Monthly Archives: November 2011

TV-Tipp: Johnny Mnemonic

Mache sagen, dass der Film Johnny Mnemonic – welcher auf der Gibson-Kurzgeschichte Johnny Mnemonic (dt. Der mnemonische Johnny) – basiert, der wirkliche Vorläufer der Matrix-Trilogie sei. Andere behaupten, dass Gibson und alle beteiligten Schauspieler sich für den Film schämen müssten. Wieder andere sind der Meinung, dass das Movie die beste Cyberpunk-Filmproduktion aller Zeiten ist. Ich sage dazu: Mir doch egal. Wichtig ist einzig und allein, dass der Film das iPhone erfunden hat. Das war weder Steve Jobs noch Apple. Sondern Johnny! Glaubt ihr nicht? Dann hört mal hin: Hier

Ich persönlich verstehe auch nicht wirklich, warum das Movie in der IMDB nur 5.1 Punkte eingefahren hat. Wer da mit etwas Humor rangeht, dem Cyberpunk-Genre gegenüber nicht vollständig abgeneigt ist, und Keanu Reeves ganz gern mag (trifft auf mich alles zu), der kann an dem Film gefallen finden. Sehr sogar. 

Außerdem spielt der Film im Neuromancer-Universum. Und bewegte Bilder – zumindest solche, wie Robert Longo sie produziert hat – aus dem Buch der Bücher…da kann man doch gar nicht Nein sagen. Ich mag ihn; und werde ihn heute Abend sicher wieder ansehen. Und zwar um 22:55 auf Kabel 1.

Hier noch flott die offizielle Description: 

A data courier, carrying a data package literally inside his head too large to hold for long, must deliver it before he dies from it.

Yeah!

Märchenhafter Kurzfilm: Moving Day

Die Kleene macht das echt herrlich. Dazu diese meisterhaft eingefangenen Bewegtbilder! Supergut! Kompliment an Jason Wingrove. Zur Story verrate ich jetzt besser nichts.

Aber mal was anderes: Leute, die in den Comments zum Video ernsthaft mit Ich habe aber eine 7-jährige Tochter rumnölen sage ich: Selbst Schuld, guck' doch Toy Story. Außerdem wage ich zu bezweifeln, dass geröstete Feen eine 7-jährige im Jahre 2011 noch ernsthaft um den Schlaf bringen.

Die Effekte, die Musik, das Setting… passt alles mehr als gut. Und eigentlich hab' ich's mit Märchen ja mal so gar nicht. Aber hier… das ist was anderes.

ASIMO wird 11! Alles neu!


Der beliebte humanoide Roboter ASIMO aus dem Hause Honda hat Geburtstag. 11 Jahre wird er alt. Wenn man sich mal Bilder aus seinem Geburtsjahr ansieht, stellt man fest: Hübsch isser geworden! Die Faceliftings und sonstige plastische Operationen haben dem kugeligen Kerl ganz gut getan. Jetzt – im Jahr 11 -, bekommt er von Honda nicht nur neue Gesichtszüge verpasst, sondern erhält auch ein paar neue Organe und wird auch sonst sichtlich aufgepimpt. Ich fasse mal eben die wichtigsten Neuerungen zusamen:

  • Er hat abgenommen und wiegt nun 48 Kilogramm. Sein Alter Ego aus '04 hatte noch 6 Kilo mehr auf den Hüften. Steht ihm.
  • Er kann seinen Torso nun um 57° drehen (Vorher waren es 34°). Pervers.  
  • ASIMO rennt nun bis zu 9km/h schnell. 3 km/h schneller als beim letzten Gehversuch.

Weiterhin wurde die Blechbüchse mit der sogenannten first autonomous behavior control technology ausgestattet. Was nichts anderes bedeutet, als das er jede Menge neue Sensoren erhalten hat (taktile und optische). So ist er sehr viel besser in der Lage sein Verhalten der Umgebung entsprechend anzupassen. Er redet beispielsweise nicht einfach so weiter wie es ihm passt, sondern achtet auf Gestik und Mimik seines Gegenübers. Im Klartext: Wenn man nicht mit seinen Weltunterjochungsplänen einverstanden ist, schüttelt man den Kopf oder wackelt mit den Armen, und schon versteht ASIMO, dass es so nicht weitergehen kann. Auch das rausfiltern von verschiedenen Stimmen (und den dazugehörigen Menschen) fällt ihm nun leichter. So ist er nun dazu befähigt, sich auch in größeren Menschengruppen einigermaßen am Riemen zu reißen. Der wirkliche Knaller sind aber seine neuen Bewegungsabläufe. Ob vorwärts oder rückwärts: ASIMO rennt wie ein Großer. Und gerät dabei nicht mal ins Schwitzen. Spannend: Hüpfen kann er nun auch. Und – Achtung – das sogar auf einem Bein! 

Honda spricht vom Sprung einer automatic machine zu einer autonomous machine. Was man beruhigt in die Rubrik Marketing-Gefasel einsortieren kann. Würde ich sagen. Autonomie bei Bots,… lasst uns dazu noch mal 2025 quatschen, Honda. 

Alles in allem finde ich die neue Version echt schick. ASIMO hat bei mir aber eh immer einen gut. Auch wenn seine Nachkömmlinge uns alle mit Haut und Haaren aufessen werden: Ich kann dem nicht böse sein. Der guckt immer so lieb. 

Happy Birthday, alte Botnase! 

