Monthly Archives: Dezember 2011

Wohnraumbaum

The private atmosphere of a Dutch living room is interrupted by the disturbing presence of a large oak tree. Being both realistic and absurd, the confrontation between the tree and the home raises questions about the meaning and symbolism of the tree and the private domain, and its representational aspects towards the outside world.

…soll ich dazu jetzt noch irgendwas sagen? – Eben. 

Patricio Betteo’s skurrile Superhelden

Eins haben die Werke von Patricio Betteo gemeinsam: Die sind alle recht schräg, verrückt proportioniert und irgendwie durch die Bank weg ziemlich surreal. Am allerliebsten mag ich sein Fanart-Album. Dort gibt es – neben dem Robocup hier oben – weitere, wunderbar verzerrte Super- und Antihelden zu sehen. Das der Herr auch sonst echt künstlerisch talentiert ist, könnt ihr auf seinem Weblog nachlesen/gucken. Sogar seine instagr.am-Bilder üben auf mich einen gewissen Reiz aus (was was heißen soll: Ich hasse diese neumodischen Filter-Foto-Bilder. Wie sieht das denn auch aus? …und dann knippsen die Leute ihr frisches, knackiges, leckeres Essen mit diesen schrottigen Tools, …kleben ihr vergrünte Orange ins Facebook rein uns schreiben dann Oh wie lecker drunter. Hauptsache hip, oder was? Pfeifen).

Wo war ich? Achso. Hier mehr: 

Dan Mangan – The Indie Queens Are Waiting

 

Down the road and on the right-hand side

There's a place I sometimes like to dine

Coffee refills far as I can see

I'll be waking

Are you watching me?

Are you watching, are you?

Are you watching?

Or just waiting to see

That your days are numbered?

'Cause my days are numbered too


Are we cool now?

Are we cool now?

Are we cool now?

Are we cool?


Bus down to the local record store

Buy something to make you like me more

Indie queens and tatty east-side punks

They are listening

Always waiting

Are you watching, are you?

Are you watching

Or just waiting to see

That your days are numbered?

'Cause my days are numbered too


Are we cool now?

Are we cool now?

Are we cool now?

Are we cool?


I'm sorry that I brought it up

It's not nice to piss you off

And I know, I know, I know

That I was poking

And sort of prodding

And kind of hoping

And always watching

For a reaction

A reaction

A reaction

A reaction

Are you watching?

Watching, are you watching?

Or just waiting to see?

♥ ;)

Das Cyberpunk-Manifest als Video

Dem ursprünglichen Manifest habe ich hier vor Äonen mal eine Extra-Unterseite eingerichtet. Hier nämlich. Nun entdecke ich eben, dass das Dings mittlerweile auch in (mehr oder weniger) bewegten Bildern zu haben ist.

…und da ALLES was da drinne steht gerade heute noch viel viel viel aktueller ist, als ich es jemals hätte prophezeien können: Gucken. Denken. Chummer werden. 

Kurz-Gamereview: Grand Fantasia‎

(Disclaimer: Dieses Grand Fantasia-Review ist ein bezahlter Artikel von aeriagames.com. Was mich aber nicht davon abhält, dass Spiel so zu durchleuchten, wie es sich gehört) 

Starten wir mit der Charakter-Erstellung: Der Look des Charakters lässt sich – wie üblich – mit ungefähr einem Dutzend Gesichtern, Hautfarben, Haarfarben, Frisuren und den üblichen Augenfarben bestimmen. Das Ganze kommt sehr manga-lastig daher; passt aber in's Gesamtbild. Clone-Charkater sind somit zwar möglich, aber – aufgrund der vielen Optionen – sehr unwahrscheinlich. Zusätzlich kann man dann auch direkt sein Haustier/Pet durchgestalten. Da bieten sich zwar nicht allzu viele Möglichkeiten; aber genügend sind die allemal.

