transhumanismus

To Be Human Is To Be Transhuman

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Der Jason verursacht bei mir in den ersten Sekunden immer ein Gefühl des Unglaubens. Da sitzt einer, der glaubt wirklich noch, dass Kurzweil was richtiges tut und das Technologie uns allen die apokalyptischen Nasen retten wird? Bewundernswert. Und ansteckend. Nach zwei Minuten hat er mich dann soweit, ich bin wieder technophil bis in die Haarspitzen und selbst ein Montag ändert nichts daran, dass die Erde sich weiterhin um sich selbst dreht und alle Tränen im Regen und so weiter. – Homo-Evolutis. Ist klar. 

Weitermachen. 

Cybolympics! For real!

Mr-und-Mrs-Cyborg

Irgendwann 2012 faselte ich was von Cybolympics. Ich glaube es wurden bei Olympia (oder so) mal wieder sämtliche Doping-  und Hochsprungsrekorde geknackt. Außerdem geisterte die Meldung des ersten Cyborg-Sportlers durch die Medien, ein Drei-Springer, ich finde es gerade nicht mehr; jedenfalls durfte er bei Olympia nicht mitmachen, weil er mit seinen beiden Unterschenkel-Sprung-Prothesen eben viel besser Drei-Springen konnte, als die non-enhancten Otto-Normal-Sportler. Drama in allen Ecken, die Paralympics wollten ihn auch nicht, weil er eh vorab alles übersprungen hätte, was es zu überspringen gegeben hätte. Dazu kam meine These der freiwilligen Amputationen in naher Zukunft. Beides im Kopf schrieb ich damals

  • Olympiade: Für die Non-Enhancten, die Normalos, die ohne Protesten und Wetware.
  • Paralympics: Für Enhancte, mit Prothesen und Wetware, die aber trotzdem nicht so gut sind, wie die Olympioniken. 
  • Cybolympics: Alles geht. Prothesen in Massen, erweiterte Körper und Vollgas und so.
  • Ultimolympics: Alles geht. Prothesen in Massen, erweiterte Körper und Vollgas und so. Plus: Drogen und Doping, soviel wie reinpasst.
  • Borgolympics: Für Menschen 2.0, die nicht mehr im Reagenzglas gebaut wurden, sondern sich selbst repliziert haben. Die sind außer Konkurrenz; vielleicht sollten deren Spiele dann in der Schwerelosigkeit stattfinden. Weil es geht. 

Mit der Prognose, dass es bis 2050 zumindest vier der fünf Olympiaden geben wird. Muss. Dings.

…allerdings steht schon HEUTE das hier auf Golem.de:

Schweizer richten Turnier für Cyberathleten aus​

Der Rest ist Geschichte. –Herrje. Das geht selbst mir alles zu schnell. Ich geh' mal in den Park. 

Meinen Saugroboter ausführen. 

  • Bild: CC/(Jesse Costa/WBUR​)

Transhuman-Doku: Recreating Humanity

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This film investigates some of the underlying motivations of the Transhumanist movement, its spirituality, and how it will affect every person alive today, and tomorrow.

Aha. Für mich sieht das eher nach investigativer Recherche zum Thema Robokalypse oder Endzeit aus. Transhumanisten, weißte. Diese Idioten. Die Doku kann man (nach dem Klick) angucken, allerdings für 5€ oder so. Mach' ich. Später.

Zukunft für Anfänger: Mensch 2.0 – Wie wir zum Maschinenmenschen werden

Unbenannt

…hatte ich Freitag auf dem Screen, dann vergessen, also danke an Heiko, für den Reminder. Neu für mich: Das erste beinah (!) komplett (funktionierende!?) autarke Herz wird aller Vorausicht nach Ende 2016 eingebaut. Sonst: Nix neues. Für themeninterssierte Nixwisser oder Einsteiger aber 'ne sehenswerte Sendung, da äußerst positiv und objektiv in der Berichterstattung. Für'n soften Samstag genau das richtige. 

So, ich roll' mal einen und lerne weiter. Total manuell und dazu noch erkältet.

Nervt, dieser Körper, ehrlich. 

Trailer: ‚Transcendence‘

Den ersten Teaser zum ersten transhumanistischen Hollywood-Movie Transcendence hatte ich hier verbloggt. 

Bei dem Trailer hier… tut sich bei mir nicht so viel. Irgendwie nervig. Dieser Brumm-Sound schon wieder…dat ist doch seit Prometheus nicht mehr cool, sondern nervt nur noch. Dazu diese typische Waffe-Vorhalten-Ich-Komme-Um-Die-Ecke-US-Agenten-Gehabe. Nee, ey. Der Stoff gibt soviel her, der Trailer so gar nicht. Das wirkt mir alles zu sehr gewollt, zu hektisch, und ich ahne, dass Director Wally Pfister aus einem meiner Lieblingsthemen ne riesengroße Blockbuster-Kirmes macht. Meh. Aber ich bin ja auch selten zufrieden, wenn es um Themen geht, die mir am Herzen liegen. 

