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Nochmal: Google Now / Android Wear

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An dieser Stelle hatte ich mich ja als technophoben Googel Now-Hater geoutet. Und wenn ich meinen Text von vor ziemlich genau einem Jahr lese, stelle ich fest: Viel geändert hat sich an meiner Denke zu dem Thema nicht. Guckt euch das Video oben zur kommenden Google-Smart-Uhr mal an, und sagt mir dann: Brauchen wir das? Wollen wir sowas? Wenn ja: Wozu?

Mein Leben ist mir jedenfalls schnell genug. Bis jetzt. Und auch lässt mich der Gedanke nicht los, dass diese verspackte Quantified Self​-Hipster-Szene nix anderes ist, als ein Haufen gehirnentleerter Systemlinge, die uns mit ihrem Selbst-Optimierungswahn nun in schönen Bildern verklickern wollen, dass wir kleine Rädchen doch gefälligst noch schneller und effizienter zu funktionieren haben. –Vielleicht bin ich aber ja auch nur ein alter Mann und habe Angst vor der Neuzeit. 

(⊙_☉)

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Blogparade: Internetutopie

internetoptimismus

Vom Blog der Karlshochschule ausgehend läuft derzeit eine Blogparade, an der ich mich gerne beteiligen möchte. Blogger und Dozent Patrick fragt:

Ist das Internet wirklich kaputt? Versinken wir in einer einzigen Big-Data-Dystopie, also einer Infrastruktur zur gegenseitigen Überwachung und zur massiven Kontrolle der Bürger und Konsumenten? 

Es gibt schon viele tolle Beiträge dazu, hier ist eine Übersicht zu finden, einige Antworten stecken drin; eine endgültige aber nicht, die Zukunft wird's uns allen zeigen. Und in dieser liegt der Schlüssel. 

Gleich­wohl​ ich hier im Blog oft über Dystopien philosophiere, ist auch mir der utopisch-optimistische Aspekt des neuen sozialen Internets nicht entgangen. Beispielhaft dafür, dass Big-Data eben nicht gleich Datenapokalypse sein muss, oder wir vielleicht doch nicht an den Machschaft einiger weniger völlig aus der Kontrolle geratener Algorithmen zu Grunde gehen werden, ist das von den Vereinten Nationen 2009 gegründete Global Pulse -Projekt. Hier ein Erklärbär-Video dazu: 

Ein Recorded Future, für eine bessere Welt, wenn man so will:

Die Initiative versucht mit Big Data Reaktionen auf politische Entscheidungen in Echtzeit zu verfolgen und Informationen über das menschliche Wohlsein sowie seine Anfälligkeit gegenüber Gefahren darzustellen. Diese Informationen werden u. a. politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt um Menschen vor Paniken und Epidemien zu bewahren

Ich möchte gar nicht zu sehr auf den philosophischen Aspekt, oder meine persönliche Utopie eines optimistischeren Internets eingehen (das wird in den oben erwähnten Beiträgen teilweise schon ausführlich getan, und die machen das dann auch viel besser, als ich es je könnte), lieber mal was vorzeigen, was mich hoffen lässt, dass Big Data – und all die kleinen damit einhergehenden dystopisch-boshaften Features, die uns die künftige Web 3.0 Welt bescheren wird – auch mal für was echt gutes zu gebrauchen sind. So im Sinne der Menschen und des Weltfriedens und sowas alles.

Ein tolles Tool der oben erwähnten Global Pulse-Initiative ist dieses hier: Post-2015. Guckt, was es kann:

The globe spins to show the 20 countries that have proportionately talked the most about the highlighted Post-2015 topic on Twitter from August 2012 to now.​

 

Unbenannt

 

Ich sage es mal so: Selbst für den weltverschwörerischsten Vereinten Nationen-Hater, sollte klar sein: Das sind Daten, die man in der Tat zum Zwecke eine besseren, optimistischeren (Internet-)Welt heranziehen kann. Ich gebe zu: Ein gewißer Grundoptimismus gehört schon dazu, sich vorzustellen, dass da irgendwo auf unserem kapitalistisch geprägten Planeten ein netter Mensch sitzt, der nicht weiß wohin mit seiner Knete, und das Tool zu Rate zieht, um in Mali für eine bessere Gesundheitsversorgung zu sorgen. Aber schön ist der Gedanke ja schon, ne? 

