Chris

<- bloggt seit 2007. Liebt: Raketen, Edward Sharp & Norwegen. - Viel Spaß hier ♥

Blogparade: Internetutopie

internetoptimismus

Vom Blog der Karlshochschule ausgehend läuft derzeit eine Blogparade, an der ich mich gerne beteiligen möchte. Blogger und Dozent Patrick fragt:

Ist das Internet wirklich kaputt? Versinken wir in einer einzigen Big-Data-Dystopie, also einer Infrastruktur zur gegenseitigen Überwachung und zur massiven Kontrolle der Bürger und Konsumenten? 

Es gibt schon viele tolle Beiträge dazu, hier ist eine Übersicht zu finden, einige Antworten stecken drin; eine endgültige aber nicht, die Zukunft wird's uns allen zeigen. Und in dieser liegt der Schlüssel. 

Gleich­wohl​ ich hier im Blog oft über Dystopien philosophiere, ist auch mir der utopisch-optimistische Aspekt des neuen sozialen Internets nicht entgangen. Beispielhaft dafür, dass Big-Data eben nicht gleich Datenapokalypse sein muss, oder wir vielleicht doch nicht an den Machschaft einiger weniger völlig aus der Kontrolle geratener Algorithmen zu Grunde gehen werden, ist das von den Vereinten Nationen 2009 gegründete Global Pulse -Projekt. Hier ein Erklärbär-Video dazu: 

Ein Recorded Future, für eine bessere Welt, wenn man so will:

Die Initiative versucht mit Big Data Reaktionen auf politische Entscheidungen in Echtzeit zu verfolgen und Informationen über das menschliche Wohlsein sowie seine Anfälligkeit gegenüber Gefahren darzustellen. Diese Informationen werden u. a. politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt um Menschen vor Paniken und Epidemien zu bewahren

Ich möchte gar nicht zu sehr auf den philosophischen Aspekt, oder meine persönliche Utopie eines optimistischeren Internets eingehen (das wird in den oben erwähnten Beiträgen teilweise schon ausführlich getan, und die machen das dann auch viel besser, als ich es je könnte), lieber mal was vorzeigen, was mich hoffen lässt, dass Big Data – und all die kleinen damit einhergehenden dystopisch-boshaften Features, die uns die künftige Web 3.0 Welt bescheren wird – auch mal für was echt gutes zu gebrauchen sind. So im Sinne der Menschen und des Weltfriedens und sowas alles.

Ein tolles Tool der oben erwähnten Global Pulse-Initiative ist dieses hier: Post-2015. Guckt, was es kann:

The globe spins to show the 20 countries that have proportionately talked the most about the highlighted Post-2015 topic on Twitter from August 2012 to now.​

 

Unbenannt

 

Ich sage es mal so: Selbst für den weltverschwörerischsten Vereinten Nationen-Hater, sollte klar sein: Das sind Daten, die man in der Tat zum Zwecke eine besseren, optimistischeren (Internet-)Welt heranziehen kann. Ich gebe zu: Ein gewißer Grundoptimismus gehört schon dazu, sich vorzustellen, dass da irgendwo auf unserem kapitalistisch geprägten Planeten ein netter Mensch sitzt, der nicht weiß wohin mit seiner Knete, und das Tool zu Rate zieht, um in Mali für eine bessere Gesundheitsversorgung zu sorgen. Aber schön ist der Gedanke ja schon, ne? 

Gegensätzlich zum loboistischen Rumgenöhle in der FAZ zum Thema Die digitale Kränkung des Menschen​ habe ich diese Kränkung bereits 2010 erfahren und als ebensolche begriffen. Die Jahre 2011, 2012 gaben mir Hoffnung: Assange, Wikileaks, die Piraten, Occupy, Anti-Acta, Anonymus, der (verlängerte) arabische Frühling,… alles und jeder (öhm) bewegte sich, es rumorte, und ich dachte tatsächlich: Was die Hippies nicht packten, das packen wir jetzt! Mein demostärkstes Jahr war 2012, glaube ich. Und dann kam Snowden. Der für mich nicht alles änderte und mich bis heute auch kaum überrascht hat, sondern eher mein hintergründiges Entsetzen​ an die Oberfläche beförderte. 2013 war dann das Jahr der Resignation​. Das hat jetzt ein Ende. 2014 geht's wieder nach vorne. 

Wenn ihr also neben dem Entscheidungs-Menschen mit viel Geld sitzt, der nicht weiß wohin mit seiner Kohle: Zeigt dem mal die Blogparade und / oder das Tool weiter oben, vielleicht fällt ihm dann doch noch was ein. 

