Monthly Archives: September 2010

Ausblicke

Um mich von meiner Killer-Huhn-Vergiftung etwas zu erholen, dachte ich, eine Miniatur-Wanderung kann da eigentlich nicht schaden. Gesagt Gedacht, getan. Es gab allerdings noch eine zweite Intention einen Hügel im Kölner Umland zu bewandern. Diese hier, nämlich: In meinem Wandern-Im-Soonwald-Artikel habe ich ja so von den Ausblicken und der Ruhe geschwärmt, die einem das Rhein/Main-Gebiet anzubieten hat.

Hätten wir hier im linksrheinischen Köln eine solche Naturlandschaft  in Gehweite…ich würde bei Wind und Wetter und bei jeder Jahreszeit da oben sein. Diese Ruhe, der Blick auf das Rheintal…man sieht Mainz, bei gutem Wetter auch Frankfurt, Teile des Hunsrücks, sogar die Eifel in weiter Ferne…Wunderschön.

Hier wird es nun also bis zum Wintereinbruch (und dann im Frühjahr wieder, wenn kein Arschloch-Huhn dazwischen kommt) immer mal wieder Bilder von Plätzen mit Sicht auf die Region Köln zu sehen geben. Klar, Köln ist jetzt nicht für seine Hügel- und Berglandschaft bekannt. Dennoch gibt es sicherlich einige Orte (so meine kühne Vermutung), die Kraft und Ruhe spenden, und dazu noch einen netten Ausblick auf das Gewusel in der Kölner Bucht bieten.

Vielleicht liest hier ja der Eine oder Andere Kölner mit, der auch gerne mal die Ruhe genießt und auf schöne Aussichten steht. Vielleicht schreibe ich aber ja auch irgendwann mal einen Ausblicke-Rund-um-Köln-Guide. Oder so. Vielleicht führt das alles aber ja auch wieder ins Nichts. Umso besser. 

Ziel der Wanderung war jedenfalls die Glessener Höhe, bzw. das Glessener-Gipfelkreuz:

Die Glessener Höhe (auch Glessener Kippe genannt) ist eine künstlich errichtete Anhöhe im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Sie ist eine ehemalige, heute rekultivierte Bergehalde (Kippe) der umliegenden Braunkohlentagebaue. Die Glessener Höhe liegt auf dem Gebiet der Stadt Bergheim, etwa 15 km westlich von Köln. Im Osten grenzt sie an den Staatsforst Ville, der wie die Kippe Teil vom Naturpark Rheinland ist. Nordwestlich der Glessener Höhe erschließt sich, jenseits der querenden Nord-Süd-Bahn der RWE Power (vormals Rheinbraun), über eine Fußgängerholzbrücke der Abtsbusch bei Oberaußem, nach Westen hin die Fischbachhöhe. (Wiki)

Man erkennt den Dom wirklich gut, sieht den Fernsehturm, das Hänkelmännchen, man sieht Leverkusen, ja sogar Teile von Düsseldorf. Auch das Siebengebirge ist noch zu erfassen und der Blick reicht bei klarer Sicht bin ins Bergische Land. (Hier habe ich ein gezoomtes Foto hochgeladen, darauf erkennt man die Kölner-Skyline schon recht gut.) Weitere Ausblicke folgen. Wenn das Wetter (und der Fuß) mitspielen. Einige weitere Anhöhen habe ich nämlich noch im Kopf; die werden alle erwandert, ganz sicher. 

Ist es eigentlich bedenklich, dass mir Menschen (im allgemeinen gesprochen) immer unwichtiger werden, dafür Naturerlebnisse zu einem festen, wichtigen Standbein meiner Existenz werden, und mir mehr Kraft, Ruhe und Gelassenheit spenden, als tausend Gespräche und irgendwelche gesellschaftlichen Ereignisse es jemals könnten? 

Nö.

Dieses Scheiss-Hühnchen!


(Bild  © by Patrick Jones)

Erstmal: Danke an alle Wo-ist-der-Doktor-geblieben-Nachfrager! Ich bin hier und kann auch mittlerweile wieder gerade sitzen. Eigentlich hatte ich ja letzte Woche schon vollmundig meine Resozialisierung verkündet (z.B. hier) Leider hat das alles nicht so hingehauen. Weil: Ich habe ein Scheiss-Hühnchen gegessen! Ich weiß es gerade gar nicht,…darf man eigentlich öffentlich über den beschissenen Toom-Markt hier an der Äußeren Kanalstraße in Köln schimpfen und sagen, dass man in dem verfickten Laden nie wieder etwas frisches einkaufen wird und denen allen da zudem den qualvollen Hühnchentod an den Hals wünscht? Ja? Nein? Egal, ich lasse es lieber; wo solche Killer-Hühnchen herkommen, gibt es sicher noch mehr von solchen fiesen Gestalten. 

Was ich sagen will? Ich habe letzte Woche Sonntag die Reste eines Jerk-Chicken verspeist. Montag hatte ich Magenfaxen und bis gestern (!) habe ich nur auf dem Pott gehangen oder herumgelegen. Drei Kilo sind runter; und ich bin doch eh schon so ein Hungerhaken, ey. – Es geht also langsam und gemächlich weiter, hier. (Woanders auch, da aber erst ab morgen wieder.) 

