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Kurz erklärt: Technologische Singularität

Uh! Oh! Mein letzter Transhuman-Artikel ist ja schon mehr als ein paar Wochen her. Ich weiß auch woran das liegt. Es hat Haare und ist voll hübsch. Jedenfalls ist das hier oben das kürzeste Info-Video zum Thema Technologische Singularität überhaupt. Trotzdem: Der Info-Gehalt ist suppa, und wer nicht weiß wovon ich hier andauernd spreche, der guckt das jetzt gefälligst endlich mal an ;) 

Neues aus dem Internet der Dinge!

Damals™ war es die Sensation: Bewegungsmelder. Da geht einfach so das Licht an! Oder die Überwachungskamera. Ich weiß noch sehr genau, als der Opa der Oma so ein neumodisches Dingens über die Tür gehängt an. Oma war das unheimlich, und vill zu jrell is dat uch (viel zu grell war das Ding auch). Das muss so ca. 20 Jahre her sein, schätze ich.

Heute: Man bekommt so einen Bewegungsmelder für 20€ im Baumarkt. Was aber viel spannender ist: Wer etwas mehr auf den Tisch legt (um die 120€), bekommt einen Bewegungsmelder, einen Beschleunigungssensor, einen Distanzmesser, einen Kamerasensor, einen Elektromotor, jede Menge technische Anschlüße und das ganze Fachwissen eine globalen Hacker-Community. Ach ja, dass alles natrürlich mit Webanbindung und der übliche Social Media-Schnickschnack kommt auch noch oben drauf. Wie das aussehen soll, was das sein mag und wozu das gut sein soll? Schaut am besten mal oben das Video.

Die etwas utopische-kreative Idee der Produzenten klingt jedenfalls so:

Want to bridge the things in your life with the web? Maybe you want to get an alert when your friends are playing on Xbox Live, or send an SMS to your phone when someone is at your front door. Even if you're an electronics expert, or a programming prodigy, these are complex, finicky projects. Ninja Blocks puts aside the complexity of electronics, networking, and coding and allows you to focus on creating (via Kickstarter-Page

Mag ich. Das bietet Potential jede Menge kreativer Dinge mit dem Teil anzustellen. Die Gedanken sind frei, und so. Mehr zu dem oben erwähnten Projekt (Ninja Blocks) sowie weitere spannende Dinge und News aus dem Internet der Dinge findet ihr in einem nett zusammengeschriebenen Bericht auf golem.de. 

Hausausdrucker!

Spätestens seit Pirate Bay ihre Filesharing-Sektion für 3D-Objekte gestartet hat (mehr Info dazu hier) sollte jedem klar sein, dass dieser Wissenschaftszweig einer von denen sein wird, die in den nächsten zehn Jahren unser aller Leben komplett neu durchwürfeln werden. Nette Vorstellung: Die Klappe deiner Fernbedienung Nummer 18 ist schon wieder weg oder kaputt oder von der Katze verspeist worden. Also suchst du dir auf Pirate Bay (oder sonstwo) die passende 3D-Druckvorlage raus, wirfst deinen Maker an (wenn er nicht gerade auf Trip ist) und druckst dir einfach eine neue. Soweit so spannend. Next: Druck dir doch gleich ein komplettes Haus aus. 

One construction technology that has great potential for low-cost, customized buildings is “contour crafting — a form of 3D printing that uses robotic arms and nozzles to squeeze out layers of concrete or other materials, moving back and forth over a set path to fabricate a large component. Structures would be quicker to make, reducing energy and emissions. 

Material rein, Haus-Vorlage rein, ab dafür. Und öko-technisch soll das alles auch voll im grünen Bereich liegen. Spannend.

UPDATE: Schaut doch auch mal beim Olaf vorbei, der hat nämlich zu dem Thema einige weiterführende und spannende Gedanken zu runtergetippt…  

Anthropomimetic Robot


Das Ungetüm hier oben ist der erste Anthropomimetic Robot der Welt. Was nichts anderes bedeutet, als das die Götter die ihn schufen, davon ausgehen, dass echte künstliche Intelligenz nur dann entstehen kann, wenn mehr dranhängt, als ein Rechner. Also ein Körper. Stichwort: Embodiment. Wirklich creepy wird es aber erst dann, wenn man sich mal das Video zu dem Kameraden ansieht: Hier Hier. Der verwechselt Erschlagen mit Händeschütteln. Ganz groß. 

