Monthly Archives: Mai 2010

Hierzulande


Hierzulande werden Menschen die sogenannten sozialen Leistungen gekürzt, weil sie Überraschungseier-Kram sammeln. Und oben drüber prügelt sich die sogenannte Politiker-Kaste um die Machtverhältnisse. Ich sehe: Herrschaftsdrang, Profilierungssucht, Geltungsbedürfnis, Ekelpolemik, Unsachlichkeit, Habgier, Egoismus, Ellenbogen und 'ne Menge Riesenarschlöcher.

Und ihr seid gerne zur Wahl gegangen? Wie jetzt genau?

…wenn ich einmal groß bin, dann möchte ich keine staatlich-verordnete Notfalldemokratie mehr haben. Geht das?

…und wer jetzt Umverteilung sagt, ist eh raus und Kommunist noch obendrauf . – Ihr könnt' mich doch mal. Assholes.

Wer mir erklärt, warum ich zur nächsten Wahl gehen soll, der bekommt auch kein Eis.

Das 9-Stunden-Kapsel-Hotel

Der uniformierte SARARIMAN betritt das Capsule-Hotel, die Taschen voller CHRISTMAS BUNDLES, vollgepumpt mit COLD TEAM, bereit einen JOYBOY mit BEES zu betäuben. In der Lounge sitzt ein CALL GIRL, bestückt mit Unmengen WETWARE und einer pinkfarbenen CHATTER BOX unter den Armen. Gedämpfte Pianomusik dringt aus unsichtbaren Lautsprechern; es riecht nach GOMI, Schweiß und ranzigem Fett. Das Neon glüht über den Bar.

Eine Nacht, wie jede andere. Bis…

Wie viele Kapselhotels gab es wohl als Gibson Neuromancer geschrieben hat? Und wie viele gibt es heute?

Verrückte Scheisse.

Therese Larsson


Über dem Bild steht:

Don't worry, I have it covered

Hach. Schön. Eulen sind eh die totale Faszination. Find' ich jetzt. Jedenfalls malt Therese Larsson lauter so anrührende Szenen. Wehe einer lacht. Die sind wirklich emotional behaftet. Und jetzt gleich weine ich nämlich das Raumschiff voll. – So.

Totaler Quatsch. Alles total bunt und lebendig und mit viel Power gezeichnet. Echt jetzt. Hin da!

Turning Into Gods


Manchmal wünsche ich mir ein klein wenig mehr transhumanistischen Optimismus. Die Drüben haben das – nach meinen Beobachtungen – etwas besser drauf. Da wird nicht gleich von Wahnsinn gesprochen, nur weil man sich für Kyro-Technologien begeistern kann. Es wird einem nicht radikales Denken unterstellt, wenn man angibt, dass einem die übliche Lebenspanne von etwa 75 Jahren etwas zu kurz erscheint.

Das ist Schade und unter rationalen Gesichtspunkten einfach totaler Quatsch. Formuliert man mal anders, zum Beispiel so…

Ich möchte 100 Jahre alt werden. Das allerdings bei geistiger und physischer Gesundheit.

…sieht man nickende Köpfe wohin man auch guckt. Warum also dann nicht auch 500 Jahre lang das bunte Leben genießen? Anmaßend? Für eine Anmaßung braucht es immer auch ein Maß. Und unter Berücksichtigung aller ökologisch/ökonomischen Bedenken kann ich ganz klar sagen: Ich will solange was davon haben, wie es irgendwie geht. Gerne auch mit USB-Connect im Zahnfleisch. Dagegen empfinde ich eine demütige, kriecherische und unterjochte Haltung als anmaßend. Ergo: Jenes Maß gibt es nicht.

Klar, die moralischen Bedenken sind angebracht und wichtig; gerade wenn man solche "Long-Tail Themen" wie Überbevölkerung und/oder Vergreisung (zwangsweise) in die Diskussion mit einfließen lässt.


Ich für meinen Teil halte beispielsweise Ray Kurzweil nicht für einen Wahnsinnigen (ja, ich weiß was ich hier ab und an mal geschrieben habe: War eh alles nur Spaß), sondern für einen sehr engagierten Forscher mit hoch gesteckten Zielen. Den Tod zu besiegen war schon immer ein Wahnsinns Traum des Menschen. Warum also nicht mal ernsthaft darüber nachdenken?

Biotechnologie, Nanotechnologie, Artifizielle Intelligenz. All das passiert heute. Jetzt gerade. In diesem Moment. Wir sollten uns nicht scheuen, dem Tod ein Schnippchen schlagen zu wollen. Denn genau dieser Gedankengang impliziert Evolution. In ihrer pursten und reinsten Form. Und das wir die brauchen, is' ja mal klar.

Nichts währt ewig!

Auch für mich hat dieser Spruch etwas tröstliches. Objektiv und neugierig betrachtet muss man sich aber doch auch mal fragen:

Warum denn eigentlich nicht?

Mit solchen weltbewegenden Themen befasst sich die kommende Dokumentation TURNING INTO GODS. Hier noch eben ein Teaser-Text dazu: 

TURNING INTO GODS is a new feature length documentary exploring mankind's journey to 'play jazz with the universe'.

Universumsjazz. Nice one. Wundervoll auch der Spruch unter dem Trailer:

First we build the tools, then they build us. – Marshall McLuhan

Na denne. Happy Future, zusammen. Hier der Trailer zur Doku:

Ray und Bill in einem Trailer. Auch mal geil.

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