science fiction

Ressourcenraub im All schon ab 2020!

Unbenannt

News des Tages:

Deep Space Industries will auf Asteroiden Metalle abbauen. Per 3D-Druck sollen daraus vor Ort Komponenten für die Raumfahrt gebaut werden (golem.de)

Soll ich jetzt lachen oder weinen? Soll ich hoffen oder doch eher verzweifeln? Soll ich techno-optimistisch in die Zukunft schauen, oder mich im Feuer einer startenden Rakete rösten lassen? Ich.Weiß. Es. Doch. Auch. Nicht. Einerseits klingt diese Newsmeldung wie aus einer Zukunft, die sich wohl jeder, der sich auch nur ansatzweise für SciFi begeistern kann, wünschen würde: Wir kommen endlich weg von diesem ausgebrannten, augebaggerten und langweiligem Planten; es geht los in Richtung neuer Welten, ferner Galaxien und dreiköpfiger Xeno-Aliens. Die gesamte Materie in unserem Universum wird endgültig in Intelligenz verwandelt. Compiler, selbst-reproduzierende Himmelsmaschinen und Matroschka-Gehirne werden die einzigen Zeugen sein, dass es uns jemals gegeben hat. Außerdem werden wir endlich unsterblich sein. Dolles Ding.

Andererseits: Meine Fresse sind die bescheuert. Ich könnte ja eigentlich noch mal ausholen, über das Marketingäffchen Felix Baumgartner und seine Nicht-Leistung lästern, um dann festzustellen, dass alles was nicht auf der Oberfläche unseres Planten passiert, eh nur rausgeschmissenes Geld ist und davon eh keiner satt wird. Dann kommen aber wieder diese unsäglichen Pionierarbeit-Argumente. Die ich dann erneut in der Luft zerreißen müsste. Nee, lasst mal; ich belasse es heute hierbei: Die Erde – unser Heimatplanet – wird ausgebeutet. Mit katastrophalen Folgen, wie man unschwer erkennen kann (geht doch nur mal über die Straße und guckt euch die Menschen an!). Der neue Plan ist nun also dieser: Nachdem es hier unten keine wertigen (?) Rohstoffe mehr zu erhaschen gibt, bauen wir uns güldene Raketen und bohren Löcher in andere Himmelskörper? Srsly?

…wisst ihr, woran ich dabei denken muss. An diesen Film hier:

Genau so wird das laufen! Und nicht anders. Manchmal wünsche ich mir, diese imperialistischen Asteroiden-Anbohr-Arschlöcher der Deep Space Industries oder von Planetary Resources würden da oben wirklich ein tiefes – und ebenso dunkles! – Loch bohren. Und allesamt reinfallen. Oder ein Alien entdecken. Welches sie dann genüsslich verspeist, und anschließend in eine weit entfernte Umlaufbahn zurückkotzt.

…aber klar, man nennt die Erkundungs / Abbau-Raumfahrzeuge einfach Dragonfly und Firefly , verweist auf den Google-Gründer Larry Page als Investor, und schon ist das alles gar nicht mehr evil, sondern total nerdy. Wetten?

(Links dazu gibt es keine; sucht euch den Drecksmist selber raus; wenn ihr da wirklich noch mehr zu wissen wollt)

Update: Sorry, wenn der Artikel im Feed zwei mal auftaucht oder einige Comments der letzten Artikel futsch sind! Meine Datenbank ist neu und hat Schluckauf!

‚Arbeitswelten 4.0‘ – #hihi

Da Zukunft ein elementares Element dieses Blogs ist, muss das Video 'Arbeitswelten 4.0 – Wie wir morgen arbeiten und leben' hier rein. Sei es noch so bescheuert. 