​Social Media und Big Data in Kombination haben durchaus – und immernoch (!) – das Potential die Welt zu verändern. – Und DAS wär' doch echt mal nicht die allerschlechteste Idee. 

Gametipp / Gastbloggen: Spiel den Monty Python-Fuß!

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Einige DokBlog-Leser kennen den Choooo vielleicht hier aus den Kommentaren. Choooo bloggt unter brainm0sh.de über recht ähnlichen Kram wie ich hier; wir machen die nächsten Tage mal so einige X-Postings/Gastbeiträge, er hier, ich da. Mein Gejammer hier kann ich ja keinem/keiner mehr zumuten. Den Artikel über das Monty Python-Fuß-Game habe ich eben bei Choooo verbloggt, er selber wird hier die Tage mal aufschlagen.

Seid also nett zu ihm und sowas alles ♥

Julia Engelmann im NDR

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00:30 Das Pilawa die super findet, ist klar. Der frisst ja auch Geflügelleberwurst. 

00:54 Tim wer? Idiot, wenn er sie als Vorgedicht haben muss. 

02:10 bis 06:50 Netter Text von Julia, kennt man ja. Leider. 

06.55 Pilawa hat Tränen in den Augen. Leberwurst. Sage ich ja. 

07.30 ACH DU SCHEISSE! DIE ist ja auch da! (Schöneberger)

07:33: Hubertus ​faselt was von Andacht O__o ANDACHT!? Biste doof oder was? FREMDSCHÄMEN ist das. Hoffe ich. 

07:50: Ist das toll, dankeschön! TOLL? DANKE!? WOFÜR DENN, Himmelnocheins. Für ein mittelgutes Stück Poesie!? Na denn. Bitte, gern. 

08.00: HILFE! Die Stimme. Schweiger ist da. Noooooo! Und was sagt der da über Dopamin? Och wie lustig, haha, ich lache. 

08:26: Netter Text. Ach nee, das ist ihre Antwort auf die Frage…welche Frage noch mal?

08:30 – 10:00 Aufarbeitung der Nicht-Ereignisse. Blah. 

10:00 – 10:20: Gold und blond sieht zusammen scheisse aus! Und eine goldenen Uhr am Handgelenk zeugt natürlich von einer fast schon hedonistischen Geisteshaltung. Schick. 

10:20 – 10:50: Schweiger? Fresse, ey! 

10:50 – 11:20: Lobhudeleien einer alten Frau. Hat die gerade gesagt, dass ihre Kinder ungeil  – und immer laut sind, und Julia die viel geilere Tochter wäre? Es BERÜHRT sie? Langsam glaube ich denen das. GEIL? Ja, is' Geiz ja auch, selbe Schublade, das passt schon. 

12:00: Pilawa lobt die Leistung des Internets? WTF!? Ich weine gleich. Ehrlich. Es gucken über 5 Millionen Menschen. Na dann MUSS das ja geil sein. Oder was? Der HOW-TO-Channel auf YouTube kommt auch auf ne Million je Video… 

12:09: Warum guckt der Schweiger so scheisse? 

12:18: Bei den Pilawas essen sie alle Wurst. Ständig. War mir klar. 

12:30: Surreal. Ja, Julia. Ich mag das Wort auch (HIER dachte ich echt: Sei nicht so boshaft, Heil! Für ne halbe Sekunde). 

13:30: Ihre Mutter trägt Gold. War auch klar. Was sagt sie denn zu all' den Drogen und den Männern? Oder was meint Julia mit Mut und Anagramm und Lebt doch mal ihr, Ottos? Philosophie und Veganerie? Gold putzen? Mag sein, ich kapier' eh nix mehr. 

14:00 – 15:00: Mutter als Medienfilter. Wie süß.

15:22: Schweiger!? FRESSE MANN! 

15: 35: Schweiger: So modern und lyrisch SO kraftvoll. IST DER VOLL DRÜBER, oder was? Dat Gedicht ist so kraftvoll wie ein Pilawa nach 20 Metern fettigster Fettwurst. Aber die frisst der Schweiger ja auch. Jede Wette. 

15:42 Ganz toll vorgetragen! Ei Ei Ei, Knecht Ruprecht. FRESSE! Die ist Schauspielerin, klar kann die reden. Nur das WAS sie redet, wirkt eingeübt, künstlich, wenig empathisch.

15:50 Total authentisch! Da isses ja! Endlich! Mein Lieblings-Buzz-Word. Ist ja jeder heute. Auch Julia und ihr Text. Mich kribbelt es am dicken Zeh. Fast. 

