Monthly Archives: Januar 2011

‚Gentlemen Broncos‘ in 5 Sekunden

Eigentlich wollte ich ja – nachdem ich jetzt endlich mal meine Noch-Gucken-Filmliste abgearbeitet habe – einen Artikel mit der Headline: Filmtipp: Gentlemen Broncos! schreiben. Und dann darunter den offiziellen Trailer posten. Nun habe ich aber gerade diesen Clip entdeckt. Der is' nämlich viel geiler als der originale Trailer und erzählt Euch eigentlich alles, was Ihr über das Movie wissen müsst.

…mein Filmtipp gilt aber nach wie vor; der Film wäre sicher eins meiner cineastischen Highlights 2010 geworden. Wenn wir nicht schon 2011 hätten. 

"Überwachungsrehe – Die hasse ich ja!" 

Hihi.

International Walk with Flowers Day


Am 16. Januar ist der erste International Walk With Flowers Day! Ich liebe die Idee. Zuerst kopiere ich eben mal rüber, was einer meiner liebsten Anarchisten-Schreiberlinge (The Friendly Anarchist) auf der Aktionswebsite getippt hat:

When you walk the street with a bunch of flowers, interesting things will happen. People will smile at you, give you space to walk, and you will see this special glow in the eyes of many of them. Flowers are romantic, and most people have some kind of enjoyable memory of a day they received a bouquet, or they were giving one to a loved person.

Stimmt, kann ich so einigermaßen bestätigen. Oft habe ich (nach meinem wöchentlichen Blumenkauf für meine Mutter und meine neun Haremsdamen) gedacht: Was guckste denn so? Die sind nicht für dich! Auch wenn ich sie dir gerne schenken würde weil du so schöne Haare hast. Soweit also zu walking with flowers. Jetzt kommt der Clou:

And the idea is giving them to somebody you never met before. You can give your flowers away randomly or with a clear focus: The lonely lady with the bored face; the fighting couple; the tired street vendor at the bus stop.

Der Autor schreibt auch, dass er schon mal einer gestressten Dame eine ganzen Strauß überreicht hat, die beiden kein Wort gesprochen habe, die Dame aber daraufhin eine Träne vergossen hat. – Wie süß. Genau wie die Idee.

Ich mach' mit. 

sasha-BOO

sasha-BOO ist 20 Jahre alt, kommt aus Russland, sieht echt hübsch aus und malt wirklich tolle Dinge. Das ist aber auch so ziemlich alles, was ich über sie im Web entdecken kann. Wirklich schade; hätte ich ihr doch so gerne persönlich gesagt, dass ich sie ihre Werke total sexy finde. 

The National – Anyone’s Ghost

Müsste ich tippen, würde ich sagen, dass The National den prozentual höchsten Anteil an von mir verbloggten Musikvideos in diesem Weblog halten. Und das ist auch gut so. Denn keine Platte seit The National hat mich enttäuscht; alle haben das gehalten, was ich mir von ihnen erhofft hatte. Auch die aktuelle Scheibe High Violet ist ein echter Kracher. Für mich gehören die Jungs zu den besten Bariton-Bands der Welt. 

Dazu diese einfachen Texte, die gleichzeig einfach total  tiefgründig sind:

You said I came close as anyone's come 

to live underwater for more than a month

You said it was not inside my heart, it was

You said it should tear a kid apart, it does

Großartig. 

Kurzfilm: Outside

Lange ist's her, seitdem ich das letzte Mal einen tollen Kurzfilm entdeckt habe. Jetzt isses aber endlich mal wieder soweit: Outside heißt das gute Stück; und folgende  Menschen zeichnen sich für die tolle Idee des Movies verantwortlich:

Produzent: Eddie Robson. Director: Thomas Wightman. Geschrieben von: James Roper, Rob Bailey & Thomas Wightman. Kamera: Phil Wood. Sound Design: Marcus Alexander. Musik: Janek Schaefer. Cast: Insider: Regan Bevons. Apprentice: Maeve Rendle. Artist: Terry Naylor

Ich erwähne die alle explizit, weil die alle ihr Handwerk verstehen. Worum es geht?

Three lives are connected in a world whose inhabitants predominantly prefer the secure realities of an implicit inside world to that of the physical world.