…und wenn diese deppige Superintelligenz dann am Ende boshaft sein wird…muss ich im Kino leider brechen. Denn: Ne Realität die man zeichnet, ist auch eine. Warum keinen Übermensch-Film mit philosophischem Ansatz und viel Liebe drin? Ach stimm, die Kasse und so. Dämlich. Da ich aber seit House of Cards etwas in Kate Mara verknallt bin, ist das eh Pflichtprogramm. Abgesehen vom Thema, welches ich jetzt schon eher sekundär sehe.- Ne Superintelligenz die sich abschalten lässt? Ich bitte euch.

Quantum Computing? FTW!

Unbenannt

Der Mindupload kann nur dann gelingen, wenn die Rechner der Zukunft schnell genug rechnen können. Gordon Moore behält nur dann recht, wenn die Wissenschaften des Quantencomputings so ganz langsam mal aus den Kinderschuhen entwachsen. Wenn das nämlich NICHT passiert – oder zumindest nicht in naher Zukunft – dann werden auf diesem schönen Planeten einige hochintelligente Theoretiker ganz schön blöde aus der Wäsche gucken. Und zwar so richtig blöde. Ich bin gespannt. 

…das muss man sich mal überlegen: Wir bauen gerade Rechner, die nach Einstein eigentlich gar nicht funktionieren können (wenn ich das, was ich darüber weiß, korrekt interpretiere). Oben ein Erklärbär-Video zu den Dingern, die vielleicht nicht unsere einzige Zukunft sind, zumindest aber Teil dieser sein werden, …wenn sie denn erstmal lebendig gemacht werden. 

  • Danke für den Tipp @Mike! 

Quo vadis, Gentechnik?

glowingcat

Ich kann es nicht mehr hören. Gentechnik hier, Gentechnik da, Mimimimimi. Wir werden alle sterben. Und offensichtlich völlig undifferenziert und ahnungslos. Als transhumanistisch interessierter Mensch bleibt mir übrig zu sagen: Wisst ihr eigentlich, gegen was genau ihr da anschreit? Sieht man sich die Sache aus dystopisch-cyberpunkischer Sicht an, ist da zum einen ein multinational-operierender Konzern (Monsanto), der kleinen Bauern mit Lizenzen und Patenten das Leben mies macht. Nicht schön, und im Sinne der Cyberpunk-Kultur kann auch ich das nur mit dem Prädikat Turboscheisse deklarieren. So weit sind wir uns einig, schätze ich. 

Nun aber mal etwas ab von der (berechtigten) Skepsis gegenüber Großkonzernen, die die Demokratie unterwandern (das tun sie, ist schlimm genug, die sind aber eben auch nur ein Teil des Angstmacher-Eisberges), hin zum Kernthema: Der Veränderung von Genmaterial unserer Nahrungsmittel. 

Aus Sicht des Transhumanismus lässt sich ein Gedanke einfach nicht negieren: Wenn wir dem Hunger der Welt mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln entgegentreten können, warum – um alles in der Welt – sollten wir das denn eigentlich nicht tun?

Anders gefragt: Brüllt ihr nur, oder WISST ihr? Wo sind sie, die Todesmeldungen von Menschen, die GenTech gegessen haben? Wo sind die Studien, die eindeutig belegen, das gentechnisch-veränderte Lebensmittel krank machen? Schreit das ganze Land nur deshalb, weil sich mit Anti-GenTech so prima anti-amerikanisch daher reden lässt, oder gibt es ein Fundament für die Ängste, die 88% der deutschen Bevölkerung umtreiben? Mir kommt es oft so vor, als wäre es schick zu sagen: Gentechnik ist scheisse. Wenn ich dann aber frage: Warum? …kommt meist nix dabei rum, außer wagen Aussagen wie Ja, weil keiner weiß was die Zukunft bringt. Ist ja auch richtig. Irgendwie. Nur: Auch am CERN haben sie einen Urknall produziert, und es hätte schief gehen können. Auch Googles automatisierte Kraftfahrzeuge können uns morgen die Kontrolle entreißen und uns gegen die Wand fahren lassen. Sich hinzustellen und zu sagen Ja, es birgt Risiken, dabei aber zu verschweigen, dass es auch Chancen bieten kann, ist für mich keine Argumentationskette, mit der ich aus wissenschaftlicher Sicht zufriedengestellt sein kann. So gar nicht. 

