literature

Cyberpunk-Mag: Machete Girl


Irgendwie hat mir die Web-Abstinenz den letzten Wochen ganz gut getan. Mit etwas Abstand betrachtet stelle ich irgendwie fest, dass sich meine Interessenschwerpunkte in den letzten fünf Jahren eigentlich kaum verändert haben: Cyberpunk, Art, Nature, Books, Love & Music. Ich denke mit diesen Schwerpunkten lässt es sich wunderbar leben. Und bloggen. (Viral-) Marketing, Social Media, Seeding, Internetfernsehen und sonstiges Webgedöns habe ich auf der Arbeit schon zu genüge; da muss ich mit so 'nem Kram nicht auch noch mein privates Weblograumschiff vollkleben.

Und genau deshalb ist es jetzt auch mal wieder Zeit für feinste Einblicke in die Cyberpunk-Kultur. Machete Girl ist laut eigener Angabe das erste (Online-) Cyberpunk-Magazin Australiens. Ich knall' mal eben einige Themen der aktuellsten Ausgabe hier rein:

  • Ein Reisebericht aus dem dystopischen EVE-Online-Universum
  • Steampunk-Illustrationen bis zum abwinken
  • Reviews zu Filmen, Büchern und Games
  • Machetegirls und sonstige Gestalten

Und noch 'ne Menge mehr. Ich find's echt nett gemacht.

(Werbe)Pause / Worldshaker


Hier ist es so still, weil ich seit ein paar Tagen ziemlich infiziert bin. Husten, Schnupfen, Kopf und Temperatur. Ihr kennt das. E-kel-haft. Ich komm' bald wieder.

Vorher möchte ich aber noch etwas anmerken: Die Damen und Herren beim Jacoby und Stuart-Verlag wissen wie man Marketing macht. Tatsache: Die Marketing-Anfrage-Mail von denen war die erste Email dieser Art, die ich bis zum Ende las. (Nehmt Euch mal ein Beispiel, ihr anderen. Ihr Werber für Kindermikroskope, Brettspiele, Medikamente (!) und Flugdrachen. So schwer ist das nämlich gar nicht!)

Ansprache, Thema, Produkt -> Alles passend und genau richtig. Daumen hoch von mir. Daher freue ich mich sehr über die Zusendung des Steampunk-Romans Worldshaker von Richard Harland. Danke, Jacoby und Stuart!

Thematisch ziemlich genau mein Dingen. Der Trailer ist auch echt nice gemacht; und daher verlinke ich sehr gerne auf euren Promo-Weblog. (Wo man übrigens das Buch auch abstauben kann, wenn man sich nicht allzu doof anstellt).

comicrazys


Playboy-Comics, MAD-Comics, Yogibär-Comics, Tom&Jerry-Concepts, Cartoon-Backgrounds, Frankenstein, Felix The Wintercat, Die Flintstones, Superman…seit 2008 klebt irgendein wahnsinniger seine Comicsammlung ins Internet und ich find's total super.

Hier sehen wir eine imposante Szene aus Echo of Futurepast. Is' klar.

Gerade stolperte ich auf dem wunderbaren Weblog drawn.ca schon wieder über diese irre Seite:

Lese/Anguck-Empfehlungen! – Teil 2

In dem Artikel Lese/Anguck-Empfehlungen! hatte ich ja angekündigt, dass ich öfters mal was aus meinem Regälchen herauskramen – und hier einkleben – möchte. Gesagt, getan. Hier nun also vier weitere, sehr empfehlenswerte Lach- und Sachgeschichten aus meiner Doktorenbibliothek. 

  • Links oben: Frontiers –  The world greatest walks. Der Name ist Programm. Gemacht von echten Wanderexperten (soll es ja geben, sowas), die dazu noch wirklich gute Aufnahmen der tollsten Wanderstrecken des Planeten mit ins Programm aufgenommen haben. Wer danach keine Lust auf wandern hat, der wird da auch nie Spaß dran finden können; soviel steht mal fest (Danke, Caro!)
  • Rechts daneben: Grenzgänger von McCarthy. Der mittlere Teil von Carthys Border-Trilogie. Kann man aber auch so lesen; hängt nur sehr lose zusammen, das Ganze. Ich liebe diese düstere, trostlose, apokalyptische Stimmung im Buch. Die Erzählung spielt in einem Mexiko, welches poetischer nicht umschrieben sein könnte. Eins meiner liebsten von McCarthy.
  • Unten Links: Super #1 Robot. Ich habe keine Ahnung wo ich dieses Buch eigentlich her habe. Ich weiß nur: Nehme ich es in die Hand, dann muss ich es mindestens einmal komplett durchblättern. Zu sehen gibt es lauter bunte japanische Roboter aus den 70er und 80er-Jahren des letzten Jahrtausends. Groß-ar-tig! Und so bunt!
  • Last one: Barfuss durch Hiroshima. Krieg ist das fieseste, was es überhaupt nur gibt. So würde ich die Kern-Message des Comics umschreiben. Eine autobiografische Erzählung, die ihresgleichen sucht. Man muss wohl mit 6 Jahren mal in das Blitzlicht einer nuklearen Explosion geguckt haben, um so ein Meisterwerk erschaffen zu können. Danke, Herr Nakazawa!

