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RE: DEUTERANOMALIE

Krasser Mist. Zieht euch den rein: 

​My name is Ethan Zachery Scott. I am a political science student and vlogger. All my life, I have been red/green colorblind.

​Ich selbst teile ja sein Leid, ich hab' das Problem auch. Was nie ein Problem in dem Sinne war. Man kennt die Welt ja nur so, wie man sie schon immer gesehen hat (und Webdesign-Kunden sind auch immer happy. Oder blind. Oder beides). Allerdings: Vor einigen Wochen ist mir in Norwegen dann doch klar geworden, wie blind ich wirklich bin. Meine bezaubernden beiden Begleiter_Innen sammelten mit mir Steine. Und die dann immer so: Boah! Und: Ohhh! Und: Wow! Was für geile Farben in dem Stein stecken! Ich dann immer so: Ja. Geil. Grau. Ach und da: Supergrau! O__o Mal echt: Die beiden stehen da also mit großen Augen – und kleinen Steinen – total euphorisch vor mir… und ich sehe nix. Keine Farbe. Grau. Weiß. Schwarztöne. Kein Grün. Und schon gar kein Lila. Faszinierend in dem Kontext: Ganz ganz selten klappt es besser, wenn jemand sagt: Da! Grün! Schau doch genau! …dann passiert irgendwas im Hirn und ich erahne die Farbigkeit. – Bei der Musterung ham' se mich eigentlich nur wegen dieser Grünsehschwäche / Rot-Grün-Schwäche / Deuteranomalie (ich weiß es immer noch nicht so genau) mit T3 (verwendungsfähig mit Einschränkung in der Grundausbildung und für bestimmte Tätigkeiten) eingestuft. Was mir ja recht war. Da musste ich zu so nem Turbo-Arzt in die Pfalz, voll die Action, 2,5 Stunden hat es gedauert, dann war klar: Grün seh ich fast nix, rot dafür viel zu viel. – Passt.

So. Und jetzt? Land in Sicht! Der Max hatte dazu neulich mal den Artikel: Farben für Farbenblinde? am Start. Und wie man an dem Video sehen kann: Es scheint echt zu klappen, das mit den Brillengläsern für Farbenblinde! – Beim nächsten Brillenkauf muss ich sowas auch haben! Ein Video mach' ich dann auch. Fjeden. 

Danke @Andy für den Video-Tipp!

PS: Steht nun im Artikelbild ne Zahl oder nicht? Nee, oder? Is' Fake, ne? 

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Litldalen – Eikesdalen

Wieder so eine Strecke, die in keinem (der mir bekannten) Norwegen-Reiseführer steht: Von Sunndalsora über das Litldalen, hoch an den Rand des Dovrefjells, dann wieder runter nach Eikesdalen:

Unbenannt

Mit dem Auto – und vielen Pausen – in 3-5 Stunden machbar. Fahranfängern rate ich ab. Irgendwo da oben muss auch dieses Teil hier sein: 

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Die Tverrfjellhytta. Wird für den nächsten Besuch vorgemerkt. Was wir aber sahen, das waren Moschusochsen. Echte. Große. Vegetarische Tiere. Mit braunen Augen, uralt, aus der Eiszeit, 2,30 Meter groß, 500 Kilo schwer, grasen da, als wär nix. – War ja auch nix. Die Fotos sind aufgrund des Sicherheitsabstandes nix geworden; nichts zum Vorzeigen, jedenfalls. Magisch war es trotzdem. Für mich die beeindruckendeste Tiersichtung meines Lebens (mit Ausnahme des Luchs, den ich mal Morgens um 5h im Spessart sah). Und so sehe ich aus, wenn ich (endlich!) meine Traum-Wanderschuhe einlaufe, wasserdicht, na klar: 

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Die sind es geworden, die Alfa Walk King Berg Advance. Die Fjell-Stiefel der Norweger, gehen für alles, immer und überall, vor Ort ein Schnäppchen, hier wären die (mir) zu teuer gewesen. Angezogen und in drei Sekunden verliebt; laufen sich besser als alle bequemen Sneakers die ich kenne: 

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Nächste Episode: Was mit Fjorden. Oder so. 

UPDATE: Es handelt sich wohl um den Aursjøvegen, sagt Manuela auf Facebook, Danke dafür!

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Die Masken, die wir tragen.

Unbenannt

The Atlantic hatte vor einigen Wochen eine tolle Bilderserie am Start: The Masks We Wear. Ich fabuliere da jetzt keine politisch/soziale Komponente rein, sondern lasse die Bilder sprechen. Nach dem Klick aber erst. (weil ich keinen Peil hab', wie sehr die Bilder im Web getrackt werden; da stehen jedenfalls so schwer-seriöse Agentur-Vermerke drunter; no risk in diesem Falle). Masken, Menschen, zieht's euch rein: theatlantic.com

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Christoph Sieber – Deutsche, ihr werdet verarscht

​..und dann fährt man nach ca. 4.000 nordischen Auto-Kilometern wieder nach Deutschland rein. Nicht nur die Autofahrer sind dann ein Kulturschock (Arschlöcher. Alle), nee, auch die erste Nachrichtensendung (Deutschlandfunk) verpasst einem direkt wieder 'nen psychischen Tiefschlag in die Magengegend: Asylanten schneller abfertigen! Asyl-Heime die brennen! Der Grieche heißt jetzt Grexit und die Angst geht um! Das sind die drei Top-News nach fünf Minuten in meinem Land. Ich lache hart. Obwohl ich eigentlich kotzen möchte. Was ja nicht geht. Wir sind ja wieder in der Republik. Das Land der dicken Autos, der gebügelten Hemden, der SANIFAIRs für Kleinanleger, in Watte gepackt, fressend bei McDonalds, medial verstrahlt und wirklich verdammt anpassungsfähig. Ich würge mauvefarbene Pullunder. 

Dann, zu Hause, lesend: Einen Vice-Artikel; 1.000-fach geteilt, im sozialsten aller Netzwerke. Über: Alles Verloren. – Der gehirnverkrüppelte Autor eröffnet mit: Ich wollte diesen Artikel eigentlich gar nicht schreiben, weil es eh nichts bringt. – So kenne ich mein Land. Selbst den jungen Menschen kannste 100x den Hessel unter die Nase reiben, das juckt die solange nicht, bis der Russe da ist. Oder der Grieche. Oder der Linke. Oder der aus der Nachbarstadt. Der Andere halt. Denn der macht Angst. Immer schon. …und weil wir vor lauter Stumpfsinn und Kapitaldeckungsverfahren gar nicht mehr woanders hin können. Wollen. Mit der Sorgerei.  Powerd by Vice, der neue Journalismus der Untergrund-Netz-Hipster. 

Um was sorgt man sich hier eigentlich wirklich

Leck mich, Deutschland. 

Video via: Max, einer der letzten Wikinger. 

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