundeffekte sind nämlich sonst ok.
  • Die Grafik: ♥. Ich hätte mir dennoch etwas mehr Zoom und eine Prise Rotation gewünscht. 
  • Die Berlin-Kampagne kommt erst im Januar! Damn. Dafür aber with a very different look, “vibe”, and cast of characters
  • Die Community ist fleißig und ich starte gerade mit der Open-World-Mod Back to Seattle. Die sieht nach 40 Min. schon echt nice aus, ich kann Taxis rufen und jederzeit ins Cyberpace. Besser als Real Life und so.

Das war's, bald mehr aus den Schatten.