cyberpunk

H@ckers ❤ Le@ther

Um meine völlige Unfähigkeit in Sachen Leetspeak  / 1337 unter Beweis zu stellen, habe ich mir die Artikel-Headline mal komplett beim Max rauskopiert. Wir sehen eine wunderhübsche Video-Collage, von (überwiegend weiblichen) Cyberpunks und Hackern, die gerne Leder tragen. Ich mag Cyberpunks und Hacker, aber kein Leder. Zumindest nicht an mir selbst.

Trotzdem: Dolles Dings! 

Das Cyberpunk-Manifest als Video

Dem ursprünglichen Manifest habe ich hier vor Äonen mal eine Extra-Unterseite eingerichtet. Hier nämlich. Nun entdecke ich eben, dass das Dings mittlerweile auch in (mehr oder weniger) bewegten Bildern zu haben ist.

…und da ALLES was da drinne steht gerade heute noch viel viel viel aktueller ist, als ich es jemals hätte prophezeien können: Gucken. Denken. Chummer werden. 

Cyberpunk-Kurzfilm: XXIT

Wow. Das sind die bladerunnerigsten Bewegtbilder, die ich seit langem sah. Das kurze Filmchen XXIT ist 'ne Low-Budget-Produktion der Stargate Studios. Die haben auch schon Effekte für The Walking Dead gedreht. (Nur mal kurz unter uns: Genau diese Effekte sind auch das einzig Gute an dieser völlig überhypten Zombie-Metzel-Serie. Ich habe nach Episode 2 der 2. Staffel nun endgültig genug von dem Scheiss. Ob schauspielerisch, dramaturgisch oder cineastisch…Nonsens an jeder Ecke. I am out; auch wenn mich die Effekte nach wie vor begeistern).

Jedenfalls…gedreht wurde das Teil mit einer neuen handelsüblichen Canon EOS C300 (die aber auch mal eben einige Tausend € kostet, wenn ich das richtig weiß) und jeder Menge Inspiration aus Filmen wie Blade Runner, Akira oder Minority Report. Story? Ja. Die gibt es. Ich sage nur: Frau BioClone ist leider nur fast mein Typ. 

Kurzfilm: ROSA

Erst neulich hatte ich den Trailer zum (mehr oder weniger) cyberpunkigen Kurzfilm ROSA hier eingeklebt. Ob Filmemacher Jesus Orellana auch gehalten hat, was der Trailer versprach… das sehen wir jetzt. ROSA ist nämlich fertig und bereit zum Ansehen. 

ROSA is an epic sci-fi short film that takes place in a post-apocalyptic world where all natural life has disappeared. From the destruction awakes Rosa, a cyborg deployed from the Kernel project, mankind’s last attempt to restore the earth’s ecosystem. Rosa will soon learn that she is not the only entity that has awakened and must fight for her survival.

Die Story passt jedenfalls schon mal. Guckt selber, ich muss Kaffee kochen.

TV-Tipp: Johnny Mnemonic

Mache sagen, dass der Film Johnny Mnemonic – welcher auf der Gibson-Kurzgeschichte Johnny Mnemonic (dt. Der mnemonische Johnny) – basiert, der wirkliche Vorläufer der Matrix-Trilogie sei. Andere behaupten, dass Gibson und alle beteiligten Schauspieler sich für den Film schämen müssten. Wieder andere sind der Meinung, dass das Movie die beste Cyberpunk-Filmproduktion aller Zeiten ist. Ich sage dazu: Mir doch egal. Wichtig ist einzig und allein, dass der Film das iPhone erfunden hat. Das war weder Steve Jobs noch Apple. Sondern Johnny! Glaubt ihr nicht? Dann hört mal hin: Hier

Ich persönlich verstehe auch nicht wirklich, warum das Movie in der IMDB nur 5.1 Punkte eingefahren hat. Wer da mit etwas Humor rangeht, dem Cyberpunk-Genre gegenüber nicht vollständig abgeneigt ist, und Keanu Reeves ganz gern mag (trifft auf mich alles zu), der kann an dem Film gefallen finden. Sehr sogar. 

Außerdem spielt der Film im Neuromancer-Universum. Und bewegte Bilder – zumindest solche, wie Robert Longo sie produziert hat – aus dem Buch der Bücher…da kann man doch gar nicht Nein sagen. Ich mag ihn; und werde ihn heute Abend sicher wieder ansehen. Und zwar um 22:55 auf Kabel 1.

Hier noch flott die offizielle Description: 

A data courier, carrying a data package literally inside his head too large to hold for long, must deliver it before he dies from it.

Yeah!

Living in Cyborgia


Neulich bin ich via Twitter auf einen wirklich toll ausformulierten Artikel zum Thema Cyberpunk – und warum wir mitten drin stecken gestoßen. Peter Hinzmann fasst auf seinem gleichnamigen Weblog das in Worte, was mich speziell in diesem Jahr auch sehr beschäftigt.