Scheiss-Hühner, echt mal! 

Ted Vasin


Ich weiß schon gar nicht mehr wo ich Ted Vasin's verrückte Bilderwelten das erste Mal entdeckte. Es muss an einem guten Platz gewesen sein.

Ein Bild auf dem man Menschenarme sieht, die eine Maschinenpistole halten, die wiederum auf ein blaues Auge gerichtet ist, welches sich in einer Toilettenschüssel befinden. (Hö?

Sowas muss man einfach an guten Plätzen entdecken. So wie ihr jetzt gerade. 

Zukunftsmedizin. Gleich 31 mal.


Kennt ihr dieses famose Weblog, in dem es die Kategorie Zukunftsmedizin gibt? Nein? Ich auch nicht. Jedenfalls hat eine andere – nicht ganz so famose Website – nämlich designzzz.com jetzt auch einen Zukunftsmedizn-Artikel rausgehauen. Die haben eh alles nur bei mir geklaut satte 31 Future-Artists und deren Werke am Start. Einige Künstler und Künstlerinnen habe ich hier im Raumschiff auch schon mal im Programm gehabt; andere sind mir komplett neu, faszinieren mich aber auch wie Sau. Oben habe ich mal ein etwas minimalistischeres Motiv eingeklebt (Cloud City von aksu); den Zukunftsmedizin-Overkill könnt ihr Euch ja selber da drüben abholen.

Übrigens stammen fast alle Bilder und Artist aus der devArt-Community. – Wer hätte das gedacht?

Ich.

The Age of Stupid

(Keine Ahnung ob das Dings hier im Feedreader läuft.)

Irgendwann im Laufe des Sommers las ich was von dem… 

Dokudrama von Franny Armstrong. Die Hauptrolle spielt der Oscar-nominierte Pete Postlethwaite. Er stellt einen alten Mann dar, der ganz allein in der völlig zerstörten Welt des Jahrs 2055 lebt und sich beim Betrachten von Archivmaterial aus dem Jahr 2008 fragt: Warum haben wir den Klimawandel nicht aufgehalten, als wir noch die Möglichkeit dazu hatten?

Gerade entdeckte ich auf livestream.com, dass man dort den Film komplett als Stream ansehen kann. Ich guck' den jetzt mal; ohne Kritiken vorher zu lesen; schon allein, weil ich das Setting so nice finde.

Und Euch erzählen wie er war, das mach' ich auch nicht.

Der Kaiser marschiert!


Gestern habe ich mal die Postings und Artikel rausgehauen, die schon etwas länger auf der To-Do-Liste standen. Heute war es dann endlich mal wieder an der Zeit, den Feedreader zu erleichtern (btw: Da bin ich mal kurz im Wald, komme wieder, und stelle fest: Bloglines macht dicht!? Und nun!?)  Ich habe gerade gefühlte 500 Postings gelesen / überflogen. Und das einzige was mich wirklich fasziniert, dass ist das Vorhaben von Marcus Brown (aka The Kaiser).

Marcus, seines Zeichens Erfinder des Online-Cabaret (das sagt zumindest Patrick; und ich sehe das ganz ähnlich) will nämlich 'nen neuen Job. Und nicht nur irgendeinen, nein, das wär' ja auch lahm; er will für Peter Figge (Cheffe von Jung von Matt; die Werbeklitsche aus Hamburg; die große, die mit den 800 Mitarbeitern und die mit den wirklich fetten Kunden und die mit dem wirklich fetten Jahresumsatz) arbeiten. Soweit so unspannend. Aufregender dagegen ist allerdings der Anreiseweg zum Bewerbungsgespräch: Marcus wird will von München nach Hamburg wandern. Das sind geschätzte 900 Wanderkilometer. Marcus geht davon aus, dass er viele nette Menschen trifft und in einer Woche da sein wird. (Zumindest letzteres ist praktisch unmöglich; das eine oder andere Mittelgebirge versperrt da den Weg; ich denke eher, er wird – wenn er sich ranhält – etwa zwei, drei Wochen brauchen. Wenn er nicht fuscht!) 

Auf seiner Wanderstour ist er aber nicht alleine. Zwei Mitstreiter begleiten ihn auf seinem Weg: Jack the Twitter und Sacrum. Wie man so hört und liest, sind die zwei wohl recht angenehme Zeitgenossen. Da Marcus sich beide Charaktere selbst ausgedacht hat, wird der sicher auch ganz gut mit denen auskommen. Ich verfolge den Gewaltmarsch mal weiter; sollte die Route nahe der Kölner Bucht verlaufen, werde ich vielleicht einen kleinen Unterstützungshike einlegen, um die drei mit etwas Motivationsstudentenfutter und Wasser zu versorgen. 

Ich wünsche einen gute Reise, meine moralische Unterstützung ist Euch sicher; ich zieh' den Hut vor so 'ner geilen Aktion.

Ob er den Job bekommt? – Das interessiert mich weniger; in diesem Falle ist in der Tat die Aktion das Ziel.

Good Luck, Kaiser! 

(I heard you're looking for a good tent? Take the Nordisc Pasch! It's small and light. See a picture here.) 

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