Lesetipp: ‚Der kommende Aufstand‘

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Diese Woche ausgelesen: Der kommende Aufstand

Der kommende Aufstand ist ein politischer Essay, der erstmals 2007 unter dem Titel L’Insurrection qui vient in französischer Sprache mit der Autorangabe Comité invisible (Unsichtbares Komitee) erschienen ist. 2009 wurde der Essay überarbeitet und fand zumeist über das Internet große Verbreitung. Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt, unter anderem Deutsch, Englisch und Spanisch.
Die Autoren des Buches sind nicht bekannt. Die Polizei verdächtigte Julien Coupat, der die Verfasserschaft aber dementierte, ebenso wie der Herausgeber Éric Hazan.

Ich habe eine persönliche Beziehung zu dem Buch. Aus Gründen. Und weil es unfassbar schick pointierte Sprache enthält. Guckt hier: 

  • Solange es Den Menschen und Die Umwelt geben wird, wird die Polizei zwischen Ihnen sein. 
  • Es ist nicht die Ökonomie, die in der Krise ist, die Ökonomie ist die Krise; es ist nicht die Arbeit, die fehlt, es ist die Arbeit, die überflüssig ist; nach reiflicher Überlegung ist es nicht die Krise, sondern das Wachstum, das uns deprimiert. 
  • Was als Umwelt erstarrt ist, das ist eine Beziehung zur Welt, die auf Verwaltung aufbaut, das heiß auf der Fremdheit. 
  • Indem die lokale Selbstorganisation ihre eigene Geografie der staatlichen Kartografie aufzwingt, verwischt sie diese und macht sie ungültig; sie produziert ihre eigene Abspaltung.
  • Arbeit zu haben ist eine Ehre, und Arbeiten ein Beweis für Unterwürfigkeit. Kurz: Das perfekte Krankheitsbild der Hysterie. 
  • Wir sind nicht deprimiert, wir streiken. 

Gut, ne? Besorgt es euch! (PDF!)

Mein Schutzbunker in der Eifel kann noch warten. Bis zum 23.09. In etwa.