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cyberpunk.asia (und so)

Die Website cyberpunk.asia hat wohl eine der größten Cyberpunk-Kunst-Galerien am Start, die es im Cyberspace überhaupt gibt. Tausende Künstler, alle haben die da völlig lieblos reingeklebt. Irgendwie gut. 


…wer von euch Blogspackos hat noch mal diese Blog-Rubrik 'Dinge, die ich mich frage…' oder so ähnlich? Jedenfalls würde das hier ganz gut da reinpassen, glaub' ich:

Warum habe ich mir die Finger an Emails an Cyberpunk-Künstler wundgeschrieben um deren Erlaubnis zum Verbloggen einzuholen, wenn es doch eh alles für die Katz' ist, weil es in Deutschland kein Fair-Use-Gesetz gibt?

Und warum können glückliche Menschen wie der cyberpunk.asia-Betreiber Tao Tilbao im selben Internet das Ganze einfach so mir nichts durchziehen und haben keine Angst vor Angsthasen? 

Oder: 

Wie klingt doktorsblog.asia?

Oder: auch:

Was ist mit der Liebe?

Die Künstler die ich anschrieb, freuten sich alle ausnahmslos über die Kontaktanfrage. Wir tauschten uns aus, manchmal wurde sogar wirklich mehr daraus, als nur ein Blogpost. Kommunikation, Gute Gefühle, Lachen, Faseln, Kunst, Cyberpunk-Liebe halt. 

Nächste Frage:

….und wenn es jetzt hart auf hart kommt, sollen all' diese Momente 'nen Scheiss wert sein, weil irgendein Bilderdealerfuzzi daher kommt, und irgendwas von 'Papier', und 'Lizenz' und 'Rechte' und 'Stempel' und 'Scheisse 'erzählt?

Die Freude, die die Leute hier möglicherweise haben, wenn sie sich Cyberpunk-Content reinziehen? Alles nichtig, weil die Lizenz und das Copyright vorgeht?

ABSURD! Sage ich.

Und hinzufügen möchte ich ein Beispiel, was die Absurdität der derzeitigen Rechts / Gesetzeslage mal verdeutlicht:

Auf RTL läuft gerade Unter Uns oder so. In einer Szene läuft im Hintergrund irgendein aktueller Chart-Track; ich drehe leiser. Plötzlich springt meine (imaginäre) Katze auf den Tisch und macht was voll lustiges. Ich zück' mein Phone, mache ein Foto von dem lustigen Tier und blogge das Bild in 20 Sekunden per Mail auf diesem Weblog hier. Damit habe ich mich nach aktueller Gesetzeslage wahrscheinlich so dermaßen strafbar gemacht, dass ich nie wieder aus dem Kitchen komme, auch nicht über Los gehe, wenn ich nicht 500.000 € (oder so) aufbringen kann, um die Urheberrechtsklage von Unter Uns und die Urheberrechtsklage vom Chart-Künstler zu bestreiten. Falls ich nun eins der Buchcover der Bücher die bei mir im Regal stehen zufällig mit abfotografiert – und vebloggt habe -, sieht es noch viel düsterer aus: Das Coverbild ist geschützt, eine Bildagentur liest meinen Blog, sieht das, kauft nachträglich die Rechte an dem Bild…und zack: 750.000 € (oder so). Wenn mich dann noch die imaginäre Katze wegen ihrer Katzenrechte verklagt, ist's endgültig aus. 

ABSURD?

Realität.

Zumindest in Ansätzen (und wenig überspitzt:)

Künstler teilen, machen Liebe -> Blogger teilen, machen Liebe -> Leser teilen, machen Liebe…  seht ihr den Kreislauf? Ja? Ich auch ;) …und dann kommt so 'ne Krawatte und behauptet, wenn er seinen Scheiss eingeschränkt auf Google+ teilt (live erlebt, diese Diskussion!), wär das schöner und hübscher und besser und legaler, als das, was ich hier mache?

ABSURD!

Und Fuck it!

….ob da GooglePLUS draufsteht, blogspost.com hintersteht, oder ob ich hier auf meinem Weblog den Punk veranstalte… ist vollkommen egal.

Ich teile. Ihr teilt. Und so bleibt das. Ist nur fair. 

♥ 

Jedenfalls: cyberpunk.asia ist echt gut. 

Drohnen!

