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Schweden hat eine Telefonnummer!

Schweden hat eine Telefonnummer. Und die Svenska Turistföreningen (Sswedish Tourist Association) hat offensichtlich fähige Köpfe im Marketing sitzen. Ich liebe die Idee; die ist neu, nett und dazu technisch perfekt umgesetzt. – Was die Idee ist?

Call +46 771 793 336 and get connected to a random Swede, anywhere in Sweden and talk about anything you want.

Ob nun für Touris oder Einwanderer: Coole Nummer! Hier das Video dazu:

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Social Web-Fail: DRLIMA und Rügenwalder

Vorweg: Dieser Rant passt eigentlich schon wieder besser in mein angedachtes Business-Blog auf chrisheil.de. Ich komm‘ nur zu nix, und solange da nix vorzeigbares steht, tippe ich mein hasserfülltes Fachwissen halt hier rein. Kommt Zeit, kommt Blog.

Vorweg #2: Der besagte Blogger kommt hier nicht gut weg. Das tut mir beim zweiten drüberlesen nun etwas leid. Nimm’s sportlich, Kollege, mein Ranting geht eher gen Rügenwald.

Nun aber:

Ich übe meinen Beruf nun viele Jahre aus. Und immer wenn ich Mist gebaut habe, habe ich anschließend am allermeisten gelernt. Meine Workshops und Lehrtätigkeiten haben viele FAIL-Elemente, ich rede gerne von Worst-Case-Szenarios, – weil Best-Case können ’se ja eh schon alle. Natürlich beleuchtet man auch gute Ideen und Prozesse die Sinn ergeben. Zur Auflockerung – aber auch für ein echtes Learning – tun es ab und zu aber falsch gedachte Dinge die man eindeutig besser denken / machen kann auch ganz hervorragend.

Heute im Programm: Das Blog DRLIMA, und die Marke Rügenwalder Mühle.

Das Geschilderte bröselt einige (Marketing?-)Prozesse auf, wirft einen Blick auf Aspekte der modernen (aber nicht zeitgemäßen!) Kommunikationstechniken; darf aber auch als Synonym für asoziale Kommunikation und Missbrauch von Medienkultur verstanden werden. Die Headline dieses Artikels könnte also auch so lauten:

Wie irgendein Blöd-Blogger sich von irgendeinem Blöd-Werber von irgendeiner Blöd-Marke verkapitalisieren lässt und damit nicht nur das Image des Blog – sondern auch das der Marke beschädigt.

Nur wäre die Headline dann zu lang. Und polemisch noch dazu. Auch würde sie nur die halbe Wahrheit transportieren: Als Blogger liegt es nahe, den Blogger zu kritisieren, der mir meine arbeistalltägliche Routine mit Mail-Spam vergeigt und dem ich dafür am liebsten… Nun ja. Viel mehr Wahrheit – oder Weisheit – liegt aber in diesem Falle darin, jetzt mal die Marke – oder die Agentur (?) hinter der Marke – anzupissen. – Das mache ich nun mal kurz, dann gehen wir in die Analyse und haben Spaß mit 1.000 Fails in der Markenkommuniktion einer Wurstmarke.

Ey! Rügenwalder! Habt ihr da bei euch im Marketing einen von diesen ominösen Master of Professional Media Creation-Menschen ’nen Knopf drücken lassen? (Die sind maximal 30 Jahre alt, die ersten ihrer Art, und können oft nix dafür – außer sie waren meine Studenten!) Ist euch echt alles Wurst? Was’n los da? Jesses! Wär‘ ich eure Oberwurst, ich würde ja… etc etc.

Die Elemente der Worst-Case-Wurst-Analyse

  • Die Wurst / Eine Wurstmarke (glaube ich)
  • DRLIMA: Ein (altbekannter) Blogger
  • Storify: Ein Social Web-Tool
  • Mein Outlook

Die einzelnen Elemente werden nun erklärt, dann wird der Prozess eröffnet.

