Zum Bullenmord von Burghausen

Unbenannt

Jetzt geht es nicht mehr anders. Ich hatte mir für 2014 eine Rant-Pause verordnet, ich mag nicht mehr soviel schimpfen, und immer oft den ersten Stein werfen, weil ich… Ihr wisst schon. Hat bisher gut geklappt, der Grund dafür ist meine neu gewonnene Zeit (3-Tage Woche), das daraus resultierende Plus an Selbstbestimmung, und ein ganz bestimmtes Steinebaumädchen hat auch einen Anteil daran ♥.

Nun aber langt es mir. Auf Facebook, auf  SpOn, in den üblichen Moralapostel-Blogs kann man nachlesen, dass in Burghausen ein beknackter Bulle einem Gras-Dealer offenbar grundlos in den Kopf geschossen hat und der Mann an Ort und Stelle verstorben ist. Vor den Augen einiger Minderjähriger. Hier ein Auszug aus einem nicht näher genannten bayrischen Online-Portal: 

Im oberbayerischen Burghausen hat ein Polizist einen 33-jährigen Drogendealer erschossen. Der Mann wollte gerade weglaufen, als ihn ein Schuss in den Hinterkopf traf. Der Verletzte starb noch am Einsatzort. Der Polizist sagt, er habe nur die Beine treffen wollen.

So weit, so scheisse. 

Der Diskurs war vorprogrammiert. Das reicht von Na wenn der gegen Gesetzte verstößt, selbst Schuld! bis hin zum himmelschreienden CDU-Konservativen, der in seinem Hinterwälder-Dorf plötzlich den Rebell in sich entdeckt und von polizeilicher Willkür fabuliert. Jeder Hinz und Kunz ist empört, wie kann es denn sein, dass da ein Cop einem Mann, der offensichtlich keine Gefahr darstellt, einen Kopfschuss verpasst? Wie kann es sein, dass in Deutschland Menschen auf offener Straße am helllichten Tage von der Staatsgewalt hingerichtet werden?

Das kann ich euch sagen: Weil ihr – bzw. die Mehrheit der deutschen Bürger – JA sagt zu Unrechtsgesetzten, die Menschen mit Gewaltpotential und dem Willen zum Unrecht-Tun rekrutieren, JA sagt zu einer Gesellschaft, in der Bürger Bürger töten, JA sagt zum Gewaltmonopol der Staatlichkeit, welches jedes Jahr nachweisbar mehr Verbrechen und Gewalt ausübt, als das Volk selbst, JA sagt zum Status Quo. 

JA sagt zu all' der Repression, der Gewalt, der Überwachung. JA sagt, zu einer Merkel, die uns den Krieg nach Europa trägt. JA sagt zur Abgabe der eigenen humanistischen Verantwortung (völlig egal wo ihr euer Kreuz gemacht habt, ihr HABT es ja gemacht!) (Ich auch, mit Ansage, dass es das letze mal war!) JA sagt, zu dem Gedanken, dass irgendwer besser entscheiden kann was gut für euch ist, als ihr selbst! JA sagt, dass ihr Dritte (mit Knüppeln!) benötigt, um Konflikte zu lösen.

Und weil ihr – bzw. erneut die Mehrheit der deutschen Bürger – NEIN sagt. NEIN zur anarchistischen Alternative und mich einen Utopisten schimpft, wenn ich diese propagiere. NEIN sagt zur Freiheit, NEIN sagt zur Selbstbestimmung, NEIN sagt zur wohlmöglich letzten Idee, die den Karren noch aus dem Dreck reißen könnte. 

Wisst ihr was? Ich sage NEIN! NEIN zum Staat, NEIN zu den Bullen, NEIN zu den Steuern mit denen Krieg propagiert wird, NEIN zu einer Gesellschaft, in denen Menschen die Legimitation zur Ausübung von Gewalt gegen andere erteilt wird. 

Ich kann aber auch JA sagen. JA zum Widerstandsrecht

Das Widerstandsrecht ist allgemein ein naturrechtlich bzw. durch ein positives Gesetz statuiertes Recht jedes Menschen, sich unter bestimmten Bedingungen gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen aufzulehnen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern.

Muss erst der Russe kommen, damit hier irgendwer überhaupt noch irgendwas merkt? 

Ich befürchte: JA! Und vorher immer schön diskutieren, Konsens schaffen, sich über schießwütige Cops ereifern. – Nee, ist klar.

Soweit von mir dazu.

Wenn was ist: Ruft doch die Cops an! 

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