Gegensätzlich zum loboistischen Rumgenöhle in der FAZ zum Thema Die digitale Kränkung des Menschen habe ich diese Kränkung bereits 2010 erfahren und als ebensolche begriffen. Die Jahre 2011, 2012 gaben mir Hoffnung: Assange, Wikileaks, die Piraten, Occupy, Anti-Acta, Anonymus, der (verlängerte) arabische Frühling,… alles und jeder (öhm) bewegte sich, es rumorte, und ich dachte tatsächlich: Was die Hippies nicht packten, das packen wir jetzt! Mein demostärkstes Jahr war 2012, glaube ich. Und dann kam Snowden. Der für mich nicht alles änderte und mich bis heute auch kaum überrascht hat, sondern eher mein hintergründiges Entsetzen​ an die Oberfläche beförderte. 2013 war dann das Jahr der Resignation​. Das hat jetzt ein Ende. 2014 geht's wieder nach vorne. 

Wenn ihr also neben dem Entscheidungs-Menschen mit viel Geld sitzt, der nicht weiß wohin mit seiner Kohle: Zeigt dem mal die Blogparade und / oder das Tool weiter oben, vielleicht fällt ihm dann doch noch was ein. 

Social Media und Big Data in Kombination haben durchaus – und immernoch (!) – das Potential die Welt zu verändern. – Und DAS wär' doch echt mal nicht die allerschlechteste Idee. 

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Julia Engelmann im NDR

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00:30 Das Pilawa die super findet, ist klar. Der frisst ja auch Geflügelleberwurst. 

00:54 Tim wer? Idiot, wenn er sie als Vorgedicht haben muss. 

02:10 bis 06:50 Netter Text von Julia, kennt man ja. Leider. 

06.55 Pilawa hat Tränen in den Augen. Leberwurst. Sage ich ja. 

07.30 ACH DU SCHEISSE! DIE ist ja auch da! (Schöneberger)

07:33: Hubertus ​faselt was von Andacht O__o ANDACHT!? Biste doof oder was? FREMDSCHÄMEN ist das. Hoffe ich. 

07:50: Ist das toll, dankeschön! TOLL? DANKE!? WOFÜR DENN, Himmelnocheins. Für ein mittelgutes Stück Poesie!? Na denn. Bitte, gern. 

08.00: HILFE! Die Stimme. Schweiger ist da. Noooooo! Und was sagt der da über Dopamin? Och wie lustig, haha, ich lache. 

08:26: Netter Text. Ach nee, das ist ihre Antwort auf die Frage…welche Frage noch mal?

08:30 – 10:00 Aufarbeitung der Nicht-Ereignisse. Blah. 

10:00 – 10:20: Gold und blond sieht zusammen scheisse aus! Und eine goldenen Uhr am Handgelenk zeugt natürlich von einer fast schon hedonistischen Geisteshaltung. Schick. 

10:20 – 10:50: Schweiger? Fresse, ey! 

10:50 – 11:20: Lobhudeleien einer alten Frau. Hat die gerade gesagt, dass ihre Kinder ungeil  – und immer laut sind, und Julia die viel geilere Tochter wäre? Es BERÜHRT sie? Langsam glaube ich denen das. GEIL? Ja, is' Geiz ja auch, selbe Schublade, das passt schon. 

12:00: Pilawa lobt die Leistung des Internets? WTF!? Ich weine gleich. Ehrlich. Es gucken über 5 Millionen Menschen. Na dann MUSS das ja geil sein. Oder was? Der HOW-TO-Channel auf YouTube kommt auch auf ne Million je Video… 

12:09: Warum guckt der Schweiger so scheisse? 

12:18: Bei den Pilawas essen sie alle Wurst. Ständig. War mir klar. 