Marvin der Bierbot! Für mich! ;)

Nachdem ich neulich drüben beim Christoph über den Sinn und Unsinn von Traktorstrahlen und Bierbots philosophierte, liefert er mir nun ein schlagendes Argument (wofür eigentlich?): Den traurigsten Bierroboter der Galaxie: Marvin, der trockene Bierbot! Ich bedanke mich recht herzlich und sage: Prost, auf Marvin, den alten Loser ;) 

7 Milliarden Erdlinge. Wie kommt’s?

Die Frage in der Headline ist jetzt nicht so wirklich ernst gemeint. Ich kann mir zumindest ganz gut vorstellen, wie man(n) sich vermehrt. Im Video wird auch eigentlich gar nichts erklärt, was man nicht schon mal irgendwo gehört hätte. Die Fakten sollten also bekannt sein. Allerdings visualisiert das Video den Verlauf der Population dermaßen schick, wie kein zweites. 

Zwei Fakten möchte ich dennoch herausstellen; auch wenn sie sicher nicht die Welt bewegen. Oder doch?

  1. Wir werden nicht ewig wachsen. Nach neueren Studien wird irgendwo zwischen 10 und 12 Milliarden Schluss ein. Das liegt unter anderem daran, dass einige Schwellenländer (ich hasse dieses Wort) viele evolutionäre Schritte (die das Kinder kriegen betreffen) einfach überspringen. Bis der Westen kapierte, was es mit Verhütung auf sich hat, sind einige Alice Schwarzeres ins Land gegangen. Davon profitiert (?) nun die so called dritte Welt, sowie die eben erwähnten Länder der zweiten Welt.
  2. Ja. Der Planet hält auch 12 Milliarden Menschlein aus. Wenn…. 

Living in Cyborgia


Neulich bin ich via Twitter auf einen wirklich toll ausformulierten Artikel zum Thema Cyberpunk – und warum wir mitten drin stecken gestoßen. Peter Hinzmann fasst auf seinem gleichnamigen Weblog das in Worte, was mich speziell in diesem Jahr auch sehr beschäftigt.

Platt formuliert: 2011 ist das Jahr, in dem Cyberpunk real wird. Ich habe dieses Jahr zu dem Thema unzählige Artikel runtergetippt; bzw. angefangen sie runterzutippen. Die Headlines dazu waren recht überschwänglich. Sowas wie: Cyberpunk lebt! oder 2011 – Year of Cyberpunk!. Und immer dann, wenn mein Geschreibsel gerade irgendeinen Sinn ergab, ist wieder was total wildes passiert (was, …das muss ich euch jetzt nicht wirklich erzählen. Hoffe ich). Jedenfalls spiegelt der Artikel ziemlich exakt meine Gedankenwelt wieder, die ich mir in Zeiten von Anonymus, Wikileaks und Weltrevolution in meinem Gehirns zusammengebaut habe. 

Zum Setting in Cyberpunk-Welten/Romanen schreibt Peter  zum Beispiel: 

Die Umwelt wurde bis zur Quasi-Terminierung geschunden: verseuchte Luft, verseuchtes Wasser, verseuchte und genetisch manipulierte Scheinnahrung. Konflikte – seien es persönliche, soziale, politische der globale – werden am liebsten mit Gewalt gelöst, wobei die Politik nur noch scheinbar die Fäden zieht. Soziale Unruhen, Aufstände, Revolten und Kriege sind an der Tagesordnung. Gut hat es nur, wer sich mit den Gegebenheiten arrangieren kann – oder viel Geld und Einfluss besitzt.

Moment mal – das ist ja genau wie – heute.

Jau. Exakt diesen Gedankengang habe ich dieses Jahr hunderte male gehabt. Wisst ihr wie sich das anfühlt? (habe ich schon einige male hier erwähnt; aber ich kann euch ja mein Leid (?) nicht oft genug klagen) Da stehen Bücher in meinem Regal, die sind fast so alt wie ich (30). Da steht schwarz auf weiß drinne, wie dämlich unsere Zukunft mal aussehen wird. Und was is'? Es kommt genau so. Nur noch doller. Und keinen kümmert's. Nicht mal Osama. Oder Obama. Scheußlich. 

Ich lebe also in einer Welt, die fast identisch ist mit den Welten, die mich als Jugendlicher fasziniert haben. Wir stimmen wohl überein: was einem vor 20 Jahren noch wohlige Science-Fiction-mäßige-grusel-Schauer über den Rücken laufen lasssen konnte, eignet sich leider heute im nüchternen Licht der Realität eigentlich nur noch dafür, schreiend und haareraufend umherzurennen und zu fragen: "Und was NUN?!"

Lest das! Ich persönlich habe dem nicht allzu viel hinzuzufügen. Aber noch ist dieses – für mich unfassliche – Jahr ja nicht rum. Ich werde dazu noch auch was raushauen. Bald. Wenn die Nato abgeschafft ist, wir ein zweites Fukushima in der Ukraine haben und wenn Obama seine Maske abnimmt und man dahinter einen T-800 entdeckt. Wundern würde mich nämlich selbst das nicht mehr. Echt nicht.

Trailer: ROSA

Drüben beim Affenheimtheater entdeckte ich eben ein Poster zum Cyberpunk-Kurzfilm ROSA (Jesus Orellana). Bisher war mir das Shortmovie unbekannt und der Trailer ist… irgendwie… merkwürdig. Aber auch faszinierend. Hier noch eben um was es gehen soll: 

In the near future, humanity has disappeared, leaving behind a large megalopolis devoid of natural life. From the destruction awakes ROSA, a cyborg part of the KERNEL project, mankind's last attempt to restore the earth's ecosystem using recovered samples of long-extinct plant species.Wandering among the ruins of the lifeless city, Rosa will soon discover that she is not the only part of Kernel that has awakened.

Joa. Könnt von mir sein ;) Ich bin gespannt. 

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