Die WurstRügenwalder! Das lese ich plötzlich in meinem Posteingang. Ich denke an eine eher fiese Stimme im Radio… und an …Gesichtswurst! Verwirrung setzt ein. – Wie kommt die Wurst denn jetzt in mein Outlook?

DRLIMA: Neben der steht Wurst steht der Name Dr.Lima. Da geht mir ein Licht auf! Das mir bekannte Blog DRLIMA ist gemeint! Plötzlich geht das Licht wieder aus….das ist doch der Willy, denke ich! Die Verwirrung ist zurück.

Storify: Neben der Wurst, und dem Willy (kennt‘ wer den Wurst-Willy am Ring? Supergeile Kringelburger!) steht dann noch: Storify! Ich denke: Ahhh…ja, da hatte ich mich neulich mal angemeldet. Weil… Weil… Wurst!

Mein Outlook: Meine armes Outlook, welches eben diese Mail empfangen musste, lenkt meinen Blick ganz klar auf einen Link: Der einzige, der mir klickbar erscheint, ist der, der auf das Impressum von Wurstwilly Rügenwalder verweist.

Klingt komisch, ist aber so:

Unbenannt

Das wären die FAIL-Elemente. Und nun brösele ich euch meine analytischen Gedanken zu dem Prozess mal auf. Bitte bedenken: Nicht jeder Endverbraucher hat eine fachliche Sichtweise auf solche, öhm, Vorkommnisse, viele bekommen sowas und sind dann einfach nur total genervt. Bei mir hielt es sich die Wage: Genervt sein vs. fachliches Interesse an Fails meiner Branche. Dennoch versuche ich einige Endkonsument-Gedanken mit aufzunehmen. Los geht’s:

  1. Noch ’ne Mail! Uff. Ok…. WHAT? Teewurst, RadioFail, Willy, …und die Mühle hat ja Würste als Propeller, ey, das ist ja witzig, was für’n Scheiss, na klickste mal! 
  2. Ich klicke auf den plausiblen erscheinenden Link und lande hier:

imp

3. Öhm. What? Wieder zurück, noch mal die Mail ansehen. Ok, da steht „der offizielle Twitter-Kanal der Rügenwalder Mühle“. Damit ist wohl nicht der Link gemeint? Oh, da steht ja auch noch „Impressum“!? Mmm. Aha. Blöd.

4. (Und an dieser Stelle wäre jeder Endverbraucher raus – und kauft ab morgen nur noch… DuDarfst?) Ich „studiere“ die Mail in Ruhe (poah ey!). Ich sehe: Die hellblaube Typo weiter oben- da wo Tiefkühlprodukte steht – könnte auch ein Link sein! Tschakka, ich kann Mails lesen!

5. Bevor ich draufklicke denke ich: TK-Schrott…nun ja, …merkwürdige Gesichtswurst aus Rügenwald, – der Gammelfleisch-Skandal kommt mir in den Sinn – und dann noch: Der hippe Willy, der auf Insta immer coole Bilder postet… wie geht DAS denn jetzt zusammen!? O_o

6. Ich ahnte böses, ….klickte….und es kam schlimmer:

uhah

(Ohne Scheiss: Die Pixelbilder sind da so zu sehen. Die URL gibt es hier: storify.com/Ruegenwalder/tiefkuhlprodukte)

7. Ich kapier‘ NULL was ich auf dieser Seite tun soll, ob da ’ne geheime Markenbotschaft drin steckt, ob Willy irgendwie ’ne eklige Diät macht, oder sein Blog gehackt (hackhack, haha) wurde, oder oder oder. Ich. Raffe. Es. Nicht.

8. Was ich raffe sind aber Willys (?) erste Zeilen da etwas unterhalb:

Wir alle stehen in unserem Leben manchmal vor einer Situation, bei der eine für uns wegweisende Entscheidung gefällt werden muss. Im Gegensatz zu früher ist es heutzutage zum Beispiel absolut konform, verstärkt auf seine Ernährung zu achten. Manche verzichten bewusst auf den Konsum bestimmter Lebensmittel, manche nicht.