Poker Joker - Spy Drone

(Disclaimer: Dieser Artikel wurde in Kollaboration mit der Hansen-Mediengruppe erstellt. Wer also grundsätzlich keine bezahlten Einträge lesen mag, oder keine News über Drohnen hören mag: Hier gibt es nix zu lesen) 

Wenn der Hintergrund dieses Bildwitzes nicht so tot-ernst wäre… Ich nehme dieses Spaßbild nun einfach mal zum Anlass, einige Fakten und Daten zum Thema Drohnen rauszuhauen (Diese Fakten habe ich mir aus verschiedenste Leitartikeln, aus offiziellen Statisken und – ja –  auch aus dunkle Verschwörungs-Ecken des Webs zusammengesucht.) Was ihr dann damit macht, überlasse ich euch.

  • In den vergangenen fünf Jahren hat Großbritannien etwa 2,5 Milliarden Euro für den Kauf und für die Entwicklung von Drohnen ausgegeben. Weitere 2 Milliarden wurden gerade bewilligt. Für die Weiterentwicklung der unbemannten Fluggeräte. 
  • Seit Obama die USA regiert, wird im Durchschnitt alle 4 Tage ein tödlicher Drohnen-Angriff durchgeführt. Ohne UNO-Mandat oder sonstigen Legitimation
  • Das deutsche Drohnen-Prachtstück unsere Streit-Kräft nennt sich Euro Hawk, kann nonstop von Berlin nach Tokio und sogar wieder zurück fliegen könnte. Während des Fluges sammelt die Drohne ALLE SMS ein, die sie finden kann und TV-Sender sind auch mit auf dem Band. Datenträger. Dings. 
  • Derzeit entwickeln etwa 50 Staaten auf dem schönen Planten Erde ihre eigene Drohentechnologie. 
  • Der Smartphone-App 'Drones+' (die tödliche Drohnen-Attacken trackt und diese dann auf einer Weltkarte markiert) wurde von Apple mit der Begründung 'die App sei verwerflich und primitiv' der Zugang zum Appstore verwehrt. 
  • Psychologen bestätigten den Autoren einer Drohnen-Studie, dass psychische Krankheiten in den Regionen die mit Drohnen be- /überwacht werden, weit verbreitet seien. Angstzustände und ähnliche unerfreuliche Auswirkungen hätten stark zugenommen; Zusammenkünfte zu Hochzeiten oder Beerdigungen fänden weniger häufig statt. 
  • Eine weitere – recht aktuelle – Studie  von Forschern der Stanford Law School und der New York University School of Law ergab, dass nur 2% der Drohnen-Opfer zu den 'ranghohen Zielen' gezählt werden können. 

Ihr merkt schon. Das kann ewig so weiter gehen. Bis uns allen gleichzeitig so ein Dingens auf den Kopf fällt. Im besten Falle.

Wer sich weiterinformieren möchte, nimmt sich einfach eine der Fakten hier oben drüber, kopiert die in eine Suchmaschine und sagt mir dann, dass das alles ja gar nicht so schlimm ist und ich eigentlich in der Matrix lebe. 

‚HEUTE‘ und das Parkhaus-Problem

Manchmal. Da schalte ich den Fernseher ein. Und das nicht nur einfach so. Menschenhass ist hart verdientes Brot. Tatsächlich sitze ich dann davor und gucke irgendwas. Beliebiges. Dämliches. Heute war es HEUTE. Ihr wisst schon. Dieser Klamauk, der uns als Nachrichten (alternative Schreibweise: Nach-Richten) verkauft wird. Die Sendung, in der es zu Beginn immer heißt Guten Abend! …und dann geht es eigentlich nur noch steil bergab. Nach den selektierten News des Tages für den intelligenten westlichen Menschen (hier!) kann eigentlich kein Guter Abend! mehr folgen. Einen Trumpf haben die aber immer in der Hand. Aus der geheimverbrecherischen Unterwelt des öffentlich-rechtlichen Fernsehens präsentieren wir Ihnen heute: Das Wetter! Von Gutfried.  …wird aber ja auch scheisse, was man so hört. Jedenfalls sitze ich dann vor diesem technischen Televisonsapparat. Und hasse die Menschen. Abgrundtief. Das sage ich dann manchmal auch ganz laut. Mantra-mäßig und mehrfach. HEUTE also: Die Parkhäuser!

Guckt euch doch erstmal diesen HEUTE-Beitrag an, der lief in Kurzform eben um 19h im ZDF:

ADAC-Test-Parkhäuser oft mangelhaft!

Mit deutschen Parkhäusern steht es nicht zum Besten; das hat der neueste ADAC-Test ergeben. 