Bescheuert deshalb, weil die Autoren und Filmemacher viel zu wenig apokalyptische Weblogs und Texte lesen. Das klingt ja (fast) alles total nett und schmusi und fancy und alles. Schaut man sich die Realitäten – insbesondere die der Werbewelten – mal genauer an, wird schnell klar: So utopisch wie im Video wird das alles ganz sicher nicht werden. Nehmen wir die Szene mit der schwangeren Dame und der sensitiv-intelligenten Litfaßsäule: Erstmal muss die Frau sich für die orwell'sche Überwachung via Smartphone-GPS entscheiden. In meinem Bekanntenkreis ist der Gedanke weniger ist mehr zumindest  zwangsweise teilweise etabliert. Das Betrifft sowohl die Erreichbarkeit, als auch den Einsatz von Ortungsdiensten. Dieses Werbeutopia funktioniert also nur dann, wenn wir alle / die meisten sich jederzeit (ver)orten lassen möchten. Fairerweise muss man anmerken: Meine Leser und Bekannten und Freunde sind möglicherweise nicht repräsentativ für den Massenmarkt, das mag sein, ja. Dennoch: Das die Menschen nicht so blöde sind, wie es das Dschungelcamp verkündet, glaube ich aber insgeheim trotzdem noch immer. 

Weiterhin stellt sich die Frage: Was genau wird da getrackt und ausgewertet? Ausschließlich der dicke Bauch? Oder vielleicht auch das Geschlecht des kommenden Erdlings sowie dessen ungefähres Geburtsdatum. Was Unternehmen mit diesen Daten dann anfangen – außer zielgruppengerechte Werbebilder auf futuristische Litfaßsäulen zu projizieren – möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen; das überlasse dem Vorstellungsvermögen der werten Leserschaft (ansonsten guckt mal hier; da is' einiges zum Thema Dystopie zu finden).

Wie ein berühmter Schattenläufer schon mal sagte: 

The street finds its own uses for things

..und zumindest hier, in meiner Straße; in meinem Block™, sind dann  – so schwer es mir fällt das einzugestehen – doch mehr Ellbogenarschlöcher als Herzhipster unterwegs. Wenn also die/meine These stimmt, dass die Technik den Menschen schon bald überholt/überkommt/überrollt, und wir doch eher eine Ego/Kopf-Gesellschaft sind, als eine Hippiekomune mit Liebe und so,…dann… dann möchte ich durchaus auch eine Google-Brille haben! Die alles kann! Nur nicht das, was Google sich vorgestellt hat.

Fazit: Den Einsatz von Ortungsdiensten (ob nun im Smartphone oder im Schädel spielt dabei keine Rolle) für bessere Werbung™ halte ich für spannend und erwähnenswert. Den Einsatz von Ortungsdiensten zur besseren sozialen Vernetzung halte ich dagegen für phänomenal und großartig. Doof ist: Alle GPS-Signale gehören einer einzigen Company. Navstar nämlich; und die sind USA-gesteuert und dem Militär angehörig. Es ist also kompliziert.

..statt dieser dämlichen Petition für einen Todesstern, hätt ich eh 'ne Crowdfunding-Aktion für einen Satelliten des Volkes viel geiler gefunden! (Das is' zwar keine Lösung; aber 'ne geile Idee. Finde ich.)

…und nochmal der Fairness halber, und damit ihr euch kein eigenes Bild machen könnt, hier der Description-Text von YouTube: 

Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes OFFICE21® vom Fraunhofer IAO wurde basierend auf einem Forecast-Prozess mit über 100 Experten das Szenario "Arbeitswelten 4.0" erstellt. Das Zukunftsszenario beschreibt die Arbeits- und Lebenswelt von Büro- und Wissensarbeitern im Jahr 2025. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten einer hochvernetzten, räumlich und zeitlich flexibilisierten Arbeitsorganisation, die sich an den individuellen Lebenskontexten orientiert und damit zu einer Steigerung von Innovationskraft, Effizienz und Effektivität beiträgt und sich auch in einer veränderten Gestaltung des Büroumfelds ausdrückt.

  • Direkt4.0
  • Entdeckt: Vergessen, sorry, war mit'm iPhone!