16:00 Da fordert der Schweiger sie zum Singen auf? Nee, ne? Ich weine schon wieder. 

Warum ich hier schon wieder so rumnöhle? – Weil ich bei dem was Julia da macht NOCH IMMER nicht den hochkulturellen Wert an/erkennen kann. Weil die Masse und die Medien da eine nette junge Dame mit wenig anspruchsvollem Text zu etwas hochstilisieren, was es nicht ist. Weil ich in der Anerkennung (ich gönne ihr JEDES glückliche Gefühl in ihrem Leben, darum geht es nicht!), die ihr zugetragen wird, als ein Zeichen des kulturellen Verfalls begreife. Die Subversivität ihres Textes ist so flach wie ne Schallplatte und Leute die das SO dermaßen abfeiern, denken auch, dass sie mit ihrer WhatsApp-Account-Löschung irgendwie das System unterwandern, oder so. Schublade zu, Ende aus, Micky Maus. 

Gehe ich nach dem Hörensagen, stecke ich mich mit so einem Text in eine andere Schublade, gar in eine Schublade drüber. Das kann jeder lesen und verstehen wie er will. Ich bin die Konsens-Kacke echt leid, und sage ganz klar: Wenn das 'ne Art revolutionärer Kulturschaffung sein soll…dann möchte ich nicht mehr Teil dieser Kultur sein.

Und da ich mir nicht wieder Unproduktivität vorhalten lassen will, hier noch etwas, was nicht nur nach Poesie aussieht, sonder sich auch so an-fühlt:

Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst die Zwerge lange Schatten.

(Karl Kraus, Kritiker, Satiriker, Essayist, Dramatiker) 

Danke, Karl! 

(Ich mag dich trotzdem, Julia, nur falls du hier zufällig mal reinliest)

Na, schalt‘ doch mal die Ortungsdienste aus!

Wo ich gerade dieses dystopische Video sehe (was eigentlich gar nicht mehr dystopisch ist, sondern uns die Menschen-Tracking-Welt von übermorgen zeigt) fällt mir das hier wieder ein: Kumpel X am Wochenende so: Mein Dad hat jetzt auch so ein iPhone. Chris sag' mir mal, was ich da einstellen soll!

Ich dann: O__o

Ich probiere es trotzdem mal: Wer dran glauben mag', dass der Software-Befehl Ortungsdienste ​AUS irgendwas an der Ortung der Hardware-Geräte ändert, der kann das ja mal machen. Und additional dann auch noch diese Einstellungen anpassen: 

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Das bringt zwar alles genau gar nix, ich erkläre mich auch dieses mal nicht, das ist mir IMMERNOCH zu blöde, aber das Video oben ist ja trotzdem nicht zum Lachen. 

Architecture/Animation-Fiction: ‚Walking City‘

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Drunter steht: 

Architecture + Evolution + Movement. Referencing the utopian visions of 1960’s architecture practice Archigram, Walking City is a slowly evolving video sculpture. The language of materials and patterns seen in radical architecture transform as the nomadic city walks endlessly, adapting to the environments she encounters

​Da diese Woche echt voll gepackt ist, tut mir so ein meditativ-wandelndes Etwas zwischendurch ganz gut. Acht Minuten feinstes Animations-Zen! 

Starboundering – A Love Story

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Starboundering – A Love Story ist der Arbeitstitel des ersten Starbound-Kinofilms. Den es nie geben wird. Aber die Idee hat doch was: Kommt, wir drehen einen kompletten Film in Starbound! Weil es geht. Und so schön aussieht. Die Kulisse habe ich ja schon fast (!) fertig gebaut. Leider habe ich vergessen die Katzen frei zu lassen. Es gibt Katzen! Und Hunde auch. In grün. Beide aber erst in Folge 2. Das hier war nur das Intro.

Gute Nacht. 

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Sonntagsmusik: Fleet Foxes

Fleet Foxes

Schöne Musik am Sonntag. Für die Seele und die Sonne und all sowas ♥

….und nicht nur die Platte auf YouTube hören, sondern vielleicht auch bei denen im Shop mal was kaufen. Weil Moral und Sonntag und…. habsch vergessen. 

Kleines Update:
Da das Video von den Jungs nicht mehr online ist, gibt es nun frische Sonntagsmusik: dieses Mal total angenehmen Jazz, hört mal rein: https://www.jazzband-noblesse.de/
Dazu ein Gläschen Wein, sehr chillig!