Als Basic-Klassen stehen die üblichen Verdächtigen zur Auswahl: Heiler, Kämpfer, Jäger und Beschwörer. Klar…beschwören geht immer. Nehm' ich. Aber halt: Die Klasse ist ja gar nicht anwählbar; sondern nur eine Art Preview. Kann ich etwa komplett frei skillen? Das war mein Gedanke. Und in der Tat: Der Skill-Tree ist zum Start des Games komplett leer. Man hat also die Freiheit seinen Charakter frei zu auszugestalten und ist – zumindest – zu Beginn des Spiels nicht an feste Spells/Zaubersprüche oder ähnliches gebunden. Gefällt mir gut (ist ja fast wie in Skyrim, hier;) So kann man in Ruhe rumtesten. Nach den nach den ersten Quests und Erfahrungspunkten sollte man sich aber schon zumindest grob in eine Richtung orientieren. Wenn man dann im Charakter-Editor noch ein Pet gewählt hat, was zu geplanten Spielfigur passt… Gnade den Mobs. 


Anschließend geht es dann ab ins (wirklich!) bunte Spiel. Was direkt auffällt: Eine Innovation in einem Free-to-Play-Game! Man klickt nur noch auf das nächstgelegene Quest-Symbol, und schon rennt der Char los. Bis zum Ziel. Ohne irgendwo hängen zu blieben. Für mich – der gerne oldschool Rollenspiel betreibt – zwar keine Option (ich erkunde lieber manuell), aber im Verlauf des Spiel – wenn man die Orte schon händisch erkundet hat – kann das sicher mehr als praktisch sein. 

Während des sehr gut gemachten Tutorials lernen wir auch unseren treuen Begleiter (das Pet) etwas besser kennen. So erfahren wir, dass der Kleine in der Lage ist, Rohstoffe und wichtige Zutaten aufzusammeln. Und: Aus diesen baut er dann auch noch richtig schicke Items: Große und kleine Waffen. Eine Backgroundstory warum und vor allem wie er diese Dinge zusammenschraubt, gibt es dazu leider nicht. Er macht's halt einfach. Weil's geht. Wahrscheinlich. Da ich in allen (Online-)RPGs wenn möglich mit Pet unterwegs war (und bin), mag ich diesen erweiterten Wegbegleiter schon nach den ersten Minuten nicht mehr missen. 

Weitere nette Tiere – die aber der Fortbewegung dienen – sind: Bunte Pferde, spaßige Drachen und weitere – unidentifizierbare – Reittiere, die richtig schickes designt wurden. Ich habe ja nie WOW gespielt, dafür aber Everquest und viele weitere MMORPGS. Ich finde die Nebenher-Tiere in diesem Game hier sehen klasse aus und passen immer zum Rest der Welt.


Die Quests sind zwar eher 0815-mäßig (zumindest in den ersten Level); weil man aber auf den Wegen immer was neues – und meist sehr buntes – entdeckt, machen selbst die einfachsten Aufgaben richtig Laune. Die Questwege sind aufgrund der erwähnten Reittiere – sowie ausreichend vorhandenen Teleportationsmöglichkeiten – eigentlich nie zu lang oder gar zu kurz. 

Zur Grafik/Optik: Kurz und gut: Manga-Style. Muss man mögen. Mir gefällt das. Erwartet mal kein grafische Glanzleistung ala Skyrim oder Witcher, sondern stellt euch auf eine farbige – wenn auch recht kantige – Präsentation ein. Sieht nett aus, fühlt sich nett an; für Grafik-Nerds sicher kein Highlight; aber den Augenkrebstod werdet ihr auch nicht sterben. Vorteil: Selbst auf einer etwas älteren Hardware sollte das Game recht rund laufen.

PvE oder PvP-Ereignisse laufen standardisiert ab; erwartet auch da keine sensationellen Innovationen. Aber: Das System ist bekannt; es funktioniert und passt genau so wie es ist echt gut ins Spiel. Man munkelt, dass es reine Solo-Spieler zumindest mit den dicksten Mobs schwer haben könnten. Da muss dann ein ganzes Team ran. Das weiß ich aber nur vom Hörensagen; ich hab' die fiesen Möppe zumindest bis Level 5 alle alleine bezwingen können. 