Platt formuliert: 2011 ist das Jahr, in dem Cyberpunk real wird. Ich habe dieses Jahr zu dem Thema unzählige Artikel runtergetippt; bzw. angefangen sie runterzutippen. Die Headlines dazu waren recht überschwänglich. Sowas wie: Cyberpunk lebt! oder 2011 – Year of Cyberpunk!. Und immer dann, wenn mein Geschreibsel gerade irgendeinen Sinn ergab, ist wieder was total wildes passiert (was, …das muss ich euch jetzt nicht wirklich erzählen. Hoffe ich). Jedenfalls spiegelt der Artikel ziemlich exakt meine Gedankenwelt wieder, die ich mir in Zeiten von Anonymus, Wikileaks und Weltrevolution in meinem Gehirns zusammengebaut habe. 

Zum Setting in Cyberpunk-Welten/Romanen schreibt Peter  zum Beispiel: 

Die Umwelt wurde bis zur Quasi-Terminierung geschunden: verseuchte Luft, verseuchtes Wasser, verseuchte und genetisch manipulierte Scheinnahrung. Konflikte – seien es persönliche, soziale, politische der globale – werden am liebsten mit Gewalt gelöst, wobei die Politik nur noch scheinbar die Fäden zieht. Soziale Unruhen, Aufstände, Revolten und Kriege sind an der Tagesordnung. Gut hat es nur, wer sich mit den Gegebenheiten arrangieren kann – oder viel Geld und Einfluss besitzt.

Moment mal – das ist ja genau wie – heute.

Jau. Exakt diesen Gedankengang habe ich dieses Jahr hunderte male gehabt. Wisst ihr wie sich das anfühlt? (habe ich schon einige male hier erwähnt; aber ich kann euch ja mein Leid (?) nicht oft genug klagen) Da stehen Bücher in meinem Regal, die sind fast so alt wie ich (30). Da steht schwarz auf weiß drinne, wie dämlich unsere Zukunft mal aussehen wird. Und was is'? Es kommt genau so. Nur noch doller. Und keinen kümmert's. Nicht mal Osama. Oder Obama. Scheußlich. 

Ich lebe also in einer Welt, die fast identisch ist mit den Welten, die mich als Jugendlicher fasziniert haben. Wir stimmen wohl überein: was einem vor 20 Jahren noch wohlige Science-Fiction-mäßige-grusel-Schauer über den Rücken laufen lasssen konnte, eignet sich leider heute im nüchternen Licht der Realität eigentlich nur noch dafür, schreiend und haareraufend umherzurennen und zu fragen: "Und was NUN?!"

Lest das! Ich persönlich habe dem nicht allzu viel hinzuzufügen. Aber noch ist dieses – für mich unfassliche – Jahr ja nicht rum. Ich werde dazu noch auch was raushauen. Bald. Wenn die Nato abgeschafft ist, wir ein zweites Fukushima in der Ukraine haben und wenn Obama seine Maske abnimmt und man dahinter einen T-800 entdeckt. Wundern würde mich nämlich selbst das nicht mehr. Echt nicht.

Trailer: ROSA

Drüben beim Affenheimtheater entdeckte ich eben ein Poster zum Cyberpunk-Kurzfilm ROSA (Jesus Orellana). Bisher war mir das Shortmovie unbekannt und der Trailer ist… irgendwie… merkwürdig. Aber auch faszinierend. Hier noch eben um was es gehen soll: 

In the near future, humanity has disappeared, leaving behind a large megalopolis devoid of natural life. From the destruction awakes ROSA, a cyborg part of the KERNEL project, mankind's last attempt to restore the earth's ecosystem using recovered samples of long-extinct plant species.Wandering among the ruins of the lifeless city, Rosa will soon discover that she is not the only part of Kernel that has awakened.

Joa. Könnt von mir sein ;) Ich bin gespannt. 

Kollaboratives Cyberpunk Filmprojekt: Minotauros

Auf Facebook steht: 

Das kollaborative Cyberpunk Filmprojekt. Von der ersten Idee bis zum kleinsten Detail werden wir transparent und kollaborativ mit euch zusammen einen Cyberpunk-Film erarbeiten und professionell drehen.

Find' ich gut; und auch die Kreativen dahinter machen einen gleichermaßen netten- wie kompetenten Eindruck. Eine Randnotiz sei gestattet: Das ihr Facebook als Pool-Tool gewählt habt, finde ich verständlich, aber auch etwas befremdlich. Gerade die Cyberpunk-Szene steht diesem sozialen Netzwerk recht kritisch gegenüber. So zumindest mein Eindruck. Cyberpunk und Facebook. Das geht nur so gerade eben zusammen. Evtl. wäre eine eigene Landing/Projekt-Website keine so schlechte Idee. Und 'ne Rechtschreibkorrektur würde dem Facebook-Infotext auch gut stehen ;)

Sonst: Go for it, ich bin gespannt. 

Langes Gibson Interview


Das längste, spannendste und aufschlussreichste Interview mit William Gibson, habe ich eben auf theparisreview.org entdeckt. Ich – der über den Typen wahrscheinlich 'ne Biographie im Kopfstand schreiben könnte -, hab' viel neues erfahren. Ich erdreiste mich zu sagen: Lest das! Und die, die immer noch nicht begriffen haben, warum Gibson einer der faszinierendsten Menschen unsere Zeit ist: Lest das! Also alle: Lesen!

Interviewer: The world of the Sprawl is often called dystopian.

Gibson: Well, maybe if you’re some middle-class person from the Midwest. But if you’re living in most places in Africa, you’d jump on a plane to the Sprawl in two seconds. Many people in Rio have worse lives than the inhabitants of the Sprawl.