Monthly Archives: Juni 2009

3DSuperInterNetDreiNullDingsDaBumsDa – Teil I

Wie meine Cyberspacehöhle der Zukunft sieht das zugegebenermaßen nicht aus. Dabei isses doch mein Facebook-Profil in 3D, das da oben. Der helle Wahnsinn.


ExitReality nennt sich das kleine Progrämmchen, das in meinem unschuldigen Firefox-Tab ein wahres 3D-Feuerwerk abbrennt. Fast. Mal echt jetzt: Snow Crash sieht anders aus und ein paar Lurker zum abknallen seh‘ ich auch nicht. Jetzt zeige ich euch mal mein Raumschiff hier von innen. Mit spitzen Deko: 

Voller Enthusiasmus wollte ich einen vierseitigen Artikel über die wahnsinnigen Möglichkeiten des neuen Internets schreiben. Und dann gibt’s die gar nicht.

Sowas.

Naja, ganz so ist’s nun auch wieder nicht. ExitReality macht schon Spaß und zeigt in welche Richtung wir uns bewegen, solange echtes 3D-Star Wars Star Wars-3D noch auf sich warten lässt. Aber hier hab‘ ich noch ein Schmankerl entdeckt: Cooliris. Ein Firefox Plug-in, mit dem die lustige Bildersuche schon etwas aufregender gestaltet werden kann. Die Bilder auf dem eigenen Rechner lassen sich damit übrigens auch ganz prima ansteuern und dann im Browser betrachten. Nette Sache; sieht dann so aus:

SonderSuperPreisFrage: Nach welchem Begriff habe ich gesucht?

Weiter nette Next-Web-Sachen gibt es dann im zweiten Teil der Zukunftsnetz-Artikel-Serie zu entdecken. Die sich eher mit optischen / ästhetischen Dingen befassen wird; nicht so sehr mit Mircostreamblogging-Geschichten; die gibt’s ja nun auch schon zu Genüge. Ihr habt ja jetzt erstmal was zum spielen. Und ich sollte nun auch mal meine Tasche packen. Morgen geht’s nämlich an’s Wasser. Mit den sevenloadern. Vielleicht sage ich morgen früh noch mal Tschüss. Sonst halt jetzt schon mal.

Tschüss.


Links zum Text:

 

Revolution? Zensur? C64-Kids? Fuck you!

Ich nehme Bezug auf diesen SpOn-Artikel: Die Generation C64 schlägt zurück. Mein Namensvetter Christian Stöcker, seines Zeichen SpON-Autor, meckert in dem Text über die bekloppte Polemik, die derzeit unsere Zensur-Politik begleitet. Leider  verfällt er selbst in keinen besonders polemischen Schreibstil, sondern bleibt schön bei der Sache; bloß keinen Zuckermund zu feste verkloppen. Naja, so ist das mit’n Medien. Das ist genau der selbe Quatsch, den unsere Fast-Noch-Volksvertreter da oben im dicken B tagtäglich verzapfen: "Bloß keine Position beziehen; ich glaub zwar das die Web-Bewohner irgendwie recht haben; sagen tu‘ ich aber nix; nachher denkt noch einer, ich wär auf Kinder aus."

So denken die. Und nicht anders.

Und das in einer demokratischen Republik im Jahre 2009. In einer Zeit von Massen- und Highspeedkommunikation. In der nicht nur wir, – die C64-Kids-, leben, sondern jeder und alles und überhaupt und bald noch viel mehr. Ich find’s nicht mal peinlich. Ich schäm‘ mich auch nicht. Ich kotz‘ nur gleich mal wie wildgeworden in der Gegend rum.

Nein, das Thema hier ist nicht "Wie schwer fällt es einem Otto-Normal-Politiker Farbe zu bekennen?", das kauen andere schon zu Genüge durch.

Das Thema ist: Kotze im Cyberspace. Oder so.

Ich bin kein C64-Kid. Ich bin kein digital native. Ich bin nicht die Generation-Internet. Auch nicht die Generation-Online. Und schon gar nicht bin ich irgend‘ ’ne Nummer in ’nem verfickten System.

Ich bin Cyberpunk.

