politics

#stuhlbeinrevolution

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(#stuhlbeinrevolution deshalb, weil: Sowas hat ja wohl jeder)

Vorab: Die Quelle für das was ihr hier unten gleich lesen werdet, ist die folgende Internetadresse: www.bundestag.de

Unbenannt

Den Hinweis auf die App kommt übrigens aus einer dystopischen Zukunftswelt, in der es mehr Knöpfe als Menschen geben wird, die die Knöpfe drücken können. 

 …für den Bestand des Bundes oder der freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Herzlichen Glückwunsch dazu, Bürger. Sie sollten weniger Weblogs lesen und des öfteren mal was hübsches anzünden.

Heil Friedrich und einen schönen Ruhetag. 

(Danke f. den Hinweis, Felix)

Der Spiegel ist genau so doof wie das MIT

Penner

Den Spiegel kennt ihr, ne? Muss ich nicht verlinken, das Saftblatt. Das MIT auch? Dieses Massachusetts Institute of Technology, wo alle bösen Roboter herkommen und es dann wieder keiner gewesen sein will? Der Spiegel jedenfalls hat heute einen Artikel drinne, ….der ist so doof, dass ich (fast) nicht mal mehr darüber lachen kann. Der ist unterfüttert mit unglaublichen News aus dem Sillicon Valley und lautet: Maschinen verdrängen Menschen. Oh Schreck! Wartet. Das hatte ich vor 17 Jahren in Klasse 9: Automatisierung! Maschinenherrschaft! Arbeitsplätze! Wir werden alle sterben! Jesses! 

Der Tenor des Artikels ist der, dass wir (westliche / IT-Gesellschaft) viel zu viel am Rechner hocken, alles digital bewerkstelligen und deshalb – oh Wunder – dauerhaft höhere Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne zu erwarten haben. Hier ein Auszug: 

Der große Verlierer der neuen digitalen Weltordnung sei die Mittelklasse. Gehe die Entwicklung so weiter, würden zwangsweise „die Märkte schrumpfen und der Kapitalismus kollabieren

Ach was. Der Kapitalismus ist in Gefahr. Holland ist in Not. In China gibt es Reis. Klasse. – Jedenfalls warnt das MIT eindringlich davor, dass die digitale Revolution zum globalen Problem für die Arbeitsmärkte werden kann, denn sie vernichtet ja Jobs schneller, als das sie neue schafft, so die Fachmänner aus Massachusetts. Und hier nun mein boshafter, linkischer, weltverschwörerischer Gedankengang dazu: Denen geht es gar nicht um sinkende Löhne oder um Menschen ohne Arbeit. Denen geht es um Menschen ohne Arbeit, die dann den Kopf mal frei haben für andere Dingen. Denkende Menschen passen nämlich nicht ins Konzept, die sollen alle ja schön rumroboten gehen. Ich mein‘: Was soll das denn für eine Warnung sein? Geht’s noch? Als hätten die Kollegen im Jahre 4000 vor Christus nach der erfolgreichen Erfindung des Rades anschliessend gesagt: Achtung! Achtung! Liebe Menschen! Ihr werdet in Zukunft weniger Arbeit haben! Bitte stellt euch auf Müßiggang ein, denkt mal über euer Leben nach, aber lasst ja uns Erfinder und Wirtschaftsspekulanten in Ruhe! 

Weniger Arbeit. Jetzt habe ich Angst. Ist klar. Wie alt ist die Idee noch mal, dass Technologie unser Leben vereinfachen soll; es besser, bequemer und angenehmer machen soll? Ich sage es euch: Seit dem der erste Mensch die Idee eines ersten Werkzeuges hatte. Recht alt also, könnte man sagen. Ergo: Diskussionen wie die über das bedingungslose Grundeinkommen, das Zurückfahren der Produktivität, das politische Platzieren eines Weniger-ist-Mehr-Gedanken (anstelle von ewigem CDU-Wachstum), das Einführen einer 4-Tage-Woche, und andere fortschrittliche – ja eher sogar – zeitgemäße Ansätze sind notwendig. Aber klar, lieber spuckt da so ein Ami-MIT in sämtliche Leitmedien dieses Planeten und warnt uns vor unserer eigenen Bequemlichkeit. Warnt uns davor, doch gefälligst schaffen zu gehen und ja nicht den Kopf für schönere Dinge frei zu machen. Wagt euch!…so lese ich das jedenfalls beim Spiegel. Mir macht das alles keine Angst, ich wünsche mir gar eine Zukunft, in der uns die Technologie soviel dämliche Arbeit abnimmt, dass wir wieder Zeit zum Dichten und denken bekommen.