Ehrlich gesagt verstehe ich das Forschungsfeld nicht so wirklich: Die Wissenschaftler bauen eine vorprogrammierte Maschine, setzten einen Rechner-Kopf drauf, und versprechen sich dann neue Erkenntnisse in Sachen Robotik und K.I? Das ist doch wie, als würde ich ein Spiel mit Scripten programmieren, dann durch die von mir geschaffene Spielumgebung latschen, ein Script auslösen, und mich dann total erschrecken. Das geht gar nicht. 

Sieht trotzdem scheisse aus, der Kerl.

Tumblr-Tipp: Singularitarian

Wusstet ihr, dass in den USA derzeit Pre-Crime-Studien laufen (ja, ziemlich genau so wie in Dick's Minority Report soll das dann werden)? Das Facebook als weltgrößte Blutbank taugen könnte? Das UV-Wasser die neue Kernseife sein könnte? Das es bald Anti-Rassismus-Pillen geben wird? Oder das Apple neuerdings KFZ-Ingenieure beschäftigt? All' das – und viel mehr -, erfahrt ihr, wenn ihr gleich dem Tumblr-Linktipp des Tages folgt.

Vorab noch eben: Die Singularität ist auch hier im Weblog ein Kernthema (link). Ob dieser Überschneidungen empfehle ich euch einen Besuch des Blogs. Außerdem ist das endlich mal wieder ein (Tumblr-) Blog, der eben nicht nur schicke Bilder reinklebt und keine Quellen nennt, sondern eins mit, …öhm, …Anspruch. Der Autor schreibt nicht selten mehr als ein paar Zweizeiler, nennt stets seine Quellen und macht auch sonst einen recht kompetenten Eindruck.  Solche braucht der Planet, wenn wir nicht irgendwann alle die Matrix in echt sehen wollen. 

Also: Keine Angst vor der Zukunft, die kommt eh meist früher als gedacht.

PS: Wer sich für die Zukunft wappnen will, der kann ja mal beim Core Design Studio vorbeigucken…

Achtung: Klon-Mammut!


Jetzt isses amtlich. Wir bekommen wieder Mammuts. Und zwar keine virtuellen – so wie den kleinen Kerl hier oben aus dem Spiel aller Spiele – sondern echte, große, die mit Rüssel und Stinkefüßen und so. 

Russian academics signed a deal with a controversial Korean scientist to clone the animal. Hwang Woo-Suk – who created the world’s first cloned dog, Snuppy, in 2005 – will implant the nucleus from a mammoth cell into an elephant egg to create a mammoth embryo.

In Kurz: Ein Mega-Koreaner – der auch schon einen Snoopy-Hund klonte -, baut den Zellkern einer Mammut-Zelle (eBay, schätze ich) in ein Elefantenei ein. Und daraus schlüpft dann neun Monate später ein kleines, wuscheliges, aber ziemlich stinkiges Mammut-Baby (Klugescheisst ihr ruhig, dass ich wieder zu frei übersetzt habe. Macht mir gar nix). Das ist ebenso verrückt wie spannend. Ich stell mir vor, wie die Viecher dann hier durch den Stadtwald stolzieren und sich an Bäumen und Passanten reiben. Ein tolles Bild. 

An die ethisch-unkorrekten unter euch: Klar, ist das mal wieder made by man. Aber, tscha, was soll's, ich hab' da weder ethische noch moralische noch ökologische Bedenken. Wir haben die Tools, wir bauen was neues, was alt ist, aber in neu viel Freude bereiten kann. So funktioniert halt Evolution. Schon immer. Ergo: Klappe halten, Mammut reiten. 

Cyberbrillen. For real.