Neben 3 Milliarden junger Portugiesen die Merkel am liebsten neben Adolf vergraben würden, neben der Meldung, dass jeder 10. Mensch in Deutschland politisch rechtsextrem gesinnt ist, neben der Meldung, dass in Griechenland heute Abend wieder hunderttausende Existenzen der unumkehrbaren Expansion und dem ewigen Kapitalismus geopfert werden, ….ist das hier also die heutige Tagesmeldung:

Mit deutschen Parkhäusern steht es nicht zum Besten

?

Zu eng, zu dunkel und zu teuer, so heißt es im Qualitätsmedium. Sagt ja der ADAC. Dieser Automobilclub. Der mit den besten Lobbyisten. Des Sonnensystems. Nehme ich an. 

Der Deutsche und sein Auto. – Ich hasse die Menschen.

Mit oberlehrerhaftem Blick wird indoktriniert, dass die wunderschönen SUV-Fahrzeuge in Innenstädten irgendeine Art Bleibe/Aufenthaltsrecht genießen würden. Skandalöses Verhalten von nicht automatisch expandieren Leitplanken wird suggeriert. Sagt ja der ADAC, na klar. Nach Verteilung der Parkhaus-Noten kann es dann endlich losgehen. Ein gewisser Andreas Link stürzt sich im Namen des Vaterlandes in die dunkelsten Ecken deutscher Parkhausmonstrositäten. Und hat dann die Einzelheiten für uns. Ist klar was jetzt kommt, ne? Ein Cayenne-Besitzer – vermutlich eine Frau – versucht das KFZ zu bewegen. Klappt nicht, alles scheisse, Parkhaus ist Schuld. – Ich hasse die Menschen.

Dann, in soufflierendem Ton eine Stimme aus dem Off: Wir sind uns alle einig: Kratzer im Porsche-Lack, Parkhaus zu eng, Geld weg, Zeit weg, Leben zu Ende, Nudeln kalt, alles scheisse. – Ich hasse die Menschen.

Abschließend – nachdem eine wahrscheinlich linksextremistische RAF-Oma angemerkt hat, dass die dicken Autos ruhig das doppelte zahlen sollten! – wird schlußgefolgert: Neue Parkhäuser sind doch einfach viel geiler! Mehr davon! Die kann man ja der Expansion (und des Wahnsinns) entsprechend ausrichten. Höher bauen. Schneller. Alles. Das Leben ist schön. – Ich hasse die Menschen.

On top: Die neuen Parkhäuser haben blinkende Pfeile. Für Mensch und Maschine. Die Richtung kann jetzt also nicht mehr das Problem sein. Und damit auch jeder sehen kann wie Mami den Panzer richtig einparkt, gibt es jetzt an jeder Ecke neue Kameras. Im orwell'schen Look. Kugelrund und rot wie die Liebe. 

Ich hasse die Menschen. 

‚Aber wir brauchen doch eine Polizei!‘

(An alle Besucher die hier aufgrund des Artikels in der Frankfurter reinschneien: Ich bin kein 'Linker'; so 'ne Richtungsdenke ist doch zu dämlich. Hier ist voll Eso und Liebe und Anarchie und alles. Jetzt dürft ihr lesen ;) 

Diesen Satz: Aber wir brauchen doch eine Polizei! Ich hasse ihn. Und ich liebe ihn. Weil er mir sowohl in freigeistigen – als auch in nichtsnutzigen –  Diskussionen immer das Scheunentor öffnet. Zum Reintreten. Ich frage dann immer: Du bist doch auch gerade echt voll nett zu mir! Ohne das einer aufpasst. Also: Wozu eine Polizei?. Besser drückt diesen Gedanken vielleicht dieses plakative Plakat aus. Ich glaube einfach nicht daran, dass mich alle Mitmenschen nur noch beklauen, zermorden und betrügen würden, nur weil mal die 110 ausfällt. Das ist selbst mir zu dystopisch! Abgesehen davon, dass mein ganz persönliches Bild der Exekutive in diesem Land nicht das allerbeste ist. Warum? Dazu komme ich weiter unten. Zunächst ein Ausschnitt eines Artikels in der Frankfurter Rundschau, der die schöne Headline 'Ihr seid hier nicht in Afrika' trägt: 

Was Derege Wevelsiep weiter schildert, hat mit Sensibilität nichts zu tun. Er sei hoch auf die Straße gezerrt worden, habe am Streifenwagen seine Taschen ausleeren müssen, sagt er. Als er sich beklagt habe, dass die Beamten etwa Visitenkarten von Geschäftspartnern auf der Straße verstreuten, sagen sie: „Du dummer Schwätzer.“ Als sie ihm hätten Handschellen anlegen wollen und er entgegnet habe, er sei nicht kriminell, er müsse doch nur zu Hause seinen Ausweis holen, sagen sie: Das muss sein.