Call-Center-Mitarbeiter werden durch Telefon-Roboter ersetzt, Anwaltsgehilfen durch Computerprogramme, die Dokumente schneller und besser durchkämmen.

Na dann: Herzlichen Glückwunsch, Herr Callcenter, sie haben nun frei und möchten möglicherweise mal etwas ans Meer fahren. Und hier noch ihr pauschales, europaweit gültiges Urlaubsgeld, direkt schwarmfinanziert von uns – der Gesellschaft – die sie nun nach jahrelanger Überproduktion und Wohlstandextremismus in den wohlverdienten Urlaub schickt. 

…geht man den Umfragen nach, bin ich (sind wir?) aber doch noch fast die einzigen, die zum Beispiel gerne (!) 5€ im Monat vom Brutto abzwacken würden, damit die hübsche dunkelhaarige Studentin (Mitte 20, naturinteressiert und vegan lebend) mal mit den Öffentlichen (ich hasse die!) ins Grüne fahren kann. Das verstimmt mich zwar etwas, an eine Warnung vor weniger Arbeit habe ich aber trotzdem noch nie geglaubt; und drüber reden, wie wir mit weniger Maloche klarkommen wollen, müssten wir ja dann eh bald mal. 

  • Link zum Spiegel-Artikel: Heute mal nicht.
  • Bild: von hier

Wasser als Menschenrecht?

Die Linke hat im Bundestag gefragt, ob Wasser ein Menschenrecht ist. Hier das Ergebnis: 

Unbenannt

  • 299 Abgeordnete sehen die Wasserversorgung NICHT als grundsätzliches Menschenrecht an. – Ist klar: Die christlichen Vollpfosten trinken eh alle nur Weißbier; denen ist doch latte, wenn hier 'ne HARTZ-Mama verdurstet. Ekelhaft.
  • 75 Abgeordnete haben NULL Interesse an dem Thema. – Wahrscheinlich gab es ein Bud zu Mittag. Oder auch zwei. 
  • 124 Abgeordnete haben keine eigene Meinung dazu. – Alkohol macht gleichgültig, oder was? Pack! Schämt euch!
  • Immerhin 122 Abgeordnete finden schon, das wenn man Durst hat, man auch was zu trinken bekommen sollte. Na klasse. danke dafür! 

Überwiegend Winter, und den Rest auch keinen Sommer – das nennen die Deutschen ihr Vaterland – Napoleon Bonaparte

  • Inspiriert durch dieses FB-Posting

Von der Leyen schafft Armut ab!

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Die von der Leyen wieder, ey. IMMER wenn der blonde Hohlkopf irgendwo auftaucht heißt es: Achtung! Ohren zu! Populismus-Alarm! IMMER wenn ein Thema die breite Masse erreicht, taucht plötzlich Frau von der Leyen auf, hält ihre faschistische Kackfresse – mit zugehöriger Fönfrisur –  in die Kamera und weiß ihr Stammtischpublikum mit Parolen zu begeistern, die auch vor 70 Jahren schon prima funktioniert haben. Die BILD-Leser sind dann freudig erregt, die Linke ruft nach Umverteilung der von der Leyen'schen Intelligenz. Aber so richtig eins aufs Maul bekommt die irgendwie nie. Ist ja auch klar: Mutterkuh Merkel hält ja ihre Fettfinger über das gebürtige Brüsseler Mädchen. Außerdem ist Ursula ja liebende Mama, und somit  für den konservativen Flügel unserer derzeitigen Rechtsaußen-Regierung gleichbedeutend mit dem Status der heiligen Kuh in Indien. Nur sehen die Kühe in Indien geiler aus. – Bevor ich gleich zum Thema komme, hier noch ein einziges Zitate der blonden Frau – die ich so gern hab' wie ein Loch im Kopf:

So selbstverständlich, wie wir den Kindern die Muttersprache mitgeben, müssen wir ihnen Religion mitgeben.

Und schon dafür gehört die viergeteilt. Dieser Satz widerspricht jeglichem humanistischem Weltbild und macht mich ehrlich wütend. Und auch traurig. Was ist das für ein Land….für eine Zeit,…in der Menschen in entscheidenden Positionen einen solchen Satz in der Öffentlichkeit sagen dürfen, ohne das Ihnen dafür jegliches Amt und alle Ehren verwert werden? Dieser Satz hat in der Politik nichts verloren. Dieser Satz zeigt, auf welch' außerirdischem Niveau sich die Gehirnakrobatik der von der Leyen bewegt. Die ist keine von uns, die kommt von einem fremden (bösen) Planeten und hat schlicht und einfach den Knall nicht gehört.

In Kurz: Neben IM Friedrich ist die Alte der entleerteste und populistischste Kopp, den unsere aktuelle elitäre Politiker-Rasselbande derzeit vorzuweisen hat. In vier Worten: Ich verabscheue die Frau. – Und ihre Frisur auch! 

Genug der (Vor)Worte, kommen wir zum Kern der Sache:

Von der Leyen ist ein blödes Arschloch, hahahahaha!

Ursula hat 'ne tolle Idee wie man jetzt endlich – und endgültig –  die Armut in unserem Lande abschaffen könnte: Wir nehmen das Wort Armut und wandeln es – staatlich gefördert, mit SS Siegel drauf und höchstoffiziell versteht sich – um. Und zwar in den Begriff (festhalten, Freunde, es tut weh, aber es ist der reine Wahrheit)

anders begabter Reichtum

Noch mal, damit das auch in eure kleinen Gehirne geht: Nach der Lektüre des aktuellen Armutberichtes stellt Ursula fest:

Ey, scheisse, da steht ja überall das Wort "Armut" drinne! Das geht so ja nicht! Was sollen denn dann meine Stammtisch-Schwestern denken?

Dann: Sie grübelt, richtet sich ihr Hackfressentoupet, und denkt laut: 

Ich hab's! Wir streichen den Begriff "Armut" nicht nur aus dem Bericht, sondern auch direkt aus dem Duden! Wer das Wortverbot nicht einhält bekommt ein ACTA-Tattoo und wird zwangsdemokratisiert! 

Dann verkündet sie laut:

Dadurch schaffen wir die Armut hierzulande faktisch ab!

Kein Witz: Das letzte Zitat war ein wörtliches Zitat, und keine Spinnerei von mir! 

Anders begabter Reichtum. Ist klar.

Am 22. September ist Bundestagswahl. Es bleibt mir also noch genug Zeit euch meine Artikel zum Thema Anarchie immer und immer und immer wieder unter die Nase zu reiben… 

Stéphane Hessel: Empört euch!

Ich sage den Jungen: Wenn ihr sucht, werdet ihr finden."Ohne mich" ist das schlimmste, was man sich und der Welt antun kann. Den "Ohne Mich"-Typen ist eines der absolut konstitutiven Merkmale des Menschen abhanden gekommen: Die Fähigkeit zur Empörung und damit zum Engagement!

Na dann brauch' ich mir ja noch keine Sorgen machen ;) Ich gestehe aber: Ich habe das Buch noch nicht gelesen. Dafür höre ich es jetzt. Soll sich ja lohnen. Sagt das Establishment.

Golem.de vs. Leistungsschutzrecht

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Leistungsschutzrecht. Schon das Wort klingt nach Vollidiot. Wer nicht weiß um was es geht blättert weiter, oder informiert sich gefälligst. Ansonsten: Ich habe bisher nur einmal kurz auf Facebook was dazu gesagt; und dieser kurze Artikel bleibt der letzte zum Thema. Versprochen. – Ich las nämlich eben drüben bei golem.de das Statement von denen zu dem ganzen Quatsch. Und dafür haben die Jungs und Mädels eigentlich mehr als nur einen Link verdient. 

Liebe Medienmacher, werte Seniorenbetreuer, lest doch mal wie das Internet funktioniert. Wir haben 2013. Übrigens.

Hier ein Auszug aus dem Statement von golem.de / dem Klaß & Ihlenfeld Verlag zum Thema Leistungsschutzrecht:

Einige Anbieter von Aggregatoren haben uns bereits gefragt, ob sie auch weiterhin auf unsere Inhalte mit Snippets verlinken dürfen. Die Antwort ist ganz einfach: natürlich! Wir freuen uns über jede Verlinkung, auch mit Snippet, und jedes Zitat. Nicht erlaubt ist es – unabhängig vom Leistungsschutzrecht – allerdings, komplette Artikel ohne Rücksprache zu übernehmen. Es ist für uns wichtig, verlinkt zu werden, und es ist aus unserer Sicht ein integraler Bestandteil des Internets. Wir haben nichts dagegen, wenn Überschrift und der erste Absatz eines Artikels verwendet werden, um automatisiert auf Golem.de zu verlinken. Entsprechend bieten wir unsere RSS-Feeds zur Integration in andere Webseiten nicht nur mit Headline und Link an, sondern integrieren auch eine kurze Zusammenfassung

Danke dafür ♥ 

  • Zur kompletten Stellungnahme: golem.de

‚Anarchismus durch Parlamentarismus?‘

Unbenannt

Meih. Ich hab' nun doch 24 Stunden grübeln müssen, ob ich das hier raushauen soll. Ich sage es mal so: Verliert man die etablierte Marktwirtschaft, den Turbokapitalismus und die allgemeinen Umstände in denen wir uns alle bewegen nicht aus den Augen, kann man den Text mal lesen, ohne dabei in eine nihilistische Grundstimmung zu verfallen. Die uns ja auch nicht wirklich weiterhilft. Also: Ich hab' euch gewarnt; nehmt das als Augen / Ohrenöffner, strengt eure grauen Zellen selber an, dann geht das super. 

Hier einige Auszüge – direkt raubmordkopiert – aus einem Text der umstrittenen Anarcho-Plattform freiwilligfrei.info:

Was ein Anarchist ist, ergibt sich aus dem Begriff „Anarchie“. Er kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Nichtherrschaft“. Man will als Anarchist also nicht beherrscht werden und kann somit in letzter Konsequenz auch die illegitime Herrschaft eines Parlaments nicht befürworten, ohne sich selbst zu widersprechen.

Um eine prinzipielle Ablehnung jeglicher Ordnung geht es dabei nicht, sie muss nur auf Freiwilligkeit beruhen. So könnte man sich in einem Verein der Pudelzüchter ganz freiwillig der autoritären Ordnung der Vereinssatzung unterwerfen, sich dieser jedoch durch Kündigung auch wieder entziehen. Sich dem Parlamentarismus durch eine Kündigung zu entziehen, ist jedoch nicht möglich und die daraus resultierende Gesellschaftsordnung somit erzwungen, was unter widerspruchsfreien moralischen Aspekten nicht zu rechtfertigen ist.

Im Parlamentarismus, der bevorzugten Herrschaftsordnung weltweit, wählt das Volk durch Mehrheitsentscheid Vertreter, die Parlamentarier, die dann über das Parlament für eine bestimmte Zeit die Gesetzgebung, die Kontrolle der Regierung und ihr Budget übernehmen […] Auch der libertäre Wähler ist wie alle anderen Wähler. Auch er fordert mit seinem Kreuz Veränderungen zu seinen Gunsten, die durch Zwang gegenüber denen durchgesetzt werden, die anderer Meinung sind.

So bleibt festzustellen, dass eine durch Parlamentarismus erzeugte Freiheit nur erzwungen und somit gar keine Freiheit wäre. Ein erzwungener Libertarismus wäre genauso wenig zu rechtfertigen, wie ein erzwungener Sozialismus. Egal, ob erfolgreich oder nicht, bedauerlich ist das politische Engagement allemal, weil es nicht kostenfrei zu haben ist. Die eingesetzte Energie hätte in anderen Projekten sicherlich zielführender verwendet werden können.

Den kompletten Text findet ihr hier:  freiwilligfrei.info

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