12:30: Surreal. Ja, Julia. Ich mag das Wort auch (HIER dachte ich echt: Sei nicht so boshaft, Heil! Für ne halbe Sekunde). 

13:30: Ihre Mutter trägt Gold. War auch klar. Was sagt sie denn zu all' den Drogen und den Männern? Oder was meint Julia mit Mut und Anagramm und Lebt doch mal ihr, Ottos? Philosophie und Veganerie? Gold putzen? Mag sein, ich kapier' eh nix mehr. 

14:00 – 15:00: Mutter als Medienfilter. Wie süß.

15:22: Schweiger!? FRESSE MANN! 

15: 35: Schweiger: So modern und lyrisch SO kraftvoll. IST DER VOLL DRÜBER, oder was? Dat Gedicht ist so kraftvoll wie ein Pilawa nach 20 Metern fettigster Fettwurst. Aber die frisst der Schweiger ja auch. Jede Wette. 

15:42 Ganz toll vorgetragen! Ei Ei Ei, Knecht Ruprecht. FRESSE! Die ist Schauspielerin, klar kann die reden. Nur das WAS sie redet, wirkt eingeübt, künstlich, wenig empathisch.

15:50 Total authentisch! Da isses ja! Endlich! Mein Lieblings-Buzz-Word. Ist ja jeder heute. Auch Julia und ihr Text. Mich kribbelt es am dicken Zeh. Fast. 

16:00 Da fordert der Schweiger sie zum Singen auf? Nee, ne? Ich weine schon wieder. 

Warum ich hier schon wieder so rumnöhle? – Weil ich bei dem was Julia da macht NOCH IMMER nicht den hochkulturellen Wert an/erkennen kann. Weil die Masse und die Medien da eine nette junge Dame mit wenig anspruchsvollem Text zu etwas hochstilisieren, was es nicht ist. Weil ich in der Anerkennung (ich gönne ihr JEDES glückliche Gefühl in ihrem Leben, darum geht es nicht!), die ihr zugetragen wird, als ein Zeichen des kulturellen Verfalls begreife. Die Subversivität ihres Textes ist so flach wie ne Schallplatte und Leute die das SO dermaßen abfeiern, denken auch, dass sie mit ihrer WhatsApp-Account-Löschung irgendwie das System unterwandern, oder so. Schublade zu, Ende aus, Micky Maus. 

Gehe ich nach dem Hörensagen, stecke ich mich mit so einem Text in eine andere Schublade, gar in eine Schublade drüber. Das kann jeder lesen und verstehen wie er will. Ich bin die Konsens-Kacke echt leid, und sage ganz klar: Wenn das 'ne Art revolutionärer Kulturschaffung sein soll…dann möchte ich nicht mehr Teil dieser Kultur sein.

Und da ich mir nicht wieder Unproduktivität vorhalten lassen will, hier noch etwas, was nicht nur nach Poesie aussieht, sonder sich auch so an-fühlt:

Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst die Zwerge lange Schatten.

(Karl Kraus, Kritiker, Satiriker, Essayist, Dramatiker) 

Danke, Karl! 

(Ich mag dich trotzdem, Julia, nur falls du hier zufällig mal reinliest)

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#gnhihihi #lanz

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Ich habe mir dieses unsägliche Stückchen Fernsehgeschichte nun tatsächlich auch noch komplett angetan. Mäces-Moritz darf mal ganz platt Kanake sagen, Jörges schäumt vor Selbstsucht und Populismus nur so aus den widerlichen Ohren, Christian Kahrmann's Kaffeegeschichten sind direkt aus der Geisterbahn des Phantasialandes vorbeigekommen; und Atheisten-Möller kam natürlich viel zu kurz. Aber da waren ja noch zwei weitere Personen anwesend. Sagen wir es so: 

Ich hätte ihn angespuckt.

Diesen mittelmäßigen deutschen​ Wichser. 

Die tolle Illustration oben kommt von Marian Kamensky. Großartigst, echt mal. 

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