Sound: Ist vorhanden. Zwar keine Sprachausgabe; dafür ist die Backgroundmusik passend; und die Game-Sounds auch echt gut. Die nerven fast nie, fügen sich sehr gut in das Spielkonzept ein.

So. Ich denke, damit wären die grundsätzlichsten Eckpunkte geklärt. Ich kann sagen: Es macht Spaß, es passt alles echt gut zusammen und auch ein Hin-Und-Wieder-Spielen sollte kein Problem sein. Auf den Servern ist eigentlich immer recht viel Aktivität; man sollte keine Probleme haben, recht flott eine Gruppe Abenteurer zusammenzustellen um auf größere Wildjagd zu gehen. 


Nun zu einem nicht unwichtigen Faktor: Wie finanziert sich das Game? Werden die Spieler ausgebeutet? Geht es ab Level xy einfach  nicht mehr weiter? Nein. Es ist Free-to-Play. Einzig der spielinterne Item-Shop sorgt dafür, dass sich das Game re-finanziert. Und da gibt es wirklich einige Items, die einen möglicherweise die Geldbörse zücken lassen.

Nach kurzem Interview mit einem übermächtigen Beschwörer kann ich aber sagen: Es spielt sich auch ohne finanzielle Hilfe sehr gut; und überlebensnotwendig scheinen die Items nicht zu sein. Also: Entwarnung von meiner Seite. Man kann es spielen, ohne sich in Unkosten stürzen zu müssen. Wer das aber dennoch möchte, dem stehen unzählige Gegenstände, Fun-Gegenstände, spezielle Waffen und Rüstung zur Auswahl. Ich habe vergeblich versucht zu erfahren, wie viel Kram es wirklich zu erstehen gibt: Keine Chance. Genügend sind es allemal.

Fazit: Alles in allem ist Grand Fantasia ein nicht allzu aufgeregtes Online-Rollenspiel. Sieht nett aus, hört sich nett an, und das Gesamtpaket stimmt eigentlich an allen Enden. Der Schwierigkeitsgrad entspricht  – zumindest in den ersten Leveln –  der Lernkurve; Frustmomente sind eher selten. Die Pet-Features heben das Game vom Einheitsbrei ab und die Größe der Spielwelt ist für ein Fre-To-Play-Game mehr als ordentlich. Auch das man nur ab und zu mal reinschnuppern kann, macht das Spiel sympathisch. Wer jedoch das letze Stückchen der Spielwelt erkunden möchte, sollte sich einige Gefährten suchen und ordentlich Kohle scheffeln (oder eben Geld kaufen). 

Das die Macher des Spiel die Gamer regelmäßig mit Events und neuen Gegner versorgen, soll nicht unerwähnt bleiben. Da geht so einiges; und die Community scheint für ein MMORPG relativ sanft zu sein. Gemeckere hört man selten; passt also auch zum harmonischen Gesamtbild und dem Spielgefühl. 

Kurzum: Wer ab und an mal etwas Online-Rollenspiel betreiben möchte und auf Killergrafik verzichten kann, ist mit Grand Fantasia mehr als gut beraten. 

Singularitäts-Countdown

Ich persönlich glaube ja, dass solche Countdown-Counter irgendwie auch so ein Nerd-Dings sind. Zahlen, Bewegung, alles fliest, und so. Jedenfalls verspricht uns dieses Countdown-Diagramm, dass die Singularität in greifbarerer Nähe liegt. Optimisten sagen, dass die evolutionären Schritte immer flotter gehen, dass alles immer schlauer und schneller funktioniert und somit eigentlich ja alles eh nur gut werden kann. Ich sage: Ich will mal 'nen Pleo verprügeln; dann sehen wir weiter. 

Spannend: Auf der gleich verlinkten Seite gibt es unzählige Diagramme und Infographen, die die steile These der Singularität und des Weltfriedens untermauern. Zum Beispiel diese hier; die das Moorsche Gesetz ganz gut aufbröselt. 

