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Norge – Part 2

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Schon auf der Rückfahrt von Norwegen in 2012 war mir klar: Ich komme wieder. Und zwar möglichst bald. Ich kann es gar nicht anders sagen: Ich habe mich während meiner Wanderstouren und Autofahrten buchstäblich und wortwörtlich in dieses Land verliebt. Also fahre ich Ende Mai wieder hin. Dieses mal allerdings nicht so weit in den Norden, sondern (zunächst) nur bis zu der Hütte die man oben sieht. Diese liegt etwa hier: 

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Die Region Sørland-Ost passt mir ganz gut; da ist die Anreise in zwei Tagen zu schaffen. Ich werde dieses mal via Göteborg fahren; die Kohle für die teure Fähre (Hirthals – Kristiansand) spare ich mir für die (noch teurere) Fähre zurück (Oslo – Kiel in 20 Stunden). Außerdem komme ich von da (bei Birkeland im Sørland) recht flott an die Küste. Zum Planschen und zum Wandern. Aber auch die nördliche Richtung bietet so einiges: 

Der Norden der Provinz, der mit zunehmender Entfernung vom Meer immer mehr den Charakter einer Fjelllandschaft annimmt, bietet für Angler und Wanderer beste Voraussetzungen. Mit etwas Glück kann man in den oft noch unberührten Wäldern auch Elche und andere Wildtiere beobachten.

Außerdem möchte ich nach meinem Aufenthalt in der Hütte (eine Woche, mit Zelt-Pausen) dann noch etwas frei das Land in nordöstlicher Richtung erkunden; die Telemark oder die Region bei Lillehammer soll ja auch was für Wandersleut sein. Die Idee mit der Hütte kam mir schon auf der letzten Reise: Als ich in der Nähe des Nordkapps unterwegs war, der Sprit zu Neige ging und ich in meinem Zelt gefroren habe…dachte ich: So ein Base-Camp wäre schon der Hammer ;) Gesagt getan. Ich möchte diesmal von der Hütte aus die umliegenden Wälder, Gipfel und Fjorde ausgiebigst erwandern. 

…das die Hütte keinen Strom und kein Fließwasser hat, macht die Sache für mich noch toller.  Dafür gibt's Alleinlage mit 300-Meter-Pfad zum Haus. Was dann so aussieht: 

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Was wirklich blöde ist: Es dauert noch 3,5 Monate bis es los geht…

Aber: Vorfreude ist ja bekanntlich auch was tolles ;) 

apetor is back!

Erinnert ihr euch an den verrückten Norweger? Der, der über das Eis lief, blutend, halbnackt, in Norwegen bei -30.000°? Den hier mein' ich (Teil 5 der See-Odysee gibt es hier: Wodka und Eistauchen und Seebären-Imitation inklusive Und das beste Schlusswort eines Videos. Ever).  Der war da wandern, wo ich mich noch nicht (Jotunheimen) hintraue. Und hat sich dabei gefilmt. Schöne Bilder. Hässliche Bilder. 

…wenn der bei Minute 3:00 den Elch nachmacht könnt' ich dem so eine reinhauen. Großartig. 

Bilder aus Norwegen (II)

Hier gibt es den ersten Teil meiner Horizontalen-Bilderserie aus Norwegen, dem Land des Wassers, der Trolle und überhaupt. Die Bilder in dem Artikel hier sind aus der Rubrik Vertikal. Oben sieht man einen ziemlich langweiligen Leuchtturm. Was klar ist. Der steht ja auch in Dänemark. 

 

In Norge dagegen wird einem nie langweilig. Gehste halt um die nächste Ecke und staunst über spiegelndes Fjordwasser. 

 

Draußen Essen ist immer gut. Mir Fluss und Berg, perfekt. 

 

Nach Alaska will ich trotzdem mal. 