Knaller! Knaller, allein schon wegen der Perspektive. ICH (bekennender Transhumanist) stelle mir immer ab und zu mal vor, wie die (digitale) Welt nach dem Mindupload denn so aussehen könnte. Die Idee des Film packt mich deshalb so sehr, weil  ich mir ehrlich gesagt kaum Gedanken darüber gemacht habe, was denn eigentlich mit dem Offline-Planet so passieren mag, wenn wir alle eindigitalisiert wurden.

Klar, an einigen Ecken des Webs habe ich ellenlange Diskussionen darüber geführt, warum denn der Mindupload erstmal nur für wohlhabende (besser: steinreiche) Menschen zu haben sein wird (Ganz einfach: Neue Technologien sind meistens erst mal sauteuer). So gut wie nie habe ich aber daran gedacht, was passiert, wenn sich plötzlich 99% aller Erdlinge eine Konvertierung in eine bessere digitale Welt leisten könnten.

Ich bin aber auch davon ausgegangen, dass der Zeitraum der globalen Mindupload-Bewegung, mit der endgültigen Eroberung des Weltraums zusammenfällt und wir dann alle völlig verchipt in einem Super-Rechner um einen Saturnmond kreisen. Was natürlich reine Utopie ist. Daher: Ein wirklich toller Gedankenansatz der Filmemacher! Ich bin begeistert (und werde darüber nachdenken müssen, was man mit der Welt anfängt, wenn endlich keiner mehr da ist, der sie kaputt machen kann). 

Review: Heavy Rain


(Danke an gutschein-codes.de für das Testexemplar vom Heavy Rain)

Heavy Rain? Ist das nicht von 2010? Doch. Klar. Stimmt. Es stand trotzdem auf meiner Must-Play-Liste 2010 ganz weit oben. Und nun habe ich es endlich geschafft: Ich war im Regen unterwegs! Dies sind meine Eindrücke von einer Reise, die mich – und soviel kann ich wohl schon mal verraten – ordentlich beeindruckt hat. Oft und viel wurde das Game Fahrenheit als geistiger Vorläufer von Heavy Rain betitel. In der Tat ergeben sich einige Parallelen. Fahrenheit überraschte mich genau so mit Innovation, Spannung und Tiefgang wie es Heavy Rain geschafft hat. Nur steht Heavy Rain technisch bedingt einfach zehn mal besser da.

Auszeichnendes Merkmal bei beiden Spielen ist die neuartige, cineastische Bedienung des Spielgeschehens. Kurz: Das Fuchteln und Drehen am Controller und seinen Knöppen. Daher möchte ich auch mit der Steuerung und Bedienbarkeit von Heavy Rain beginnen.

Das Spiel lässt den Spieler filmähnlich von Szene zu Szene springen. Innerhalb dieser Szenen gilt es dann zu interagieren. Dazu gehört beispielsweise das ruckartige Rütteln des PS3-Controllers, das vorsichtige Im Kreis Drehen des Analog-Sticks, oder das Drücken der Schultertasten im Dampfhammertakt. Eine Kombination all dieser Steuerungsmodi ist auch mal drin. Dann wird 's stressig, denn die Quicktime-Events verlangen einem oft so einiges an Aufmerksamkeit ab. Dies führt wiederum dazu, dass sich die Spielatmosphäre zudichtet und man regelrecht fiebrig vor dem Monitor sitzt. Die Eingabeanforderungen ergeben eigentlich immer Sinn. Ich persönlich fand die Fingerglied-Abschneid-Bewegung wirklich besonders logisch… ritscheratsche. Anmerken möchte ich hier: Schon wegen der erweiterten Steuerungsmöglichkeiten von Playstation Move würde sich ein erneutes Spielen sicher lohnen. Move habe ich aber nicht. Ihr vielleicht?)

Zur Story: Ethan Mars ist ein geschiedener Architekt, Madison Paige ist eine hippe Single-Fotojournalistin und Norman Jayden ein ziemlich cooler FBI-Profiler. Allen drei ist eins gemein: Sie alle werden 2011 (da spielt die Story) auf die eine oder andere Weise in eine mysteriöse Kindermordserie  verwickelt werden. Und wie verwickelt, das entscheidet der Spieler.