Jo. Klingt für mich nach einer dieser Einleitungen, die letztlich dazu führen, sich selbst das Fleischfressen schön zu reden. Kann man machen; ich auch, ich ess‘ Fleisch sehr gerne. Was das mit Rügenwalder zu tun hat, kapier‘ ich (bis zu diesem Punkt) dennoch nicht. Irgendwas mit Ernährung, schätze ich.

9. Meine Gedanken in Stichworten bis zu diesem Punkt: Nerv-Mail ohne Sinn! TK-Schrott! Gesichtswurst! Willy, der irgendwas anstrengendes erklären möchte! – Meine Begeisterung für die Marke mit der Wurst ist dem Siedepunkt nahe….

10. Ich versuche mich krampfhaft an meine Anmeldung bei Storify (Mist, was zur Hölle war das denn noch!?) zu erinnern. Womöglich liegt das ganze Drama nur an mir? Hatte ich mich in dunkleren Tagen bei einem Willy-Wurst-Social-Newsletter angemeldet? Bekomme ich diese Mail weil ich es nicht anders verdient habe!? …und weil ich meine Social Web-Aktivitäten doch nicht so im Griff habe, wie ich es mir oft illuminiere? Ich bekomme es mit der Angst! O__o.

Dann denke ich: Mir doch scheissegal was Storify ist. Der Check, was genau der Multiplikator auf seinen Social-Channels ausspuckt, liegt klar bei den Verantwortlichen der Kampagne. Es nervt. Und die sind schuld. Tsö.

10. Angst bekämpft man mit Wissen; das hört man ja ständig. Ich beginne mit der Dokumentation und mache mir Notizen. Da sind wir nun.

11. Lasst uns zusammen mal schauen, was passiert, wenn man von dieser ominösen Seite aus weiter rumspionieren möchte. Mir dünkt: Die Nutzen das Wort „Seeding“ (Übrigens wieder ein FAIL: Ein solch technischer Begriff darf neverever im B2C-Bereich genutzt werden, kapiert doch keiner), also machen die sicher irgendwas budgetiertes im Web mit Multiplikatoren (also Bloggern und weißichnichtwas) und trendy und # und so. Willy ist ja dabei, muss ja ;).  Wir klicken als mal auf: „by Rügenwalder“… so kommt man ja meist zur Profil-Ebene. Here we go:

ohjePG

12. Eigentlich möchte ich hier aufhören. Ich habe körperliche Schmerzen. („1“ Follower steht da. – Wer ist gemeint? – Und lebt der wohl noch?)

13. Was….was…WAS SOLL DAS SEIN? Hat der Wurst-Praktikant im Duden das Wort „Mediawall“ gefunden und…. Herrje. Ich weiß es nicht. Immer noch nicht.

14. Ich denke: Früher war alles besser! Sollte ich den Telefonhörer nehmen, die Auskunft bitten mich nach Rügenwald (?) zu verbinden und dann einfach nur stundenlang ins Telefon weinen? Es erscheint plausibel. Ob es hilft?

15. Ich klicke frustiert rum. Ich habe eigentlich keine Lust mehr. Aber jetzt sind wir ja einmal dran.

16. Ich lese dann doch mal beim Willy um was es geht: Um vegane Wurst. Oder Burger. Oder sowas. Sensationell. Seit 2012. – Ich hole mir einen Kaffee.

17. Als ich den einzigen Kommentar bei Willy zu dem Artikel lese (von wegen böse Fleischindustrie und so), …und der von Will mit „OK“ beantwortet wird, muss ich laut lachen. Ich empfinde diesen kurzen Dialog (?) als sehr sinnbildlich.

