Stephan niggemeier

Lanz, ey.

Auf Facebook las ich heute Morgen einen kurzen Eintrag von Friedemann, der ein Zitat von Stefan Niggemeier beinhaltete. Es ging um diesen Anti-Lanz-Artikel im Spiegel, den Niggemeier vor einiger Zeit geschrieben hatte. Nachdem ich mir den (wohltuenden) Spiegel-Text durchlas, stöberte ich etwas im Niggemeier-Blog herum und fand auch dort einen Lanz-Artikel. Der einen wirklich tollen Absatz enthält, den ich etwas weiter unten im Text raumordkopieren werde. 

Warum ich diesen Textteil nun hier vermerke? Weil diese Textpassage exakt meine Meinung über Lanz, das Dummbrot, Lanz den Faschisten, Lanz den Wichtigtuer und Lanz den Gutmenschen reflektiert. Aber auch aus praktischen Gründen: Niggemeier formuliert das so klasse aus; das könnt' ich eh nicht . Und wenn dann nur garniert mit zu vielen Kraftausdrücken. Here we go, mit Dank an Herrn Niggemeier: 

Es sind ja nicht nur diese Posen, das Finger-an-den-Mund-legen, der Dackelblick, dieses sich Spreizen, die Witzelsucht, die konsequente Unterforderung des Zuschauers, die persönlichen Zudringlichkeiten, das Desinteresse an Inhalten, die Fragetechnik, die von Johannes B. Kerner gelernte Kunst, sich von sich selbst zu distanzieren, die Phrasen, die angestrengte und anstrengende Vortäuschung des kritischen Nachfragens, das Aufondulieren der Sprache, die Wichtigtuerei, das ganze streberhafte Gehabe.

Es ist auch das Ausmaß, in dem er aus seiner Talkshow eine Art Betriebsausflug gemacht hat, mit diesem unbedingten Willen zur kontrollierten Ausgelassenheit und dieser gezwungen Kumpelhaftigkeit. Hinter einer Fassade moderner Munterkeit tun sich Abgründe spießiger Bräsigkeit auf.

…jetzt kann ich immer wenn es um den unsäglichen Lanz-Fuzzi geht, immer hier rein hüpfen, und sagen: Lest das, und meine Antipathie wird vielleicht verständlicher.

Wetten das? 

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