 

Da trottest du so 12 Kilometer bergauf, läufst ausnahmsweise mal durch einen Wald, schlurfst so rum, rechts lichten sich die Bäume. Du hebst den Blick. Und siehst sowas. Ich stand wie angewurzelt, und hab' dann ca. 2h campiert. Gucken. Hören. Riechen. Fühlen. Kitschigste Naturromantik. Super.

 

Blühende Landschaften. Ein Obstbaum in Mittel-Norwegen.

 

Dieses magische Abendlicht dauert da mal locker vier Stunden. Oder so. Sensationell wenn man Fotos machen will. Glaube ich.

 

Ein magischer Steinhaufen. Schon wieder. Steine und Wasser. Immer und überall. Toll. 

 

Über 4.500 Kilometern sind wir gefahren, er und ich. Das schweißt zusammen. Auf der Fähre war er – wie immer und überall in Norwegen – der kleinste.

 

Typischer Rastplatz am Fjord. Von dort ging ein Wanderweg los. Das ist übrigens recht oft der Fall. Überall wo es schön aussieht, steht 'ne Infotafel. Also überall. 

 

Wildes Plakatieren an der Fährstation Hodnanes.

 

Camping erlaubt. Unfassbar. 

 

Er sagt, er will unbedingt auch mal ins Internet. 

 

Die Steinkjerringa, die steingewordene Mutter Norge. Eine tolle und leichtgängige Wanderung bis dahin, übrigens. Aber – schon wieder – nur spaßig mit Gummistiefeln. 

 

Seht ihr wie das Schaf ganz links hüpft? Das konnt' gar nicht nicht laufen. Nur hüpfen. Echt jetzt. Wie ein Vogel. Nur als Schaf. Abends habe ich mal ein ernstes Wort mit ihm gesprochen. Ob es genutzt hat, werde ich nächstes Jahr kontrollieren. 

 

Gipfelbuch, Gipfelbuch! Garant für Glücksgefühle ;)

 

Zwei Abende vorher war ich da unterwegs, wo Teile der Schlacht um Hoth gedreht wurden, und dann sitzt ich plötzlich nackt in der Sonne und überlege, wie lang wohl der Fußmarsch zur See sein könnte. Abwechslungsreich und kontrastreich, war das alles. Hach.

 

Das war's. Peace und so.

(Weitere Foto-Reiseberichte: Santorini, Kreta, CorfuVogesen, Spessart

Zurück!

So. Seit gestern spät Abends bin ich zurück. Morgens um 04.00h in Norwegen aufgestanden, abends ganz spät in Köln ins Bett gefallen. Das geht. Dank der Fährverbindung der Fjordine. Die fahren täglich ab Kristiansand; und zwar high speed. In 2.45h ist man drüben. Das Bild hier steht erstmal repräsentativ für meinen Urlaub. Ich muss nun erstmal ankommen, sortieren und begreifen, wie geil das eigentlich alles war. Kurz eine Anekdote zur Fährüberfahrt. Ich komme also irgendwann in der Dunkelheit zum Check-In-Schalter der Fjordline in Kristiansand. Stehe in Reihe 5, auf Platz 26, oder so. Wer bei einer solchen Fähre zuerst eingeschifft wird, der ist auch am ehesten wieder runter. Es sah also nicht so flott aus für mich, da ich ja doch recht spät zum Einchecken kam. Gut, denk ich mir, machste ein Nickerchen, erstmal. Plötzlich klopft es an meiner Scheibe. Ein Zöllner! (Norwegen ist kein EU-Land, daher mögliche Grenzkontollen in beide Richtungen). Aber er schaut freundlich, denk' ich noch. Scheibe runter.

  • Ich: Hei!
  • Er: Hei! Sind sind ja uss Kölle!
  • Ich: Ja sicher dat. Usm schönen Rheinland ;)
  • Er: Ich han' ens en paar Joahr in Aachen jewohnt. 
  • Ich: Na klasse, dann kennen 'se ja meine Heimat! 
  • Er: Ja, und Bap und die Höhner!
  • Ich: Öhm…ok….
  • Er (plötzlich ganz unförmlich:) Ach, weeste wat? Die Kölner werden hier immer bevorzugt!

