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TV-Tipp: Johnny Mnemonic

Mache sagen, dass der Film Johnny Mnemonic – welcher auf der Gibson-Kurzgeschichte Johnny Mnemonic (dt. Der mnemonische Johnny) – basiert, der wirkliche Vorläufer der Matrix-Trilogie sei. Andere behaupten, dass Gibson und alle beteiligten Schauspieler sich für den Film schämen müssten. Wieder andere sind der Meinung, dass das Movie die beste Cyberpunk-Filmproduktion aller Zeiten ist. Ich sage dazu: Mir doch egal. Wichtig ist einzig und allein, dass der Film das iPhone erfunden hat. Das war weder Steve Jobs noch Apple. Sondern Johnny! Glaubt ihr nicht? Dann hört mal hin: Hier

Ich persönlich verstehe auch nicht wirklich, warum das Movie in der IMDB nur 5.1 Punkte eingefahren hat. Wer da mit etwas Humor rangeht, dem Cyberpunk-Genre gegenüber nicht vollständig abgeneigt ist, und Keanu Reeves ganz gern mag (trifft auf mich alles zu), der kann an dem Film gefallen finden. Sehr sogar. 

Außerdem spielt der Film im Neuromancer-Universum. Und bewegte Bilder – zumindest solche, wie Robert Longo sie produziert hat – aus dem Buch der Bücher…da kann man doch gar nicht Nein sagen. Ich mag ihn; und werde ihn heute Abend sicher wieder ansehen. Und zwar um 22:55 auf Kabel 1.

Hier noch flott die offizielle Description: 

A data courier, carrying a data package literally inside his head too large to hold for long, must deliver it before he dies from it.

Yeah!

Märchenhafter Kurzfilm: Moving Day

Die Kleene macht das echt herrlich. Dazu diese meisterhaft eingefangenen Bewegtbilder! Supergut! Kompliment an Jason Wingrove. Zur Story verrate ich jetzt besser nichts.

Aber mal was anderes: Leute, die in den Comments zum Video ernsthaft mit Ich habe aber eine 7-jährige Tochter rumnölen sage ich: Selbst Schuld, guck' doch Toy Story. Außerdem wage ich zu bezweifeln, dass geröstete Feen eine 7-jährige im Jahre 2011 noch ernsthaft um den Schlaf bringen.

Die Effekte, die Musik, das Setting… passt alles mehr als gut. Und eigentlich hab' ich's mit Märchen ja mal so gar nicht. Aber hier… das ist was anderes.

Trailer: ROSA

Drüben beim Affenheimtheater entdeckte ich eben ein Poster zum Cyberpunk-Kurzfilm ROSA (Jesus Orellana). Bisher war mir das Shortmovie unbekannt und der Trailer ist… irgendwie… merkwürdig. Aber auch faszinierend. Hier noch eben um was es gehen soll: 

In the near future, humanity has disappeared, leaving behind a large megalopolis devoid of natural life. From the destruction awakes ROSA, a cyborg part of the KERNEL project, mankind's last attempt to restore the earth's ecosystem using recovered samples of long-extinct plant species.Wandering among the ruins of the lifeless city, Rosa will soon discover that she is not the only part of Kernel that has awakened.

Joa. Könnt von mir sein ;) Ich bin gespannt. 

Kollaboratives Cyberpunk Filmprojekt: Minotauros

Auf Facebook steht: 

Das kollaborative Cyberpunk Filmprojekt. Von der ersten Idee bis zum kleinsten Detail werden wir transparent und kollaborativ mit euch zusammen einen Cyberpunk-Film erarbeiten und professionell drehen.

Find' ich gut; und auch die Kreativen dahinter machen einen gleichermaßen netten- wie kompetenten Eindruck. Eine Randnotiz sei gestattet: Das ihr Facebook als Pool-Tool gewählt habt, finde ich verständlich, aber auch etwas befremdlich. Gerade die Cyberpunk-Szene steht diesem sozialen Netzwerk recht kritisch gegenüber. So zumindest mein Eindruck. Cyberpunk und Facebook. Das geht nur so gerade eben zusammen. Evtl. wäre eine eigene Landing/Projekt-Website keine so schlechte Idee. Und 'ne Rechtschreibkorrektur würde dem Facebook-Infotext auch gut stehen ;)

Sonst: Go for it, ich bin gespannt. 

Mr. Nobody – Komplett auf YouTube

Sollte es untern den werten Besuchern tatsächlich Menschen geben, die Mr. Nobody noch nicht gesehen haben: Schande! Echt mal. Der Film gehört zum Besten, was man in den letzten Jahren überhaupt ansehen konnte. Und das in gleich zwei Genres: Es handelt sich nämlich um eine Sci-Fi-Romanze. So zumindest meine bescheidene Interpretation. Okay, etwas Drama ist auch mit dabei. Wikipedia sagt:

Mr. Nobody befasst sich in einer phantastischen Geschichte mit den Schwierigkeiten und Auswirkungen zu Entscheidungen. Die Geschichte erzählt dabei von einem neunjährigen Jungen, Nemo Nobody, welcher auf einem Bahnhof wählen muss, ob er nach der Scheidung seiner Eltern mit seiner Mutter mitgehen, oder bei seinem Vater bleiben will.

Chaostheorie, wahre LiebeSchmetterlingseffekt, Unsterblichkeit -> Alles drinne, alles perfektionistisch arrangiert (Jaco Van Dormael) und spitzenmäßig fotografiert (Christophe Beaucarne). Jared Leto spielt großartig (was die Damen eh schon alle wissen) und auch die CGI/Special Effects passen mehr als ins Bild. Kurzum: Einer der Top10. Ever. Ansehbar auf YouTube, in englisch, aufgeteilt in 12 Teile. Hier nun Teil 1, den Rest findet ihr. Ihr seid ja schon groß.