Should I Be Afraid of the Future?

mayan-end-of-the-world-infographic

Bold Futures aus Berlin haben diese Infografik mit Zukunftsängsten drauf verbrochen. Die Web-Version ist auch beängstigend gut.

Should I Be Afraid of the Future comes both as an infographic (a poster) and a web version and sheds light into the world of possible (plus a few impossible) existential risks. Playful in tone, the project is full of serious information mitigating (most) fears and providing an optimistic outlook into the future

Mag ich. 

Trailer: Pacific Rim

Der del Toro hat mich nie so wirklich angefixt. Pans Labyrinth war ein nettes Märchen für Erwachsene; mehr aber auch nicht. Blade fand ich schon immer doof und auch mit Hellboy konnte er mich nicht kriegen; das war mir alles zu Plastik. Hier also der erste Trailer zu seinem neuen Plastik-Film Pacific Rim. Nehmen wir die Amerika-Gegen-Aliens-Scheisse raus, sehen über die schauspielerischen Leistungen hinweg, bleibt das hier übrig: Jede Menge Wumms, Mech-Krieger, Roboter und Tiefseealiens.

Für einen kuscheligen Sofa-Filmabend geht der evtl. klar, schätze ich. 

‚The Ball Unleashed‘

Wow. Das kracht und surrt und schießt und rummst und fliegt ja ganz ordentlich. Es grenzt etwas an einen CGI-Overkill, das Ganze. Ich mag's trotzdem. Und die Fans der New York Mets sicher auch…

It's pitcher versus batter as a high powered windup unleashes a sci-fi fastball in this thrilling one minute all CG short created exclusively for The New York Mets.

Hier die Macher:

  • Writer / Director / VFX Supervisor: Marc Rienzo
  • Producer: Lisa Zusmer DelPrete
  • CG Supervisor: Eric Sanford
  • Animation Supervisor: Tim Keon
  • Lead Compositor: Gianni Aliotti
  • Lead Compositor: Jason Selfe

…und hier noch ein weiteres Video aus der Serie; allerdings noch mal 'ne Ecke kitschiger. So sind sie, die New Yorker ;) 

Scott Scheidly, böse Menschen und die Farbe Pink!

Irgendwann dieses Jahr hatte der René die (ersten) Werke der pinken Bilderserie von Scott Scheidly am Start (hier war das). Die dort gezeigten Bilder waren nett, aber nicht überragend. Jetzt hat Scott nachgelegt. Und haut mich mit dem Boba hier oben aus den Socken. Dieser Kontrast von bösen Menschen und der Farbe Pink…klasse! Leider Leider ist der auch schon wieder ausverkauft. Man kann noch einen Kim Jong mit schicker Brille ergattern. Aber wer will den denn schon, wenn man Boba hätte haben können!? Ich schreibe mal 'ne Mail; ich brauch nämlich noch was für über's Bett. Der Preis…naja… passt so eben. Aber NUR für den Kopfgeldjäger! 

‚Recycled Island‘ (und so)

Da ich am Samstag auf der (hoffentlich sehr spannenden) offenen Workshop-Tagung…

Wo leben wir morgen? – Architekturvisionen der Zukunft

…zugegen sein werde (wo übrigens auch diese Physalia-Utopie von Vincent Callebaut thematisiert wird), passt mir dieses Recycling-Stadt-Konzept gerade prima in den Kram. Oben das Video ist von 2011; es gibt aber – im Zuge einer Kickstarter-Kampagne – noch ein aktuelleres (ich fand' das oben nur schicker). Grundidee der Recycel- Insel ist diese hier:

A floating self-sustaining single-family house, that is constructed from plastic waste.

Klingt schon geil, ne? Die niederländischen Ideengeber von WHIM Architecture haben sich konkrete Gedanken gemacht, wie man diese Utopie tatsächlich in eine existierende Stadt verwandeln könnte: Ob Kompostierung, Solar-Power, Recycling-Tech, Seegras-Kultivierung oder Energiegewinnung durch Meereswellen…alles mit an Bord. Ich liebe solche Projektideen; auch schon deshalb, weil wir ja alle Snow Crash (full pdf;) gelesen haben, und daher wissen, wie die schwimmenden Zukunft in Wirklichkeit aussehen wird…. Jedenfalls: Spannend! Ich will in 30 Jahren so ein Teil bereisen; macht mal hinne da! 