Wir fassen zusammen: Alle 1,5 Jahre verdoppelt sich die Intelligenz/Rechenleistung auf unserem Planten. Mittels moderner Kommunikationsmöglichkeiten (uhoh!?) entstehen Hive Mind-artige kollektive Bewusstseins-Sphären. Und weil das alles so schön schlau und schnell ist, leben wir 2035 gefangen in Mikrochips auf planetaren Umlaufbahnen, die heute noch kein Hubble entdeckt hat.

…erzähl das mal den degenerativen Guttenbergs, den vonDerLeyens und den Frank Millers dieser Welt. Tscha. 

Das Chinesische Zimmer


Da ich dieser Tage immer mal wieder in Publikationen von Freeman Dyson rumblättere – und ehrlich gesagt nicht wirklich viel von dem kapiere, was er da so faselt – dachte ich mir, dass ich mir – neben dem hypothetisches Konstrukt der Dyson-Sphäre (die, die fast so funktioniert wie die berühmten Staubsauger…) – auch mal ein paar etwas weniger anspruchsvolle Gedankenexperimente ansehen könnte.

Wie bekannt sein sollte, bin ich großer Fan der gedanklichen Idee, eine Katze mit einer Atombombe zusammen in eine Kiste zu stecken. Denn: Basierend auf dem Experiment des Quanten-Schrödingers kann man unendlich viel ableiten und die wildesten Diskussionen und Spekulationen in die Welt hinausposaunen. Ob philosophisch, technisch oder sozialwissenschaftlich betrachtet…das gibt dermaßen viel her, dass man (ich nicht) Bücher darüber schreiben könnte. Kurzum: Ich mag das Gedankenexperiment so gerne, weil es so verdammt nichtsnutzig daher kommt. Und zu gleichen Teilen wissenschaftlich höchst wertvoll ist. Da wären wir dann auch wieder bei einem meiner allerliebsten Themenbereichen: Die Dualität aller Dinge, das Leben ist bunt, und nicht nur Ying und Yang. Und so. Ihr kennt das. 

Jedenfalls bin ich bei Recherchearbeiten für meine Doktorarbeit auf Das Chinesische Zimmer gestoßen. Klingt erstmal unaufgeregt; ist es aber sowas von überhaupt nicht. Bevor ich jetzt mit Alan Turing und Blade Runner und der Voight-Kampff-Maschine anfange..lest, versteht, staunt und denkt lieber selber mal drüber nach:

Searle beschrieb einen geschlossenen Raum, in dem sich ein Mensch befindet. Ihm werden durch einen Schlitz in der Tür Zettel mit Geschichten auf Chinesisch zugestellt. Er selbst ist der chinesischen Sprache nicht mächtig und versteht somit weder den Sinn der einzelnen Zeichen noch den Sinn der Geschichte. Danach erhält er noch einen Zettel mit Fragen zu der Geschichte (ebenfalls in chinesischer Notation). Der Mensch findet des Weiteren einen Stapel chinesischer Skripte und ein „Handbuch“ mit Regeln in seiner Muttersprache vor. Das Handbuch ermöglicht es ihm, die Symbole mit der Geschichte in Verbindung zu bringen, allerdings ausschließlich auf der Ebene der Zeichenerkennung (über die Form der Zeichen). Auch entnimmt er dem Handbuch Anweisungen, welche Zeichen er (abhängig von den Zeichen der Geschichte und der Fragen) auf den Antwortzettel zu übertragen hat. Er folgt also rein mechanischen Anweisungen und schiebt das Ergebnis (die „Antworten“ auf die Fragen) durch den Türschlitz, ohne die Geschichte oder die Fragen verstanden zu haben.

Vor der Tür wartet ein chinesischer Muttersprachler, welcher die Antwortzettel liest. Er kommt aufgrund der Sinnhaftigkeit der Antworten zu dem Ergebnis, im Raum befinde sich ebenfalls ein Chinesisch sprechender Mensch. Das Gedankenexperiment hatte mehrere Deutungen zur Folge.

Diese Deutung(en) könnt ihr in aller Ruhe mal auf Wiki nachlesen. Und nachher auch nicht schlauer sein als vorher. Geht super. 

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