„Ich lasse mich nicht ohne Grund fesseln“, sagt Wevelsiep.

„Ich zähle bis zwei“, sagt daraufhin der Polizist.

„Was kommt dann?“, fragt Derege Wevelsiep.

Daraufhin, sagt er, habe der Beamte bis zwei gezählt. Und ihm dann ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht geschlagen.Die Beamten hätten ihn anschließend vom Boden aufgehoben, gefesselt, mit der Faust gegen die Brust und in die Niere geschlagen, gegen das Knie getreten.  […] Seine Verlobte findet Derege Wevelsiep später im Schlafzimmer seiner Wohnung, auf dem Boden, bewusstlos. Die Polizisten hätten sich einfach Zutritt verschafft, sagt sie, seien durch die Zimmer gelaufen. Sie hätten beide Aufzüge in den siebten Stock blockiert. Sie hätten sich den Ausweis einfach genommen. Als der Krankenwagen, den sie ruft, ankommt, hätten die Beamten versucht, ihn wieder wegzuschicken. Drei Tage muss Wevelsiep in der Klinik liegen.

Und nun ist klar, was kommt: Das ist ein Einzelfall. Man kann wegen sowas doch keine ganze Berufsgruppe verurteilen. Ich sage: Doch. Kann man. Und ein Einzelfall ist das auch nicht. Ich habe es selbst erlebt: Ein Freund mit griechischem Migrationshintergrund wird von Staatsdiener kontrolliert: Er zeigt sich kooperativ, hat alle Papiere dabei, ist freundlich. Die lapidar-ekelhafte Verabschiedung der Staatsdiener – nach einer durch und durch rassistischen Ausweiskontrolle! –  lautet: Da hast du ja noch mal Glück gehabt. Und dann grinsen sie. Die Kotze-Nazis. In EU-blau. Dann, so 2002, Köln-Chorweiler. 25 Menschen warten auf den Bus. Kontrolliert werden einzig die beiden türkischen Mitbürger. Der arische Rest darf direkt einsteigen. Ich könnte Dutzende solcher Beispiel nennen. Hunderte! Dazu kommen die Erfahrungen, die ich selbst in jüngeren Jahren mit der deutsch/kölschen Polizei machen durfte: Da kriegst du als Minderjähriger schon mal eins in die Fresse. Einfach so. Eine positive Erfahrungen mit den Jungs kann ich aber dennoch vorweisen: Ende der 90er hatten wir einen Komissar in unserem Freundeskreis. Der schmuggelte immer alle Pillen in die Festivals. Voll gut. 

Was ich sagen will: Ich glaube, es ist über die Jahre ein völlig falsches Bild entstanden: Toto und Harry sind die Ausnahme, aggressive Ausländerfeinde und Choleriker die Regel. Guckt euch doch nur den Friedrich an:

  • Anti-Terrorkartei
  • Temporäre Grenzschließungen
  • Mehr Überwachungstechnologie
  • Cyber-Sicherheitsmeetings in den USA

…und der ist doch der Cheffe von der ganzen Rasselbande. Wenn ich nicht irre. NSU my ass, hier ist eh längst alles zu spät. Wir werden von einem Haufen rechtskonservativer Arschlöcher regiert. Seit Jahren. Und dann ist der Verfassungsschutz schuld. Ganz plötzlich. Is' klar.

  • Entdeckt: Bei Flo auf Facebook
  • Updatewwwut.wordpress.com -> Ähnliches Thema, macht wach, Danke Elias!
  • Update2: Die Frankfurter Rundschau schiebt einen Artikel nach. Mein Text hier wird zitiert und verlinkt. Außerdem steht da, dass meine böse 'Polizei-Formulierung' (weiter oben) direkt ausgesprochen, jeden Polizisten zur Anzeige wegen Beleidigung verleiten könnte. Ist das so? Ich dachte die netten Herrn und Damen der Polizei kann man gar nicht kollektiv beleidigen? Weiß da wer mehr? Jedenfalls: Tut mir leid. War echt nicht so gemeint. 
     