Ziemlich oft habe ich gedacht: Krass! Was wenn ich's anders gemacht hätte!? Dieses Freiheitsfeature mit Konsequenzen ist einfach grandios; es wurde zurecht massenweise herausgestellt und gelobt. Bemerkt sei aber auch, dass ich sicher drei mal gedacht habe Mmmh, also DAS hätte ich aber anders gemacht! Ich kann mir aber vorstellen, dass in einem nächsten Teil noch weitgehendere Wahlmöglichkeiten eingebaut werden. Insgesamt ist die Story zwar an einigen Stellen etwas kitschüberladen und recht vorhersehbar, durch das direkte Steuern der Geschichte fallen diese negativen Punkte aber kaum in's Gewicht.


Zur OptikLasst uns ehrlich sein: Die Animationen in Videospielen sind immer ein heikles Thema. Und auch Heavy Rain kommt dabei nicht gänzlich ohne Kritik weg: Sie wirken stellenweise recht hölzern.  Wenn einer der Protagonisten mal wieder gegen den Türrahmen läuft stört das weder den Spielfluss, noch tut es der Spannung Abbruch. Es kratzt nur ganz ganz leicht an der ansonsten grandiosen Atmosphäre. Dafür haut einen die Mimik aus den Socken! Man sieht förmlich diese neue Dimension der Kommunikation in virtuellen Welten. Das Thema Nonverbale Kommunikation wird in künftigen Videospielen sicher immer wichtiger; und Heavy Rain setzt (zusammen mit Mass Effect) zumindest in diesem Bereich neue Maßstäbe. Die Texturen wirken zu keiner Zeit langweilig und outen sich auch nicht als simple Platzhalter für was schöneres. Sieht Heavy Rain aus wie ein Film? Nein. Aber das sieht man erst auf den zweiten Blick. 


Zum Sound: Die Musik passt immer zur Situation. Mal entspannt, mal angestrengt, mal hektisch. Eine besser Untermalung für das interaktive Geschehen kann man sich eigentlich kaum wünschen. Die Soundeffekte sind halt Soundeffekte, fügen sich aber nahtlos in die Szenerien ein. Die Synchronisation ist durchaus gelungen, wenn sie auch ab und zu etwas versteift wirkt. 

Sonst so: Es gibt mehrere Enden. Was ich eigentlich bei einem Spiel dieser Machart als Standard ansehen würde; erwähnt sei es hiermit dennoch. Richtig nett gemacht ist dieses ziemlich stylisch visualisierte FBI-Tool, mit dem der Herr Agent da rummacht. Das hat schon was. Auch das man sich seine eigenen Gedanken immer mal wieder auf Knopfdruck anhören kann, ist eine wirklich nette Idee.  

Eben diese Vielfalt von kleinen Ideen, gepaart mit einer durchdachten Story, der innovativen Steuerung und der bombastischen Präsentation machen Heavy Rain (neben Mass Effect und New Super Mario) zu einem der besten Titel des vergangenen Jahrzehnts. Daher meine Wertung:

90%

Cyber-Skibrille: ‚Transcend‘

Irgendwann in den Anfangszeiten diese Weblogs habe ich mal einige Artikel über Gadgets im allgemeinen geschrieben. Dann habe ich festgestellt, dass das andere ja viel besser können und ich auch irgendwie nie die Kohle habe, um mir zumindest mal eins von den tollen, verbloggten, technischen Spielzeugen selbst zu kaufen. Und auch bei diesem 429$ teuren Brillenteil, bleibt mir wohl zunächst nur das virtuelle Bestaunen übrig. 

Warum nun also speziell dieses Gadget? Weil es eine Brille ist. Frauen mit Brillen faszinieren mich seit jeher. Sei es nun der klassische Visor oder eine interaktive Datenbrille. Ich steh' einfach drauf. Nun kommt also die Company recon instruments mit einer neumodischen Ski-Cyber-Brille daher. Da vereinen sich also gleich zwei meiner Leidenschaften in nur einem Gerät: Snowboarden und der eben erwähnte Brillenfetisch. Was will man(n) mehr? Was das Teil kann, außer beknackt aussehen? Das erklärt Euch der Herr Marketing-Chef am besten selber mal: 

So ein Teil würde ich ja einfach mal zum Spaß bei einer Abfahrt tragen wollen. 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner