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Eine Nachtclubkarte von Harlem


Vorab möchte ich das hier mal eben loswerden: Die Website STRANGE MAPS (ein Unterblog aus dem Hause bigthink.com) ist eine wirkliche Perle im großen weiten Cyberspace. Einmal hatte ich den Laden schon im Programm; und zwar bei diesem unglaublich reizvollen Thema: Deutschland ist weg!

Die Männickens von STRANGE MAPS hauen immer mal wieder strange Karten-Highlights raus; ich versinke all' zu oft in dem ausgekramten Kartenmaterial, welches die da posten.

Oben sieht man die Club-Landschaft Harlems gegen Ende des unsäglichen Prohibition-Zeitalters. Besonders klasse finde ich den Vermerk für die Afterhour im Radium Club:

Big breakfast dance every Sunday Morning 4 or 5. am

Mag ich. Die Karte, das Weblog und Harlem sowieso.

China Miéville empfiehlt sozialistische Literatur


China Miéville empfiehlt eigentlich keine sozialistische Literatur, sondern er empfiehlt Literatur für Sozialisten. Hö? China Miéville? Genau. Der kahlköpfige Brite hat so dolle Dinge wie Perdido Street Station oder Un Lon Dun geschrieben. Zumindest ersteres hat schon einen gewissen Steampunk-Touch und ich mochte die Ausarbeitung der Charaktere wirklich sehr. 

Wenn der Kerl nun also Literatur empfiehlt, das Blogposting Fifty Fantasy & Science Fiction Works That Socialists Should Read heißt, dann kann ich eigentlich nur noch sagen: Schaut doch mal drüber.

Max Ernst ist auch dabei.

Marco will mein T-Shirt!


Der Minds Delight-Marco jammert rum, weil keiner bei seinem T-Shirt-Gutschein-Gewinnspiel mitmachen möchte. Und da ich wirklich keine Männer weinen sehen kann, bringe ich ein Opfer dar und stelle ein Foto von mir und meinem liebsten T-Shirt ins Internetz. Als wär das nicht sowieso schon online gewesen

Oben seht ihr also mein aktuell-abgeranztes Lieblings-Shirt. Okay, eigentlich isses ja dieses hier, aber von dem hier oben hatte ich schon ein Bild zur Hand. Man muss sich ja nicht völlig verausgaben, nur damit sich andere besser fühlen. Außerdem ändert sich mein Geschmack ungefähr alle drei Minuten. Aber was soll's, machen wir halt wieder bei jeder Scheisse mit; so geht das.

Zum Shirt: Man sieht darauf den einzig wahren Jesus, nämlich den berühmten Bowler-Jesus aus The Big Lebowski. Hier, wer ihn wirklich nicht kennt. (Und wer den wirklich nicht kennt: Schüssi!) Des weiteren gehören die Macher des Films, die Coen-Brüder, eindeutig zu den größten Genies unseres Zeitalters und ich habe fast alle Filme mehrfach gesehen.

Sonst noch was? Ach ja: Steht mir übrigens gut, das Teil.

Gesponsort wird das Gewinnspiel übrigens von urban-stylistics.com.

Und eigentlich will ich ja gar nichts gewinnen. Ich mag nur das Webdesign des Shops und kann das rumgejammere wirklich nicht mehr ertragen.

(Soviel sei angemerkt: (Ich will wirklich nix gewinnen!) : Ein 50 € Gutschein wäre die bessere Idee gewesen. Der Zahl wegen. Psychologische Marketing-Kriegsführung. Ihr wisst schon. Jobsyndrom. Und so.)

Lügner sterben früher!

Der Turbodesigner Richard Seymour (Spaceships, Helikopter, Damenunterwäsche) spricht über Transparenz, die Umwälzung der Medien- und Kommunikationswelt und meint: Wer heute lügt, wird morgen sterben. Ich mag dieses prägnante, kurze Statement sehr; denn auch ich halte viel von diesen drei elementaren Dingen: Kommunikation, Transparenz und ein Mindestmaß an Aufrichtigkeit.

(Und nein: Auch ich lebe diese drei Dinge nicht immer und vollständig. Aber: Ich probier's wenigstens!)

Nun ja.