18. Jetzt möchte ich wirklich in Rügenwald anrufen und fragen, wer denen die Kampagnen verkauft hat. Solche Anfragen (der Hate-Kommentar ist gemeint)  an die Blogger (die sich offensichtlich für viel Geld völlig irrelevanten Content ins Blog schreiben lassen – schlimm genug!) beantwortet die Marke, nicht der Blogger / der Autor. Das klärt man vorher. Mir liegt das Wort Idioten auf der Zunge. Ich schmiere mir ein Wurstbrot (DuDarfst).

19. Ich komme zum Ende.

Würde man mir jetzt sagen: Junge, alles wahr was du da sagst! Das ist Mist, es nervt, verbrennt unsere Wurst Marke, und macht genau keinen Sinn… hier sind ’n paar Euros und mach‘ das mal richtig: Ich würde jetzt nachgooglen oder rumfragen, wer das zu verantworten hat. Wenn es  ’ne Agentur ist: Selbst schuld. Wenn es inhouse passiert: Köpfe ab waschen. Und dann noch mal von vorne. Ganz in Ruhe. Mit ’ner Idee.

Denn die fehlt völlig: Weder auf der Rügenwalder-Home, noch auf deren Blog, noch bei Facebook kann ich auf den ersten Blick (und nur der zählt in der digitalen Kommunikation) irgendwas zu irgendeiner Blogger/Veggie-Burger-Kampagne nachlesen. Nix. Nada. Nirgendwo.

…dann aber ne kryptische (nicht-moderierte?) Story(?)Wall aufbauen; mit den ganz dicken Würsten Hosen und Tweets und #’s und alles sowas? Ist klar. – Nicht.

Was will ich nun mit dieser Chronik sagen?

Das ich zwar weiter Wurst esse, aber nie wieder eine von dieser Marke. Weil ich nun für immer an diese Mist-Mail und an Pixelbrei-Burger denken muss. Und auch, dass ich glaube, dass es ALLEN Konsumenten so – oder so ähnlich – gehen wird, sollten sie eine solche Mail bekommen (kein Plan wer von den fast 150.000 (!) DRLIMA-Fans bei Facebook auch bei Storify ist). Letztlich möchte ich aufzeigen, dass ungeplante und unprofessionelle Kommunikation immer die Marke schädigt, dass man als Entscheider nicht dauernd auf Buzzwords von Werbeheinis anspringen sollte, dass man spezielle Zielgruppen mit TOP-Bloggern zwar abdeckt, aber nicht erreicht, dass man zwar ’ne geile gutmenschliche Ideen haben mag (Vegane-Burger, yeay!), diese aber durch den Einsatz von nicht-zielführenden (a-sozialen) Mechaniken völlig vor die Wand fahren kann. – Wie hier geschehen.

Nimmt man dieses Wuorst-Case-Szenario – ob nun als Brand Manager bei dem Wurst-Laden, als Nachwuchs-Markteer, oder als Pro-Blogger – mal als Augenöffner, könnte man erkennen: Die Menschen kreieren die Botschaft – UND die Technik! Mit etwas mehr Hirn bei der Sache sparen wir alle wichtige Ressourcen. Die Geistigen – wie die Natürlichen.

Wisst ihr wie viele Veggie-Wurst-Burger ich essen müsste, um die Energie die in diesen Zeilen steckt (und ich rede gar nicht erst von den Serverkosten für ALL DAS!) wieder reinzuholen? – Ich auch nicht. Aber DAS wäre doch ein ganz cooler Kampagnenansatz:

Coole Nike-Blogger essen unsere Veggie-Burger und treiben dann krassen Tattoo-Sport auf Instagram.

Todsicheres Dingen. Läuft. Skizzier‘ ich in 20 Minuten.

Mit Gehirn und ohne Gesichtswurst-Witze.

Conchita-Wurst-host-eurovision

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Hiérophante – Clichés (Social Web Kritik!?)