Damit man mich richtig versteht: Auch ich habe NULL Ahnung, ob GenGrühnkohl noch genau so scheisse schmeckt, wie natürlicher, ob er mich grün werden lässt, oder mir in 25 Jahren Kohl-Gewächse aus den Ohren gucken werden. Aber zumindest weiß ich,… dass ich nichts weiß. Und solange das so ist, stelle ich mich auch nicht hin, und sage: GenTech ist scheisse. Solange sage ich: Ein gesunder Skeptizismus ist nie verkehrt, gerade was neue Technologien angeht. Ein Gedankengang lässt mich in dem Kontext aber nicht in Ruhe: Die (verdammte) christliche Prägung! Ist es SO abwegig, dass ich bei dieser Gen-Diskussion dauernd denken muss, dass unser (leider Gottes) immer noch christliches Weltbild uns den Konflikt / den Dialog derart verkompliziert, dass keiner mehr sachlich diskutiert, sondern sich alles nur noch um Schlagwörter und Anti-Amerika dreht? Macht es den Christen – und ihren Nationen –  Angst, dass sie erstmals in der (kurzen!) Geschichte des menschlichen Daseins in der Lage sind, die Evolution direkt zu verändern? Spielt in dem (möglicherweise) notwendigen Diskurs über Gene und deren Veränderung tatsächlich noch die Angst vor Gottes Strafe mit rein? Ich sage: Ja! Genau so ist es. Und es nervt total. 

Um die monströsen Probleme unserer Welt zu lösen, brauchen wir auch neue Technologien. Das ist meine Überzeugung. Nicht um jeden Preis, aber ohne geht es nun mal auch nicht. Nennt das Techno-Optimismus; ich erhebe keine Einwände, nur möchte ich als skeptischen Techno-Utopisten geschimpft werden. Blinder Glaube an den Fortschritt, das ist nicht meins. Die lauthalse Verneinung  – ohne wirklich Ahnung vom Thema zu haben – , aber noch viel weniger. 

Ich kann also die Quo Vadis-Frage oben in der Headline auch nicht in 500 Wörtern beantworten. Was ich aber kann, dass ist das hier: Euch einige Textstellen aus einem Text drüben bei Die Achse des Guten hier einzukopieren (Das ist dem Broder seine Klitsche; irgendwie haben die oft Themen, die den NeoCons in die Hände spielen, ich kann den nicht so wirklich leiden, tut aber gerade nicht viel zur Sache, nur damit ihr wisst, dass ich auch diesen Text mit ganz ganz langen Zähnen gelesen habe) Here we go:

Obwohl auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen angebaut werden, ist bisher kein einziger seriös recherchierter Fall dokumentiert worden, in dem ein Mensch durch gentechnisch erzeugte Produkte oder den Konsum von Gv-Pflanzen Schaden genommen hätte.

Es gibt keine Messergebnisse, nach denen die beanstandeten Eier unerwünschte Inhaltsstoffe hätten und auch keine plausible Theorie, wieso Gesundheitsrisiken zu befürchten sein sollten. Trotzdem schaffte es die Meldung von den „gentechnisch verseuchten“ Eiern, oder auch kurz „Gen-Eiern“, in die Nachrichten wohl nahezu aller TV- und Hörfunknachrichten sowie Printmedien.

Nur um es final noch mal auszuformulieren: Ich bin kein Freund von Monokulturen, auch nicht von veränderten Lebensmitteln die langfristig krank machen könnten, und ebenso nicht von NeoCons wie Monsanto. Aber noch viel weniger kann ich es leiden, wenn das Kollektiv mal wieder 'ne Sau durch's Dorf treibt. Die möglichweise ein goldenes Kalb sein könnte, die Sau sein könnte, die mehr Menschen sättigt, als gedacht. 

So.

Jetzt fresst mich, sagt mir wo der Denkfehler liegt und was ich nicht berücksichtigt habe. 

  • Bild: Gen-Leuchte-Katze. Aus diesem Internet. 

Bodyhacking auf der Transmediale Berlin

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ARTE Creative veranstaltet (mit vielen weiteren Partnern) derzeit in Berlin die Transmediale. Ein Teil dieser Veranstaltung ist der Art Hack Day; und dazu versorgt mich Mario gerade mit 'ner Menge Infos. Oben seht ihr Bodyhacker Dani Ploeger, der sich einen Magnetometer in die Bauchdecke implantieren lässt, um anschliessend die Magneto-Strahlen in- und an- und um seinen Körper herum fühlen- und messen zu können. Schön sieht das nicht aus; doch es braucht Pioniere. Damit es uns allen irgendwann wie Oma geht: Die hatte schließlich auch schon ein Backenzahn im Radio. Oder so.