Und als solcher frage ich euch: Was passiert denn eigentlich wirklich? Ich sach’s euch so, wie ich es empfinde:

  • Ich lese seit Wochen Blogbeiträge, die mir vor lauter Siechtum den letzten Funken Hoffnung aus’m Kopp /dem Herzen reißen.
  • Ich lese Tweets, die so scharf formuliert sind, wie die ’ne Parteitagsrede bei den grauen Panthern.
  • Ich verfolge (und unterzeichne) elektronisch abgehandelte E-Petitionen, die im Datencrawler des BKA’s verschwinden und mutmaßlich gefälschte Zahlen auswerfen.
  • Ich lese kritische Texte, die sich am Ende ja doch nur wieder beim Wolle bedanken, dass er zumindest diesen Text nicht mit dem Zensur-Stempel versehen hat. (Bis auf den Hack, der war geil)
  • Und genau so verhält (und verhielt) es sich auch in anderen Debatten (Videogames, Vorratsdatenspeicherung, SEK-Kommandos in deutschen Blogger-Wohnzimmern, Filtern von WasWeißIchNichWasNochAlles)

Und nun frage ich euch:

Welche Automobil-Lobbyist fragt uns denn mal, ob er 40 Tonnen Natur in (s)ein neues Airbag-System reinblasen darf? Welcher Konzern-Chef stellt einen Blogbeitrag online, in dem er die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in seinen Unternehmen zu erklären versucht? Wer macht ’ne Twitter-Umfrage, ob eine Reformierung des Finanzsystems überhaupt gewünscht ist?

HÄ?

Und wir ihr so?

Verloren im Lifestream des eigenen Lebens? Längst in der Matrix, aber den Klick verpasst? Wartend "auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt"? (Zitat Petrus) Microblogging als Heilsbringer? Facebook im Erlösergewand? Tss… Kotzklumpen, sach‘ ich.

…ich lese in IRC-Chats mit, treibe mich auch in anderen düsteren Ecken des virtuellen Garten Edens herum…ich sach’s mal so: Da geht’s etwas anders ab, als "hier, in der Öffentlichkeit". Da wird’s konkreter. Bald ist’s genug, mit’m Weichgespüle, so mein Eindruck. Pulverfass-mäßig, würd‘ ich sagen.

The next tweet may be your last!

Twitter ist nicht der neue ICE-Breaker! ….also benehmt euch auch so, ihr Digitalos!


…uff,…zehn Kilo leichter, gerade…und der "Tweet-this" Button hier drunter passt ja wohl voll!

Pulver Pulver.

Yves Marchand & Romain Meffre

 

Yves und Romain haben auf ihrer Website einige Bilderserien, die so traumhafte Namen tragen wie "The ruins of Detroit", "Eastern Germany industrial vestiges" und "Forgotten theaters of America". Tatsächlich heben sich die Fotografien und Motive recht gut von dem "Verlassene-Plätze"-Einheitsbreit ab. Weil: Die sind halt anders ;) Oben zu sehen: Ein wunderschön-ranziger Filmprojektor von einem unbekannten Planeten namens Erde.

Die Bilder sprechen für sich und daher kann ich jetzt einfach mal die Schnüss halten.

Auch mal schön.


Micro Baja – Not-OP

Wann ich mal wieder was cyberpunkiges schreibe? Wann ich mal wieder den dystopischen Transhumanisten raushängen lasse? Keine Ahnung; außerdem ist ja nix los; die NASA lässt ihre Raumfahrer ja andauernd überleben. Und die CERNler beamen fröhlich vor sich hin; es scheint als würde die Apokalypse diesen Sommer noch mitnehmen wollen.

Zum Thema: Da mir bei meinem großen gestern das Hauptzahnrad um die Ohren geflogen ist, dachte ich mir: Hach komm; kümmerste dich mal um den kleinen; den für drinne.

Zuletzt erkannte Symptome:

  • Extrem kurze Akkulaufzeit (gefühlte 7 Minuten)
  • Totalausfälle des Gefährts

Not-OP-Maßnahmen:

  • Team LOSI – Kugellager verbaut (6x)
  • Diese wurden ordentlich eingefettet
  • Ein 350 mAh – Lipo-Akku wurde verbaut.
  • Kabel wurden neu verlegt; besseres Handling beim Aufsetzten der Karosse
  • Achsen wurden durch Alu-Achsen mit Gewinde ersetzt
  • Gewinde-Radmuttern (schwarz) wurden angeschraubt

Ergebnis der OP: Die maximale Fahrzeit wurde etwa um den Faktor vier erhöht: Er rollt jetzt gefühlte 25 Minuten! Dies ist auf den Einsatz der hochwertigen Kugellager und den Power-Akku zurückzuführen. Die Ladezeit beträgt nun etwas 30-35 Minuten.

Kurzfristige Therapiemaßnahmen: Aufbohren/Rundfeilen des Antennenlochs in der Karosse, da die Antenne doch recht unstabil hin und her wackelt; ein Mini-Antennen-Rohr wird angefertigt und aufgesetzt.

Langfristige Therapiemaßnahmen: Schickere Radmuttern, neue Reifen, Alu-Tuning. (Dies geschieht allerdings erst im nächsten Monat; die Nachtschwester haut mir sonst wieder eins auf’n Kopp drauf)


Da sich optisch bisher wenig veränder hat, gibt es hier zunächst  mal kein neues Bild des Geschosses zu sehen; kommt nach der nächsten (Schönheits-)OP

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