Schönes Dingen! Ich mag schon die Subline / Description:

I took advantage of our tendency to be unoriginal on social media to make this animation

;) ….das Video hab‘ ich beim Gilly entdeckt. Der fragt dazu: Kann man so sehen, aber müsste man sich dann nicht fragen, ob nicht generell jedes Foto dieser Tage unoriginell ist? Ich sage: Das könnte man fragen und die Antwort wäre: Ja. Leider.Zumindest auf Insta, zu 90% (ihr geht mir mit eurem generisch-einfallslosen Insta-Nike-Sonnenuntergang-Driss-Bilder so auf den Marketing-Sack, das glaubt mir keiner!) Gutes Video, trifft’s für mich prima.

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Chris Heil bei Gründerfieber

Der liebe Patryk vom Gründerfieber-Podcast hat mich als Interview-Partner auserkoren. Und ich habe gerne mitgemacht. Hier ein kurzer Teaser-Text, dann der Link zum ganzen Interview.

Chris ist Gründer von Chris Heil Web Services. Er ist seit mehr als 7 Jahren selbständig und hat an diversen Projekten im Gebiet Marketing, Kommunikation, Webdesign gearbeitet. Er bloggt auf seinem privaten Blog – Doktorsblog.de. Außerdem ist Chris Dozent am SAE Köln zu den Themen API, RSS, Geotagging, Blogging.

Klingt geil. Passt. Und wie Patryk meinen Namen ausspricht, finde ich echt schnieke.  (Am coolsten – abgesehen von  meinem fachlichen Geschwätz – sind eh die Buchempfehlungen;)

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Das Social Web ist ein Haus

(Beruflicher Content. Stammleser gehen weiter. Oder lernen endlich mal einen ordentlichen Beruf ;)

In meinen Workshops und Lehrgängen hab‘ ich immer was von Säulensystemen erzählt. Sowas wie:

Ja, das Social Web ist toll. Wenn Sie mitmachen wollen, stellen Sie sich doch erstmal ein Haus vor, mit Fundament, Säulen die das Dach tragen, und Fenstern zum Rausgucken. 

Das Fenster-Gleichnis habe ich mittlerweile gekickt; die Leute sind mit dem Hausbau schon so sehr beschäftigt; wenn ich das noch am Ende raushaue, kapieren die oft nichts mehr (natürlich kapieren die alles; aber weniger ist oft mehr; und so). Nun sitze ich derzeit an einer SocialWeb-Basics-Präsentation. Und für diese habe ich ein Haus gebastelt. Ich habe die Idee, dass sich – wenn man dieses Haus an die Wand wirft / in eine Präse packt – ein Grundverständnis für die Mechaniken des Social Web / respektive des Social Media Marketings recht schnell einstellt. Ich klebe das Haus jetzt noch mal hier drunter, dazu tippe ich meine architektonischen Ansätze, die erklären sollen,  was man machen kann (muss!), um eine Marke / ein Produkt / ein Item im Social Web zu platzieren. Here we go:

hausVon unten nach oben, den  nur so lässt sich ein Haus aufbauen…

Das Fundament:

An dieser Stelle darf kein Baustein fehlen oder falsch liegen! Das Team muss passen, sonst hält das ganze Konstrukt nicht zusammen. Aus dem Team generiert man Know-How aka Content für’s Web (Beispielhaft: Ein fachlicher Blogartikel). Vorausgesetzt die Ressourcen geben das her (wenn nicht, hat man wohl ein Problem). Mit Deal meine ich: Alle machen Social Web! Alle – oder Niemand! In jedem Gewerk gibt es Cracks, die ihre Geschichte erzählen (oder: twittern) können. Und sei es nur ein selbstgebauter Photoshop-Pinsel; oder ein kreatives Mittagsmahl. Im besten Falle bloggt der Chef auch selbst mal was.