Ihr könnt mich alle am Arsch lecken!

Die spannende Heidi hatte mir nach der ersten Occupy-Cologne-Demo den längst vergessenen Superfilm Network wieder ins Gedächtnis gerufen. Der obere Ausschnitt ist ein Knaller! Und der hier ist auch echt gut. Ausnahmsweise ist hier die deutsche Übersetzung mal genauso treffend, wie das Original:

Geht zum Fenster, macht es auf, steckt den Kopf raus und schreit: Ihr könnt mich alle am Arsch lecken! 

Kurzreview: Life In A Day

Neulich las ich, dass 97% aller Erdlinge Frieden als allgemeinen und dauerhaften Zustand eigentlich ganz gern haben. Ich behaupte: Von den übrigen 3% sind 2% schon länger tot; und wer die übrigen 1% sind, das wissen wir ja zu Genüge. Diese These unterstützt der Film Life In A Day von Kevin MacDonald (feat. Ridley Scott und Co). Hier mal eben ein Teaser-Text:

A documentary shot by filmmakers all over the world that serves as a time capsule to show future generations what it was like to be alive on the 24th of July, 2010.

Über 80.000 Menschen haben also ihren ganz persönlichen 24. Juli 2010 gefilmt und zum Schnitt an MacDonald gesendet. Herausgekommen ist ein wirklich unterhaltsamer Film, den man in dieser Form noch nicht gesehen hat. Von 0:00 Uhr bis 0:00 Uhr reihen sich spannende Szenen von ganz vielen Menschen aus noch viel mehr Regionen des Planeten aneinander. Manchmal etwas zu rührselig inszeniert, sorgt das Gesamtwerk aber nach dem Abspann dafür, dass man unwillkürlich denken muss: What a wonderful world und Danke, YouTube (die haben das Ganze Co-Produziert und die Logistik gestellt). Gespickt wurden die Einblicke in fremde Leben – die sich gar nicht so fremd anfühlen – mit einigen simplen Fragen: Was hast du in der Tasche? oder auch Was liebst du? Rausgekommen sind lustige – aber ebenso nachdenklich stimmende – Antworten. Der Eine liebt seine Katze über alles, die Andere liebt Männer, und wieder andere lieben Gott und / oder ihr Land. Es sind einige recht radikale Antworten dabei; und auch die Live-Schlachtung einer Kuh ist sicher nicht jedermanns Sache.

Aber so ist sie eben. Die Erde. Unsere Erde. Kunterbunt, farbenfroh, schwarz und weiß, aufregend, aufregenden traurig und traurig aufregend zu gleich. 

Zurück zu meiner These: Die Menschen haben keine Lust, keine Zeit und auch keine Energie Kriege anzuzetteln. Dazu sind die doch viel zu beschäftigt. Mit Leben. Der Film hat keine Kernaussage, zumindest keine, die ich hineininterpretieren könnte. Lincoln Steffens sagte jedenfalls mal: 

'Art is like a border of flowers along the course of civilization'

Ich fand' den gut. Guckt mal den Trailer hier oben und entscheidet selbst.

Kurzfilm zu Wallstreetbesetzung: Right Here All Over

Der liebe Max – mit dem ich heute ein eventuelles Blind-Date habe – fragt mich gestern via Mail, ob ich denn am 15.10 auch nach D'Dorf fahre, um die dort ansässige Wallstreet / das Landesparlament mitzubesetzten. Ehrlich: Ich weiß es nicht. So sehr mich die Bewegung auch fasziniert, mir erscheint sie etwas substanzlos. Und planlos. Ich zitiere mal eben die Infopage für die Aktion hier im Land:

Wir empören uns:

  • über Armut
  • Welthunger
  • diskriminierung jeglicher art
  • Vertreibungen von Menschen aus ihrem zu Hause
  • ein ungrechtes Wirtschaftssystem
  • Massenarbeitslosigkeit
  • Schulden

Wir sind für:

  • Eine bessere lebenswertere Welt für ALLE
  • Mitbestimmungsrecht in politischen/gesellschaftlichen/wirtschaftlichen Fragen
  • Freiheit
  • Das Individuum
  • Nachhaltigkeit
  • Das Recht sich zu Empören!
  • Das Recht auf Selbstbestimmung

Zitat Ende.

So. Da kann ich auch mit den Grünen 'ne Runde Boot fahren oder den Piraten beim Stottern zusehen. Nicht falsch verstehen; mir sind die edlen Ziele durchaus sympathisch; nur fehlt mir eindeutig das wie und was wenn. Mir fehlt die Substanz. Für mich klingt das alles nach: Guckt, was die im nahen und fernen Osten so machen. Guckt, die Griechen. Und die Spanier. Das können wir auch! Nur können wir das nicht. Wir – die in Wohlstands-Zuckerwatte eingehüllt sind-, die wir lieber erstmal schauen müssen, wo wir unsere Smartphones aufladen und ja auch gucken müssen, dass wir bei unserer Möchtegern-Revolution auch richtig hip aussehen.

Vielleicht sehe ich das aber auch alles viel zu kritisch. Vielleicht sollte ich hingehen. Vielleicht bringt es ja was. Vielleicht, vielleicht,  vielleicht. 

Ich bin müde.

Update: Im Avaaz-Newsletter steht: Dieses Jahr könnte das 1968 unseres Jahrhunderts werden. Heidernei. Das habe ich auch schon gedacht! Es passiert was, es tut sich was. Expect us! 

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