That's it. Vielleicht gefällt Euch ja das Eine oder Andere.

Die 16 besten dystopischen Bücher


Ich bin neulich über ein interessantes Posting bei popcrunch.com gestolpert. Es hat die aufmacherische Überschrift:

The 16 Best Dystopian Books Of All Time

Nun ja. Ich hab dazu mal 'ne Frage: Ist Diamond Age wirklich dystopisch oder bin ich einfach nur zukunftsgestörtverrückt?

Also die Hälfte hab' ich gelesen. Und ihr so?

Update: Link vergessen, Danke @krkr!

Erste Bilder: Der futurologische Kongreß


Der futurologische Kongreß ist diese eine wunderbare Geschichte von Stanislaw Lem, in der der Protagonist (der weltberühmte, unvergleichliche, wahnsinnige Ijon Tichy) auf einem weit entfernten Planeten in einem 100-stöckigem Hilton-Hotel an einem Kongress teilnimmt, anschließend völlig vetrippt und halluzinierend durch die Gegend rennt, und dann irgendwann in der Zukunft wieder aufwacht.

Wer Ijon Tichy nicht kennt, is' aber eh raus. Daher mache ich es kurz: Diese eine Aufzeichnung von Tichy's Reisen bekommt einen Film. Und, ja, der läuft auch hier bei uns. Auf der Erde. Jetzt gibt's erste Szenen zu sehen. Ziemlich verpixelt und in einer mir unbekannten AlienSprache. Trotzdem gefällt mir, was ich sehe. Ich mein: Ein Lem-Film! …kann ja nicht verkehrt sein. Hoffe ich.

Ah, eins noch: Wer die "Siebente Reise" von Ijon Tichy nicht gelesen hat, dem empfehle ich dringendst, dies zu tun. Und das bedeutet schon was; sach' ich mal so.

Da befindet sich der Gute nämlich in einem Zeitstrudel, begegnet seinem Zeitschleifen-Doppelgänger, diskutiert und schmiedet Pläne; und am Ende prügelt er sich mit sieben Versionen seiner selbst.

Hier nun also die ersten Bilder von Ari Folman's "The Futurological Congress", basierend auf der Lem-Story:

Snow Crash Illustrationen von Jared


Jetzt hab' ich sicher 'ne halbe Stunde auf der Website von Jared verbracht. Eigentlich kann ich gar nicht genau sagen, was mich an den Zeichnungen so fasziniert. Vielleicht ist es einfach die Tatsache, dass es da drüben Gemälde von Cosa-Nostra-Pizza-Lieferanten zu sehen gibt. Oder das Jared noch weitere Characktere aus einem der weltbesten Cyberpunk-Bücher (Snow Crash) gemalt hat. Wer weiß das schon. Ich jedenfalls nicht.

Wissen tu' ich aber definitiv das hier: Hiro (Der Anti-Held aus Neal Stephensons Snow Crash) ist einer der schrägsten – und zugleich sympathischsten –  Cyber-Literatur-Figuren, überhaupt. Achso, das hier oben ist natürlich nicht Hiro, sondern die 15-jährige Kurierfahrerin Y.T mit ihrem bodendynamischen Skateboard.

Love it.

Schaut mal rein, beim Jared!

The Cyberpunk Apocalypse

Die Cyberpunk Apocalypse hat zwar 'ne lahme Website, dafür ist der Inhalt aber um so aufregender. Ich fang' mal vorne an, bin faul und kopiere mal hier rein, was die Cyberpunk Apocalypse ist:

the Cyberpunk Apocalypse is a writers' cooperative work & event space, residency program, and publication based out of upper Lawrenceville, Pittsburgh PA

Und wie kommt man zu so 'ner apokalyptischen Geschichte? Nämlich so:

Last year, Mr. McCloskey, 22, bought two poorly insulated turn-of-the century clapboard houses for $41,000 in the Lawrenceville neighborhood there, and turned them into a writer’s retreat he named the Cyberpunk Apocalypse Writer’s Co-op (NY-Times)

Ich stell' mir das grad' mal vor: Ich kauf' der Cyberpunk-Community einfach zwei Häuser. Irgendwo im Nirgendwo. Da treffen wir uns dann ab und zu an den Wochenenden und nähen Cyborgs aus Menschenhaaren zusammen. Oder sonstwas.

…ist doch nix als 'n Hackerspace, 'n ömmeliges Nerd-Dungeon, oder 'ne Mischung aus Beidem, dieses Cyberpunk Apocalypse –Dingen, wenn ihr mich fragt. Find' ich suppa. Gerade wenn dann Publikationen dabei rauskommen, in denen die Artikel so tolle Titel haben wie A short rant on steampunk. Oder auch: Cyberpunk Senior Thesis. Man könnt' ja sowas auch mal für hier in Angriff nehmen: Ich schreibe ein 44-Seitiges Essay mit dem Titel: "Warum Fortschrittsglaube nicht gleich Wachstums bedeutet und wie Roboterliebe den Menschen verbessert."

Gut oder?

Verrückt jedenfalls, diese Apokalypsen-Sache.

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