Die Bewohner:

  • Content & Storys: Die Chefs im Hause! Die beiden schauen nicht auf den zu bedienenden Channel, sondern auf das, was real und anfassbar ist. Könige sind die nicht. Aber fast. Die ham‘ Storys drauf…
  • Distribution & Streuung: Die Hauswirtschaftler! Die beiden wissen wie die Inhalte zu den Dialog/Kunden-Gruppen gelangen. Passt das Thumbnail auch auf Twitter oder brauchen wir doch noch ein anderes? Und was kostet das dann? Haben wir wirklich organische Reichweite geschaffen, oder sind das schon wieder nur Bots? – Ohne die beiden braucht man über eine weitere Etage gar nicht erst nachdenken.
  • Community & Fans: Die Kinder! …müssen stets beaufsichtigt werden & auf alle ihre Fragen muss eine Antwort gefunden werden. Diese Bewohner-Säule lebt von der stetigen Weiterentwicklung. „Heranziehen“ ist ein hartes Wort, trifft es aber gut. Stellen Sie sich vor: Das Kind rennt über den Dorfplatz und weint vor Glück! …weil es so tolle Eltern hat ;) (Stichwort: Wie aus Multiplikatoren echte Markenbotschafter werden)
  • Ziele & Zahlen: Der Haussegen! Hängt der schief, leiden alle anderen, und das Dach ist nicht  mehr ganz dicht. Das ganze Bauprojekt erhält seine Stabilität durch belegbare, messbare und beeinflussbare Ziele. Man darf auch ruhig mal krumm bauen, solange es am Ende aufwärts geht, ist alles gut. Diese Bewohner dienen auch der Planbarkeit was künftige Projekte betrifft (Stichwort: Analyse. Warum ist denn eigentlich genau an dem Tag die Zahl so extrem hoch?)

Das Dach

Der Überbau für alle Social Web-Aktivitäten.  Im Dach wohnt die Marke (oder: das Produkt) selbst; auch hat sie dort ihre Werte eingelagert, die sie aufgrund der (hoffentlich) stabilen Säulen jederzeit und flexibel durch den Schornstein in die Welt hinaus pusten kann.

Abschließend:

Sichern Sie zunächst das Fundament ab!  Legen Sie dann los, lassen sie die Bewohner einziehen. Zum Start kann es auch mal ein wenig schief stehen; das Gebälk wird krachen; so oder so. Das macht nichts. Ein Hausbau braucht Zeit, Nerven und Geduld. Ausbauen und aufhübschen können Sie ja immer noch; wichtiger ist es, den ersten Spatenstich zu wagen.


 

Das mal aus meiner Berufswelt. Hört man drauf – also auf mich ;) – braucht man keine Fans einkaufen, nicht mit Pop-Ups hantieren, noch Angst haben, sich in umständlichen Storytelling-Ansätzen zu verheddern. Solange man mutig, fair und flexibel bleibt, ist SocialWeb-Marketing kein Hexenwerk.

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Airberlin. Die coole Sau. Not.

Airberlin-CEO Stefan Pichler bezeichnet seine seit 1978 bestehende Marke übrigens als "emotional, progressiv und edgy"

Das hat der echt gesagt. Sagt die W&V. Und dann der Clip.

Ich fliege am liebsten mit narkotisierten und heroinisierten Flugzeugkapitänen zu meinen Freunden nach Berlin und stopfe mir dann unfair-gehandelte Kinderschokolade in die hippe Fresse.

Crazy Shit. – Herrje, die ganze Werbebranche ist verrückt geworden. Und wehe ihr Klappspaten klebt euch das neben eure todesdämlichen Edeka-Werbespots in die Blogs.

Ich fress' euch auf, ey, Freunde, echt mal. 

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MAD Magazine „Advertisements“

Die beste Printwerbung gab es im amerikanischen MAD-Magazin. Von 1950 bis 1970. Es gab nämlich keine. Im Flickr-Album steht das hier: 

When William M. Gaines was the publisher and owner of MAD Magazine, he refused to accept any form of advertising. This allowed him to spoof anyone and anything he desired. Some of the magazine's best satire was in the form of a fake ad placed on the back cover, and occasionally inside the front cover. This collection showcases many of the best satirical ads from the mid 1950's thru the early 1970's.

Hier, noch so ein Glanzstück der Werbe-Parodie: 

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