Als ich vor etwas mehr als drei Jahren erstmals von einer schnieken VR-Brille faselte, hätte selbst ich Zukunftsbekloppter nicht gedacht, dass es so schnell geht, mit den Dingern. Anlass für diesen Artikel ist a) dass das Thema selbst in meinem (erweiterten) Freundes- und Bekanntenkreis gerade thematisiert wird (mann, was habt ihr alle keine Ahnung, ey, schrecklich, hört ihr mir überhaupt mal zu, ihr Loser?)  und weil b) die Mainmedia-Presse-Spackos dazu in den letzten Tagen unendlich viel Müll drüber geschrieben und verzapft haben und c) weil ich just einen Artikel zu dem Thema entdeckte, der wirklich gut geschrieben ist und das Thema so anpackt,  wie es sich gehört. Ich zitiere taz.de:

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Google will noch in diesem Jahr eine Brille auf den Markt bringen, die Informationen aus dem Netz einblenden kann. Die Datenbrille soll über einen kleinen Bildschirm, GPS- und Bewegungssensoren verfügen sowie mit dem Betriebssystem Android über Googles Server laufen  […] Ob Google die Datenbrille nun für den Massenmarkt etnwickelt oder nicht, ist sekundär; Head Mounted Displays finden seit Jahren auch ohne den Netzkonzern Abnehmer, oft beim Militär. In jedem Fall ist das Gerät ein seltsamer Zwischenschritt auf dem Weg der von der Science Fiction vielbeschworenen Verschmelzung von Körper und Netz […] 

Wo uns William Gibson einst eine mit Datenhandschuhen erfahrbare, faszinierend-virtuelle Welt aufzeichnete, an der menschliche Körper zumindest partiell teilhaben konnten, strahlt heute den meisten Nutzern das Internet aus gut 30 Zentimetern Entfernung entgegen. Ein Anstupser auf Facebook oder Masturbation beim Seitenbesuch von Youporn stellen schon das Höchstmaß an Körperlichkeit dar […] 

Googles Datenbrille mag noch in diesem Jahr kommen oder auch nicht. Sie kann ein Zwischenschritt sein auf den komplizierten Wegen, die zwischen Körpern und Netzen verlaufen. Ein Grund zum Hype – ähnlich wie bei Smartphones oder Tablet-Computern – ist sie ebensowenig wie ein Anlass zur Furcht vor noch mehr Technologie oder weiteren Daten.

Mein ausdrücklicher Dank für den tollen Artikel geht an den Qualitätsjournalisten Maik Söhler. Endlich mal einer, der weiß wovon er spricht, und nicht in dämliches, nichtsnutzerisches, technophobisches Gefasel verfällt, so wie es die anderen – nichtswissenden – Leitmedia-Äffchen in den letzten Tagen gemacht haben.

Oh. Daten. Augen. DatenAugenKrakenBrillen. Zur Hülfe, zur Hülfe, wir werden alle den Krakentod sterben. 

Spaten, echt mal. 

Wir bekommen nun die Daten eben etwas direkter serviert. Was daran schlecht sein soll, entscheiden wir selbst. Keiner zwingt irgendjemanden die Dinger aufzusetzen. Zumindest noch nicht. Mir persönlich geht das sogar immer noch nicht weit genug. Ich möchte eine solche Brille im Auge haben; sprich: Eine Linse.

Mal sehen. 2009 habe ich getippt das so eine Brille – wie ich sie mir wünsche (schick, leicht, nicht zu klobig und mit Technik die man nicht sehen kann) – , Ende 2016 zu haben sein wird. Nun sieht es danach aus, als würde ich Mitte  2013 in den Fielmann rennen- und mir so ein Teil aussuchen können (wenn auch evtl. nicht von Google selber). Hier nun also mein neuer Tipp: 2016 habe ich so 'ne Linse im Auge und seh' euch alle nackt. Wetten? 

Synthetic Biology!?

Ich bin wieder da, wenn auch nicht zu 100% fit. Damit ihr aber euer Gehirns gesund haltet, hier mal eben ein schickes Erklärbär-Video zum Thema Synthetische Biologie. Vielleicht als Appetizer mal eben der Wiki-Text dazu:

Die Synthetische Biologie ist ein Fachgebiet im Grenzbereich von Molekularbiologie, organischer Chemie, Ingenieurwissenschaften, Nanobiotechnologie und Informationstechnik. Sie kann als die neueste Entwicklung der modernen Biologie betrachtet werden.

Zukuftszeugs, ey. Total geil.

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