Er grinst, geht nach vorne an die Schlange zu einem Einweiser der Fjordline; sie quatschen etwas. Dann kommt er lächelnd wieder auf mein Auto zu. 

  • Er: So. Dann fahr doch einfach mal vor den ersten Platz der Reihe hier. So kommste dann auch schnell wieder runter und bist flotter in Kölle. 
  • Ich: Uh. Geil. Danke, ey…
  • Er: Gerne! (grinst über das ganze Gesicht) Aber vom FC sprechen wir lieber nicht… 
  • Ich (grinsend): Danke!!!

So hab' ich also mal locker 1h Zeit beim Ein- und Ausschiffen gespart. Diese kleine Geschichte ist – genau wie das Bild oben – repräsentativ für das Erlebte und Gesehene.

Freundlich, unerwartet, wunderschön. 

Mehr in Kürze. 

(Ja, auf dem Bild trage ich Gummistiefel. Wer in Norwegen wandern geht, nimmt die mit. Oder versinkt.) 

Haddeh und Schüss! (Die Jungs übernehmen….!)

(Bild: CC by Unbekannt /  National Library of Norway)

Im Königreich Norwegen sagt man Ha Det [haddeh] wenn man Auf Wiedersehen sagen möchte. 

Die Reiseroute wurde nur grob geplant, weil im Urlaub irgendwo ankommen total doof ist. Was safe ist, das sind zwei Übernachtungen in so einer Hütte. Und das ich zwei Tage auf Schafe aufpassen werde. Achso, die erste Gletscherwanderung meines Lebens steht auch noch auf dem Programm. Drückt mir die Daumen, dass mein Fjord KA die 5.000 Kilometer auch packt. Der Reifendruck passt schon mal. 

Während ich (so ca. 2-3  Wochen) unterwegs bin geht's hier aber weiter! Die folgenden Wahnsinnigen werden euch ab und an mal mit 'nem DokBlogPost versorgen: 

Hach Junges, …ich freu' mich so! Der eine oder andere hatte schon angekündigt, dass evtl. auch mal was themenrelevantes dabei sein wird. Nu' sind wir aber wirklich mal gespannt. 

Also: Haddeh Haddeh Schüss, passt auf euch auf, und bis die Tage! 

Norwegian Sunrise

Am Donnerstagmorgen geht die Fähre. Ich bin auch fast schon aufgeregt. Und ihr müsst bis dahin noch das eine oder andere Kitsch-Video aushalten. Doch keine Sorge: Während ich weg bin übernimmt ein Haufen bekloppter Nerds den Laden hier. Dann müsst ihr euch nicht ständig wunderschöne Sonnenaufgänge aus meinem Urlaubsland ansehen. 

…gedreht hat das Video übrigens ein gewisser Leif Johan Holand, mit einer Cineflex V14 HD. Geiler Scheiss. 

apetor – Verrückter Norweger!

Neulich hab ich ja angekündigt, dass ich bis zu meiner Expedition im Mai ab und an mal ein paar schöne Impressions-Videos aus Norge raushauen möchte. Das hier ist weder schön noch wird einem besonders warm beim Ansehen. Außerdem halte ich es mindestens für fraglich, ob man solche Aktionen der breiten Masse zeigen sollte. Aber wir sind ja unter uns hier. Und schon das Geräusch, welches der Wahnsinnige nach dem Schlückchen Wodka macht, ist mehr als hörenswert. Wer bis heute dachte, dass er oder sie einen an der Waffel hat, der wird nach dem Klick auf Play eines besseren belehrt. Vergesst den Nazi-Mörder; so sehen wahre Irre in Norwegen aus. 

Grenzwertig bis total bekloppt, aber immer noch kein Jackass-Schrott (reimt sich das?)