Blumenkübel. Linkschleudereien. Google Ads aka Designkiller. Flattrcharts. 

Manchmal wünsche ich mir eine Welt, in der (lustigen?) Webmemes, Spiegellinks, Designkillern und Penismesslatten genau die Energie abgezogen wird, die irgendwo am anderen Ende fehlt.

Manchmal liebe und hasse ich das Internet zu gleichen Teilen.

Blumenkübel.

Nun ja.

Trickfilm: Balance

(Video läuft nicht in allen Feedreadern!)

Heute gibt's mal was nostalgisches. Und zwar einen tollen Trickfilm Namens Balance. Hier ein Auszug aus der Beschreibung bei sevenload:

Balance ist ein deutscher Trickfilm von Christoph und Wolfgang Lauenstein aus dem Jahr 1989. Er gewann im selben Jahr den Academy Award (Oscar) als Bester animierter Kurzfilm.

Ich find' der Look ist klasse und die Story Message passt auch. Die Vertonung des Movies klingt so wundervoll, öhm…, handgemacht.

Knaaaaaaaaarz! Quuuiiietsch!

Einfach toll.

Sechs Gründe, warum wir niemals in einen Computer hochgeladen werden!


Dieser eine Text von John Pavlus ist mir nun schon das eine oder andere mal über den Screen gehuscht. Es geht um dieses Thema hier. Gerade finde ich die Zeit, den Artikel mal näher zu betrachten. Und stelle fest: Das ist ja totaler Quatsch, was der da schreibt! Er listet sechs Gründe auf, warum wir uns niemals in einen Computer hochladen werden.

Grund 1, warum das nicht gehen soll: Fail Wahle. Ein Fehler kann sich immer einschleichen; und dann steht dein Geist zur Debatte!

  • Ich sage: Alles oder nix! Das ist kein Argument!

Grund 2, warum das nicht gehen soll: Der Datenspeicher (mit allen Informationen von allen Menschen die jemals gelebt haben) würde keine fünf Jahre halten.

  • Ich sage: Diese Szenarien sind wir ja schon lange durch. Irgendwann treibt uns (bzw. den Datenspeicher) ein Matroschka-Gehirn an, welches sich eh schon durch alle Universen des bekannten Raumes gefressen hat. Energieprobleme gibt's dann nicht mehr. Und die eventuellen Kollisionen vermeiden wir geschickt. Mit soviel Brainpower… kein Problem!

Grund 3, warum das nicht gehen soll: Es gäbe zu wenig Energie dafür.

  • Ich sage: Das was ich zu Grund zwei gesagt habe

Grund 4, warum das nicht gehen soll: Es gäbe zu wenig Prozessor-Power (?)

  • Ich sage: Wenn wir erstmal alle Rohstoffe in Intelligenz verwandelt haben, mache ich mir auch darum keine Sorgen mehr.

Grund 5, warum das nicht gehen soll: Ein echter menschlicher Geist braucht einen Körper

  • Ich sage: Stimmt. Ein menschlicher Geist nach heutigen Maßstäben. Aber wir reden doch hier von der Zukunft. Oder nicht?  Quatsch da.

Grund 6, warum das nicht gehen soll: Wer wird überhaupt hochgeladen?

  • Ich sage: Das lasse ich gelten. Besonders weil John seinen Artikel mit diesen Worten hier schließt:

you can bet your digitized ass that there'll be fighting over who goes first (or doesn't, or shouldn't), how long it takes, what it costs, who pays, how long they get to stay there… you know, all the standard crap that humans have been busting each other's chops about ever since we could stand upright

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Und entgegenzusetzen schon gar nicht.

Mal im Ernst: Meine Pro-Argumentation ist an den Haaren herbeigezogen, unsachlich und eigentlich totaler Humbug. Allerdings finde ich solche Diskussionen wie diese hier schon recht aufschlussreich. Teilweise teile ich auch den Techno-Optimismus, den man ab und an zu lesen bekommt. Teilweise. Nicht immer. Manchmal frage ich mich dann doch, wer von denen allen eigentlich schon mal wirklich in der Zukunft war, und wer nur so ein bisschen herumphilosophiert.

Soll bedeuten: Das muss aber gehen! ;)

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