(Zu dem Event den ich oben kurz erwähnte: Das klingt alles sehr spannend was da los sein wird. FALLS es dort die Möglichkeit des Live-Bloggings geben wird, werde ich das machen; dann kriegt ihr Samstag 'hier ne ordentliche Portion Zukunfts-Optimismus um die Ohren geknallt. Muss ja auch mal sein. Aber das ist ja 'ne akademische Veranstaltung; und wie das mit denen ist, das wisst ihr ja auch;) 

‚Xsyon: Apocalypse‘ – spannendes MMORPG?

Leider hatte ich heute morgen vor der Arbeit nicht all zuviel Zeit, mich in die Thematik und die Funktionen des kommenden Endzeit-MMORP-Games Xsyon einzulesen. Hab' das bei blackfear.de entdeckt und nach dem Ansehen des Trailers entschieden, dass es nun genau zwei kommende MMORPG gibt, die ich näher im Auge behalten möchte: Da wäre zunächst Otherland (hier hatte ich dazu mal was verbloggt) und nun eben Xsyon. Um die Entwicklung und den Release des bereits mehrjährig in Entwicklung befindlichen Games den letzten Kick zu verpassen, gibt es nun eine Kickstarter-Action zu dem Teil. Auf der Geldsammel-Seite steht das hier: 

The ultimate sandbox MMORPG. Shape the land, build cities, develop societies, create a New World!

Jo. Das klingt nice. Hier noch die offizielle – und wirklich vielversprechende! –  Feature-Liste:

Resources

  • Gather resource by foraging, fishing, scavenging and mining.
  • Plant and chop down trees. Chop trees into logs and useable components.
  • Plant, grow and harvest crops.
  • Craft tools, components, weapons and armor in multiple steps.
  • Dye and enhance crafted items.
  • Build functional and decorative equipment and furniture.
  • Cook custom recipes by choosing base ingredients and flavorings.
  • Heal and protect each other.
  • Build fires that provide warmth, comfort and boosts in power.
  • Design custom tribal banners.
  • Build carts for hauling large amounts of goods.
  • Place signs and build totems for trade, quests, mail and announcements.

Construction

  • Terraform the land to build terraces, trenches, moats and fantastic land sculptures.
  • Lay roads that provide faster travel routes across the world.
  • Construct towns using an extensive system of architectural components.
  • Build carts to haul large amounts of goods.
  • Use buildings as home locations, crafting stations, storage and protection from the elements.
  • Erect bridges to cross rivers.
  • Combat and Creatures
  • Fight creatures and each other with twitch based melee attacks and ranged weapons.
  • Track, trap and hunt creatures.
  • Tame, herd and breed animals. Raise them as pets, harvest them as a resource or ride them as mounts.

Social       

  • Form tribes with a hierarchical member and rank system.
  • Claim protected land as homestead (for solo players) or a tribal group.
  • Set up quests for fellow adventures.
  • Gain skill and experience through questing, not grinding.
  • Quest to craft, gather goods, explore, protect or collect bounties.
  • Gain achievements and show them off on town and world leader boards.
  • Sell and rent buildings.
  • Define currencies for use in local and worldwide trade.
  • Participate in Guide run events and lead Player run events.

Also für mich klingt das…mega!!! Mich stört da auch der etwas altbackene Grafik-Stil kein Stück; eher passt das sogar zum apokalyptischen Settings des Games. Könnt' was werden, schätze ich. Frage: Gibt es unter meinen Lesern eigentlich Online-Games-Verrückte, mit denen man mal einen Clan / Stamm angehen könnte? (…nicht, dass ich dafür wirklich Zeit hätte…aber so einige Stunden im Monat könnte ich mir für sowas evtl. schon noch mal freischaufeln…)

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