1984 in Köln

Das muss man sich mal im Hirn – und auf der Zunge –  zergehen lassen: Da macht man sich (mehr oder weniger) hübsch für die Halloween-Party, setzt sich mit Freunden in die Bahn. Und dann geht die große Kontrolliererei los. 

Zuerst: Von der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe). Man könnte ja gemein sein, und dem beschissensten Dienstleister im deutschen Nahverkehr um einen Euro betrügen. Oder auch zwei. Dann, nachdem man von Hunden umstellt, eingekeilt zwischen KVB-Fuzzies mit 'nem Horizont von Pitbull bis BILD-Zeitung, sicher an seinen Ankunftsbahnhof geleitet wurde…warten draußen die Grünen auf einen. Bzw. die Blauen. Die Polizei. Dein Freund und Helfer. Ihr wisst schon. Nicht, dass man sich vor den KVB-Spacken nicht schon eh zu genüge entblößt hätte, nein, das reicht ja nicht! Man könnte ja illegal im Land sein (dieses Kotze-Wording, ey!), sich ein KVB-Ticket zusammengeklaut haben, und trotzdem kein Bleibe- oder Aufenthaltsrecht in Fascho-Land Deutschland besitzen. Das wird dann also auch noch mal abgeklärt (Staatsangehörigkeit, Führungszeugnis und weitere Daten wurden geprüft. Sagt meine Quelle). Nur um ganz sicher zu gehen, dass man auch wirklich nur als schrecklicher Talibane verkleidet ist, und nicht unter der Maske wirklich einen Bart trägt.

Weiter geht es: Wenn man dann noch eine dicke Tasche dabei hat, oder möglicherweise etwas fettleibiger aussieht, als es den Staatsdienern in den Kram passt, wird man – nach den Kontrollen durch KVB und Polizei – dann noch schnell weiter an Beamte der Steuerfahndung durchgereicht. Kein Witz, die standen mit den Bullen an den Haltestellen parat. Man könnte ja direkt aus der Linie 5 aussteigen…und weiter in die Schweiz fahren. Die hält ja am Hauptbahnhof. Die Linie 5, nicht die Schweiz. Oder sein – in der Bahn zusammengeklautes –  Geld sofort an den Taliban e.V überweisen. Oder so.

Noch mal, damit ich es auch selber verstehe: Du setzt dich in Köln an Halloween in die Bahn, und wirst a) von der KVB kontrolliert b) von der Polizei kontrolliert und c) von der Steuerfahndung kontrolliert. Wer säumig ist, dessen Handy (oder Rolex) wurde direkt vor Ort einkassiert (mich würden ja nun mal ein paar Zahl interessieren: Wie hoch war der %tuale Anteil an a) Männern b) an Männern mit Bart und  c) an Männern mit Bart und Migrationshintergrund) 

Der Kölner Stadtanzeiger drückt es etwas weniger drastisch aus: 

Die Polizei hat die U-Bahn-Station am Rudolfplatz abgeriegelt. Hunderte, die gegen 23 Uhr aus Bahnen steigen, werden überprüft – zuerst von der Polizei, dann von KVB-Kontrolleuren und schließlich von Mitarbeitern der Steuerfahndung.

…und wann genau kommt noch mal der Zeitpunkt, an dem wir hier endlich mal alles kurz und klein schlagen, und uns diese Scheisse nicht mehr bieten lassen? 1984 wohl eher nicht, wa? 

Achso: Ich blogge wieder. 

De-Qualifizierungskurs für Akademiker!

 An einer deutschen Volkshochschule gibt es nun einen De-Qualifizierungskurs für Akademiker. Und der geht so:

Ein akademischer Abschluss oder gar eine Promotion kann beim Zugang zu bestimmten Berufen, beispielsweise als Bauhelfer, eine große Einstellungshürde sein. In diesem Kurs versuchen wir, durch Erlernen eines zielgruppenspezifischen Vokabulars, angepasste Kleidung und gezielte Verhaltensänderungen auch aus promovierten Geisteswissenschaftlern wieder echte Männer zu machen.

Kein Witz, kein Aprilscherz, sondern die bittere Wahrheit in unserer Republik im Jahre 2012. Hier die Quelle (Seite 25). Ich könnte jetzt weit ausholen, versuchen zu erklären, warum hier auf diesem Planten niemand mehr zu retten ist. Ich lass' das aber mal und sage nur:

Yeah!

Update: Alex weißt gerade darauf hin, dass der Kurs am 1.April 2013 starten soll… was das nun wieder bedeutet? Ich weiß es ja auch nicht. Hab' aber ja auch weder Abitur noch Doktortitel. 

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